Frage von jungervadda, 57

Lebenslust verloren. Neuanfang irgendwo anders, als Radikallösung?

Irgendwie hat sich bei mir die Volkskrankheit Depression eingeschlichen. Nicht nur akut, sondern nachhaltig. Es ist viel zu viel ##### passiert in den letzten Jahren. War lange mit einer Borderlinerin zusammen, was wohl auch maßgeblich damit zu tun hat. Habe meinen besten Freund verloren. Bin irgendwie Beziehungsunfähig geworden (belastet mich). Habe jahrelang dauergekifft, irgendwie hab ich davon auchn Schatten davon getragen. Inzwischen kann ich nicht mehr kiffen, davon schieb ich sofort Panik. Ich schlafe nicht, ich trinke mich in Ohnmacht. Auch sonst ist alles grad mehr schlecht als recht. Ich weiß, dass hört sich wie ein großes Mimimi an, aber ich hab nicht vor mich umzubringen, dass sind lediglich Affektgedanken, die ich irgendwie anders überbrücken kann. Auch sonst lasse ich mich so wenig es geht hängen, ich gehe regelmäßig arbeiten. Benötige keine Seelsorge. Ich habe zusehendst Schwierigkeiten, mich wieder hochzuziehen, bin kein gutes StehAufMenchen mehr. Jetzt komme ich zu meiner eigentlichen Frage (s. Titel). Wenn alles Dreck ist, ist so eine radikale Lösung sinnvoll? Eigentlich will ich hier bleiben, hab hier auch ne schöne Wohnung und einen guten Job, aber alle Bemühungen, dass "hier" dauerhaft Lebenswerter zu gestalten, scheiterten irgendwie. Kann jemand von euch aus Erfahrung sprechen? Für mich fühlt sich diese "Lösung" irgendwie als Flucht an. Aber der Gedanke manifestiert sich notgedrungenerweiße.

Antwort
von benadar, 57

Hat meinen Blick auf alles völlig verändert:

http://www.buecher.de/shop/ratgeber--lebenshilfe/ich-vergebe/tipping-colin-c-/pr...

Kommentar von benadar ,

Es kommt niemand, der Deinen Hintern rettet! Aber Leute, die Dir Türen zeigen gibt es. Und nur Du kannst die Schritte durch diese Türen gehen. Such sie! 

Ach ja, beschissen viel Arbeit wird es auch...fang an! 

Kommentar von jungervadda ,

Wenn ich die Seite aufrufe, kommt leider nur .. http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=c4a40f-1448370185.png :)

Kommentar von benadar ,

Halt aus! Such nach dem Buch: "Ich vergebe", von Colin C. Tipping. Bei mir funktioniert der Link...Computerprobleme hast Du also auch...;-)

Antwort
von LumpiInvictus, 40

Geh doch erst mal zum Arzt mach nen dieser wird dir sowohl bei deinen Drogen- bzw. Alkoholprblemen als auch psychischen Problem helfen.

Aber wenn du ja eh schon eine Seelsorge ablehnst dann willst du ja auch scheinbar keine Hilfe.

Antwort
von lohne, 53

Es hat noch nie geklappt vor seinen eigenen Problemen fort zu laufen. Die sind immer genau so schnell wie du, wenn nicht sogar noch schneller.

Antwort
von Virginia47, 29

Sorgen kann man nicht mit Alkohol ertränken, sie können schwimmen.

Oder

Alkohol löst keine Probleme, sondern schafft neue.

Ich habe auch schon viel in meinem Leben durch. Aber nie bin ich auf die Idee gekommen, zu Alkohol oder Drogen zu greifen. Zumal ich erblich vorbelastet bin und gesehen habe, was Alkohol anrichtet.

Als meine Tochter in jungen Jahren verstorben war, und ich nicht so leicht damit fertig wurde, riet mir meine Hausärztin auch wegzuziehen. Ich dachte: Was für ein Quatsch? Ich würde alle Erinnerungen mitnehmen. Und lehnte das als mögliche Lösung ab. Nein, ich wollte in meiner gewohnten Umgebung bleiben. Zumal ich wie du eine schöne Wohnung und eine gute Arbeit hatte.

Stattdessen hatte ich mir einen guten Psychologen gesucht. Der half mir auch in andeeren schwierigen Lebenslagen. Wofür ich ihm heute noch dankbar bin.

Gut, die Depressionen kommen ab und zu wieder. Aber ich habe gelernt, damit umzugehen.

Und das kann ich dir auch nur empfehlen.

Alles Gute

Virginia

Antwort
von LonelyBrain, 57

Nein weglaufen ist keine Lösung - das löst deine Probleme nicht.

Suche dir professionelle Hilfe oder falls schon geschehen versuche die Therapie zu ändern.

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