Frage von Rumdorf, 22

Lebensphilosophie - Was versteht man darunter?

Guten Abend liebe Leute

Ich befasse mich erst seit kurzem mit Philosophie.

Nun bin ich dabei eine Lebensphilosophie zu Skizzieren. Aber bin nun auf die Frage für mich selbst gestossen: Welche Fragen muss oder sollte eine Lebensphilosophie beantworten? Was sollte sie beinhalten? Was nicht?

Man liest den Begriff sehr oft, aber was es genau ist, nicht. Ich habe bei einer Recherche dazu nicht wirklich etwas brauchbares für mich gefunden... für Euere Hilfe bin ich sehr dankbar.

Liebe Grüsse

Rumi

Antwort
von berkersheim, 19

Im Zentrum der Philosophie der Antike stand die Frage nach einem erfüllten Leben. Woran sollte ich mich orientieren, worin sind Werte und Tugenden begründet. Wie kann soziale Gemeinschaft funktionieren. Unterschiede gibt es in den Antworten, die je nach Metaphysik verschieden ausfallen. Es gibt die Idealisten nach Platon, eine Gruppe von Idealisten mit starkem Realitätsbezug nach Aristoteles oder der Stoa (alle Dualisten, weil Trennung zwischen Materie und Geist) und es gibt die Monisten, vor allem Epikur, für die es keine Trennung von Materie und Geist gibt sondern beides nur eine andere Ausprägung des ewigen Seins darstellt. Kennzeichen der Monisten ist, dass sie keine Begründung von Werten und Tugenden in einem höheren Geistigen, einem Göttlichen suchen sondern in der Evolution des Seins. Sie sehen auch keine Belohnung oder Bestrafung als verlängerter Arm des Göttlichen in einer jenseitigen Welt.

Diese Einstellung hat sich mit dem Christentum geändert, wo die wichtigste Frage war, wie man zur ewigen Seligkeit kommt. Die Macht, im Dieseits dahin zu leiten und das absolute Wissen dazu war im Besitz der Kirche. Über Jahrhunderte wurden die Menschen gewöhnt, sich nicht selbst um ihr Leben zu kümmern. Noch meiner Mutter war nur wichtig, mit einer von der Kirche empfohlenen Lebensweise in den Himmel zu kommen. Ich hoffe, sie hat es geschafft. Erst nach der Aufklärung stellte sich die Philosophie wieder der Frage: Was sollte man bedenken, wenn man ein eigenverantwortliches und erfülltes Leben führen will. Diese Frage findet man bei den profanen Existentialisten (z.B. Heidegger, Jaspers, franz.Existentialisten), bei Foucault oder neuerdings bei Wilhelm Schmid. Man kann auch "Wer bin ich - und wenn ja wie viele" von R.D.Precht dazu zählen, auch wenn das Buch keine Antworten oder gar Empfehlungen enthält. Nach Jaspers geht es in der Philosophie darum, die Fragen des Lebens zu erhellen, nicht, den Menschen mit ihren individuellen Sonderheiten fragwürdige Antworten vorzukauen. Mit Kant geht es darum, zu selbstständigen Denken anzuregen, selbst wieder die Frage seines Lebens als erfülltes in dieser Welt zu stellen.

Antwort
von Win32netsky, 18

Hallo

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Gruß


Antwort
von Laura28, 22

Ich würde sagen folgende Fragen fallen darunter:

  • Wer bin ich?
  • Wofür stehe ich im Leben? Was sind meine Prinzipien?
  • Was will ich erreichen?

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