Frage von Farinaaa, 68

Lehramtsstudium oder Wirtschaftsmathe...kann mich einfach nicht entscheiden?

Ich möchte mal was mit Mathe machen, da es mich einfach sehr interessiert...Da bin ich auf das Wimastudium aufmerksam geworden, da mich auch Informatik interessiert und Wirtschafts. Von Informatik habe ich keine Ahnung, aber das kann man ja lernen.

Dann habe ich mich plötzlich umentschieden Lehramt an Gymnasien zu studieren. Auch wegen dem guten Gehalt, der doch vielen Freizeit etc. Man muss doch in der Wirtschaft wirklich sehr sehr viel arbeiten, um an ein solches Gehalt zu kommen...Ich war auch jetzt länger davon überzeugt Lehramt zu studieren.

Jetzt kommen mir aber wieder Zweifel...Ein hauptsächlicher Grund, warum ich mich gegen das Wimastudium entschieden habe ist, dass ich eine absolute Niete in Englisch bin!!!! Und man braucht ja gute Englischkenntnisse, um später gute Chancen zu haben. Auch wird es ja schwer in der Wirtschafts Karriere zu machen, wenn man evtl. mal Kinder haben möchte...

Kann mir vlt. jemand einen Tipp geben, ich habe einfach keine Ahnung.

Antwort
von Rubezahl2000, 19

Der Lehrer-Beruf ist sicherlich der familienfreundlichste Beruf - auch wegen der zeitgleichen Ferien mit den eigenen Kindern.
Aber sich nur deshalb für den Lehrere-Beruf zu entscheiden, halte ich für bedenklich.

Wirtschaftsmathematiker arbeiten meistens in großen, international tätigen Unternehmen. Soche Unternehmen sind normalerweise auch darauf eingestellt, die Familienphasen ihrer Mitarbeiter/innen zu unterstützen.

Englisch könnte bei WiMa allerdings wirklich ein Problem werden, wenn du es nicht schaffst, dich da deutlich zu verbessern.
- Im Studium ist viel Literatur nur auf Engisch verfügbar
- In großen Unternehmen werden gute Englischkenntnisse als Einstellungskriterium vorausgesetzt. Bereits das Vorstellungsgespräch wird in großen Unternehmen oft auf englisch durchgeführt, um die Englisch-Kenntnisse der Bewerber zu prüfen.
Englisch ist nicht nur für die Einstellungschancen wichtig, auch im beruflichen Alltag sind englische Korrespondenz, englischsprachige Geschäftspartner, Geschäftsreisen ins Ausland,... ganz normal.
Aber wer ein Mathe-Studium schafft, die/der wird es auch schaffen, nebenbei oder während eines Auslands-Semesters, seine Englisch-Kenntnise aufzubessern :-)

Viel Erfolg!

Antwort
von Joshua18, 23

Mathematik für Lehramt ist ein weites Feld ! Machst Du das für Gymnasiallehramt, sitzt Du an der Uni neben den normalen Mathematikstudenten, machst aber natürlich nur ein sehr beschränktes Programm. Was da so auf Dich zukäme, kannst Du hier mal sehen:

http://www.fernuni-hagen.de/mathinf/studium/studiengaenge/bachelor/mathematik/mo...

Informatik als Zweitfach würde sich geradezu anbieten, wegen der Synergieeffekte zu Mathe ! Ausserdem sind die Stellenaussichten für beide Fächer exzellent, das muss man schon sagen.
(Also für mich, normalsterblicher Uni-BWLer wäre das nix !)

Für den Sek. I Bereich sieht die Situation aber wieder ganz anders aus. Die haben z.T. eigenständige Lehrveranstaltungen (von allem an ehemaligen PHs), die mehr auf den Schulbetrieb ausgerichtet sind. Das ist ein ganz anderer Zug ! Aber auch hier gute Berufschancen, ja fast noch besser. Die Hauptschulen suchen z.T. händeringend Mathelehrer, weil da keiner hin will. Dabei ist die Bezahlung auch nicht so viel schlechter als am Gymi oder der GS.

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Ich möchte Dich noch auf den Studiengang im Bereich Medizintechnik und Technomathematik / "Scientific Programming", an der FH Aachen aufmerksamt machen. Schau da vielleicht einfach mal rein !

Antwort
von MaxPower89, 24

Niemals (!) auf Lehramt studieren, weil man da für "wenig Arbeit viel verdient". Du wirst mit dieser Einstellung untergehen. Und nicht glücklich werden. Fachlich ist es sicher nicht so anspruchsvoll wie ein reines Fachstudium. Aber dafür kann die Arbeit anschließend umso mehr belasten, je nachdem, mit welchem Klientel du zu tun hast.

Außerdem bedenke, dass du, bevor du das tolle Gehalt bekommst, erst einmal das Referendariat zu einem Hungerlohn absolvieren wirst (18-24 Monate), anschließend bestenfalls Angestellter sein wirst (was das Einkommen stark reduziert) und dann eventuell einmal verbeamtet wirst. Da du am Anfang deines Studiums steht, ist alles, was Zukunftsprognosen angeht, reine Spekulation.

Ich würde dir dringend zum Wirtschaftsmathematiker raten. Du wärst kein Lehrer, der mit Herzen bei der Sache ist. Und wenn wirklich alle Stricke reißen, kannst du immer noch an eine BBS.

Kommentar von MaxPower89 ,

Noch ein kleiner Hinweis: Ich bin Lehrer und komme momentan nur selten auf "nur" 50 Stunden in der Woche. Und ein weiterer wichtiger Aspekt: Von dir wird absolute Flexibilität verlangt. Du willst mal eine Familie? Denk ab mitte 30 daran. Denn der Staat wird dich zum Ref, nach dem Ref und bis zur Verbeamtung mehrmals hin- und herschicken. Im ganzen Bundesland. Das ist für mich einer der Riesennachteile, da man schlichtweg nicht sesshaft werden kann.  Und wenn man nicht auf großes Verständnis zieht, vor der Wahl steht: Arbeit oder Liebe.

Kommentar von Farinaaa ,

Danke!!! Ich mache mir nur Gedanken wegen dem Englisch...habe einfach kein Gefühl für diese Sprache und mich nur irgendwie durch die Oberstufe gerettet. Denkst du mit einem Auslandsemester dürfte das Problem behoben sein, sofern ich mich nicht nur irgendwo verkrieche :D ?

Kommentar von MaxPower89 ,

Die Wahrscheinlichkeit, dass es hilft, ist zumindest groß. Garantieren kann dir da aber niemand etwas. "Wirtschaftsenglisch" ist auch geprägt von Fachbegriffen, die man relativ schnell lernt.

Antwort
von fragenfragenlos, 36

Für mich klingt das Lehramtstudium nach der richtigen Lösung. Du kannst ja auch eine Fächerkombi wie z. B. Mathe, Informatik und "BWR" (falls es sowas in deinem Bundesland gibtt) wählen.

Kommentar von Farinaaa ,

Danke...wenn Lehramt dann Mathe, Biologie, da ich ja NIE Informatik hatte und es bei Wirtschaftsmathematik anwendungsbezogener ist und kein komplettes Informatikstudium...würde ja beim Gymnasiallehramt bei den Bachelorleuten sitzen.

Antwort
von metbaer, 37

Studiere das, was dich interessiert, nicht das, was Geld oder 'Freizeit' verspricht. Du musst deinen Job 40 Jahre machen und da sollte es dir schon gefallen.

Davon ab kannst Du die Karriere eh nicht so im Detail planen. Auch Lehrer haben keine Jobgarantie.

Außerdem: Wenn dich das Lehramt später noch immer reizt, kannst Du immer noch quer einsteigen.

Antwort
von grubenschmalz, 10

Dein Grund für ein Lehramtsstudium war das gute Gehalt und die vermeintlich viele Freizeit? Oh man.

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