Frage von callmeM, 75

lehrer als rassist genannt - was darf er tun und kann ich mich wehren?

nach dem wir einen blockverkauf organisiert hatten in der schule und ich einer der fleißigsten war bekomme ich eine 3 und das obwohl andere schüler nichts gemacht haben oder nur mist gebaut haben. dann bin ich heute deswegen ausgerastet und wollte nach einem grund dafür aber er wollte keinen geben. dann hab ich ihn gefragt ob ihn meine hautfarbe oder haarfarbe nicht gefällt und er antwortet mir nicht und ich habe behauptet er wäre ein rassist was darf er tun und kann ich mich wehren weil ich will die 2 die ich verdient habe wenn andere schüler schon eine bekommen für das sitzen auf tischen und verzählen von geld bekommen will ich auch eine.

Antwort
von hertajess, 27

Falsche Benotung ist eine sogenannte subtile Form der Gewalt. 

Gewalt ist Ausdruck eines Mangels. 

Auf Gewalt mit Gewalt reagieren ist zwar nachvollziehbar. Aber damit wird dem Täter Macht über das Opfer eingeräumt und gegeben. 

Du willst eine gerechte Note. Du willst nicht dass Dir der Lehrer auf der Nase herum tanzt. 

Du hast die Möglichkeit den Lehrer massiv zu beschämen. 

Du sprichst also wenn irgend möglich mit Deinen Eltern. Diese lesen sich bitte das Landesschulrecht mit Dir genau durch. Und bitten in der Zwischenzeit den Lehrer um einen Termin. 

Es ist wichtig dass die Eltern weder unterwürfig noch aggressiv während des Gesprächs mit dem Lehrer sind. Sie bitten den Lehrer um eine Erklärung für die Note. Im Bedarfsfall lassen sie sich auch gerne auf ein längeres Gespräch ein. Das schadet nie dass sich die beiden erziehungsverpflichteten Parteien auch mal aussprechen. Denn tatsächlich sind sowohl Eltern als auch Lehrkräfte in diesem Staat erziehungsverpflichtet. 

Sollte die Lehrkraft mit irgendwelchen diskriminierenden Äußerungen daher kommen so ist sie auf diesen Auszug aus unserer Verfassung aufmerksam zu machen. 

Artikel 3

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Artikel 31

Bundesrecht bricht Landesrecht.

Deine Eltern dürfen für privaten Gebrauch das Gespräch aufzeichnen. Sollte sich die Lehrkraft rassistisch oder anderweitig diskriminierend äußern so kann diese Aufzeichnung genutzt werden um beim Direktorat Beschwerde einzulegen. 

Kommentar von hertajess ,

Es macht keinen Sinn davon zu träumen dass eine Lehrkraft ersetzt wird. Das lässt Politik während eines Schuljahres nicht zu. Aber wenn das Schuldirektorat nicht reagiert kann eine Dienstaufsichtsbeschwerde an die nächsthöhere zuständige Behörde abgeschickt werden. Im Landesschulrecht steht die Adresse. 

So eine Dienstaufsichtsbeschwerde kommt in die Personalakte. Eine verhindert womöglich nur die Karriere, mehrere sorgen dafür dass der studierte Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. 

Du liest: 

Rumschreien ist eine kurzfristige Erlösung. Für Dich. 

Die Lehrkraft kann Dir daraus auch noch einen Strick drehen. 

Versuchst Du Deinen Verstand zu nutzen kannst Du diesem Menschen aufzeigen - lassen - dass wir hier in einem Rechtsstaat leben. 

Es muss keinem Menschen gefallen dass wir in einem Rechtsstaat leben. Unsere Grenzen sind offen. 

Antwort
von xN3R0, 48

Wäre ich in der Situation, dann würde ich zum Schulleiter gehen. Ein Lehrer muss dir sagen, wie deine Note zustande kommt. Ich meine, wie sollst du dich denn sonst verbessern können. 

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