Frage von Seelenloseleere, 67

Lernstoff meistens langweilig?

Wieso ist in der Schule der Lernstoff oder allgemein die Schule oft so extrem langweilig? Ich meine bei paar fächern kann man ne ausnahme machen aber ich finde fast alles in der Schule was wir lernen sollen einfach nur uninteressant.

Wenn ich irgendwas wissen will dann guck ich im Internet nach und lerne dort etwas. Ich lese selber darüber. Ich meine als Kind war man immer so wissbegierig und wollte immer etwas dazulernen. Aber seitdem man in der schule ist verschwindet das irgendwie ein bisschen.

Ich meine Schule ist kein Spaßhaus, hat ja nen sinn warum man da hin geht, Aber warum wird der Unterricht nur so Besch.... gestaltet?

Antwort
von Kunsttier, 24

Schule ist tendenziell nicht viel langweiliger als jede andere Pflicht, der man nachkommen muss. Selbst dein zukünftiger Traumberuf kann auch mal langweilig sein. Man findet eben nicht immer alles toll und spannend im Leben. Die Schule ist da leider keine Ausnahme. Mit Langeweile kann man aber lernen umzugehen. 

Langeweile entsteht meistens dann, wenn man geistig unterfordert ist und keine anregende Alternative findet. Das kann im Schulalltag schnell passieren.  Denn das Konzept von Schule ist extrem simpel und allzu leicht zu durchschauen. Da ist es ziemlich egal, welcher Stoff gerade unterrichtet wird. Die Fächer funktionieren alle nach demselben einfachen Prinzip. Hinzu kommt, dass durch die Schule auch der Rest des Alltags, also die schulfreie Zeit, ziemlich regelmäßig getaktet ist. Diese gesamte Routine kann schnell langweilig werden.

Deshalb solltest du einen Weg finden, diese Routine zu durchbrechen bzw. auszuweiten, so dass nicht alles immer dasselbe ist. Wenn es z.B. um Naturwissenschaften geht, kannst du dich über den Unterricht hinaus, über gewisse Phänomene informieren und versuchen, diese mit dem Unterrichtsstoff zu kombinieren. Oder wenn ihr ein Buch in Deutsch lest, kannst du dich über die autobiographischen oder historischen Hintergründe informieren und dadurch die Diskussionen über die Lektüre ausweiten. In der Regel sind Lehrer dankbar darüber, wenn Schüler auf neue Ideen kommen. 

Außerdem solltest du deine Freizeit so gestalten, dass du auch außerhalb der Schule ausreichend ausgelastet bist. Triff dich mit Freunden und tauscht Erfahrungen und Gedanken aus; reflektiere dich selber und grüble mal über dein Gemüt nach; geh auf Partys und an dir bisher unbekannte Orte und lerne neue Leute kennen; mache Sport und suche nach gesunden Grenzerfahrungen. Hauptsache du gehst die Welt entdecken! Als junger Mensch hast du ja auch Lust darauf. Du willst ja nicht ewig in deinem Zimmer hocken. Und wenn dein Leben grundsätzlich eigentlich echt cool und interessant ist, dann ist die Schule auch nicht mehr so schlimm. Deinen Hintern musst du nur selber hochkriegen! ;) 

Antwort
von dfllothar, 22

Ich höre das immer wieder von Jugendlichen, wie langweilig der Unterricht heute war. Auf die Frage hin, was sie heute gelernt haben, antworten sie meist, der heute durchgenommene Stoff interessiert doch keinen und zu was soll das Wissen darüber im Leben eigentlich nützlich sein.

Vielmehr sind sie an den derzeit aktuellen Themen interessiert, was Hobby-Beschäftigungen, Sport und sinnvolle Freizeitgestaltung betrifft.

Alle anderen Kenntnisse bekommen sie heute bei Bedarf doch übers Internet, wozu doch jeder bereits den Zutritt hat über sein mittlerweile alles könnente Handy oder Laptop.

Wenn man den heute üblichen Lehrstoff beurteilen möchte, kommt man leicht zu der Erkenntnis, daß rund 50% davon gar nichts bringt für´s Leben und somit eine unnötige Belastung für die Schüler darstellt.

Kein Wunder, daß so manche Schüler müde aus der Schule kommen, sie haben in so mancher Unterrichtsstunde aus Langweile bereits ein Schläfchen gehalten.

Eine Überarbeitung des Lehrstoffes wäre jetzt dringend nötig !

Antwort
von HPFGH, 13

Die anderen Antworten sind ja schon seh ausgiebig und berechtigt

Ich persönlich denke auch, dass der Lernstoff erstens überzogen und zweitens falsch angesetzt wird. Dass alle Schüler das exakt gleiche lernen müssen, ist eigentlich völlig lächerlich.

EIn Beispiel: In der Schulehaben wir letztes Jahr etwa fünf Stunden unglaublich viele nebensächliche Fakten über Josef Stalin gelernt, bezüglich seiner Persönlichkeit etc, und auch über die Art, wie er regiert hat. Was wir allerdings nicht wirklich gelernt haben, ist, was Kommunismus ist, sodass einige aus meiner Klasse garaniert keine Ahnung haben, was das ist. Ein ansonsten sehr gebildeter udn intelligenter Junge aus meiner Klasse zum Beispiel ist der festen Überzeugung, dass Kommunisten ja eigentlich rechtsextremisten unterstützen müssten, wobei ja bekannt ist, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Er hat absolut keine Ahnung vom kommunstischen Manifest udn wer es geschrieben hat oder wie es dazu gekommen ist, dass aus dieser Theorie eine autoritäre Diktatur wie die unter Josef Stalin geworden ist.

Natürlich kommt es immer auf den Lehrer an. Es gibt durchaus Lehrer, die versuchen, möglichst gut das Wichtige im Leben zu vermitteln, allerdings sind sie auch sehr eingeschränkt, da ihnen der Lehrstoff zu einem großen Teil vorgegeben wird. Es ist einfach etwas an dem ganzen Schulsystem falsch. Man hat als Schüler sehr schlechte Möglichkeiten, sich tatsächlich gut über ein Thema zu informieren, da die Lehrer stets ihrem beschissenen Lehrplan nachgehen müssen und für nichts sonst Zeit haben. Daher interessiert einen zwangsweise ein Großteil des Stoffes nicht und auf das, wofür man sich interessiert, kann man nicht gut eingehen.

Tatsache ist, dass der Stoff einfach veraltet und nicht zeitgemäß ist. Ich finde es nicht falsch, dass es so viel Stoff ist, ich denke einfach, es ist zu 85% der Falsche :D

Ich selbst bin ja eigentlich ein sehr ehrgeiziger Schüler - andere nennen es vielleicht 'Streber' -, aber seit etwea neun Monaten habe ich jeglichen Ehrgeiz verloren, da ich erkannt habe, dass das, was ich lerne, völlig falsch angesetzt ist, ich es schnell wieder vergesse und es sowieso keiner wertschätzt, wenn ich das brav dahinlerne, ´statt Stunden vor dem PC zu sitzen und LoL zu spielen. (Dabei lerne ich übrigens mehr Englisch als im Englischunterricht)

Und falls jetzt jemand sich darüber auslässt, dass ich selbst noch Schüler bin und daher diese Meinung vertrete: Es ist nicht nur etwas, was ich denke. Ich habe das vielfach mit mehreren Leuten diskutiert und bin nach langer Überlegung zu dieser Überzeugung gekommen.

Mein Tipp an dich: Wurschtel dich irgendwie durch die Matura (oder für ich vlt Abitur) und studier was dich interessiert. Niemand kommt über die Schulzeit hinweg, ohne nutzloses Zeug zu lernen, also versuch es erst gar nicht xD

Antwort
von TestBunny, 38

Keine Mittel, veraltete Lernmethoden, keine Zeit und immer mehr Stoff machen den Unterricht sehr unangenehm und manchmal auch zu Qual.

Antwort
von Goodnight, 8

Die wenigsten Lehrer sind begnadete Stoffvermittler. Nur weil man selber etwas kann, heisst das noch lange nicht, dass man etwas  gut vermitteln kann.

Antwort
von Saxe0707, 35

Jeden kann nicht alles interessieren

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