Frage von SalMor, 23

Legalisierung von Sterbehilfe?

Also in Deutschland ist Sterbehilfe ja nur bedingt erlaubt, d.h. die passive und die indirekte Sterbehilfe ist legal. Meint ihr, dass das beides auch verboten werden sollte, dass es so richtig ist, wie es momentan ist oder dass man die aktive Sterbehilfe auch noch legalisieren sollte? Vor allem interessieren mich die Argumente, die für euch und euren Standpunkt entscheidend sind, egal was euch dazu bewegt.

Antwort
von MarioXXX, 17
Etwas anderes.

Also ich komme aus Österreich.

Wenn ich starke unheilbare Schmerzen oder Krankheiten habe, dann bin ich für die Tötung.

Wenn es zum Beispiel um Depressionen oder finanzielle Probleme geht, dann bin ich gegen die Sterbehilfe.

Die Menschen, die unbedingt sterben wollen, werden früher oder später sowieso selbst Hand anlegen. Das lässt sich nicht aufhalten und wir müssen das auch respektieren.

In Kürze: So wie damals aus dem antiken Griechenland* war, will ich nicht, aber das heute Menschen mit schwersten Schmerzen nicht erlöst werden dürfen, finde ich auch nicht menschlich.

Und es wird uns sicher gut tun, wenn wir, unabhängig vom Alter, bewusst mit dem Tod auseinandersetzen und nicht erst wenn es schon zu spät ist. Erst wenn wir bewusst werden, dass der menschliche Körper nicht ewig leben kann, werden wir letztendlich wirklich das Leben schätzen lernen.

*Aus dem antiken Griechenland reichte es damals, dass man die Gründe für vorzeitiges Ableben bekannt gibt. Dann bekommt man ein Schierlingsbecher, betäubt mit Mohnextrakt, in die Hand gereicht. 

Antwort
von Rileyne, 16

Ich kann slos8 nur zu stimmen. Meiner Meinung nach sollten Menschen selbst entscheiden können ihrem Leben ein Ende zu setzen wenn sie sich quälen. Zum Beispiel schwer kranke Leute die keinen Sinn mehr sehen oder ältere Menschen. 

Um sowas entscheiden zu können, müssten diese Menschen bei klarem Verstand sein und über einen längeren Zeitpunkt die Ansicht vertretet, dass man sagen kann sie sind sich der Tragweite bewusst und treffen die Entscheidung wohl überlegt. 

Ich denke es ist schwierig da eine Grenze zu ziehen, wie lange ist lang genug, und wer entscheidet sowas im Ernstfall ob alle psychischen Voraussetzungen erfüllt sind. Bei dem Thema müsste man immer wieder im Einzelfall alles prüfen, aber Gesetze sind nicht für den Einzelfall sondern für eine Vielzahl von Leuten. Weshalb um Missbrauch vorzubeugen, dann auch meist die, die so etwas brauchen nicht berücksichtigt werden. 

Antwort
von slos8, 18

Ich würde sagen, Jeder Mensch hat das Recht, über sein Schicksal selbst zu entscheiden.

Wenn ein Tier sich quält, wird es erlöst, warum also darf ein Mensch diesen Gnadensakt nicht in Anspruch nehmen?

Ich denke aber die Ängste gehen in die Richtung, dass sich dort Geistig verwirrte Menschen einfinden, oder aufgrund von Kurzschlußreaktion die Sterbehilfe genutzt wird. Man sollte das ganze also in einem längeren Rhamen berachten, min. 6 Monate. Psychologen und Ärzte sollten involviert sein und den "Ersuchenden" kontrollieren.

Nun ist aber hier wieder die Frage, wer trägt die Kosten dafür? Lohnt sich das ganze dann überhaubt im Sinne der Allgemeinheit? Ich würde es eher bezweifeln.

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