Frage von Neroxxxx, 97

Leben wir verschwenderisch?

Hallo, ich habe folgende Frage: Meine Frau und ich haben derzeit folgende monatliche Einkommenssituation. Mein Gehalt beträgt 4.330€ Netto, meine Frau erhält 708€ Elterngeld + 188 € Kindergeld. Wir haben also ein sehr gutes Haushaltseinkommen. Folgende Ausgaben haben wir: Abtrag Haus und Auto 1650€, Rücklage für unser Haus und das Auto 650€, Telefon + Handys 65€, Diverse Versicherungen 350€, Sky+ Internetdienste 60€, Sparbetrag für unser Kind 40€, Heizung + Strom 150€, Grundsteuer+ Wasser + Müll 97€, Diesel 100€. Unseren Einnahmen von 5226€ stehen also Ausgaben von 3162€ gegenüber. Wir haben also knapp 2000€ jeden Monat zur freien Verfügung um davon Lebensmittel, Klamotten, Freizeitaktivitäten oder weitere Sparbeträge zu bezahlen. Trotzdem kommen wir finanziell auf keinen grünen Zweig. Wir sind zum Monatsende immer deutlich im Minus. Nun zu meiner Frage: wieviel Geld habt Ihr nach Abzug Eurer Fixkosten zur freien Verfügung und kommt Ihr mit diesem Geld klar? Wir müssten eigentlich mit dem Geld mehr als klarkommen, schaffen es aber nicht... Wie schafft ihr das so?

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von brummitga, 53

Ich habe für uns in einer ähnlichen Situation eine Exel-Tabelle als Haushaltsbuch angelegt. Darin werden bei Einnahmen /Ausgaben die Kontostände automatisch berechnet, so dass ich bei jeder Transaktion sofort weiß, wo die Euronen geblieben sind und was zur Verfügung steht.. Und vor allem: nicht alles mit Karte bezahlen und auf "heute kaufen - in einem Jahr bezahlen" verzichten.

Es heißt nicht umsonst: nur Bares ist Wahres.

Antwort
von Kuro48, 35

Ich musste schon auf eine Person runter gerechnet mit 50 - 100 Euro im Monat nach Abzug aller Kosten auskommen. Sprich Kleidung, Pflegeprodukte, Essen, Trinken etc. und habe dies in der Zeit auch geschafft.

Wenn ihr mit 2000 Euro im Monat nicht hinkommt, empfehle ich ein Haushaltsbuch oder einen festen Satz pro Woche...oder am besten beides. Da seht ihr was das Geld verschlingt und begrenzt euch selbst. Ist das Wochenbuget dann alle, habt ihr Pech gehabt.

Mit einem kleinen Kind ist es normal, dass Windeln etc. etwas das Buget angreifen, aber normal sollte man mit 2000 Euro hinkommen.

Denk doch einmal auch darüber schon jetzt nach.

- Gebt ihr viel Geld für Essen aus, also kauft ihr nur teure Marken, gar Feinkost oder bezahlt ständig etwas weil ihr Essen geht?

- Habt ihr kostspielige Hobbys?

- Kauft ihr ständig Kleidung, Kosmetik etc. obwohl es günstigeres tun würde und/oder der Kleiderschrank schon platzt?

- Werden bestimmte Dienste genutzt wie Kosmetiker etc. und dort das Geld gelassen?

- Muss es ständig ein Taxi sein statt dem Bus?

- Kauft ihr spontan Zeug, das am Ende dann doch nicht gebraucht wird?

usw.

Wenn ständig irgendwelche teuren Sachen oder Leistungen beansprucht werden ohne an die sich häufenden Kosten zu denken, ist so ein Defizit kein Wunder. Ein Shoppingtrip mit 2-3 Markenwaen sind gerne schon ein paar Hunderter, ein Friseurbesuch kann auch teuer werden und wenn man viel arbeitet und nichts mitnimmt, lässt man auch so einiges an Geld beim mittaglichen Restaurantbesuch und sei es nur eine Cafeterie. Sagen wir mit Getränk gehen da jeden Tag 10 Euro drauf (weil man es ja eigentlich hat) sind die 10 Euro Mittagessen und Trinken schon bei 20 Arbeitstagen im Monat mal eben 200 Euro. Das muss nicht jedes Mal ein Hunderter sein, wenn man regelmäßig irgendwo 10, 20 oder gar 50 Euro lässt, läppert sich das bis zum Monatsende.


Antwort
von civili, 59

Ich würde bereits am Anfang des monats ca 500€ weglegen. Dann habt ihr noch 1500 Monatlich

Antwort
von Laberdor, 52

Nichts für ungut, aber wie viel fremde Menschen verdienen, geht dich nun wirklich nichts an.

Und ja, ich finde es schon sehr armselig, dass ihr mit eurem Geld immer noch im Minus seid! Dass der Sparbetrag für's Kind weniger hoch ist als Sky ist ebenfalls mehr als peinlich.

Kommentar von Kuro48 ,

Dem stimme ich allerdings zu. Auch wenn man dem Kind nicht alles in den Hintern stecken soll, wenn man so viel Geld zur Verfügung hat, sollte man auch zusehen ein vernünftiges Polster zu schaffen und nicht plötzlich beim Kind anfangen zu sparen.

Kommentar von Laberdor ,

... Selbstverständlich, wobei man bei einem Sparbuch, dass das Kind z. B. für den Fall einer Universitätsausbildung erhalten soll, glaube ich nichts verkehrt machen kann - obwohl es natürlich auch nicht schadet, den Arbeitsmarkt schon in jungen Jahren kennen zu lernen.

Kommentar von Kuro48 ,

Eben deswegen darf es auf dem Sparbuch auch etwas mehr sein und wenn man nur den Ernstfall absichert. So lange man selbst Zugriff hat, kann man ja auch bestimmen wann Geld entnommen wird, so kann immer noch, auch ein Kind reicheren Hauses, sich Geld erarbeiten.

Etwas das ich eh rate.Viel zu viele Kinder aus gutem Hause wissen Geld nicht zu schätzen und sehen dessen Verfügbarkeit als selbstverständlich an und sehen nicht mal ihren Luxus in Ruhe lernen zu können, während andere schon Arbeit und Bildung stämmen müssen.

Ein Extrem, welches mir an unserem Uni System am schlimmsten aufstößt. Dafür können aber weder Eltern noch Kinder etwas.

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