Frage von noirfleur, 148

Lehrerin wegen Essstörung/ sexuelle Belästigung anvertrauen?

Huhu ihr Lieben :)

vor ca. 2 Monaten habe ich mich meine Lehrerin anvertraut und ihr erzählt, dass ich mit 13 (heute 22) von einem Lehrer sexuell belästigt wurde. Dazu habe ich damals auch eine Frage gestellt, in der alles genauer beschrieben ist, falls das hier jetzt unverständlich rüber kommt.

Ich leide heute sehr stark darunter und habe auch eine Essstörung entwickelt. (ich gehe davon aus, dass das der Auslöser war.) Damals riet sie mir, mich jemandem anzuvertrauen, der mir nahe steht (Eltern, Freunde, etc.) das kann ich aber bis heute nicht und möchte es auch nicht. Meine Essstörung sieht man mir nicht an. (im Moment 1,64m/ 51kg, Tendenz sinkend) Sie meinte auch ich soll mir mal Gedanken machen und wenn noch was sei, soll ich sie einfach nochmal ansprechen.

Da ich in der Schule (Berufsschule) eigentlich eine 1er-Schülerin bin und in der letzten Zeit auch 4er schreibe, hat sie mich schon angesprochen ob ich wüsste an was das liegen könnte. Das hab ich natürlich verneint, da ich nicht schon wieder mit dem Thema anfangen wollte. Ich fühle mich seit dem Ereignis in Gegenwart von männlichen Lehrern sehr unwohl und kann mich kaum konzentrieren und glaube auch, dass das der Grund für meine schlechten Noten sind. Aber es geht mir immer schlechter und ich weiß nicht was ich tun soll.

Ich wollte eventuell nochmal auf sie zugehen und ihr von meiner Essstörung erzählen und dann auch meine Noten und meine Vermutung ansprechen, habe aber Angst, dass sie mir nicht glaubt oder denkt es sei eine Ausrede. Und wenn schon, kann sie da überhaupt etwas machen? Kann sie mit den Lehrern sprechen?

Entschuldigung für den langen Text, aber ich weiß echt nicht mehr weiter..es ist alles so viel in meinem Kopf. :(

Vielen Dank im Voraus!

Antwort
von Stachelkaktus, 65

Gibt es an eurer Schule einen Schulpsychologen / eine Schulpsychologin? Da kannst du auf jeden Fall hingehen, die haben Schweigepflicht und wissen, wer dir sonst noch weiterhelfen könnte. Schon einfach mal jemanden haben, mit dem man drüber reden kann (und wissen, dass er das nicht gleich jedem weiter erzählen muss), kann sehr erleichternd sein. Falls es bei euch keinen gibt, schau mal an den benachbarten Schulen, manchmal ist einer für mehrere Schulen zuständig. Alles Gute!

Antwort
von blvcks, 41

hey,

ich würde mich deiner Lehrerin anvertrauen. Sie hat dir damals, wo du 13 Jahre alt warst, geglaubt, dass ein Lehrer dich belästigt hat. Obwohl dieser Lehrer ein Freund von ihr gewesen sein könnte, und obwohl du 13 warst und alles mögliche hättest sagen können. Sie ist dazu da, sich ihr anzuvertrauen. Also solltest du vorallem jetzt zu ihr gehen, weil gerade vieles davon abhängt - deine Zukunft, möglicherweise. Und wenn du es nicht tust, könntest du es später bereuen.

Antwort
von Aleqasina, 28

Versuche es!

Dass sie es dir angeboten hat, zeigt ja, dass sie offen und aufmerksam ist. Vielleicht fällt euch gemeinsam etwas ein. Manchmal entlastet auch das Reden darüber schon ein bischen.

Antwort
von Plattenspeeler, 31

Gehe bitte ganz schnell zum Arzt deines Vertrauens. Rede ganz offen mit ihm über deine Probleme. Er wird dann alles, was dir helfen kann, in die Wege leiten. Wahrscheinlich auch eine Therapie.

Was du noch machen lannst: Such mal ob du nicht eine Selbsthilfegruppe findest. Gerade in dieser Richtung gibt es viele.

Eine Anzeige bei www.markt.de könnte dir helfen eine zu finden.

Diese Anzeigen sind kostenlos.

Viel Erfolg, wünscht dir der Plattenspeeler.

Antwort
von CalendulaBlume, 28

Und nach den 9 Jahren fällt dir jetzt erst auf, dass du dich in Gegenwart von männlichen Lehrern unwohl fühlst? Wieso hattest du dann überhaupt mal bessere Noten, wenn deine Theorie stimmt?^^

Ich möchte das auf keinen Fall klein reden, dass dich ein Lehrer sexuell belästigt hat ist natürlich wirklich schlimm. Inwiefern ist das denn damals abgelaufen? Du sagst ja, dass du dich niemandem anvertraut hast. Hat er dich etwa vergewaltigt?

Ansonsten kann ich das nicht so wirklich nachvollziehen, dass du dich niemandem anvertraut hast. Wäre mir so etwas passiert, hätte ich das aber mal SOFORT meinen Eltern erzählt. Da muss also etwas vorgefallen sein, das dich wirklich zutiefst erschüttert und auch in Scham versetzt hat?

Bestimmt musst du das aufarbeiten und alles. Aber da das alles nun schon so lange her ist, weiß ich nicht, inwieweit das alles so glaubwürdig erscheint, wenn du das für deine jetzigen Probleme verantwortlich machst, wenn davor aber alles okay war.

Verstehst du, wie ich das meine? 

Ich denke, du solltest deine aktuellen Probleme in Angriff nehmen und nach einer Lösung für diese suchen. Unabhängig davon, solltest du vielleicht mit einem Psychologen wegen diesem Erlebnis sprechen und das aufarbeiten.

Du kannst diesen Lehrer natürlich auch anzeigen. Unabhängig davon, ob es zu einer Verurteilung kommt, kannst du das ja für dich tun. Um dich selbst zu verteidigen. Dich nicht so wehrlos zu fühlen.

Nichtsdestotrotz habe ich das Gefühl, dass du gerade eine Ausrede für aktuelle Probleme suchst. Nimm mir das bitte, bitte nicht übel. Überlege lieber, warum du gerade solche Probleme hast, mit deiner aktuellen Situation umzugehen. Wovor hast du wirklich Angst?

Kommentar von noirfleur ,

Nein, das fällt mir nicht nach 9

Jahren auf, das ist schon seit dem Vorfall so, nur hatte ich meistens Glück und

außer in Sport (was ich ohnehin nicht wegen meiner ES machen durfte) nur

Lehrerinnen!

Ich möchte nicht genau schildern,
wie es abgelaufen ist, kann aber sagen, dass er mich angefasst hat, so wie man
es nicht tun sollte und das alleine in einem Auto und mit voller Absicht.

Und mir erging es jedenfalls so,
dass ich danach in einem schockstarre artigen Zustand war, der wahrscheinlich
auch noch nicht ganz vorbei ist.

Nein ich verstehe es nicht, da
ich seit ca. 7 Jahren an einer ES leide und die ja nicht erst seit kurzem
aufgetreten ist.

Ich suche keine Ausrede für meine
Probleme, sondern einen Ursprung und den Auslöser für meine derzeitige, ich
nenne es bewusst, Verfassung.

Ich schätze es, dass du dir Mühe
gegeben hast, so ausführlich zu antworten, jedoch glaube ich, jemand der sich
nicht richtig mit dem Thema befasst oder nicht selbst in der Lage ist, nicht
die nötige Ahnung hat um eine qualifizierte Antwort zu geben.

Das ist jetzt absolut nicht böse
gemeint, aber ich musste deine Antwort erst einmal „verdauen“ um darauf zu
antworten.

Trotzdem vielen Dank! :)

Antwort
von GrangerHermine, 24

Ich denke nicht, dass die Lehrerin das als Ausrede sieht. Bestimmt wird sie dich verstehen und dir helfen können!

Antwort
von Mignon3, 19

Du bist jetzt 22 Jahre alt, also erwachsen. Warum suchst du dir nicht gleich professionelle Hilfe? Das macht viel mehr Sinn, als jetzt noch eine Lehrerin dazwischenzuschalten.

Ich würde dir raten, dir eine Psychologin zu suchen. Du könntest dich einer Frau, wenn ich dich richtig verstanden habe, besser und schneller öffnen und das ist sehr wichtig für eine richtige psychologische Behandlung.

Alles Gute!

Antwort
von Shiftclick, 22

Bei solchen Dingen musst du dich in eine psychologische oder therapeutische Beratung begeben. Die Lehrerin und Nahestehende, auch die Familie, sind da zunächst der falsche Ansprechpartner.

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