Catcat am 31.07.2007 um 20:27 Uhr
Das ist meine frage.
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Man hat oft den Eindruck das es so ist. Unbestritten leben wir in einer Leistungsgesellschaft, wo der Wert eines Menschen nur an seiner Arbeitskraft gemessen wird, das Soziale und die Familie zu kurz kommt. Das ist eigentlich schon das "amerikanische Prinzip": Heuern und Feuern. Verschärft wird das in Deutschland noch durch die "staatlich geförderte" Armut, dank HARTZ IV Es hat auch viel mit dem persönlichen Empfinden zu tun, wie sehr man das an sich heran läßt. Oft hat man aber keine Alternativen.

Ich finde schon das wir selbst eine Menge dazu beitragen können das diese Gesellschaft lebenswert bleibt indem wir bereit sind anderen Menschen richtig zuzuhören, sie ernst zu nehmen. Oftmals habe ich das Gefühl das jeder nur sich selbst als Nabel der Welt betrachtet und dabei überhört,was sein Nachbar zu sagen hat und nur darauf wartet selbst zu reden.
Ausserdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass wenn jemand schlecht gemacht wird sich kaum einer findet, demjenigen beizustehen, eher im Gegenteil es wird dann in die gleiche Kerbe geschlagen. Kann man selbst hier bei GF beobachten.

Da den meisten oft ihre eigene Karriere wichtig ist, ist das meist hinter dem Rücken schon so. Man lächelt die Leute auf einer Geschäftsfeier an, nur weil sie einem nüzte sein könnten. Die Rangniedrigsten werden vll mit den Kollegen fertiggemacht, da man so an "Anerkennung" gewinnt und damit vll eher auf den besser bezaholten Arbeitsplatz in der Firma hoffen kann.
. Aber es gibt auch viele Leute, die lassen sich von dieser Tendenz nicht vereinnahmen:-) Es gibt auch die Guten :-):-):-P

Es scheint ja wirklich so, als ob es nur 2 Sorten von Zeitgenossen gäbe: die einen, die die anderen schikanieren und die anderen, die schikaniert werden/sich schikanieren lassen.
Es liegt an jedem Einzelnen von uns, diese Spielchen zu durchschauen und nicht mitzuspielen.

Ja, weil fast jeder nur noch an seinen eigenen Nutzen denkt, und dafür über Leichen geht. Unser Sozialbewusstsein und unsere Nächstenliebe sind völlig zum Teufel gegängen.
Mit "fast jeder" meinst du vermutlich alle außer dir und ein paar Auserwählten?? Schau mal genau hin, wenn es darauf ankommt, sind doch mehr Menschen hilfsbereit, als man so meinen sollte...

Ich weiss nicht genau, worauf du hinaus willst?
Aber ich sage nein, das ist zum Glück noch nicht so!
Ich denke, dass die Tendenz nicht gut ist, aber es noch genügend Menschen gibt, die "normal" und menschlich denken. Aber je mehr der Druck und die Angst das Erreichte zu verlieren zunimmt, geht es in diese Richtung.
Aber besonders bedenklichh finde ich - besonders bei den gehobenen Bildungschichten - dass man schon in der Schule lernt, dass man zu einem Netzwerk gehören muss. Nach dem Motto: "Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat."
Es soll ja nicht heissen, dass jeder als unsozialer Einzelkämpfer durch die Gegend rennt - aber Netzwerke - so wie heute praktiziert werden - ist das nicht schon der Beginn einer Maffia-Praxis?
In den Korruptionsskandalen kann man die Strukturen dann sehen, soweit überhaupt Interesse besteht alles aufzudecken.
Ganz so negativ kann ich Netzwerke nicht sehen (bin beruflich Einzelkämpferin), aber es kommt wohl darauf an, welche Zielsetzung so ein Netzwerk jeweils hat!