Frage von TobiasLandi, 47

Lehramt Chemie--Sorgen?

Hallo,

ich würde gerne Lehramt für Realschulen in den Fächern Chemie und Biologie studieren. Allerdings bereitet mir dies mittlerweile Sorgen, ob ich das Studium packen werde. Interesse an Chemie habe ich schon immer. In der Oberstufe hatte ich immer Noten zwischen 9 und 14 Punkten, allerdings musste ich dafür schon ziemlich viel lernen, um eine entsprechende Leistung zu bringen. Wer hat Erfahrung damit? Ist das Studium eine große Belastung und kann man es auch schaffen, wenn man schon seit 3 Jahren kein Biologie mehr hatte?

LG

Antwort
von ThomasJNewton, 10

Die Zeit der Entscheidungen ist teilweise auch die Zeit der größten Unsicherheiten. Sprich Pubertät.

Da mag eine Lücke sein, zwischen der Gefolgsamkeit der Kindheit und der Verantwortung des Erwachsenseins *hüstl*.

Die Übergangszeit bringt auch Rebellion und "keinen Bock" mit sich, was manche Noten erklären kann.
Wenn du das mit deinen Noten verrechnest, und immer noch auf 9 - 14 Punkte kommst, ist das zu wenig.

Kein Mensch lernt für die Fächer, die ihn wirklich interessieren. Oder nicht den aktuellen Stoff. Ich hab meine Schulbücher verschungen, und hatte alles schon gelesen, als es im Unterricht drankam.

So wichtig didaktische Fähigkeiten sind, fachlich sollte mehr als Wissen dahinter stecken, nämlich Verständnis.
Ein Studium ist kein Garant mehr für ein gutes Einkommen, und es gebietet keine Ehrfurcht mehr.

Mach dich locker, und erwäge Alternativen. Als Industiemeister hast du vieles, Verantwortung, Möglichkeiten und Knete. Jede Menge.

Expertenantwort
von Kaeselocher, Community-Experte für Chemie, 22

Keine Sorge, die Lehrämtler studieren kein Chemie :-P

Eine große Belastung ist natürlich relativ, ich würde sagen in keinem naturwissenschaftlichem Studiengang wird man ohne Leistung zu erbringen weit kommen, in der Chemie sollte dir bewusst sein, dass es Praktika im Labor gibt und diese auch mal in die Semesterferien fallen. Auch gibt es während des Semsters üblicherweise eingie Übungen, für welche man wöchentlich Aufgaben bearbeiten muss, es ist eben kein Philosophie-Studium. Man muss auch was tun und zwar bestenfalls nicht nur kurz vor der Prüfung. Sicher gibt es auch stressige Zeiten in denen man viel um die Ohren hat, aber das gehört nunmal dazu. Letztendlich liegt es an dir inwiefern du dir selbst das Studium stressig machst. Man hat sehr wohl auch Zeit für die ein oder andere Feier, die nicht selten auch von der Fachschaftsintiative veranstaltet werden, eine gute Mischung aus Lernen und Bier führt zu erstaunlichen klausurergebnissen ;-)

Kommentar von prohaska2 ,

In meinem Land studieren die Lehrämtler sehr wohl Chemie.

Kommentar von Kaeselocher ,

An unserer Uni müssen sie nur ca. die Hälfte der Vorlesungen besuchen und sind solche kleinen Seitenhiebe gewohnt ;-)

Kommentar von Mustermu ,

Doch die Hälfte? An der Uni, an der ich studiert habe, bestand nur ein Drittel des Studiums aus Chemie (das zweite Drittel aus dem Zweitfach, das dritte Drittel Pädagogik).

Und mit uns Chemiestudenten hatten sie nicht eine einzige Vorlesung gemeinsam.

Kommentar von Bevarian ,

In meinem Land studieren die Lehrämtler sehr wohl Chemie.

Klar, deshalb tragen die Lehrer auch in der Regel den Titel Professor oder zumindest Hofrat... ;)))

Antwort
von Hofnarrenhumor, 32

Erstmal solltest du dir die Frage stellen ob du über mindestens 20 Jahre hinaus Schüler zu erziehen. Das Studium an sich ist eine schwierige Sache. Da heißt es nicht mal eben so mit Freunden für mehrere Stunden treffen. Lernen ist angesagt und wie. Und ob es das wert ist, musst du wissen.

Jedoch macht mich dieser Gedanke schaurig, Kinder zu unterrichten und dann noch in so einem riskantem Fach (im Sinne von Experimenten). Man trägt eben auch viel Verantwortung.

Kommentar von prohaska2 ,

20 Jahre

Sind sicher über 30 Jahre ...

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