Frage von rcantone, 109

Lebensentscheidung, was soll ich tun?

So, ich stecke in einer Situation, ich wurde vor 3 Jahren depressiv und habe danach schrittweise alles verloren.

Meine Eltern waren am verzweifeln da ich den ganzen Tag in meinem Zimmer war, mit niemandem geredet habe und dass für Monate. In dieser Zeit habe ich meinen alten Freundeskreis verloren und massiv abgenommen. Ich wiege 63 Kilo und bin 1.90 m Gross. Nach über 2 Jahren hatten meine Eltern keine Kraft und Geduld mehr und stellten mich raus.

Jetzt wohne ich seit 6 Monaten in einer Sozial Unterkunft. Das Sozial amt hat mir mehrmals Chancen gegeben nachdem es wieder und wieder nicht mit arbeiten geklappt hat, es war geplant dass ich anfangs Juli in ein Betreutes Wohnen ziehe was jetzt auch auf der Kippe steht.

Ich sehe kein Sinn im Arbeiten, wofür soll ich bis 65 Arbeiten und dann nach 10 Jahren sterben? Arbeite ich zum Leben oder Lebe ich zum Arbeiten? Eigentlich egal was wahr ist es ist beides beschissen, Ich habe keine Motivation zu arbeiten oder sonst was produktives zu tun.

Nun wenn ich ab jetzt jeden Tag arbeiten gehe wird nichts abgebrochen, ich kann dieses Leben in Versklavung weiterleben. Wenn ich dies nicht tut wird alles abgebrochen und zwar nach dem ersten tag.

Tja sieht echt * aus, ich will weder das eine noch das andere doch muss mich entscheiden. Mir das Leben zu nehmen finde ich auch nicht optional, ist zumindest schön daran denken zu können.

Was denkt ihr? Was soll ich tun, egal was ich mache glücklich bin ich damit nicht...

Antwort
von Shiranam, 38

"Arbeite ich um zu leben oder lebe ich um zu arbeiten?"

Du arbeitest umzu überleben, normalerweise. Leider hast Du das Pech gehabt, in einen Sozialstaat hineingeboren zu werden, in dem jeder überleben kann, auch, wenn er absolut nichts tut oder tuen will. Das verwirrt einige Leute, so wie Dich, dass sie nicht mehr ERFAHREN, wenn sie auf der faulen Haut liegen bleiben, werden die Freunde verschwinden und sie werden einfach sterben. 

Schau nach Afrika, Amerika, Asien und in die Tierwelt. Jeder muss dort etwas tun, um zu überleben. 

Also, falls Du wirklich eine Depression hast, die ist heutzutage gut behandelbar. Geh zum Arzt. 

Über den Rest mach Dir anschließend gefälligst selbst Gedanken. Angebote und Hilfe bekamst Du ja genug. Hier, in unserem Staat, kannst Du alles tun. Du mußt es nur anpacken.

Antwort
von user8787, 35

Hm, dein Betrag baut sich auf der Unlust zu arbeiten auf...ok. 

Es gibt aber nun mal im Leben einige Regeln...dazu gehört das arbeiten und die Verantwortung für sich zu sorgen . Verweigerst du dich dem, musst du mit den Konsequenzen leben. 

Es steht dir frei anders zu leben...aber dann musst du auch für dich selber sorgen. Ohne Hilfe von der Gesellschaft . 

Antwort
von bikerin99, 58

Arbeiten für deinen Lebensunterhalt, kann deinen Selbstwert stärken und erhöhen, soziale Kontakte, Struktur der Tage, Unabhängigkeit. Wieso solltest du nicht eine Aufgabe finden, die dir auch Freude macht.
Nur weil du Angst hast zu versagen, abgelehnt zu werden - da redest du dich auf Versklavung aus.

Antwort
von bachforelle49, 11

wenn ich sowas lese, denke ich automatisch an ein Fake, was du uns hier verkaufen willst.. weil das so krass ist, was du beschreibst und deine Denkart, die nach dem Sinn fragt, aber nichts anzunehmen bereit ist.

Denk mal drüber nach, ob du weniger als ein Wurm oder eine Schnecke sein willst, denn die haben ja (wenigstens) eine Bedeutung und Sinn, und sei es auch (nur), daß sie die Salatblätter abfressen

Kannst du mir mal bitte schön erklären, was daran so ehrenrührig ist, bis zum Renteneintrittsalter zu arbeiten bzw. arbeiten zu müssen? Oder willst du wirklich den ganzen Tag auf dem versifften Chaiselongue rumgammeln????

Komm mal bitte auf die Beine!!

Antwort
von FouLou, 29

Kann man davon ausgehen das du in diesen 3 Jahren und jetzt auch noch in Therapeutischer behandlung bist?

Antwort
von wilees, 37

Wenn ich Deine Historie richtig lese, bist Du 18 Jahre "alt".

Ob Deiner Situation wirst Du keinen Schulabschluß haben und keine Ausbildung??

Antwort
von JustNature, 34

Leider gibst Du kein Alter an, aber ich schätze Dich mal auf 22. Mit Altersangabe könnte man treffender antworten.

Eigentlich gehörst Du mal in so ein Erziehungscamp wie man oft im TV sieht: "Die strengsten Eltern der Welt".

In Dir sollte die Überzeugung verankert werden: Nicht die Welt ist dafür verantwortlich, daß es Dir gut geht sondern Du bist dafür verantwortlich. In der TV-Serie wird vermittelt: Wenn Du keinen Fisch fängst, keine Kuh fütterst und melkst, hast Du nichts zu essen. Das ist die richtige Einstellung.

Du bist zu jung, um bis 65 die Flügel hängen zu lassen. Und wenn Du Dir noch ein paar Durchhänger-Jahre leistest, wirst Du zu alt, um noch Fuß zu fassen. Verbrenne Deine Esoterik-Bücher und tritt Dir selbst in den Hintern: Die meisten schaffen es, irgendwie von einer Erwerbstätigkeit zu leben, also solltest Du das auch hinkriegen. Besser jetzt als in 5 Jahren starten.

Kommentar von lolimaus16 ,

Jemand der Depressionen hat gehört deswegen nicht ein Erziehungscamp..

Kommentar von JustNature ,

Ich bleibe beim Gesagten. Es liegen sehr gute Erfahrungen vor, Depressive aus ihrem krankmachenden Umfeld rauszuholen und sie in Lebensumstände zu bringen, wo sie einen strukturierten Tag haben, wo sie gefordert sind, aber auch Erfolgserlebnisse durch eigene Tätigkeit haben.

Antwort
von rcantone, 5

Interessant was alles zusammengekommen ist. Ich habe mehr erwartet es kam zwar durchaus hate aber weniger als ich erwartet haben. Nunja Test abgeschlossen danke an alle Teilnehmer.

PS: Diese Gesellschaft ist nicht so klug wie sie denkt.

Antwort
von Biberchen, 28

du könntest in eine Höhle, weit ab von jeder Zivilisation gehen und dort als Eremit über dein Leben nachdenken bis du stirbst!

Kommentar von gerolsteiner06 ,

guter Vorschlag! das würde dann auch nicht mein Geld kosten...

Antwort
von gerolsteiner06, 31

Du bist seid 3 jahren depressiv und hast alle sozialen Kontakte verloren, auch zu deinen Eltern, andere müssen für Deinen Unterhalt aufkommen und Du besitzt auch noch die Dummheit&Frechheit daraus eine Lebensphilosphie zu machen?

So wie es jetzt ist ist es also als "Leben" zu bezeichnen ? Na dann mach doch mit diesem Leben so weiter, scheint Dir ja toll zu gehen !!  - monatelang allein in der dunklen Bude zu hocken - da geht es mir als Arbeitssklave doch deutlich besser, aber wahrscheinlich bin ich nur zu dumm um zu merken wie schlecht es mir geht....

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