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Lebensversicherung verkaufen

gefragt von lautie am 05.02.2009 um 2:35 Uhr

Ich habe eine Lebensversicherung, auf die ich nicht mehr einzahle. Neulich las ich in einer Zeitung von einer Firma die LVs aufkauft, angeblich zum doppelten Kurs. Was ist dabei zu beachten? Ist das legal und was sagt das Finanzamt dazu?

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anonym
beantwortet von cassius am 16. Februar 2009 10:44
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ich habe das selbst bei meiner lebensversicherung gemacht und kann nur positives dazu sagen. ich finde sogar dass viel zu wenig über den verkauf von lebensversicherungen bekannt ist. man hat eigentlich nur vorteile - der wichtigste ist natürlich, dass man einen höheren auszahlungsbetrag bekommt, als bei seiner versicherung und dass weiterhin der todesfallschutz erhalten bleibt. infos hierzu auch z.b. unter www.verkauf-meiner-lebensversicherung.de


anonym
beantwortet von Tucke am 5. Februar 2009 08:32
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Eine Lebensversicherung kann man erst verkaufen, wenn der Rückkaufswert mindestens 10.000 Euro beträgt. Alle Anbieter haben diese Bedingung eingeführt. Bei ein oder zwei Anbietern bleibt dir sogar der Todesfallschutz erhalten, obwohl die Police verkauft wurde. Der Erlös, den du erzielst ist auf jeden Fall bei einem Verkauf Steuerfrei, auch, wenn sie noch keine 12 Jahre läuft. Prinzipiell gibt es viele Aussagen über den Sinn oder Unsinn einer Lebensversicherung, aber eine unbestrittene Tatsache bleibt, es ist und bleibt eine veraltete und schlechte Geldanlage mit katastrophalen Gesamtverzinsungen. Das Wort Rückkaufswert ist nur ein schöneres Wort für Guthaben, damit dem Kunden der Eindruck entsteht, dass er durch den Verkauf einen Verlust macht. Gerade in den letzten Jahren haben die Versicherungen die Überschussbeteiligungen drastisch gekürzt, sodass am Ende eines solchen Vertrages eine realistische Verzinsung von nur 1,8 % im Durchschnitt bestand. Die Teuerungsrate aber lag viel höher und somit entsteht ein dickes Minus. Dies wird auch nicht besser, wenn man einen Vertrag ruhen lässt und darauf hofft die Verluste wieder reinzuholen, das Gegenteil ist der Fall. Es gibt tausend mal bessere Verträge, als diesen. Die Finanzkrise wird aber leider dazu genutzt die Menschen zu verunsichern und ihnen vorzugaukeln, sie sollten doch einfach wieder mehr auf Garantie setzen. Dabei findet man es sogar noch gut den Menschen 3 Versicherungen in einem Vertrag zu verkaufen. Todesfallschutz, Berufsunfähigkeit und Altersvorsorge. Wenn möglich, dann alles für nur 75 € im Monat. Jeder, der nur halbwegs klar im Kopf ist, dem sollte hier schon auffallen, dass das nicht geht und am Ende nur einer gewonnen hat und das ist bestimmt nicht der Kunde. Tod und BU gehören nicht in die Altersvorsorge. Dies muss man immer trennen. Ausserdem stellt sich immer die Frage, ob eine Berufsunfähigkeit überhaupt Sinn macht, da die meisten eh nicht ihr komplettes Einkommen aus preislichen Gründen absichern. Heißt im Klartext: Die Wahrscheinlichkeit ist groß, das der größte Teil der Versicherten bei Berufsunfähigkeit trotzdem pleite ist, weil man sie nicht richtig beraten hat. Es gibt da viel bessere Sachen. Falls es sich keiner vorstellen kann: ein 30 jähriger Mann geht in 37-40 Jahren in Rente. Seine Rente, die er benötigen wird, damit er seinen Lebensstandard halten kann, wir aufgrund der Teuerung und Inflation ca. 4-5 mal so hoch sein, wie sein derzeitiges Einkommen. Seine Lebenserwartung wird statistisch ca bei 85-88 Jahren liegen, also wird er mindestens 20 Jahre Rente beziehen. Er wird also schätzungsweise bei einer Kapitalverzinsung von dann 4-5 % ein Kapital in Höhe von 1,2 Mio. brauchen. Wie soll das bitte funktionieren bei einer solchen Lebensversicherung, wenn er hier nicht 750-1000 € im Monat zahlen will und kann?? Fazit: Ich würde auf jeden Fall verkaufen und keine Minute zögern. Eine Aussage mögt ihr mir bitte verzeihen, aber sie ist nunmal wahr: es gibt fast niemanden auf der Welt, der mehr spart, als der Deutsche, aber es gibt auch fast niemanden, der sich dabei so blöde anstellt und sich immer wieder bescheißen lässt. In diesem Sinne.


knoppert
beantwortet von knoppert am 5. Februar 2009 02:41
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es ist legal, wenn du das geld benötigst, dann mach es. da du nicht mehr einzahlst wird es eine ruhende lebensversicherung sein und ihr wert steigt trotzdem von jahr zu jahr, und beim verkauf wird nur der jetzige zeitwert zum tragen kommen, du wirst auf jedenfall einbußen haben

Kommentar von C742c15dd1dd4418b9dca0d4b0c3e8c8smallIgitta am 5. Februar 2009 02:50

Super Antwort. DH


holsch
beantwortet von holsch am 5. Februar 2009 02:38
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wenn was doppelt bezahlt werden soll, gehen bei mir im hinterkopf sirenen an...aber ich kenne die firma nicht.

Kommentar von C742c15dd1dd4418b9dca0d4b0c3e8c8smallIgitta am 5. Februar 2009 02:50

Mir auch. DH

Kommentar von 1a547271520bd7f1150109af2381ae81smallheaven11 am 8. August 2009 21:36

Dass die Sirenen angehen sollte eigentlich immer der Fall sein, wenn es ums Geld geht. Das Doppelte gibt es ja auch ratierlich, also in Monatsraten innerhalb von 10 Jahren ausgezahlt. Und dann ist das immer noch ganz ordentlich, aber normal - und vor allem als Kaufpreis vertragsmäßig abesichert und keine Kapitalanlage. Geld zaubern können nur wenige, und einige davon sitzen gerade im Knast.


anonym
beantwortet von IchSchauMal am 5. Februar 2009 09:06
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Zu Tucke:

1. Der Rückkaufswert ist je Gesellschaft anders.

  1. Ist nicht in jeder Form eine LV veraltet. Meist aber macht die Anlage wenig Sinn. Die genannten Verzinsungen sind nachweislich schwachsinn und eher Strukkiaussagen.

  2. Der LV Verkauf funktioniert extrem schleppend in Deutschland. Manchmal liegen die Angebote gerade einmal 3-5% über dem derzeitigen Rückkaufswert. Hinzu kommen lange Bearbeitungszeiten da die Gesellschaften zögerlich die Daten rausrücken usw. usw. .

  3. Die Aussage zur BU von Tucke hat kein Hand und kein Fuss. Tatsache ist das die vereinbarten BU Renten zu niedrig ist. Aber hier zu sagen das die wichtigste Versicherung grundsätzlich wenig Sinn machen könnte ist unersiös oder zumindest extrem fragwürdig. Klingt auch nach Strukki Verkauf.

Und um Tuckes Aussage zu schliessen: Seine Aussage ist mit Sicherheit alles andere als wahr sondern eher eine verblendete Strukki These oder eine selbstgestrickte Annahme. Ich tippe darauf das dort evtl. gerne Venture Capital oder Beteiligungen verkauft werden.

Noch etwas zum LV Verkauf: Das Doppelte ist definitiv Schwachsinn !!!

Kommentar von 1a547271520bd7f1150109af2381ae81smallheaven11 am 8. August 2009 21:40

Das "Doppelte" ist ein tolles Geschäftsmodell mit win/ win/ win Situation. Im Grunde ja nur Kapitalbeschaffung jenseits der Geschäftsbanken. Der Verkäufer einer LV ist dabei der zweite Profiteur. Der Ankäufer erhält vergleichsweise günstige Liquidität.


Zakalwe
beantwortet von Zakalwe am 5. Februar 2009 07:32
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Die Frage hatte ich auch schon mal gestellt: http://www.gutefrage.net/frage/kapital-lebensversicherung-verkaufen

Es hängt aber auch auf jeden Fall davon ab, wie lange die LV noch läuft. Wenn sie erst in mehr als 10 Jahren zugeteilt wird, wird sie keiner aufkaufen, und wenn sie bald zugeteilt wird, ist es wahrscheinlich besser, sie zu behalten, wegen der Schlussgewinne.


Igitta
beantwortet von Igitta am 5. Februar 2009 02:48
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Wenn du das Geld nicht unbedingt benötigst, lass es lieber bleiben. Wer bezahlt schon bei der heutigen Finanzkrise den doppelten Kurs???

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallNiklaus am 11. März 2009 23:19

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