Frage von Havanacuba, 89

Leide unter Depressionen, Arbeitsleben stark beeinträchtigt , Erwerbsminderungsrente?

Guten Tag zusammen! Ich hab ein Problem, und zwar leide ich an Depressionen / Psychischer Erkrankung, und dies hat auch Einfluss auf den Alltag, vor allem das Arbeitsleben. Ich schaffe es wohl nicht mehr arbeiten zu gehen, zumindest keine 100 Prozent mehr. Ich weiß auch langsam nicht mehr weiter. ich habe zum 1.6. in einer Neuen Firma angefangen, auch auf 100 %, weil ich es einfach wissen wollte, ob ich es denn nicht doch irgendwie schaffen kann. Leider kann ich das wohl vergessen. Mir fällt es nun auch wieder schwer, zur arbeit zu gehen. habe eine Innere Blockade, würde am liebsten im Bett bleiben. Muss mich regelrecht aufraffen. Mein Arzt und Psychiather sind darüber informiert, dass ich Depressionen habe. Ich war auch schon in einer Reha ( Psychosomathische Klinik) Habe dort aber wohl die falschen Themen behandelt, da ich zu dieser Zeit keinen Job hatte und Krank geschrieben war. Die frage ist, wie muss ich nun vorgehen, um eine Erwerbsminderungsrente zu bekommen, da ich auch erst 24 Jahre bin und noch nicht viel gearbeitet hab. Muss ich das zuerst meinem Arzt melden? Oder muss ich das bei der Rentenversicherung melden ? Kann mir das ganze auch abgelehnt werden ? bekomme ich dadurch auch einen Schwer behinderten Ausweiß ? Bekomme ich zusätzliches einkommen ? Ich bitte dringend um Hilfe und Antworten. Ich muss schnell reagieren.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Havanacuba,

Schau mal bitte hier:
Arbeit Krankheit

Antwort
von SiViHa72, 58

Du gehst erst mal schoön zu Deinem Hausarzt, erklärst das Problem da. Der wird Dich zu Facharzt schicken und/oder Therapeut.

Mit denen klärst Du auchz, in wiefern eine Behinderung vorliegt. Das muss dann beim Versorgungsamt beantragtw erden. Und die holen dann Infos bei9d en behandelnden Ärzten ein. Woraus klar wird,w arum die diversen Ärzte eine wichtige Rolle spielen.

Anhand deren Infos wird nämlich auchdn er Grad der Behinderung festgestellt. Und tatsächluch kann man wegen Depressionen eine Behinderung attestiert kriegen. Frühere Bekannte hatte GdB 60 deswegen, war also schwerbehindert (das ist man ab mindestens 50 GdB), später ist die wegen der Depressionen auch teil-, dann ganz verrentet worden (da sie wegzog,w eiss ich dann nichts mehr).

Kommentar von Dickie59 ,

jeder Versicherte hat das recht den Antrag auf Erwerbsminderung zu stellen. Selbst wenn dieser gerade ohne Ausnutzung des Rechtsmittelbehelfs abgelehnt worden ist, hat er das Recht wieder einen Antrag zu stellen!

Antwort
von Konrad Huber, 36

Hallo Havancuba,

Sie schreiben:

Leide unter Depressionen, Arbeitsleben stark beeinträchtigt , Erwerbsminderungsrente?

Antwort:

Psychische Erkrankungen sind sehr heimtückisch und die Schulmedizin reagiert darauf meist mit Verabreichung von Psychopharmaka, wodurch in den meisten Fällen ein Teufelskreis in Gang gesetzt wird!

Die Pharmaindustrie macht mit diesen psychischen Erkrankungen ein Milliardengeschäft!

In meiner Eigenschaft als ehrenamtlicher Betreuer erlebe ich bei Besuchen in psychiatrischen Einrichtungen, daß die Insassen im Gegensatz zu früheren Zeiten immer jünger sind/werden!

Die Hauptproblematik besteht grundsätzlich darin, daß die individuelle, menschliche Zuwendung in diesen Einrichtungen mangels Fach-Personal und mangels Zeit viel zu kurz kommt!

Sie sind mit 24 Jahren noch sehr, sehr jung und haben das ganze Leben noch vor sich!

Psychische Erkrankungen können sich sehr, sehr in die Länge ziehen!

So wie Sie Ihre Situation beschreiben, sind Sie zum aktuellen Zeitpunkt nicht voll belastbar bzw. nicht belastbar!

Was die volle Erwerbsminderungsrente anbelangt, so haben Sie, da nach dem 1.1.1961 geboren, in der DRV keinen Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit!

Das heißt bei Beantragung einer vollen Erwerbsminderungsrente im Klartext, daß Sie an Hand Ihrer eigenen Krankenakte glasklar und sehr detalliert nachweisen müßen, daß Ihre Leistungsfähigkeit dauerhaft auf unter 3 Stunden, auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt, abgesunken ist!

Leichte Tätigkeiten sind laut DRV zum Beispiel:  "Pförtner, Museumswärter, Nachtportier und viele weitere, leichte Tätigkeiten!

Sie müßen also in Ihrer eigenen Krankenakte nachweisen, daß Sie auch derartige leichte Tätigkeiten dauerhaft nur noch unter 3 Stunden ausüben können!

Sie müßen sich darüber im Klaren sein, daß die meisten Verfahren, Begutachtungen, auch vor den Sozialgerichten, überwiegend nach Aktenlage entschieden werden!

Deshalb kommt dem Inhalt Ihrer eigenen Krankenakte eine sehr große Bedeutung zu!

Des weiteren gilt der gesetzlich vorgegebene Grundsatz: "REHA geht vor Rente!" 

Die DRV wird also an Hand Ihrer eingereichten Akten beurteilen, ob Ihre Leistungsfähigkeit durch eine REHA-Maßnahme/Maßnahme zur teilhabe am Arbeitsleben, dauerhaft stabilisiert bzw, gebessert werden kann!

Die frage ist, wie muss ich nun vorgehen, um eine Erwerbsminderungsrente zu bekommen, da ich auch erst 24 Jahre bin und noch nicht viel gearbeitet hab. Muss ich das zuerst meinem Arzt melden? Oder muss ich das bei der Rentenversicherung melden ? Kann mir das ganze auch abgelehnt werden ? bekomme ich dadurch auch einen Schwer behinderten Ausweiß ? Bekomme ich zusätzliches einkommen ? Ich bitte dringend um Hilfe und Antworten.

Antwort:

Grundsätzlich ist gegen einen Antrag auf volle Erwerbsminderungsrente nichts einzuwenden, denn durch diesen Antrag entstehen Ihnen keinerlei Nachteile und Sie können diesen Antrag auf jederzeit wieder zurückziehen, solange noch kein rechtskräftiger Rentenbewilligungs- oder Ablehnungsbescheid vorliegt!

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publica...

Ihr Hausarzt wird im Zusammenhang mit den Antragsformularen eine Stellungnahme abgeben müßen mit einer entsprechenden, medizinischen Begründung!

Die umfangreichen Antragsunterlagen füllen Sie am Besten zusammen mit Ihrem zuständigen Sachbearbeiter bei Ihrer zuständigen DRV-Rentenanstalt durch und fügen dann den Antragsunterlagen Ihre aktualisierte, eigene Krankenakte in Kopie bei! Lassen Sie sich immer den Erhalt der Unterlagen schriftlich bestätigen, denn es kommt durchaus immer wieder vor, daß Unterlagen im Nirwana verschwinden!

Natürlich ist ein Antrag als solcher noch keine Gewähr, daß diesem Antrag auch tatsächlich stattgegeben wird; viele Anträge werden aus den unterschiedlichsten Gründen abgelehnt! 

Auch eine Antragsablehnung ist kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen, sondern es gibt sowohl ein Widerspruchsverfahren und auch ein Verfahren vor den Sozialgerichten!

Einen Schwerbehindertenausweis beantragen Sie bei Ihrem zuständigen Versorgungsamt, am Besten zusammen mit dem VDK!

Schwerbehinderung beginnt ab GDB 50 bis maximal GDB 100, unter GDB 50 liegt keine Schwerbehinderung, sondern eine Behinderung vor! Schwerbehinderung hat allerdings auf die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente in der Regel keinen Einfluß!

Kümmern Sie sich rechtzeitig um eine Rechtsschutzversicherung mit Einschluß von Sozialrechtsschutz, achten Sie hierbei auf die Mindestwartezeit von 3 Monaten bis Verfahrens-/Antragsbeginn!

Die Rechtsschutzversicherung leistet in der Regel allerdings erst ab einem gerichtlichen Verfahren udn übernimmt bei Bedarf ggf. die Kosten für ein Gutachten nach § 109 SGG!

Durch die Mitgliedschaft im VDK sichern Sie sich kompetenten Rechtsbeistand, bereits außergerichtlich, wobei der VDK in der Regel erst ab einer Antragsablehnung im Zusammenhang mit einem Widerspruchsverfahren aktiv wird! Fragen Sie auch beim VDK immer nach etwaigen Zusatzkosten, welche je nach Verfahrensverlauf zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag anfallen können!

Eigene Krankenakte laut dem Roten Faden optimieren!

http://www.erwerbsminderungsrente.biz/ihre-hausaufgaben/fruehrente-beantragen-un...

http://www.vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/64026/rechtsberatung

http://www.behindertenbeauftragte.de/DE/Themen/Soziales/Renten/Erwerbsminderungs...

https://www.youtube.com/user/hubkon/videos

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort
von kevin1905, 30

Absätze wären ganz toll gewesen.

Also zu allererst wären mal die formalen Anforderungen zu prüfen.

  1. Die allgemeine Wartezeit von 60 Monaten ist erfüllt
  2. Du hast hast in den letzten 5 Jahren vor Antragsstellung mind. 36 Pflichtbeiträge gezahlt.
  3. Wenn du in den letzten 6 Jahren Azubi warst, gelten vereinfachte Bedingungen.

Dann die medizinischen

  1. Bist du außer Stande irgendeiner Tätigkeit für mind. 3 Stunden täglich nachzugehen, so bist du voll erwerbsgemindert.
  2. Bei 3 bis 6 Stunden teilweise erwerbsgemindert.
  3. Zur Klärung der medizinischen Ansprüche solltest du deinen Arzt aufsuchen und z.B. den VdK Sozialverband zu Rate ziehen.
  4. Private BU nicht vorhanden?
  5. Schwerbehinderung ist eine separate Thematik und hat nur periphär mit Erwerbsminderung zu tun.
Antwort
von Dickie59, 19

Hallo,

ohne Romane oder dich mit Fachinformationen tot zu werfen.

Ja, du kannst den Rentenantrag stellen. Du solltest:

nachweisen können, warum dein Leistungsvermögen mindestens unter 6 Stunden täglich gesunken ist mit:

allen dich behandelnden Ärzten die dich wegen (was) behandeln,

Bezug auf die medizinische Reha nehmen,

auf die Ausnutzung der psychischen Therapie (wie viele, von wann bis wann, welche Therapeuten) beschreiben

Das alles mit dem Antrag zur DRV.

Beste Grüße

Dickie59

Antwort
von Pauli1965, 42

Besprich das mit deinem Arzt. Der kann dir auch bei dem Antrag helfen.

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