Frage von JGO333, 45

Leben wir in einer Bedarfsgemeinschaft?

Meine Freundin hat ein paar Briefe vom Jobcenter bekommen, wo ihr gesagt wird das sie in einer Bedarfsgemeinschaft leben würde. Nun ist die Wohnsituation folgende, sie musste vor 8 Monaten zu mir ziehen, da sie zuhause nicht mehr bleiben konnte. Ich arbeite und meine Freundin macht gerade ihr FSJ, ich wohne aber noch bei meinen Eltern die beide Rentner sind. Ist das nun eine Bedarfsgemeinschaft?

Vielen Dank für eure Antworten.

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Arbeitslosengeld, 19

Wie alt ist sie denn ?

Mit deinen Eltern kann sie rein rechtlich gesehen keine BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) bilden,dass ginge nur gemeinsam mit dir !

War sie vorher schon mit ihren Eltern im Leistungsbezug bzw.war sie ab dem Zeitpunkt es Auszuges bei den Eltern oder aus einer eigenen Wohnung auf Hilfe durch das Jobcenter angewiesen ?

Denn dann hätte sie vorher zu ihrem ALG - 2  Antrag noch einen auf Kostenübernahme von eigenem Wohnraum / Mietanteil stellen müssen ggf. wenn sie noch unter 25 ist hätte auch die Notwendigkeit des Um / Auszuges geprüft werden müssen.

Es kommt eben bei der Antragstellung auf Genauigkeit an und wenn man sich nicht zu 100 % sicher ist,dann sollte man vor dem Ausfüllen eine kostenlose Beratungsstelle für das ALG - 2 aufsuchen,die gibt es in fast jeder größeren Stadt.

Denn wenn man einmal falsche Angaben gemacht hat,dann ist es meist zu spät,denn wenn man im Antrag einmal angegeben hat eine BG - zu sein,dann wird es schwer dem Jobcenter auf einmal klar zu machen das es nicht mehr so ist.

Und wenn sie zu dir und deinen Eltern gezogen ist,dann wird das mit dem Ausfüllen noch komplizierter,denn dann sind noch zusätzliche Anlagen auszufüllen.

Wenn du zu ihr gezogen wärst und sie Leistungen bezogen hätte,dann hätte sie sich aus dem Internet eine ALG - 2 Veränderungsmitteilung ausgedruckt und darin hätte sie dann nur darauf achten müssen,dass sie nicht ankreuzt das du zu ihrer BG - gehörst,du wärst dann nur eine Person in ihrem Haushalt gewesen.

Dann hätte ihr das Jobcenter die KDU - Warmmiete um 50 % gekürzt und du hättest das ausgleichen müssen,wenn das Jobcenter dann eine Unterhaltsvermutung anstellen würde,dann hätte man dieser schriftlich widersprechen können,könnt ihr zwar jetzt auch noch versuchen,ob es aber etwas bringt bleibt abzuwarten.

Denn spätestens nach 1 Jahr des gemeinsamen Zusammenlebens würde das Jobcenter dann auch hier eine BG - unterstellen und dann dreht sich die Beweispflicht um,dann müsst ihr dem Jobcenter nachweisen das ihr keine BG - seid.

Antwort
von kabatee, 26

Wenn sie ein eigenes Zimmer hat, dann können die Eltern einen untervermitungsvertrag mit ihr machen und eine kleine Miete verlangen,dann ist es keine!

Kommentar von JGO333 ,

Sie zahlt bereits Miete an meine Eltern seit sie hier wohnt. Also dazu einfach noch einen untermietvertrag? Nur wir leben halt zusammen in einem Zimmer da wir eine Beziehung führen, hätten aber noch ein freies Zimmer welches wir als ihres angeben könnten. Meintest du es so?

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