Frage von Dromaeosaurus, 69

Lebte Utahraptor auch in Europa?

Antwort
von MarkusPK, 45

Nein. Utahraptor lebte nur - wie es sein Name auch sagt - im mittleren Westen Nordamerikas. In Europa gab es ebenfalls Dromaeosauriden, allerdings wurden diese wegen der Konkurrenz zu den Neovenatoriden und Megalosauriden, welche die ökologische Nische der mittelgroßen und großen Raubtiere einnahmen, nicht so riesig wie Utahraptor. 

Die Szene aus "Dinosaurier - im Reich der Giganten", auf die deine Frage wahrscheinlich anspielt, also die, in welcher ein Utahraptorenrudel einen Iguanodon angreift und tötet, hätte sich so nur in Nordamerika ereignen können, aber nicht im Westen Iberias.

Kommentar von Dromaeosaurus ,

Danke für die Antwort und Ja wegen Dinosaurier im Reich der Giganten habe ich Diese Frage Gestelt Aber sollten Dokumentationen Nicht Eigentlich nur Sachen verwenden Die auch Stimmen?

Kommentar von MarkusPK ,

Nein um Himmels Willen:-) Sie sollen das vermitteln, was die Zuschauer unterhält. Was die Zuschauer unterhält, lässt sich gut vermarkten. Und sehr vieles, was du in Dokumentationen siehst, dient nur dem Ziel, das Image der Dinosaurier als Superbösewichte zu erhalten, also das Bild zu bedienen, dass die Leute sehen wollen.

Kommentar von Dromaeosaurus ,

Danke Konnten sich Utahraptor und Deinonychus eigentlich Begegnen oder War Utahraptor zu der Zeit schon Ausgestorben?

Kommentar von MarkusPK ,

Die haben sich wohl knapp verpasst. Utahraptor lebte im Barremium (bis vor 126 Millionen Jahren), Deinonychus ist nur in Schichten aus dem darauf folgenden Aptium (ab vor etwa 123 Millionen Jahren) gefunden worden.

Kommentar von Dromaeosaurus ,

Danke Könte Deinonychus Ein Nachfahre von Utahraptor Sein? Aber ungefähr 4 Meter in der Kurzen Zeit zu Schrumpfen ist doch eher Unwahrscheinlich oder?

Kommentar von MarkusPK ,

Das mit der Größe ist weniger unwahrscheinlich als du denkst. Die Größe verändert sich in Lauf der Evolution relativ schnell, wenn es die Lebensbedingungen erfordern. Allerdings weist der Knochen- und vor allem der Schädelbau des Deinonychus eher darauf hin, dass dieser ein naher Verwandter von späteren Dromaeosauriden wie Velociraptor und Saurornitholestes war, die mit einem leichtgebauten Schädel und sehr großen Sichelklauen auffielen, während die Linie von Utahraptor eher zu Verwandten wie Achillobator und Dakotaraptor sowie Dromaeosaurus führten, die im Vergleich viel kräftigere Schädel und etwas kleinere Sichelklauen entwickelten. 

Kommentar von Dromaeosaurus ,

Danke

Kommentar von MarkusPK ,

Bitte. :-) Den Dakotaraptor kennst du schon? Er war beinahe genau so groß wie Utahraptor und teilte sich seinen Lebensraum mit Tyrannosaurus, gehörte also zu den letzten Dinosauriern. Und er feiert bald seinen ersten "Geburtstag": passenderweise hat man ihn an Halloween 2015 das erste Mal wissenschaftlich beschrieben.

Kommentar von Dromaeosaurus ,

Was Er wurde An Halloween Beschrieben also feiert er in Sechs Tagen Geburtstag

Kommentar von Dromaeosaurus ,

Kennst du noch mehr Dinosaurier wo du weißt an welchen Tag Sie Erstmals Beschrieben Wurden?

Kommentar von MarkusPK ,

Nee das ist der einzige bei dem ich es genau weiß. :-) liegt halt daran dass es mich persönlich direkt betroffen hat. Ich habe einen Roman über das Ende der Kreidezeit geschrieben und gerade als das Buch beinahe fertig war, machen die Paläontologen so eine irre Entdeckung. Der Dakotaraptor hat alle Annahmen über das Ökosystem Laramidias am Ende der Kreidezeit auf den Kopf gestellt. Einerseits war ich echt froh, dass ich einen weiteren Dinosaurier in meine Geschichte einbauen konnte, andererseits hat das Biest mich dazu gezwungen, einen großen Teil der Handlung noch einmal völlig umzuschreiben. 

Kommentar von Dromaeosaurus ,

Hätte er Eine Ernzhafte Konkurrenz Für den T-Rex gewesen sein Können

Kommentar von MarkusPK ,

Ich denke nicht, weil sie mit großer Wahrscheinlichkeit unterschiedliche Beute bevorzugt haben und auch in unterschiedlichen Lebensräumen gelebt haben. Das belegen vor allem die Fossilien:

Von Tyrannosaurus sind bereits sehr viele Fossilien gefunden worden. Nach Triceratops ist er der am häufigsten gefundene Dinosaurier der Hell Creek Formation - was völlig untypisch ist, da es sich bei Tyrannosaurus ja um einen Fleischfresser handelt. Fleischfresser werden in der Regel viel seltener gefunden als Pflanzenfresser, weil es eben viel weniger Fleisch- als Pflanzenfresser in einem Ökosystem gibt: Was die Individuenzahl betrifft kommt im Durschschnitt auf 50 - 100 Pflanzenfresser nur ein einziger Fleischfresser. Wenn Tyrannosaurier so oft fossil überliefert werden, muss das aber nicht heißen, dass es sie so häufig gegeben hat, sondern nur, dass sie in einer Gegend lebten, die sich besonders gut zur Fossilisation eignet. Tyrannosaurus hat also wahrscheinlich die von Flüssen und Sümpfen durchzogenen Flachebenen durchstreift. Für diesen Lebensraum hatte er auch die perfekten körperlichen Voraussetzungen, um dort auf die Jagd zu gehen.

Bei Dakotaraptor ist es genau umgekehrt. Er wurde wie gesagt erst letztes Jahr entdeckt und ist nur von sehr wenigen Fossilfunden überhaupt bekannt. Das bedeutet, dass er sich höchstwahrscheinlich die meiste Zeit über in trockenen oder bergigen Gegenden aufgehalten hat und dem Tyrannosaurus aus dem Weg gegangen ist. Leoparden und Löwen laufen sich in der Natur auch sehr selten über den Weg, weil sie in unterschiedlichen Lebensräumen leben (Löwen bevorzugt in der offenen Savanne, Leoparden eher in Waldgebieten). Dakotarapror war zwar relativ groß, aber wohl nicht groß genug, um für einen ausgewachsenen Ankylosaurus, Triceratops oder Edmontosaurus eine große Bedrohung zu sein. Er jagte deshalb wenn überhaupt nur die Jungtiere sowie alte und kranke Tiere. Seine Hauptbeute könnte dagegen der Pachycephalosaurus gewesen sein, der genau wie Dakotaraptor nur durch spärliche Fossifunde (meist nur die Schädel) bekannt ist und auch von der Größe her perfkt in das Schema eines mittelgroßen Jägers passen würde. Der Pachycephalosaurus könnte ähnlich wie heutige Ziegen und Schafe auch gerne in Gebirgen und Bergwäldern herumgeklettert sein, was er in der Hell Creek Formation auch sehr gut konnte, denn dort erhob sich damals die Laramidische Gebirgskette, jener Höhenzug, der heute die Rocky Mountains bildet, in der späten Kreidezeit aber beinahe so hoch wie der heutige Himalaya war. In so einer Gegen fossilisiert es sich sehr schlecht, und wenn Dakotaraptor und Pachycephalosaurus dort zu Hause waren und nur seltn von Schutt und Geröll oder Schlammlawinen bedeckt wurden, dann erklärt das auch ihre seltenen Fossilfunde.

Findest du meine Theorie plausibel?

Kommentar von Dromaeosaurus ,

Danke und Ja Finde Ich

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