Lebenslängliche Haft nicht wirklich lebenslänglich?

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5 Antworten

Die lebenslängliche Freiheitsstrafe dauert, wie der Name schon sagt, vom Grundsatz her ein Leben lang, das heißt bis zum Tod.

Die Regel "lebenslänglich = 15 Jahr" ist falsch.

Aber: Auch wer zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt wurde, muss nicht unbedingt den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen. Es gibt die Regelung des § 57a StGB.

Nach dieser Regelung kann der Rest der lebenslangen Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt werden, wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen. Eine dieser Voraussetzungen kommt auch auf die oft genannten 15 Jahre zurück: Nach § 57a StGB muss der Verurteilte mindestens 15 Jahre seiner Freiheitsstrafe verbüßt haben, um nach seinem Antrag auf Aussetzung des Strafrestes entlassen zu werden.

Hinzu kommen noch weitere Voraussetzungen. Beispielsweise wird ein Straftäter, bei dem das Tatgericht (= das Gericht, das den Täter verurteilt hat) die besondere Schwere der Schuld festgestellt hat, nach § 57a Abs. 1 Nr. 2 StGB in der Regel nicht nach 15 Jahren entlassen.

Bei jedem Verurteilten, der einen solchen Antrag stellt, muss das Gericht die Voraussetzunge des § 57a StGB prüfen und dann entscheiden, ob der Betreffende "auf Bewährung" raus darf. Die Bewährunszeit beträgt nach § 57a Abs. 3 StGB übrigens 5 Jahre.

Es gibt Statistiken, in denen die durchschnittliche tatsächliche Dauer der Verbüßung einer "lebenslangen Freiheitsstrafe" dargestellt wird - Zahlen kann ich aber nicht zuverlässig liefern. Ich meine aber, dass es im Durchschnitt zwischen 17 und 19 Jahren sind.

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Man kann nach 15 jahren einen Antrag stellen.

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Lebenslänglich ist im deutschen Recht auch lebenslänglich.

Aber nach einer gewissen Zeit (meist etwa 15 Jahre) kann der Häftling unter bestimmten Umständen vorzeitig (auf Bewährung) aus der Haft entlassen werden.

Das ist aber nicht immer der Fall.

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Ganz ehrlich.. 20 Jahre sind extrem viel. Wenn du 20 Jahre hinter Gittern verbingst, hast du schon einen ganzen Abschnitt in deinem Leben verpasst. Nehmen wir an, du kommst mit 30 in den Knast, dann kommst du als 50 Jähriger wieder raus. Das ist schob praktisch das ganze Leben

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Kommentar von Wippich
13.06.2016, 20:59

Was sagt das Opfer dazu.

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Kommentar von beliebertori
13.06.2016, 20:59

Finde ich ehrlich gesagt auch, es hat mich nur irritiert warum es so heißt wenn es nicht "ganz" lebenslänglich ist.

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Ich dachte immer lebenslang ist in Deutschland  25 Jahre

Gerne offen für  Richtigstellung 

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Kommentar von Hqdes
13.06.2016, 20:52

15 Jahre

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Kommentar von beliebertori
13.06.2016, 20:53

Ich bin mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher ich dachte entweder 20 oder 25 😅

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Kommentar von domi158
13.06.2016, 21:01

Unter einer lebenslangen Freiheitsstrafe versteht man in Deutschland einen Freiheitsentzug auf unbestimmte Zeit – mindestens aber 15 Jahre. Danach kann der Strafrest zur Bewährung ausgesetzt werden (§ 57a StGB).

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