Frage von sbm94, 414

Leben zieht vorbei? Gefühl nur passiv dabei zu sein?

Habe seit langem das Gefühl das mich das Leben von einer Glas Scheibe trennt also das ich nur zugucke und gar nicht aktiv dabei bin. Ich fühle mich einfach nicht wohl. Geht es jemanden genau so? Da ich keine wirklichen Freunde habe und nie feiern/ aus gehe und auch keine Hobbys habe könnte es doch daran liegen, dass ich so isoliert bin, oder? Ich möchte endlich etwas verändern aber habe Angst das ich mich dabei verliere da ich dann evtl vorgeben jemand zu sein der ich gar nicht bin. Wäre dankbar über ähnliche Erfahrungen, Gedanke, Ratschläge

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Antwort
von Whonder, 269

Hey. Ich kann dir zwar nicht helfen aber kann dir sagen, dass ich mich exakt genauso fühle und du nicht alleine bist.
Ich bin sogar in der selben Situation wie du. Nur, dass ich Hobbys hatte und sie mir sozusagen "genommen" wurden und ich sie nicht mehr ausführen kann. Ansonsten alles gleich wie bei dir. Man lebt nur so in den Tag hinein und bekommt am meisten mit, wenn man Schläft. Das ist schon irgendwie traurig und sogar unheimlich. Man merkt nicht ein mal wie die Zeit vergeht und agiert sogar manchmal nur automatisch... im Nachhinein denkt man sich manchmal sogar man hätte evtl. anders reagiert aber jetzt ist es zu spät. Man ist in einer Art Trance... oder...man vegetiert vor sich hin... es ist schon ziemlich eigenartig und mies..
Konnte dir zwar nicht direkt helfen aber du sollst nicht denken du seist alleine.

Lg

Antwort
von Wellmom, 246

Ich kenne das Gefühl. Das hatte ich mein ganzes bisheriges Leben lang immer in längeren Phasen, wo ich nie mehrere Stunden am Stück wirklich allein mit mir sein durfte. Vielleicht bist du ja auch so ein Mensch, der längere tatsächliche Alleinsein-Zeiten braucht, um immer wieder neu zu sich selbst zu finden. Wenn ich zu lange ständig mit anderen Menschen und deren Meinungen zu tun habe, weiß ich nicht mehr, welche der Gedanken in meinem Kopf wirklich meine sind und welche die von anderen. Nach mehreren Stunden ohne Kontakt zu anderen Leuten bin ich wieder ganz gut sortiert.

Antwort
von Amira189, 218

Es geht mir häufig auch so. Ich fühle mich allein, obwohl ich es garnicht bin. Ich muss sagen, dass es bei mir aber mal schlimmer war, auch wenn ich mich jetzt auch nicht wirklich besser fühle. Ich kann dir leider auch keine Tipps oder guten Ratschläge geben. 

Wie alt bist du denn? Du könntest probieren dich bei irgendeiner Sportgruppe oder sowas anzumelden, aber ich weiß wie schwer es ist sich dazu zu überwinden. 

Antwort
von coreduo, 260

dieses gefühl zeigt eindeutig dass du unzufrieden mit dir selbst bist. isolation ist für den menschen nicht geeignet.

was du ändern kannst liegt allein an dir, was machst du gerne, welche hobbys kannst du mit anderen teilen? veränderung sollte dir keine angst machen, sie gehört zum leben dazu. wenn du dich mit anderen menschen abgibst, lernst du von ihnen und sie von dir, man passt sich etwas an und das ist aber normal.


wichtig ist dir dabei selbst tre zu sein, mache  nichts was gegen dein bauchgefühl spricht.

Antwort
von fremdgebinde, 199

Mir geht es leider auch so, aber ich kann dir nicht helfen. Bei mir liegt es auch mit daran, dass ich die meisten Menschen nicht mag und deshalb kaum Freunde habe. Ich hab eine Freundin

Kommentar von fremdgebinde ,

Du musst dich vielleicht mehr auf andere einlassen

Antwort
von DetIssoWoa, 103

Hi, ich könnte nen verkackten Roman darüber schreiben.

Ich habe mich auch hin und wieder isoliert, lag aber oft daran dass die Oberflächligkeit der Menschen in meinem Umfeld mich gekränkt hat. Ich bin und fühl mich anders. Einzig das Internet verhalf mir eine Identität zu geben. Aber auch das Internet verschafft dir kein neues Leben. Du bist nunmal Du. Du hast es in der Hand.

Probiere einfach Hobbys. Ich beschäftige mich mit aktuellen Ereignissen in der Welt, flöße mir Radio ins Hirn. Ja! versuchs mit Musik. jeder hat einen anderen Geschmack.

Also versuchs einfach mal. Ein Album der Band Weezer heißt "Everything will be Alright at the End"

Antwort
von howelljenkins, 105

die frage dabei ist: was ist denn dein leben?

wenn du dich z.b. an leuten misst, die jedes wochenende party machen (was immer das genau sein soll), staendig irgendwas unternehmen und mit ihren tausende freunden den ganzen tag am handy schreiben, dann ist das vermutlich ein leben, dass dir gar nichts bringt.

es entsteht leicht der eindruck, andere haetten so viel mehr von ihrem leben und wuerden unmengen von erfahrungen machen. das taeuscht aber haeufig.

ich bin mittlerweile 38 und weiss, dass viele um mich herum, die auf den ersten blick ein ausgefuelltes leben haben, in wirklichkeit seit jahren das gleiche machen, nicht wirklich erwachsen werden, weil sie sich nicht weiter entwickeln.

das sind aber interessanter weise nicht die, die wenig gesellig sind, sondern die, die anscheinend staendig mit freunden was unternehmen. nur unternehmen die seit 20 jahren das gleiche.

ich z.b. bin weit gereist, habe viel gesehen, mit vielen leuten ungewoehnliche dinge erlebt, die ich haeufig nie wieder sehe in meinem leben.

vor drei wochen z.b. bin ich in lappland mit einer bunt zusammengewuerfelten gruppe einen tag lang mit schneemobilen durch verschneite waelder gefahren. von denen kannte ich keinen, aber es war lustig und abenteuerlich und am ende haben wir uns allen noch frohe weihnachten gewuenscht und werden uns nie wieder sehen. 

sowas ist fuer mich leben.

Antwort
von Shirkany, 151

Nun das hört sich schon sehr nach einer Depression an, auch eine Antriebslosigkeit gehört dazu. Hast du dir schon mal überlegt dich diesbezüglich beraten zu lassen?

Ich persönlich finde das man das nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.

Die Erfahrung damit habe ich auch schon gemacht. Ich war ständig müde, hatte keine Lust etwas zu unternehmen, hab mich zurück gezogen - mich nur noch in meinem Bett sicher gefühlt. Irgendwann hatte ich das Gefühl das ich in meiner Wohnung versauer und das Leben spurlos an mir vorbei zieht.

Da hab ich es geschafft mein Leben vollkommen neu zu ordnen, indem ich mir Hilfe geholt habe - die ich heute auch noch sehr gerne in Anspruch nehme (ca. 1,5 Jahre insgesamt).

Mir ist bewusst geworden das ich keine Freude an meiner Ausbildung hatte, ich war einsam in einer Großstadt, Single und all die ganzen Dinge. Aber wenn man nur eine einzige Sache ändert - bei mir war es der Job - dann ändert sich alles. Heute hab ich einen freund, zwei Jobs, gute Freunde und so viel Energie wie seit Jahren nicht mehr.

Du musst dich einfach trauen und dein Leben selbst in die Hand nehmen, das rate ich euch anderen auch allen. Weil so werdet ihr nicht glücklich. Meine schweren Zeiten verblassen schon, eure können das auch :)

Antwort
von reginarumbach, 129

man kann versuchen sich selbst zu aktivieren, das geht sehr gut über sport, weil da ne menge endorphine ausgeschüttet werden, das macht stabil und selbstbewusst und man nimmt automatisch mehr am leben teil. man kann begegnungen mit anderen menschen einfach öfter zulassen und sich nicht selbst isolieren, denn das hat eine ungute eigendynamik.

wenn das alles nicht hilft, sollte man womöglich mal einen therapeuten aufsuchen und sehen ob man depressionen oder sonstwas hat, dann kann man das bearbeiten und wieder mehr lebensqualität gewinnen.

Antwort
von MaryYosephiene, 171

mach mal Sport, aber nicht nur so luschi luschi, sondern gehe mal an deine grenzen... power dich richtig aus und teste deine grenzen aus und geh vielleicht auch drüber hinaus... das hilft wirklich sehr oft leuten wie dir... du bist mit deinen gefühlen nicht alleine.... probier den extremsport mal für dich aus und gucke, wie und ob es dir was bringt...

viel glück und erfolg, Mary Yosephiene....:)))))))

Antwort
von RobinsonCruesoe, 94

Kenne ich. Wie wenn man in einem Zug sitzt und man rast durch das Leben und draussen fliegt die Landschaft vorbei; man sitzt drin, irgendwie unberührt, teilnahmslos, interesselos. Obwohl ich nicht kontaktscheu bin, fühlte ich mich getrennt von der Welt. Ein furchtbarer Zustand. Ich war nicht präsent, nicht gegenwärtig. Alles Leben trat nur vermittelt, gefiltert an mich heran.

Ich weiß nicht, ob es Dir hilft, aber ich kam letztendlich durch den Glauben an Gott aus diesem quälenden Zustand. Der Glaube an Gott, die tägliche Hingabe schenkte mir wieder Gegenwärtigkeit. Jetzt ist es gleichsam so, als ob nicht nur ich die Welt (einen Baum, ein Auto, den Wind usw.) anschaue, sondern als ob auch diese Dinge auf mich "zurückschauen". Ich danke Gott jeden Tag, dass er mich zu dieser Gnade geführt hat.

Antwort
von KreativesKind, 102

Hört sich nach Pubertät an. Geht vorbei

Antwort
von cryingmonster, 64

Das Leben zieht nicht an dir vorbei, DU ziehst vom Leben vorbei

Antwort
von nationalskull89, 98

Kannst du dich mit diesem Song identifizieren?

(Lyriks stehen in der Videobeschreibung)

Wenn ja, weiß ich genau wie du dich fühlst. Lg

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