Zu meiner Ausbildungszeit galt es noch als sehr empfehlenswert und auch die Chancen steigernd was die erste Stelle betrifft, wenn man vor dem Studium eine Ausbildung macht. Gilt das heute in der schnelllebigen Zeit auch noch? Immerhin „verliert“ man da ja 2-3 Jahre? Ich frage wegen eines Enkelkindes.

Wer mit Abitur eine Ausbildung macht, kann die Ausbildungszeit um ein Jahr verkürzen.
Wer erst eine Ausbildung macht, der spart beim Studium erfahrungsgemäss ein Jahr, weil er schon viel besser weiss, worum es in dem Fach geht und entsprechend sehr viel zielgerichteter studieren kann.
Man "verliert" also vielleicht ein Jahr.
Zusätzlich kann man mit Ausbildung während des Strudium sehr gut Geld verdienen, weil man nicht auf typische Studentenjobs (Packer,...) angewiesen ist, von denen es ohnehin immer weniger gibt.
Als Urlaubsvertretung im Ausbildungsberuf bekommt man ein "normales" Gehalt.
Der Einstieg nach dem Studium ist leichter, weil man mit Ausbildung schon praktische Erfahrungen hat, was Firmen mögen.

Es hängt von der Lehre in Verbindung mit dem Studienfach ab. Aber sicher spart das beim Studium keine Zeit, im Gegenteil. Im Bereich Ingenieurwissenschaften an einer TU hilft die praktische Erfahrung jedoch recht viel beim Verständnis im späteren Beruf, auch wenn die Praxis da ja beim schnellen technischen Wandel schon lange zurückliegt. Abgesehen davon kann man das erforderliche Praktikum dagenen "aufrechnen". Ich muss allerdings sagen, dass man sich als Ingenieur nicht im "Elfenbeinturm" fühlt (das gilt vielleicht für andere Studiengänge); auch später, sogar während meiner Assistenz-Zeit am Institut, fühlte ich mich immer praktisch gefordert. Vielleicht habe ich ja Glück gehabt...

ich habe studiert ohne eine lehre zu machen und habe es eigentlich die ganze zeit bereut (auch wenn ich jetzt einen guten job habe).
aber nichts geht über praktische erfahrung - in der uni sitzt man ganz schön im elfenbeinturm. wenn man einen bezug zum realen leben haben will, dann sollte man am besten einen beruf in das studium mitbringen.
das ist auf keinen fall verlorene zeit.