Meine Mutter hat vor etwa 15 Jahren eine Eigentumswohnung zur Fremdvermietung gekauft und getilgt sollte das alles in einer Summe werden durch den Aschluß einer Lebensversicherung. Sie erhielt nun ein Schreiber der Bank, dass die Ablaufleistung nicht ausreicht und sie zusätzlich tilgen muss. Das Modell mit der Tilgung durch die Versicherung hat aber die Bank vorgeschlagen und auch die Versicherung wurde dort abgeschlossen. Ist das rechtens was die Bank jetzt macht. Meine Mutter hat sich darauf verlassen, dass die Schuld durch die Lebensversicherung dann auf einen Schlag abgetragen wird!
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Kein Mensch kann die Wertentwicklung einer LV über 15 Jahre vorhersagen und deshalb ist es auch keineswegs ungewöhnlich, dass die Summe am Schluss nicht zur vollständigen Tilgung reicht.
Ich bin recht sicher, dass in dem Vertrag, den Deine Mutter damals beim Abschluss unterschrieben hatte, darauf auch hingewiesen worden war, sodass sie jetzt keine Chance hat, die Bank etwa wegen falscher Beratung bei den Hammelbeinen zu kriegen.

Da werdet ihr das Problem haben, daß die Bank argumentiert, daß niemand über diesen Zeitraum vorhersagen konnte, daß die Versicherung bzw. die Überschußanteile sich schlechter entwickeln werden als damals geplant.

hier hat die bank offensichtlich entweder geschlampt, oder bewusst die wahrheit gebeugt, um ein zusätzliches geschäft zu machen.
wende dich an den verbraucherschutz, oder einen ombudsmann fürs bankenwesen, die raten dir was du machen kannst.
grundsätzlich sollte man sich vorher bei mehreren banken informieren, bevor man sich in die hände der schakale begibt...
es ist grundsätzlich ein absluter Blödsinn eine Finanzierung über einen Lebensversicherung laufen zu lassen. Die Kosten sind viel zu hoch. Deine Mutter wird trotzdem zahlen müssen, da sie eine Falschberatung kaum nachweisen kann. Vertraglich wird immer nur die garantierte Summe versprochen und niemals was wirklich dabei rauskommen könnte. Es wird höchstens eine Hochrechnung mit angegeben was rausspringen

Schaust mal in den Versicherungsbedingungen. Da wirst Du's schwarz auf weiß finden, daß keine Wertentwicklungen garantiert sind. Vielleicht hat Deine Musster SCHRIFTLICH ein Beratungsprotokoll? Banken verkaufen das, woran sie am meisten verdienen, nicht das, was Sinnvoll ist, wie z.B. in Eurem Fall eine RISIKOLEBENSVERSICHERUNG und eine Tilgung über ein anderes Produkt. Aber das ist ja nun Schnee von gestern - Deine Mutter wird zahlen müssen. Sie hat bestimmt auch jährlich Mitteilungen von der Bank bekommen über die Wertentwicklung. Eine Tendenz war also schon lange sichtbar und somit hätte sie Zeit gehabt zu reagieren und vorzubeugen.
Siehe auch: Miese Bankberatung Sendung vom 08.01.2008 21:50 Uhr (NDR) Tausende Anleger verlieren ihre Altersvorsorge
Prinzipiell kann das funktionieren, wenn man alle Faktoren berücksichtigt. Bei der Vermietung fallen Kosten und Abschreibungen an, die man von der Steuer absetzen kann. Wo ist diese Steuerersparnis? (normalerweise baut man davon Vermögens- und Kapitalreserven auf). Ob die Lebensversicherung seinerzeit richtig kalkuliert wurde? Aber auf jeden Fall wird es immer versäumt, zu prüfen, ob diese Kapitalanlage - Immobilie-Kredit-Lebensversicherung noch funktioniert oder sich die Bedingungen des "Plans" verändert haben. Da muss sich Deine Mutter einen Teil der "Schuld" selbst zuschreiben - hier war sie zu sorglos. Sicher haben die Banken dazu beigetragen, indem sie ein Modell suggeriert habe, das ganz von allein funktioniert - denn dann verkaufen sie mehr und verdienen mehr. Aber keine Geldanlage funktioniert automatisch, ohne, dass man sich drum kümmert.
Deshalb warne ich immer vor einer solchen Konstellation bei der Baufinanzierung. Eine Chance etwas zu erreichen, sehe ich nicht.