Frage von RheumaBaer, 156

Leben wir in einer Vorkriegszeit? Wird der Frieden,in dem zumindest wir leben,noch zu halten sein?

Überall schrille Töne,machtbesessene Fahnenschwenker mit Pfostenstatus fegen die etablierte,gelähmte politische Klasse zur Seite,die verunsicherten Völker neigen zum Rückzug auf den eigenen,bekannten,engen Horizont.
Geht man die Länder durch,in denen radikalere Kräfte bereits an der Macht sind,gerade in Europa,und überm Teich gewinnt das Trump-Tief an Stärke.. Finden wir einen Weg? Oder ist der nächste große Weltkonflikt so unausweichlich wie die beschworenen "Supervulkane"..? Gibt es hier Zuversichtliche? Oder Bunkerbauer..?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Interesierter, 81

Die Geschichte hat leider gezeigt, dass auch der längste Friede irgendwann vorbei ist. Daher stellt sich hier sicherlich nicht die Frage, ob es irgendwann zum Krieg kommt, sondern vielmehr, wann es soweit sein wird.

Mir fällt gerade hier in Deutschland auf, dass es den Leuten im Grunde gut geht und sie trotzdem unzufrieden sind. Warum, ist mir ein Rätsel.

Ich könnte mir vorstellen, die Menschen sehnen sich nach starken Politikern, die sich durchsetzen. Das mag ein starkes Zeichen sein, aber wehe, wenn zwei von der Sorte aufeinandertreffen.

Die leise Politik, das verhandeln von Standpunkten, das Schliessen von Kompromissen, das leise treten auf diplomatischem Parkett und natürlich auch das Gespräch mit Regierungen, die nicht unseren Vorstellungen von Recht und Moral entsprechen, wird gemeinhin als Schwäche wahrgenommen, wobei doch genau diese Politik äusserst erfolgreich ist und uns über viele Jahrzehnte Frieden und Wohlstand gebracht hat.

Kommentar von RheumaBaer ,

Da kommen wir schon fast ins Philosophieren,hier scheinen sich doch viele nach "Ersatzkriegsschauplätzen" zu sehnen. Da wird die Kurve verteidigt im Stadion,die Strassengegend,wo finde ich Ruhm,Ehr-und sonstige Furcht,schaffe ich das dort,wenn ich anscheinend im Arbeits-,und Gesellschaftlichen Leben keine Chance habe,anerkannt oder wenigstens erkannt zu werden..? Die Sorgen der Wirtschaft-vorbei,die,die nachher noch stehen,brauchen wieder die Grundausstattung,Aufstieg,Blüte und Fall-das Märchen beginnt von neuem..

Kommentar von Interesierter ,

Das Erschreckende daran ist, deine Beobachtung trifft zu. Daraus ist auch zu erklären, warum ein Donald Trump so viele Stimmen hinter sich vereinen konnte.

Daraus lässt sich der Zuspruch zur AFD erklären.

Das römische Imperium zerbröselte auch, als es den Menschen zu wohl wurde. Eine solche Kultur wurde dann über viele Jahrhunderte nicht mehr erreicht.

Offenbar ist es ein Naturgesetz, dass sich eine Gesellschaft, der es gut geht und an nichts mangelt, selbst zerstört.

Kommentar von RheumaBaer ,

Daraus werde ich vielleicht mal eine zweite Frage ableiten.. Stell Dir vor,Klaus Kleber steht sichtlich erschüttert im Studio und sagt:"Meine Damen und Herren,etwas,von dem niemand dachte,daß wir es erleben müssen ,ist jetzt Gewißheit:Soeben hat der Generalsekretär der NATO offiziell den Bündnisfall bekannt gegeben. Meine Damen und Herren,Deutschland und die westliche Welt sind im Krieg mit.."

Was würde man tun? Schutz suchen? Oder zusehen,so bald wie möglich abzutreten?( Könnte mir eine Suizidwelle vorstellen.)

Also.. Unsere Evolution ist noch nicht weit genug.. Suchen wir wirklich schon wieder die Keule..?

Kommentar von Interesierter ,

Man kann nur hoffen, dass sich alle Beteiligten ihrer Verantwortung bewusst sind und es nicht zum Äussersten kommen lassen.

Eines ist klar. Krieg bedeutet Tod, Elend und Armut. Da erstaunt es doch sehr, dass ganze Völker in demokratischen Wahlen Kriegstreiber ins Amt wählen.

Kommentar von RheumaBaer ,

Ich wurde irgendwann richtig ärgerlich,wenn im TV der x-te Veteran sagte,"Wir müssen Zeugnis ablegen,damit das nie mehr.." Wer lernt denn? Jeden Tag Dokus über die Schrecken des Krieges,mich verwirrt diese offensichtliche Ermüdung.. So schlimm kann's doch nicht gewesen sein.. Dann ist wenigstens was los..gibt eh keine Arbeitsplätze.. Vernunft als Auslaufmodell?

Antwort
von OhneRelevanz, 91

Nach dem Krieg ist vor dem Krieg. Und trotzdem leben wir in einem der sichersten Länder der Erde und auch Weltgeschichte, dass was wir hier fürchten ist für andere Menschen längst Realität und Alltag. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Kommentar von RheumaBaer ,

Ich denke,dazu gibt es sehr viel zu sagen. Eben z. B.,ob Krieg mit weltumspannenden Ausmaßen unausweichlich ist,und wir in letzter Zeit einfach Glück hatten..? Man kann natürlich auch sagen,Hey,der Mond haut ab,unser Eisenkern kühlt ab,die Sonne brennt aus und schluckt uns vorher,Justin Bieber wird geklont..

Antwort
von voayager, 37

Derv Frieden wurde doch schon längst in Europa gebrochen. Deutschland zündelte an der Lunte, als es zum Jugoslawienkrieg kam. Dann trat auch bald die Bundeswehr als Friedensbrecher in Aktion, nach 1945 der erste Krieg den Deutschland wiedervführte und das, obwohl uns Jugoslawien resp. Serbien nicht angriff. Dann gibt es ja noch einen Krieg in der Ostukraine, dessen Ende nicht abzusehen ist. Wer wollte angesichts dessen noch vom Frieden sprechen. In Deutschland selbst ist natürlich kein Krieg und das wird vorerst auch so bleiben, was mal später sein könnte, das erklärt uns die Kristallkugel oder der Kaffeesatz.

Antwort
von Cibag, 25

Alles/ vieles scheint möglich, no one knows...

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