Frage von EsEs88, 2.291

Leberkrebs im Endstadium, wie lange Lebenserwartung?

Hallo, meinem Opa 78, wurde vor einem Monat etwa Leberkrebs diagnostiziert. Ins Krankenhaus kam er wegen Bauchschmerzen, kurz danach stand die Diagnose. Ein Tumor von 18cm, und noch einer von 5cm. Die Leber allein besteht nur noch aus 2cm! Die Ärzte, meine Familie und auch Opa selbst lehnen in solch einem Fall die Chemo ab. Behandelt wird er lediglich nur noch wegen der Schmerzen. Übelkeit, Erbrechen, Blähbauch, Gelbsucht, vorallem nachts verstärkt Schmerzen und Husten hat er. Das alles kam innerhalb weniger Wochen hinzu. Laut Ärzten ist er im Endstadium. Wie lange er noch etwa zu leben hat wollte mein Opa nicht wissen, auch meine Familie nicht. Ich jedoch würde es gerne wissen, ihn ewig so leiden sehen möchte ich nicht, so hart es klingt, ich wünsche mir dass er bald befreit von allem wird.

Wie sieht es aus mit der Lebenserwartung bei Leberkrebs im Endstadium? Kennt sich wer aus? Wie lang lebt ein Patient in Etwa noch mit solchen Symptomen und einer Leber die nur noch 2cm Ausmaß hat?

Antwort
von Intoccabile, 2.002

Nun, ich kann Dir nicht viele Hoffnungen machen. Meine Mutter war 53, als sie an Leberkrebs starb. Als die Diagnose im Krankenhaus feststand, lebte sie noch 3 Monate, auch wenn man das nicht als "leben" bezeichnen kann. Bei Deinem Großvater könnte es allerdings schneller gehen, durch sein Alter. Wenn Du noch irgendwas mit Deinem Opa bereden willst, solltest Du Dich beeilen...

Kommentar von EsEs88 ,

danke, das werde ich machen. versuche jeden Moment bei ihm zu sein solang es die Umstände erlauben.

Antwort
von StefanieNeu, 1.830

Mein Vater verstarb innerhalb von 6 Wochen nach Diagnose. Die Ärzte sagte er hätte noch ein halbes Jahr, aber leider ging es schneller bergab als man es sich vorstellen konnte. Er war damals 56 Jahre alt.

Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft in dieser schwierigen Zeit. Genießt jeden Tag mit ihm und betet zu Gott o.ä., dass er noch einige Monate hat.

Kommentar von EsEs88 ,

furchtbar diese Krankheit! mein Beileid Stefanie :( ich denke, manchmal ist es besser wenn unsere Geliebten früher gehen als es uns eigentlich lieb ist. einen qualvollen Tod wünscht sich niemand, da ist mir die frühzeitige Erlösung der Patienten schon lieber... trotzallem sehr hart und schwer für die Angehörigen. wünsche mir für dich dass du solch eine schmerzhafte Erfahrung nie wieder machen musst .

Kommentar von StefanieNeu ,

Danke dir !

Antwort
von Flintsch, 1.741

so hart es klingt, ich wünsche mir dass er bald befreit von allem wird.

Nein, das ist absolut vernünftig so zu denken. So dachte ich damals auch bei meinem Onkel und vor 4 Jahren bei meiner Mutter. Mein Onkel starb ebenfalls an Leberkrebs. Lt. deiner Beschreibung seines Zustands kannst du jeden Moment damit rechnen, dass dein Opa von seinen Leiden erlöst wird. Bei meinem Onkel dauerte es von der Einlieferung ins Krankenhaus bis zu seinem Tod ca. 1,5 - 2 Wochen. Auch er bekam nur noch die stärksten Mittel gegen die Schmerzen. Auch wenn es im Moment noch zu früh ist, mein herzliches Beileid zu deinem (und deiner Familie) Verlust.

Kommentar von EsEs88 ,

das tut mir schrecklich leid :( es ist schrecklich einen geliebten Menschen so leiden zu sehen und nichts für sie tun zu können ausser hoffen und zu beten. auch dir, mein Beileid. hin und wieder gehts ihm sehr gut, gestern zB war er fit, ist spazieren gegangen und hatte wieder Farbe im Gesicht. solche Tage hat er hin und wieder mal. heute aber kommt er gar nicht mehr aus dem Bett. ist das denn normal?

Kommentar von Flintsch ,

Ja, das ist ganz normal, da der Körper durch die Krankheit vollkommen ausgelaugt wird.

Antwort
von wilees, 1.587

So etwas kann recht unterschiedlich verlaufen. Ein Mensch, der loslassen kann, kann meist auch leichter gehen. Hier kann niemand eine Prognose geben.  Und irgendeine "Tages- oder Wochenzahl" würde Dir auch nichts bringen.

Antwort
von Kylias, 1.506

Puh.. Krebs ist immer so eine Sache..

Erstmal mein beileid..

man kann bei Krebs nur schätzen.. das können Stunden, tage, Wochen oder noch monate sein. Das kommt immer mit auf den patienten drauf an.

besorgt ihm etwas gras, das hilft super gegen schmerzen, bekämpft sogar etwas den krebs und macht das ganze nicht so qualvoll

Kommentar von Flintsch ,

Das sind gut gemeinrte Ratschläge von dir. Nur in diesem Stadium der Krankheit nützt Gras absolut nichts mehr, da es in dem Fall viel zu schwach ist.

Kommentar von Kylias ,

kommt auf seine körperliche verfassung an. Wenn er noch "fit" ist, dann mildert es zumindest die schmerzen

Kommentar von EsEs88 ,

er ist tatsächlich hin und wieder mal "fit" und geht spazieren. danke für den Tip

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