Frage von jeschin, 137

Lehrer lobt vor 13jährigen Schülern mit Migrationshintergrund die AfD und Fr. Petry insbesondere in den höchsten Tönen. Darf der Lehrer dies?

Heute sagte eine 13jähriger Schüler mit Migrationshintergrund (in D geboren und aufgewachsen), daß er die AfD sehr schlimm findet. und Angst vor ihnen hat (in BAWÜ haben wir 15.1 % AfD). Sein Lehrer widersprach ihm heftigst und meinte, die AfD sei sehr sehr gut und insbesondere Fr. Petry.

Viele der anderen Kinder dieser Realschulklasse haben auch einen Migrationshintergrund und lehnten die AfD ab. Aber nachdem der Lehrer seine Rede beendet hatte, meinten die anderen Schüler:" Wenn Herr X. die AfD so toll findet, dann können sie nicht so schlimm sein."

Den Jungen, der die AfD weiterhin beängstigend findet und dies auch sagte, schickte der Lehrer aus dem Zimmer und meinte: "ich will dich nicht mehr sehen".

  1. Darf ein Lehrer sich so verhalten?
  2. Wie soll die Mutter nun vorgehen? Soll sie das Gespräch mit dem Lehrer suchen, oder sogar mit dem Direktor?

Es gibt doch sicherlich rechtliche Klauseln, was ein Lehern gegenüber Schutzbefohlenen und in seiner Funktion als Vorbild tun darf und was er lassen muß.

Danke, Jesch

Antwort
von Herpor, 81

Der lehrer verstöpßt gegen das Beamtenrecht.

Als Lehrer hat er sich neutral zu verhalten.

Ich würde mich als Schüler beim Lehrer und beim Direktor beschweren. Und ich würde dem elternbeirat einschalten. Davor fürvchtet sich die Schulleitung im allgemeinen sehr.

Also: Jahresbericht (oder andere Schulveröffentlichung) hernehmen, Elternbeirat heraussuchen, anrufen und beschweren.

Sowas geht von einem Lehrer nicht.


Antwort
von Maimaier, 74

Ein Lehrer darf keine Werbung für eine Partei machen. Und er darf erst recht nicht einen Schüler mobben. Hier wäre eine Strafmaßnahme gegen den Lehrer angebracht.

Antwort
von SupraX, 56

Hat diese Mutter sich denn mal die Mühe gemacht den Lehrer selbst einfach mal dazu zu befragen? Ich möchte das Kind nicht als Lügner hinstellen, es besteht in diesem Alter aber doch ein starker Hang zur Übertreibung, wenn man sich von Lehrern ungerecht behandelt fühlt.

Bevor man voreilige Schritte einleitet sollte man sich immer beide Seiten anhören. Und danach kann man sich dann mögliche Schritte überlegen.

Antwort
von Mert123, 76

Ich weiß nicht ob das als offizielles Gesetz oder so was gilt aber wenn wir in der Schule immer über politische Themen reden und die Lehrer nach ihrer Meinung fragen zB welche Partei sie wählen sagen sie immer das die Meinung des Lehrers die Schüler nicht beeinflussen darf.
Demnach dürfte dieser Lehrer seine eigen Meinung gar nicht dazu geben sonder nur die Kritik des Schülers bewerten ob sie tragfähig ist oder nicht.
Der Mutter wurde ich echt empfehlen mal mit dem Lehrer oder mit dem Rektor zu reden weil das ein Lehrer mit so einer Meinung die Schüler beeinflusst geht gar nicht klar

Antwort
von NUTZ3RNAME, 44

Seine Meinung sagen darf es, die Afd ist ja auch nicht "Schlimm". Aber den Schüler rauszuschicken darf er nicht, da würde ich erst das Gespräch mit ihm suchen, und wenn das nichts bringt mit der schul leitung

Antwort
von UlrichNagel, 47

Normalerweise verhalten sich Lehrer neutral. Allerdings sind Lehrer auch Menschen und dürfen ihre Meinung äußern. In diesem Fall wares angeraten, weil der Schüler auch durch die Medien aufgestachelt, "Angst" vor der AfD hätte, die mitlerweile das Parteirecht hat und demzufolge eine rechtmäßige Vereinigung ist! Ich hätte mich wahrscheinlich auch so verhalten, dem Kind die Angst zu nehmen und die Rechtsauffassung zu erläutern. Allerdings glaube ich nicht, dass die Lehrerin den Schüler deshalb rausgeschickt hat, weil er nicht von seiner Meinung gelassen hat, sondern vielleicht weiterhin genervt hat.

Antwort
von KaiFlorentin, 59

Meines Wissens nach müssen Lehrer in politischen Äußerungen objektiv bleiben. Kommt aber vielleicht auch aufs Bundesland an, da Bildung Ländersache ist.

Antwort
von Gnubbl, 54

Ein Lehrer darf seine eigene Politische Meinung nicht in dieser Form in der Klasse weitergeben. Er darf schon gar kein Kind aus dem Raum schicken weil es eine andere Meinung vertritt. Als Lehrer muss er neutral bleiben.

Sollte sich das wirklich alles so zugetragen haben, dann sollte die Mutter sofort das Gespräch mit dem Rektor der Schule suchen. Sollte das nicht helfen dann muss ich das Schulamt einschalten.

Antwort
von Andyplayer1, 56

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