Frage von Sarinasye2010, 133

Lebenslange Partnerschaft?

Nur aus reinem Interesse.

Früher also zu Omas Zeiten hat man sich verliebt, geheiratet und war ein Leben lang zusammen. (also oft )

Ist  heutzutage ist eine lebenslange Partnerschaft genau so möglich wie früher/generell
möglich?
Was denkt ihr ? :-)

Antwort
von versus00, 28

Ja, das ist noch genau so möglich. Nur ist es eben nicht mehr so häufig. Heute ist man z.B. als Geschiedene*r nicht mehr automatisch im gesellschaftlichen Abseits. Früher hat man eine schlecht laufende Beziehung eher stillschweigend ertragen, weil die Scheidung mehr oder weniger "tabu" war.

Sind wir mal ehrlich: Eine Liebe, die wirklich über viele Jahrzehnte hält, ist eher selten. Finde ich auch gar nicht schlimm. Ist eben so.

Antwort
von MaraMiez, 21

Hahaha...sorry.

Früher, zu "Omas Zeiten", hat man geheiratet, weil die Gesellschaft erwartete, dass man spätestens mit mitte 20 verheiratet ist. War man es nicht, war man eine alte Jungfer (als Frau zumindest...als Mann konnte man sich da durchaus Zeit lassen...ach diese Gleichberechtigung war ein Traum). Möglichst gute Partie sollte das dann schon sein. Wenn man Glück hatte, stimmten sogar die Gefühle.

Wenn die Gefühle verschwanden, es im Bett fruchtbar war oder man sich schlichtweg nie geliebt hat, die Vernunft aber im Weg stand, dann hatte Mann und Frau auch so seine Liebschaften, aber das wurde nicht öffentlich gemacht. Frau wäre ruiniert und der gesamten Lebensgrundlage beraubt, wenn man sich scheiden lässt, Mann verliert sein Gesicht...keiner nahm einen Mann ernst, der es nicht mal schaffte, seine Frau zu halten.

Also bleib man zusammen, unglücklich, sich irgendwann nur noch gerade so duldend.

Ja also wenn du sowas haben willst, nur zu.

Das Märchen der ewigen Liebe, des "Bis dass der Tod euch scheidet." ist genau das. Ein Märchen.

Manchmal passiert sowas, deswegen existiert das Märchen weiterhin, aber dennoch ist es nur ein Märchen, war nie etwas anderes.

Und das sagt eine Frau, deren Oma eine war, die dieses Märchen lebte und die hofft, es selbst auch zu tun. Aber so naiv bin ich nicht, dass ich nicht wüsste, dass die Wahrscheinlichkeit gering ist und auch vor 100 Jahren nicht höher gewesen wäre.

Kommentar von Oidossi ,

"Bis das der Tod euch scheidet" ist kein Märchen, sondern eine Lebenseinstellung, die sich durch lohnen kann. Dh., eine Frau, die danach gelebt hat, wird nach dem Tod des Mannes nur für eine dauerhafte neue Beziehung offen sein. Ich glaube, die sexuelle Revolution hat nicht nur Gutes bewirkt, wenn ich an einige Bekannte weiblichen Geschlechts denke - um die 50, Beziehungen und Affären hinter sich, keine Kinder, alleinstehend, berufliche Schwierigkeiten...ist das das tolle freie Leben?

Kommentar von MaraMiez ,

Berufliche Schwierigkeiten haben nichts mit Partnerschaft und dem Liebesleben zu tun.

Affären, statt Ehe ist auch "Lebenseinstellung" und Kinder oder keine Kinder ebenfalls eine persönliche Entscheidung (sofern man gesund ist).

Lieber nichts Festes, als im nachhinein feststellen zu müssen, dass man nicht zusammen passt. Trennungen sind immer Mist.

Ich finde "nichts Ernstes, dafür Spaß" deutlich schöner als "Boah man ich kann dich echt nicht mehr sehen, du gehst mir so auf den Sack, aber verdammt, wir haben doch mal gesagt dass wir zusammen bleiben, komme was da wolle." Das Leben ist zu kurz, als dass es sich lohnt, unglücklich zu sein, nur weil man von X Jahren mal dachte, das wär was Dauerhaftes. War es ja eventuell auch, aber irgendwann ist das vielleicht einfach mal vorbei, Ist doch gut, dass man heutzutage nicht mehr ruiniert ist, nur weil man zugibt, dass man unglücklich ist, und sich trennen will, damit man wieder Glück finden kann.

Ich war mit meinem Ex verlobt...hätt ich daran festgehalten, nur weil wir uns mal was versprochen hatten...ich bin sicher, ich hätt mich mittlerweile umgebracht (kein Witz...ich war am Ende so unglücklich mit der Beziehung...das hätt ich mir zum Zeitpunkt der Verlobung nicht träumen lassen). Ich hätte meinen Mann nicht, meine Kinder nicht. Ich wäre tot oder totunglücklich...was so ziemlich das gleiche ist, wie tot zu sein.

Wär das wirklich besser? Wenn eine Frau, die geschlagen wird, bei ihrem Mann bleibt, nur weil sie mal dachten, sie wären füreinander bestimmt? Wenn ein Mann sich von seiner Frau als der größte Idiot darstellen lässt, nur weil sie eifersüchtig ist und selbst in Nachbars Hamserdame eien Rivalin sieht? Wenn zwei zusammen bleiben, nir weil sie ein Kind haben, obwohl sie bis auf "man ist der/die heiß" nie mehr für einander empfunden haben?

Ich glaube nicht.

Kommentar von Oidossi ,

Ich spreche natürlich nicht von Katastrophenverbindungen, die als Argumente kaum brauchbar sind - aber solche Frauen, wie ich sie dir beschrieben habe, kenne und kannte ich wirklich ein paar und finde es traurig. Der Glaube könnte ihnen ein Trost sein, aber zu diesem haben sie meistens keinen Zugang, bzw. ihn längstens verloren. Sie sind oft sehr selbständige und charakterstarke (eigenwillige bis schwierige) Frauen.

Im Grunde hat die sexuelle Revolution eine Gestalt hervorgebracht, besonders in Großstädten, die es früher nur ganz vereinzelt gab - die "Junggesellin".

Naja - es muss jede/r seinen Weg gehen und hat sein Päckchen zu tragen. Authentisch zu sein finde ich wichtig - aber wie alles, hat auch das seinen Preis. Vielleicht kann man es so erstmal stehenlassen: Sich selbst kennen und versuchen, das Beste draus zu machen.

Beate Uhse hat mal einen Satz gesagt, den ich gut finde: "Eine Beziehung ist das beste, was einem Menschen passieren kann - aber wenn sie nicht gut ist, ist er besser allein".

Antwort
von konstanze85, 35

Klar ist es möglich und wenn heute ein paar ein leben lang zusammenbleibt, dann kann man sogar sicher sein, dass es aus liebe ist, denn finanzielle abhängigkeit, ächtung  und unterdrückung halten heute keine frau mehr beim mann. (ausnahmen bestätigen die regel). Womit ich nicht sagen will, dass damals die menschen nur aus zwang zusammenblieben, aber nicht selten war es ein grund.

Wenn es passt, passt es. Damals wie heute.

Antwort
von MaryAngel91, 72

Natürlich ist das möglich, sofern man einen normalen Partner hat der nicht alles nageln will was nicht bei drei auf dem Baum ist, so wie die meisten Menschen heutzutage.
Wenn es passt, dann passt es und dann bleibt man auch für immer zusammen! :)

Antwort
von Oidossi, 37

Früher also zu Omas Zeiten...Irgendwann bist du die Oma (falls du Glück hast).

Die Begriffe "heutzutage" und "lebenslang" schließen sich gegenseitig aus. Wenn "lebenslang" um ist, dann ist "heutzutage" Vergangenheit, also Omas Zeiten...die du überblicken und einschätzen zu können glaubst, auf eine etwas herablassende Art und Weise, die dir in deiner Naivität verziehen sei.

Die heutige Zeit mit ihrem Handygedaddel und ihren Foren, Plattformen und Portalen, wo man als Profil existiert und sich zehnmal am Tag (wenn das reicht) einloggt und seine Profilbesucher kurz checkt...ich weiß gar nicht, ob das besser ist, als sich zu verlieben, zu heiraten und ein Leben lang zusammen zu bleiben (wenn das denn so war, wie du zu wissen scheinst) - oder ob das einfach sinnlos vergeudete Zeit ist.

Das ist's, was ich (nur aus reinem Interesse) dazu denke.

Antwort
von Amoremia, 31

Ich denke schon. Allerdings nur dann, wenn man sich kennenlernt und verliebt. Unsere Großeltern hatten sich viel Mühe gegeben, Männer hatten gekämpft um die Frauen.
Ich denke die hatten auch Schwierigkeiten in den Beziehungen und Ehen wie wir heutzutage. Nun nicht so leicht aufgegeben.

Heutzutage ist es oftmals so dass Jungs denken, wieso soll ich mich  so anstrengen, ihr Blumen schenken und Türen aufhalten, sie sind nur auf das eine aus
Und Frauen denken sie seien so hübsch und jeden haben haben können.
Und dann fragt man sich warum so viele Ehen kaputt gegangen sind, viele gehen fremd. Man kennt Wertschätzung nicht. Traurige Welt

Antwort
von lamarle, 37

Ich denke, früher zu Omas Zeiten gab es auch viele Vernunftehen, die nicht unbedingt auf Liebe basierten. Oder die junge Dame war in anderen Umständen - dann "musste" geheiratet werden.

Die Frau blieb zu Omas Zeiten dann selbstverständlich zu Hause und versorgte Kinder und Haushalt und war damit ökonomisch von ihrem Mann abhängig. Scheidung galt vielen als Makel, und wovon hätte Frau leben sollen, wenn sie keinen Arbeitsplatz hatte? Und wenn sie einen hatte, dann schlechter bezahlt als ihr Mann?

Ich denke, das "früher war alles besser / schöner" gilt in diesem Falle überhaupt nicht. Womit ich nicht sagen will, dass ich die heutige hohe Scheidungs- und Trennungsrate gut finde. aber zumindest muss heute niemand mehr in einer Beziehung bleiben, die ihn belastet.

Antwort
von MaSiReMa, 44

Hallo,

natürlich gibt es das.  ;o)

Mein Partner und ich haben zwar nicht geheiratet, aber wir haben 2 Kinder und sind seit 20 Jahren zusammen.

Und wir haben nicht vor etwas daran zu ändern. ;o))

LG

Antwort
von superkeks888, 39

Klar man muss wahnsinnig Kompromissbereit sein und nicht jeder ist so ein Beziehungstyp. Und man muss sich dann noch zu zweit finden, das ist eben sehr schwierig.

Zu deiner Oma Theorie: Früher hat man mit 18 geheiratet. Das war standart. Da war nichts mit sich ausprobieren und die Jugend genießen. Und die Scheidungsquote war so niedrig, weil man es damals nicht gemacht hat oder es Scheidung nur in extremen Ausnahmefällen gab und das war dann ein Skandal. So ein Skandal als hättest du deine gesamte Familie ermodert - so ungefähr... Und noch früher war der katholische Glaube so stark und für jeden gegenwärtig, das Scheidung nie und unter (fast) keinen Umständen möglich war.

Meine Oma wurde ausversehen mit 18 schwanger und da ein Bastard wahnsinnig schlimm wäre haben sie geheiratet - obwohl sie nie glücklich miteinander waren. Der eine hat den anderen ausgenutzt und auch betrogen. Die Ehe hält immer noch mittlweile über 50 jahre.

Die Zeiten ändern sich auch. Die Gesellschaft ist durch all die Möglichkeiten auch egoistischer geworden. Das meine ich nicht mal schlimm. Ist doch schön erst ende 20 zu heiraten und sich dahin von sexueller Erfahrung bis Auslandsaufenthalte sich ausprobieren zu können.
Mittlerweile wachsen so viele Kinder mit geschiedenen Eltern auf oder wissen das ihre Eltern schon zum 2. oder 3. mal verheiratet sind, dass Scheidung Normalität wird. Leider.
Wenn der Partner schwierig wird, geht man lieber alleine weiter und lebt sein Leben...

Antwort
von newcomer, 51

früher wurden die Menschen auch noch nicht so alt wie heutzutage

Kommentar von selemin ,

doch die wurden auch schon im mittelalter so alt. da wissen nur viele nich weil man redet immer vom durschnitsalter was niedrig war weil es früher sehr viele totgeburten gab

Kommentar von Mich32ny ,

Im Mittelalter sind  die Menschen  eher nicht so alt  geworden  ,  weil es  mehr  Krankheiten  gab. 

Kommentar von Oidossi ,

Bis in die Mitte des 19.Jh. war das Durchschnittsalter etwa ende vierzig, fünfzig. Wobei - das kann man ja alles googeln.

Kommentar von Oidossi ,

http://www.bpb.de/politik/grundfragen/deutsche-verhaeltnisse-eine-sozialkunde/13...

1871: durchschn. Lebenserwartung Jungen: 35,6 J., Mädchen: 38,4 J.

Kommentar von newcomer ,

Danke, soo nun fassen wir zusammen. Damals wurde erst ab 21 Jahren geheiratet. Damit hatten sie eine Ehezeit von 14,6 Jahre.
Nun nimmste die Zeitdauer wie lange heutige Ehen halten. Da wird nicht viel Unterschied sein sprich somit hat sich nichts verändert

Antwort
von Zockerhoch3, 56

ich denke ja, wenn man sich gegenseitig lieben tut...und das wirklich tut, sollte sowas durchaus klappen, wenn man das will :D

Antwort
von selemin, 65

Die lebenslange Partnerschaft ist immer noch möglich und wird immer möglich sein allerdings hat sich die scheidungsrate fast verdoppelt.

Kommentar von konstanze85 ,

Dafür ist die zahl der eheschließungen zurückgegangen. Gleicht sich also wieder aus;)

Kommentar von MaraMiez ,

Naja...statistisch hat die Zahl der Eheschließungen wieder zu genommen, die Ehen halten im Durchschnitt wieder länger und die Zahl der Scheidungen ist auch zurück gegangen :) Jedenfalls im Vergleich zu vor 20 Jahren.

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