Frage von Joey110, 169

Lebensgefahr durch Atemnot und Schleim im Hals?

Hallo,

ich möchte euch bitten mir zu helfen, herauszufinden was ich tun kann um meiner Mutter zu helfen. Sie hat nämlich seit ungefähr einem Jahr spontane Atemaussetzer und Atemnot. Sie ist 55 Jahre alt, seit über 30 Jahren starker Raucher und nicht sehr sportlich bzw. ein wenig Übergewichtig. Dazu kommt Eisenmangel und Bluthochdruck, weswegen sie auch keine größere Menge an salziger Nahrung zusich nehmen kann. Sie nimmt jeden Tag Tabletten wegen dem Eisenmangel. Allein schon durch diese Schwächen ist das Risiko für Krebs und Herzinfarkt sehr hoch. Außerdem kommt auch dazu, dass sie ständig Schleim im Hals hat und es ständig raushustet und wegspucken muss. Sie ernährt sich aber eher gesund als auch Einseitig. Viel Nudeln aber auch ab und zu Gemüse und Fleisch.

Vielleicht könnt ihr verstehen welche großen Sorgen ich habe. Sie war bereits beim Arzt, der meinte natürlich sie solle aufhören mit dem Rauchen, was für meine Mutter aber sowieso nie passieren wird. Das ist wirklich sicher und außerdem sind ihre Stimmbänder entzündet und ihre Luftröhre ist anscheinend sehr verengt, meint der Arzt.

Nun hat sie also spontane Atemnot, in der sie in Panik verfällt und hustet wie verrückt. Dies passiert Nachts als auch am Mittag. Der Arzt meinte es gibt keine Lebensgefahr und allein das Aufhören des Rauchens würde das Problem lösen. Ich bin mir aber absolut Sicher, dass meine Mutter es niemals schafft mit dem Rauchen aufzuhören, jedoch habe ich aber doch noch ein minimalen Funken an Hoffnung. Das habe ich schon unendlich oft miterlebt, dass sie die Kraft und den Willen, als auch die Disziplin dazu einfach nicht hat.

Es geht aber darum, dass ich an einer Lebensgefahr denke und ich extrem Angst um sie habe, weswegen ich euch bitte mir zu helfen und zu fragen was ich denn tun kann? Ich weis nicht wie ich ihr helfen kann bzw. wie sie es schaffen kann mit dem Rauchen aufzuhören.

Diese Atemnot kommt immer öfter und irgendwann wird es so sein, dass sie daran erstickt.

Ich mache mir wirklich ernsthafte Sorgen, habe aber absolut keine Ahnung was ich nun tun soll... Ich bitte euch um Hilfe.....

Antwort
von MrsDanielle, 91

Meine Mutter hat das auch, das kommt vom Teer der in den Zigaretten ist.

Teer ist einer der Hauptschadstoffe in Zigaretten. Es handelt sich um ein zähflüssiges, schwarzbraunes Gemisch, das beim Verbrennen von Tabak entsteht und kaum vom Zigarettenfilter zurückgehalten wird. Beim Rauchen gelangen 5-10mg Teer in den Körper, die sich in der Luftröhre, den Bronchien und den Lungenbläschen ablagern. Die Flimmerhärchen werden durch den Teer verklebt, sodass abgelagerte Schmutzteilchen nicht mehr nach außen befördert werden können. Durch Husten versucht der Körper, sich selbst zu reinigen. Es entsteht der sogenannte Raucherhusten. Bei starken Rauchern lagern sich im Laufe des Lebens bis zu 5kg Teer in der Lunge ab. [....] Die Teerablagerungen erschweren außerdem die Sauerstoffaufnahme ins Blut und die Kohlenstoffdioxidabgabe. Es kommt zu Atembeschwerden. Nach jahrelangem Rauchen fällt es daher vielen Rauchern schwer, Treppen zu steigen oder längere Zeit zu laufen. Sie schnappen nach Luft. Um den Körper trotz Teerablagerungen mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen, muss das Herz schneller schlagen. Es kommt zum Bluthochdruck und es besteht ein höheres Risiko, einen Herzinfark oder einen Schlaganfall zu bekommen.

Außerdem sind im Teer ca. 20 verschiedene krebserzeugende Stoffe erhalten.

(Hab ich in Biologie gelernt)
Ich glaube viel kann man da nicht machen außer mit dem Rauchen aufzuhören, selbst wenn sie damit aufhören würde, würde sie die Beschwerden noch einige Zeit haben.
Also meine Mutter hat ein Spray was sie dann nimmt um besser Luft zu bekommen.

Kommentar von Joey110 ,

Danke für die Inforreiche Antwort Mrs Danielle, 

leider raucht meine Mutter schon seit über 30 Jahren. Da kann man sich denken was ein Haufen Teer die Lunge tragen muss. Dazu kommt, dass sie es einfach nicht packt damit aufzuhören. Was denkst du, könnte ich für meine Mutter denn tun? Und was ist das genau für ein Spray? 

Kommentar von MrsDanielle ,

Uff das weiß ich leider nicht, das ich auch teilweise für ihr asthma glaube ich.

Antwort
von Arkesilaos, 91

Ich hatte letztes jahr eine schwere Bronchitis mit Atemnot. Wer diese einmal gehabt hat, denkt an sein Ende. In so einer Situation überkommt einen auch die Angst. Viele hören deshalb mit Rauchen auf, denn das schnelle Ende will doch Keiner erleben. Eine Entziehungskur mit anderen kann da vielleicht helfen. Dann inhalieren mit Salzwasser, Luftveränderung (Ostseeurlaub), aber auch so ein Spray mit Cortison haben geholfen.

Kommentar von Joey110 ,

Danke für die Antwort Arkesiloas, 

ich bin froh, dass du es überstanden hast und es geschafft hast aufzuhören. Meine Mutter jedoch überkommt die Panik immer wieder, wenn sie keine Luft bekommt. Jedoch bewirkt selbst das keine Besserung. So sehe ich also, wie schwer es für sie ist aufzuhören. 

Antwort
von klara1953, 85

Meiner Meinung nach wirst DU garnichts machen können. Deine Mutter muss erkennen das die Probleme immer weiter fortschreiten wenn sie weiter raucht. Diese Einsicht dauert aber oft lange was ich aus eigener Erfahrung weiß. 

Ich habe auch erst mit "Hilfe" einer schweren Bronchitis mit dem Rauchen aufgehört. Mir hat auch keiner zugetraut das ich das schaffe....soviel nur dazu. 

Kommentar von Joey110 ,

Vielen Dank für deine Antwort klara, 

im Prinzip hast du Recht, jedoch sind die Probleme bereits wirklich schlimm, aber sie will es einfach nicht einsehen und ignoriert es ganz einfach stur. Daher bin ich auch so verzweifelt und weis auch nicht weiter.. 

Antwort
von Arkesilaos, 57

Du musst sie unbedingt zu einem Pulmologen bringen zur Untersuchung, der weiß auch ob Spray oder was anderes hilft. Wenn sie das Leben liebt und Dich, sollte sie das einsehen. Sonst wird es noch schlimmer.

Antwort
von Hemerocallista, 14

Der Arzt meinte es gibt keine Lebensgefahr und allein das Aufhören des Rauchens würde das Problem lösen.

wenn deine mutter nicht aufhört, ist der leidensdruck anscheinend noch nicht hoch genug.

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