Lernen Schweizer in der französischsprachigen Schweiz auch richtig Deutsch?

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8 Antworten

Richtig Deutsch lernen ist für jeden Französischsprachigen sehr schwer weil vor allem die Grammatik anders ist als beim Deutsch. In der Schweiz müsste man eigentlich 4 (oder 5) Sprachen lernen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch (& evtl. Romantsch (Walliser Sprache)). Mich z.B. hat es immer genervt, dass wir statt Italienisch Englisch als zweite Fremdsprache im Unterricht haben, weil Englisch keine Amtssprache ist. Es ist aber auch jeder individuell angelegt. Es gibt Sprachtalente, die leicht von Französisch zu Deutsch wechseln können und dann die, die sich nie an die andere Sprache gewöhnen und auch leicht den Mut und die Motivation verlieren, die andere Sprache zu benutzen.

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Kommentar von xo0ox
27.07.2016, 10:08

(& evtl. Romantsch (Walliser Sprache)).

Also die Walliser sprechen zu 100% kein einziges Wort in Rätoromanisch (oder auch Rumantsch), diese Landessprache wird hauptsächlich im Kanton Graubünden gesprochen.

Und eigentlich würde es vollkommen ausreichen, wenn alle die jeweilige Amtssprache lernen und zusätzlich English, finde English viel wichtiger als die andere Landessprachen, einfach auch weil man fast überall auf der Welt sich mit Englisch verständigen kann.

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Kommentar von rosaelefant1997
27.07.2016, 10:30

Eh nei... Da chönte mer eus no stritte. Ich han grad s gymi abgschlosse und han halt u franz und englisch glernt... Aber erschtens emal schaffed die nöd en richtig guete lehrer dezue zfinde und zweitens wird jeze denn mis studium auno teilwis uf englisch si... Das find ich nöd eso läss, wil mier eif iwo no uf eme z tüüfe niveau sind wüsseschaftlichs engliscj z verstah. Gott sei dank han ich selber no englisch dihei nagholt.

Französisch? Isch vlt e schöni sprach abr iwenn lernt eif zviel grammatik und viel weniger de echti wortschatz wo mer denn bi so öpis wie matur brucht. Ich han nüt gege französisch, abr ich denke viel werd ichs nöd bruche i mim lebe, vorallem wil ich demit praktisch nie werd konfrontiert si ussed z frankrich irgendwo ide ferie oder uf de lebensmittelverpackig.

Wer wött der han alli sprache vo de welt lerne, nume find ich lieber doppelt soviel englisch ide schuel hetti als franz UND englisch.

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Nicht nur ein Paar Wörter, sonder können Schweizer aus den französischsprachigen Kantonen auch gut deutsch sprechen?

Sie lernen es jahrelang. Wie gut sie es am Ende können, hängt vom Schüler selbst ab. Ich würde aber behaupten, dass viele es nicht so gut sprechen, wie sie nach all den Jahren sollten, aber es gibt auch Ausnahmen. 

Man muss auch bedenken, dass Deutsch in der französischsprachigen Schweiz lange Zeit keinen guten Ruf hatte. Dies hat sich mittlerweile geändert, trotzdem haben viele Hemmungen, Deutsch zu sprechen oder tun es einfach nicht gerne. Manche regen sich auch über die "Dominanz" der deutschen Sprache in der Schweiz auf (immerhin stellt Deutsch die anderen Sprachen in den Schatten). 

und umgekehrt, lernen Schweizer in der deutschsprachigen Schweiz gut französisch?

Auch hier: Sie lernen es jahrelang. In den letzten Jahren/Jahrzehnten verschlechtern sich die Französischkenntnisse der Schüler jedoch zunehmend. Französisch genießt in der Deutschschweiz auch keinen allzu positiven Ruf, weil es "schwieriger" oder "unnützer" als Englisch ist. Natürlich gibt es viele, die gut Französisch sprechen, aber eben auch viele, die kaum Französisch sprechen. 

Letzten Endes ist es immer abhängig vom Schüler. Richtig schlimme Verständigungsprobleme gibt es zumindest nicht. Wenn es wirklich wichtig ist, kann man sich immer irgendwie verständigen. ;) 

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Wir lernen in der Deutschschweiz Französisch und die Westschweizer lernen Deutsch. 

Das Problem ist aber, dass wir das im Alltag dann meist kaum brauchen und die Kenntnisse so sehr oft rasch wieder verschwinden. Hängt natürlich immer vom Beruf und der Stelle ab.

Oft versteht man die Sprache ja besser, als man sie spricht. Und so ist es gang und gäbe, dass der eine seine Muttersprache Französisch und der andere Deutsch (nicht Schwiizertüütsch) spricht und sich so beide ganz gut verstehen. 

Aber es kommt auch immer häufiger vor, dass sich die Bewohner der einzelnen Landesteile dann einfach auf Englisch unterhalten, welches dann einfach für beide eine Fremdsprache ist.

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Gut ist so eine Auslegung Sache, manche können es besser und andere schlechter aber vom Prinzip her, lernen die französischen Schweizer Deutsch als Fremdsprache und die deutschen Schweizer lernen französisch als Fremdsprache.

Allerdings ist es (zu meiner Zeit) nur 2 Jahre Pflicht, danach frei Fach.

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Ich denke, dass sie jeweils nur ihre Muttersprache gut lernen. Es gibt in der Schweiz 4 Sprachen. Überwiegend ist es deutsch und im Westen und süden französich und italienisch. Man hat es zwar in der schule, aber im Gebrauch im alltag ist das wohl egal also da sprechen sie nur ihre sprache. Aber sie können wohl schon auch die anderen zb in machen Bereichen im Beruf müssen sie alle mal anwenden zb in der Auskunft.

Aber die jeweilige Muttersprache ist die wichtigste.

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Kommentar von xo0ox
27.07.2016, 10:03

Muttersprache hat aber nichts, mit der jeweiligen Amtssprache zu tun.

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Man lernt in der Schule jeweils Deutsch oder Französisch ala 1. Fremdsprache (wie bei uns Englisch).

Die französischsprachigen Schweizer können sich zwar alle auf Deutsch verständigen, sie tun es nur nicht sonderlich gerne.

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Vermutlich können die welschen Schüler am Ende der obligatorischen Schulzeit genau so gut Deutsch wie wir Französisch. Nur die Schulkenntnisse reichen doch einfach nicht aus.

Ich bin durchaus der Ansicht, dass Englisch heute wichtiger als Französisch oder Italienisch ist. Und trotzdem fände ich es sehr schade, wenn ich mich mit einem Westschweizer oder Tessiner auf Englisch unterhalten müsste. Für mich sind Kenntnisse dieser beiden Landessprachen sehr wichtig.

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Federer kann z.B. beides perfekt. 

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