Frage von Starjuice, 373

Leben wir hier nur für die Wirtschaft?

Hallo Leute,

frage sagt ja schon alles, also Leben wir hier nur für die Wirtschaft? In manchen Ländern arbeitet man um zu Leben, den Satz äußerte mal eine Studentin in einer Reportage, welche in Frankreich an einer Uni studierte. Mir ist schon länger bewusst das wir hier in Deutschland nur Leben um zu arbeiten, schon mein Vater meinte immer zu mir das wir hier nur als Steuerzahler geboren werden (er meinte es mit nem Mix aus Ironie und Sarkasmus). Ich sehe viele Dinge deutlich und Klar und mir passt so einiges nicht, man ließt auch immer wieder das viele Deutsche auswandern (ich beneide jene die diese möglichkeit haben) auch wenn das in den Medien natürlich nicht so thematisiert wird. Also was meint ihr?

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 202

Hallo!

Zumindest in Deutschland kommt es auch mir oft so vor, jap.. alles muss nur vernünftig sein, wirtschaftlich, günstig bis billig, logisch zu erklären/begründbar & viele leben auch tatsächlich nur für die Arbeit. Sie beschweren sich, wie mies der Job und die Lebenssituation sind, aber dann stehen sie morgens wieder um sechs Uhr auf und fügen sich, anstatt mal nachzudenken, was man theorethisch verändern könnte... und glaubt mir, wer will findet IMMER Optionen wie einen neuen Job der besser passt :) Aber dafür sind viele zu passiv: Man will lieber dass es so bleibt wie es ist, selbst wenn man genau weiß dass es unbefriedigend und stupide ist!

Anstelle sich mal was außer der Reihe zu gönnen das die Lebensfreude hebt (muss ja nix Teures sein, entgegen dem was viele denken) fliegt man dann eine Woche zum Bestprice Angenpt in den Pauschalurlaub auf Malle oder Lastminute an überfüllte Strände nach Italien um peinliche Facebookfotos zu machen ;) Ehe es hinterher natürlich genauso zermürbend weitergeht.

Ich stamme aus einer jugoslawischen Familie & wir ticken da ganz anders.. wir leben nicht um zu arbeiten --------> wir arbeiten um zu leben :) Klar ist auch bei uns nicht immer alles super perfekt, aber wir nehmen das Leben viel leichter & sehen es weniger verkrampft als die Deutschen.. die Deutschen sind mMn viel zu "organisiert" und "vernunftorientiert", womit sie sich selber stark ausbremsen. Alles muss immer nur vernünftig sein.... man gönnt sich nix & träumt sein Leben ohne seine Träume zu leben weil man selber denkt, man dürfe es nicht oder könne es nicht, weil es ja nicht vernünftig wäre z.B. den gewünschten Audi statt dem kleinen Koreaner mit 7 Jahren Garantie zu kaufen (nur ein Beispiel) oder weil man lieber schon mit 20 sein Leben bis zur Rente vorausplant (sorry, aber ich kenne genügend solcher Leute & finde es echt total abschreckend). 

Wir gönnen uns auch mal was & dadurch sind wir auch fröhlicher, lockerer.. weil wir sehen wofür wir arbeiten. Da ist das ganze Geld nicht angelegt in Verträgen und Fonds, sondern wir sparen zwar auch aber schenken uns auch mal was Schönes. Und wir sind optimistischer --------> z.B. nach dem Wochenende ist vor dem Wochenende & nicht vor fünf stressigen Tagen im Büro ;)

Das "Problem" ist bei der hier beschriebenen Thematik - ohne jmd. angreifen zu wollen - m.E. viel eher die deutsche Mentalität, die sich das Leben von sich aus schwarzmalt & chronisch am Nörgeln ist aber auch andererseits sich Spaß regelrecht verbietet durch das Bestreben, alles müsse vernünftig sein.

Kommentar von AlexChristo ,

Ich bin da ganz deiner Meinung!

Kommentar von devinha35 ,

ich auch

Antwort
von AlexChristo, 124

Frage sagt ja schon alles, also Leben wir hier nur für die Wirtschaft?

Also ich weiß ja nicht, wie es bei dir ist, aber ich Lebe um zu Leben.

Mir ist schon länger bewusst das wir hier in Deutschland nur Leben um zu arbeiten

Ich frage mich, wie du darauf kommst? Gerade in Deutschland hat man sehr viele Möglichkeiten.

Ich sehe viele Dinge deutlich und Klar und mir passt so einiges nicht, man ließt auch immer wieder das viele Deutsche auswandern

Glaubst du denn, denen geht es woanders besser.... naja mal abgesehen vom Klima?

ich beneide jene die diese möglichkeit haben)

Warum beneidest du sie denn? Warum solltest du nicht die Möglichkeit haben?

Also was meint ihr?

Meine persönliche Meinung: Vieles ist Jammerei aber ohne den Willen, etwas zu verändern.

Viel zu oft bekomme ich mit, dass sich jemand über seinen Job beschwert Wenn ich dann Frage, warum suchst du dir nicht einen anderen Job, kommen immer viele neue Gründe, aber unterm Strich geht es nur immer um eins: Angst vor Veränderung und Angst vor etwas Unbekannten.

Dann kenne ich auch noch viel zu viele Menschen (von denen ich mich aber fern halte), die nur sehen, was sie nicht haben und neidisch sind auf andere, die diese Dinge haben. Sie glauben, Dinge haben zu müssen, um dazu zugehören anstatt sich zu überlegen, was sie brauchen, um zufrieden zu sein, was sie brauchen, das ihnen gut tut.

Am schlimmsten ist es, wenn dann Menschen andere Menschen dafür verantwortlich machen, wenn es in ihrem Leben nicht so läuft. Wenn es im Job nicht läuft, ist der Chef oder die Kollegen schuld. Wenn es mit der Partnersuche nicht läuft, sind die potentiellen Partner schuld. Wenn man zu wenig Geld hat, ist der Staat schuld.

Wenn man so eine Einstellung hat, kann das Leben auch nicht besser werden. Wir alle haben unser Leben selbst in der Hand, damit auch unser Glück.

Wenn das Leben nicht so ist, wie du es wünscht, dann tue was dagegen. Überlege, was du brauchst, um zufrieden zu sein.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Eine sehr richtige und vernünftige Antwort. DH!

Antwort
von zippo1970, 40

Tja....was meine ich?

Ich kann dir da nicht recht geben. Natürlich spielt Arbeit eine große Rolle in unserem Leben. Keine Frage. Aber für die Wirtschaft leben? Ich tue das sicher nicht.

Für die Arbeit leben? Natürlich bedeutet für viele Arbeit auch Lebenssinn. Aber ich glaube, dass ist eine Minderheit.

Fakt ist natürlich auch, dass bei vielen, die Reallöhne in den letzten 15 Jahren gesunken sind, und gerade wenn man Familie hat, machen viele noch einen Zweitjob, um über die Runden zu kommen. 

Ich persönlich finde es eine Schande, wenn ein Mensch, mit seiner Hände Arbeit, bei einer 40 Stunden Woche, seine Familie nicht ernähren kann. Aber das ist kein rein deutsches Problem.

Was deine Gedanken über Auswanderer angeht, bist du glaube ich, auf dem "Holzweg". Wer mit dem Gedanken auswandert, er möchte weniger arbeiten, wird oft eine "böse" Überraschung erleben. Denn oft muss man dann im Auswanderungsland, sogar mehr und härter arbeiten, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. 

Ich denke die meisten wandern aus, um sich besser entfalten zu können, oder wegen einem angenehmeren Klima, oder wegen der Mentalität. Wer nur auswandert, um weniger zu arbeiten, wird meistens scheitern, und findet sich dann in Deutschland, auf dem Sozialamt wieder. Da gibt es viele Beispiele, von Gescheiterten.

Nimm mal Spanien. Da verändert sich die Arbeitswelt auch gerade enorm. Nix mehr mit Siesta. Denn man versucht gerade die berühmte Siesta abzuschaffen, weil sie schädlich für die Wirtschaft ist.

Ich will jetzt hier nicht das "Hohelied" unserer Arbeitswelt singen, aber ich denke, wir können uns in Deutschland noch glücklich schätzen. Ich erinnere mich auch noch, als ich ein Kind war, schleppte mein Vater immer zu Gewerkschaftsdemos, und ich trug ein Schild, mit der Aufschrift: "Samstags gehört mein Vati mir"! 

Daran sieht man, dass manches mit der zeit auch besser wird, auch wenn wir die 5 Tage Woche, heute als Selbstverständlichkeit ansehen, wurde sie von Arbeitern und Angestellten (und deren Kindern) erkämpft.

Mein Fazit: Es ist nicht alles Gold was glänzt. Aber so schlecht geht es uns in unserer Arbeitswelt nicht. Natürlich kann man vieles besser machen. Aber manches muss man sich auch gesellschaftlich erkämpfen. Vom "Jammern" und "Schlecht reden", wird nix besser.

LG :-)

Antwort
von Centario, 148

Da wir unsere Lebensbedürfnisse nicht einfach aus die uns umgebende Natur schöpfen können, sind wir gezwungen das über unsere Wirtschaft zu realisieren. Und weil die Bedürfnisse steigen, versuchen wir das über die Steigerung unserer Wirtschaft zu realisieren. Natürlich kommt es da auch (massenhaft) zu Auswüchsen. --- Ist meine schlichte Ansicht dazu

Kommentar von DonkeyDerby ,

Da wir unsere Lebensbedürfnisse nicht einfach aus die uns umgebende Natur schöpfen können

Können wir doch. Es gibt übrigens gar nicht so wenige Gemeinschaften und auch Einzelpersonen, Familien, Paare, die genau so leben. Allerdings ist es ein sehr arbeitsreiches Leben. Wer immer "böse Konsumgesellschaft" schreit, sollte doch einfach mal Konsumverzicht leben. Viele halten das nicht durch, weil sie nicht bereit sind, auf Bequemlichkeit zu verzichten.

Antwort
von PlueschTiger, 16

Hallo Starjuice,

kurz gesagt, JA. Allerdings ist das Problem dabei, das wir faktisch in einem Teufelskreis sitzen, da von der Wirtschaft=Konsum alles Abhängen tut. Konsum verursacht Einnahmen bei Unternehmen, somit Steuern und Löhne für Arbeiter welche wiederum Abgaben Zahlen, Konsumieren und vieles mehr. Würde man das unterbinden oder beeinträchtigen würde das Gesamte System welches eh schon wackelig ist Zusammenbrechen. Jedoch bricht es auch ohne Beeinträchtigungen irgendwann zusammen da es so wie es jetzt ist sich irgendwann Totläuft. Wie bei einem Motor bei den man im ersten Gang immer weiter gas gibt.

Wenn man das ändern wollte müsste man das Gesamte Wirtschaftssystem verändern und Gesetze anpassen.

Ich gehe davon aus das viele andere Länder, bei der Sichtweise der Bürger, ähnlich sind. Der Grund warum manche es anders nennen, als in Deutschland, ist wohl nur die Mentalität und Sichtweise.

Gruß Plüsch tiger

Antwort
von zahlenguide, 55

Das kommt wohl darauf an, welche Perspektive Du einnimmst:

Wenn Du die Perspektive einer Privatperson annimmst, mag es sein, dass Geld eine zentrale Rolle spielt, aber oft stehen dahinter Träume wie z.B. eine eigene Familie zu haben und Ihnen einen guten Lebensstandard zu finanzieren oder auch persönliche Träume umzusetzen.

Dann gibt es die Perspektive von Geschäftsleuten, die auch gerne Geld hätten, viel Geld, aber oft stehen bei Ihnen Wünsche im Vordergrund wie z.B. endlich Anerkennung für eine gute Arbeit zu bekommen und in Höhen aufzusteigen, die andere nicht mal anstreben und dabei den Lebensstandard ebenfalls zu steigern. Ist also wie bei Sportlern, die für eine besondere sportliche Leistung trainieren - für Anerkennung und die Aussicht auf den Hauptgewinn.

Objektiv streben wir Menschen nach Sicherheit und Glück. Wenn wir intelligent genug wären ohne Geld Sicherheit und Glück zu haben, würden wir sicherlich den Weg gehen, aber bisher hat sich herausgestellt, dass der Mensch immer nach eine Art Geld strebt um seine Sicherheit und sein Glück zu garantieren oder eben das der eigenen Familie.

Geld ist weder gut noch böse, darüber entscheiden die Wege wie wir es einsetzen werden.

Antwort
von greenhorn7890, 83

Ja stimmt, wir Leben tatsächlich für die Wirtschaft. Aber das ist es nun mal was ein Funktionierender Staat haben muss. Ohne unsere gute Wirtschaft wäre Deutschland nicht so wie es jetzt ist. Unsere Infrastruktur gehört zu den besten überhaupt und das ist kein Zufall. Natürlich finde ich es nicht gut, wenn man sein Leben lang nur auf die Arbeit fokussiert ist, aber man sollte auch mal die positiven Seiten betrachten.

Es gibt Länder, in denen die Menschen mehr und härter arbeiten. Um diese Länder steht es aber oftmals schlechter als um Deutschland, da diese Menschen steuern zahlen und mit ganz viel Pech nichts davon beim Bürger ankommt. Es gibt Länder in denen Steuergelder nicht in den Straßenbau investiert werden, sondern in den Taschen korrupter Politiker landen.

In Deutschland lebst du tatsächlich für die Arbeit, aber du arbeitest unter Bedingungen von denen andere Menschen träumen und diese Bedingungen werden immer besser, da wie Gewerkschaften haben, die sich für den Arbeiter einsetzten. In vielen asiatischen Ländern ist das für die Arbeiter -in bspw. der Textilindustrie- pure Utopie. 

Wir sollten unser Leben zwar kritisch Hinterfragen, aber nicht direkt alles schlecht reden. Es hätte uns auch schlechter erwischen können.

Antwort
von xxtesaxx, 97

Du bist der Unternehmer deines Lebens und hast die volle Freiheit selbst zu entscheiden was du willst. 

Du hast Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, aufs Klo gehen, nicht erfrieren etc. Diese sind mittlerweile komplett abgedeckt, auch wenn du überhaupt nicht arbeiten gehen willst.

Willst du mehr als deine Grundbedürfnisse erfüllen hast du zwei Möglichkeiten. Du tauschst deine Lebenszeit aktiv als Angestellter gegen Geld oder du wirst Unternehmer und verdienst auf anderen Wegen Geld (in diesem Fall ist deine Lebenszeit nicht proportional an dein Gehalt gekoppelt sondern kann stets variieren). 

Ich glaube nicht, dass wir für die Wirtschaft leben. Die Wirtschaft existiert weil wir leben. 

Antwort
von berkersheim, 74

Jain. Das ist im Prinzip eine einseitige Betrachtung einer grundsätzlichen Tatsache: Wirtschaft bedeutet nichts anderes als die gesellschaftliche Organisation des Überlebens durch Produktion knapper Güter. Wir nennen unsere Art, als Gemeinschaft von 80 Millionen Menschen möglichst gut zu leben, wirtschaften. Dabei bildet sich eine gemeinschaftliche Art heraus, wie man sich dazu organisiert und das ist den einen zu wenig, den anderen zu viel. Allerdings ist es eine Übertreibung, das ganze als Zwangsjacke zu sehen. Ich kenne genügend Leute, die sich nicht der Sucht nach immer Mehr, immer neuer, immer schneller und immer billiger und immer protz unterwerfen sondern einen sehr eigenen Lebensstil entwickeln und durchhalten, auch wenn der eine oder andere irritiert schaut.

Jeder muss selbst entscheiden, ob er seine Seele für einen bedingungslosen wirtschaftlichen Aufstieg verkauft. Das ist in allen Gesellschaften so, nicht nur bei uns. Schau Dir mal die Forbes-Liste der Superreichen an. Kaum Deutsche. Letztlich hindert einen natürlich keiner am Auswandern. Warum nicht. Dann muss man allerdings auch die gesamten gesellschaftlichen Verhältnisse in Frankreich oder Brasilien in Kauf nehmen! Die Frankophilen haben gut reden, solange der Schlendrian in Frankreich mit deutschen Milliarden gestützt wird. Wäre unsere Regierung nicht so vernarrt auf Europa, wäre der ganze Süden das, was er tatsächlich ist, ein schlecht organisiertes Armenhaus. Das heißt nicht, dass es da dann keine Reichen gäbe! Aber es gäbe viel mehr Arme, und wehe, Du gehörtest daszu.

Antwort
von archibaldesel, 45

Die Entscheidung, welche Priorität die Arbeit im Leben hat, muss jeder für sich selbst fällen. Niemand verbietet dir, dich mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten, den Großteil deiner Zeit aber beispielsweise am Strand zu verbringen. Wer jedoch den Wunsch verspürt, Vorstandsvorsitzender eines DAX-Konzerns zu werden, wird auf dem Wege dorthin viel Arbeit investieren müssen.

Ich empfinde das nicht als Manko, wie du es beschreibst, sondern als große Freiheit, meine Zukunft selbst gestalten zu können. Ich fälle die Entscheidung und ich trage die Konsequenzen. Das ist doch Freiheit im klassischen Sinne.

Antwort
von GluecklicheKuh, 116

Man suggeriert dem Menschen Freiheit und Konsum, aber im Grunde geht es nur um die Wirtschaft ( Profit ) und ihrem Wachstum.

Sehen sie ihren Wachstum bedroht, muss der Mensch wieder mehr ranklotzen bzw Kürzungen in seinem Leben hinnehmen, aber das macht er ja anscheinend gerne, da es ihm ja in seinem Käfig und in seinem Laufrad gutgeht.

Der Mensch hat schon vergessen Mensch zu sein. Er ist nur noch ein austauschbares Zahnrad im System.

Die ganze Drücke und Zwänge ( Leistungsdruck / Konkurrenz ) in Form von Stress und Minderwertigkeitskomplexen ignoriert er bzw betäubt er sie mit Drogen.

Kommentar von AlexChristo ,

Der Mensch hat schon vergessen Mensch zu sein. Er ist nur noch ein austauschbares Zahnrad im System

Na, schließ nicht von dir auf andere.

.

Antwort
von soissesPDF, 55

Ja, dem ist so.
Zum einen haben wir eine wirtschaftshörige Politik, zum anderen sind die Deutschen obrigskeitsgläubig.

Zum auswandern brauchts nicht wirklich viel.
Auf Sri Lanka reichen 300€ um für 6 Monate wie ein König zu leben, auf den
Philipinen kommst mit 30€/Monat schon sehr gut aus.
Aber dafür brauchst Du eine Quelle des Geldes, dann geht sich das schon aus.

In Frankreich kämpfen die Gewerkschaften für die 32 Stunden Woche, in Schweden wird gerade der 6 Stunden-Arbeitstag gestestet.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Weder ist Sri Lanka so billig, noch bekommt man so leicht ein Langzeitvisum für diesen Staat: http://www.reiselexikon.de/gebiet-a-z/asien/sri-lanka/auswandern-sri-lanka.html

Auf den Philippinen reichen 30 Euro im Monat auch nicht, man munkelt von 500 Euros. Ein Dauervisum bekommen Rentner mit sattem Festgelddepot! Sonst heißt es immer wieder Visa erneuern mit Ein- und Ausreise. Das geht ins Geld...

Antwort
von Etter, 24

Es steht dir absolut frei Eigenversorger zu werden ;)

Ebenfalls steht es dir frei auszuwandern.

Du wirst aber vmtl. merken, dass zumindest ersteres aufeinmal Aufwand und Verzicht bedeuten könnte/würde.

Das Geweine kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen, stehen einem doch schon ziemlich viele mögliche Türen offen.

Antwort
von Diodeicieli, 83

Ich habe auch oft den Eindruck, dass die Deutschen lieber 45 Jahre am Stück durcharbeiten, als sich Abends im Restaurant mal was zu gönnen. Ich kenne alte Männer, die schon seit 20 Jahren in Rente sind, mehrere Immobilien besitzen und trotzdem lieber Zuhause im Büro sitzen, anstatt mir ihrer Frau unterwegs zu sein, obwohl beide topfit sind.

Es scheint halt in Deutschland viel mehr dieser "Arbeitstiere" zu geben, die einfach nicht ohne Arbeit können. Ob das an der deutschen Geschichte liegt, oder einfach in der deutschen Mentalität kann ich nicht sagen.

Ein gutes, regelmäßiges Einkommen und eine hohe Lebensqualität schließen sich hier in Europa nicht aus. Wir sind nicht in Singapur, wo die Menschen teilweise 12 Stunden am Tag, 6-7 Tage die Woche arbeiten.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Andererseits: Wenn jemand die Arbeit halt erfüllender findet als die Freizeitgestaltung, sollte man ihn ruhig lassen. Jeder darf ja die Prioritäten dort setzen, wo er möchte. Ich persönlich verzichte schon jahrelang auf Ferienreisen und teure Klamotten, mache mir dafür aber den Alltag bunt. Alles Geschmackssache.

Kommentar von Diodeicieli ,

Natürlich ist das alles Geschmackssache. Was mir allerdings aufgefallen ist, vor allem in Deutschland:
Diejenigen, die sich selbst nichts gönnen, aus welchen Gründen auch immer, sind meistens die größten Neider.

"Wie kann der Herr Müller sich nur wieder ein neues Auto leisten?"

"Was, fahren die Nachbarn etwa schon wieder in den Urlaub?"

Vielleicht wissen viele auch garnichts mit dem vielen Geld anzufangen? ;-)

Kommentar von DonkeyDerby ,

Was ich nicht mag, sind die Leute mit den neuen Autos und dem Urlaub, die mir dann vorjammern, dass sie kein Geld haben... Und die mich dann darum beneiden, dass ich soviel Zeit für meine Tiere habe...

Antwort
von DODOsBACK, 102

Manche leben, um zu arbeiten, andere, um zu jammern.

Keiner verbietet dir, HartzIV zu beantragen und die Beine hochzulegen.

Und keiner verbietet dir auszuwandern. Wenn du nicht genug kannst, um dich in einem anderen Land allein durchzuschlagen, liegt das übrigens an dir und nicht "am Staat"...

Kommentar von Etter ,

Wenn dann bitte doch auch konsequent sein.

Kein Hartz IV und stattdessen Eigenversorger werden.

Antwort
von Christel5, 15

Möglicherweise bist Du in einem Alter, wo Dich Aussagen verwirren und Du was nachsagst, was andere Dir erzählen.

Was aber auch nicht von Deiner Meinung her unbedingt falsch sein muss.

Wäre schön, wenn Du das interessante Thema mit besserer Rechtschreibung und mehr eigen erlebten Sachverhalten  beschreibst. Sonst denkt man an einen Teenie, der von Eltern und Ausbildungsstress genervt ist. Parolen plaudert.

Antwort
von silazio, 124

Ohne Wirtschaft wäre kein Leben so wie wir es kennen, daher kann man dem schon zustimmen.

Antwort
von Juergen2931, 5

Die meisten leben hier wirklich nur, um zu arbeiten. Das muss aber nicht unbedingt schlecht sein, aber es ist halt extrem wichtig, dass man etwas macht, das einem wirklich Spaß macht. Habe mal längere Zeit in Spanien gelebt. IN Deutschland ist die Lebensqualität das denke ich deutlich höher.

Antwort
von Sparifankerl, 96

Warum sollte man hier lang um den heißen Brei reden?!

"Ja!"

Kommentar von AlexChristo ,

"Nein".

Antwort
von oelbart, 77

Tja...das erzähl mal den lieben Kindern, die in Bangladesh in 18-Stunden-Schichten unsere Schuhe zusammennähen...stimmt schon, wir in Deutschland haben es am allerschlimmstesten auf der ganzen Welt!

So. Ich geh jetzt in die Wirtschaft (Bayrisch). Dafür leb I!

Kommentar von GluecklicheKuh ,

du musst es global sehen ! Die Kinder müssen für uns Deutsche / Europäer ( Wirtschaft ) arbeiten ! Das hat nichts mehr mit Menschsein zu tun...es geht nur um Profite der Wirtschaft ! Auf beiden seiten steht der ausgenutzte Mensch, die des Herstellens ( billig herstellen ) und des Verkaufes ( animiert noch viel mehr zu kaufen = wegwerfgesellschaft ). Die wirtschaft profitiert überall.

Kommentar von oelbart ,

Und wer ist "Die Wirtschaft"?

Die Tatsache, dass wir beide uns hier unterhalten können (also über  - Strom
- ein Dach über dem Kopf 
-ein internetfähiges Gerät
- Zugang zum Internet
- die Fähigkeit, zu lesen und zu schreiben
- sowie die Zeit, sich solche Gedanken zu machen
verfügen), spricht doch arg dafür, dass WIR ebenfalls ziemlich dolle davon profitieren, wie es momentan läuft.

Antwort
von dereinedude, 97

Du arbeitest um zu überleben.
Leben hat keinen sinn neben dem leben an sich, und um zu überleben muss man arbeiten, war schon immer so.

Antwort
von DrillbitTaylor, 103

Ja - manche brauchen ein (Arbeits-)leben lang, um das zu erkennen...

Antwort
von CamelWolf, 41

Jammern auf hohem Niveau scheint sich bei uns in Deutschland zum Volkssport zu entwickeln. Geh mal nach Griechenland, da sitzen noch mehr solche Lebenskünstler und warten auf die nächste Tranche der ach so lust- und lebensfeindlichen Deutschen (die nur leben um zu arbeiten....).

Antwort
von MancheAntwort, 61

... du liest, dass Deutsche auswandern und beneidest diese..... tja,

dann solltest du auch lesen, wie viele von denen wieder zurückkommen,

weil sie im Ausland gescheitert sind.... ( oder krank wurden )

dieser Mist wie "Goodbye Deutschland" ist gefakt !  Das sind zum großen

Teil "NICHTSKÖNNER", gescheiterte Existenten und "Sozialfälle", die hier

in D schon nichts auf die Reihe bekommen und im Ausland untergehen,

weil es in den wenigsten Ländern ein solches soziales Netz vorherrscht, wie

hier.... und das muss natürlich bezahlt werden..... von uns ALLEN !

Kommentar von GluecklicheKuh ,

Solche Gescheiten bzw Statisten haste in jeder RealitySoap.

Wie du schon schreibst, gibt es viele Blauäugige, die auf den Mund fliegen. tja und die lassen sich von Vox dabei filmen :)

Aber es gibt auch ne Menge erfolgreiche Auswanderer, aber die würden sich nicht dabei filmen lassen, sondern sie leben nun ihr Leben wie sie es wollen und nicht sollen.

Kommentar von MancheAntwort ,

ich will damit ja auch nur sagen, dass man nicht zu "blauäugig"

sein sollte, nur weil das deutsche Fernsehen es so suggeriert..

Kommentar von DonkeyDerby ,

Ich bin vor dreißig Jahren aus Deutschland ausgewandert und vor sechzehn Jahren wieder nach Deutschland gekommen, weil ich einen Deutschen geheiratet habe. Ich habe im Ausland ganz normal gelebt und gearbeitet, allerdings mit finanziellen Sicherheiten. Sonst hätte ich den Start dort nicht hinbekommen, es dauert immer eine Weile, bis man ankommt und Kontakte geknüpft hat. Gut, unter dem deutschen Winter leide ich nun, ansonsten unterscheidet sich mein Leben nicht so sehr von dem, das ich im Ausland hatte und umgekehrt. Trotzdem kann ich einen Auslandsaufenthalt längerer Dauer eigentlich jedem empfehlen, einfach weil sich die Sichtweise ändert. Als Ausländer muss man sich enorm anpassen und man verlernt rasch das Jammern und Meckern und die Anspruchshaltung (wenn man sie je hatte). Das täte so manchem deutschen Inländer gut...

Antwort
von lindgren, 47

Das ist schon so. Wir sind alle durchnumeriert und haben unseren Beitrag an die Gesellschaft (Wirtschaft) zu geben. Menschen werden mittlerweile zu Kostenfaktoren, wenn sie krank, alt oder eine Behinderung haben.



Kommentar von DonkeyDerby ,

Menschen werden mittlerweile zu Kostenfaktoren, wenn sie krank, alt oder eine Behinderung haben.

Das waren sie schon immer. Das ist der Sinn einer Solidargemeinschaft, dass die, die stark sind, die Schwachen mit durchbringen. Wenn Du das nicht mehr willst, musst Du die Schwachen umbringen.

Kommentar von lindgren ,

Dass ist mittlerweile schon gar nicht mehr so selbstverständlich, dass die Solidargemeinschaft für die Schwachen einsteht. Im Gegenteil. Angeblich fehlen den Krankenkassen das Geld, die Altenheime kosten viel und wenn man krank ist, dann kann es sein, dass du ein dringend benötigest Medikament nicht bekommst, weil es zu teuer ist. Kranke oder schwerbehinderte Menschen haben kein Recht auf Sparen, denn alles wird ihnen abgenommen, weil sie Hilfe benötigen (Assistenz oder andere Hilfen). Sie dürfen nur 2600 Euro behalten. Der Rest wird alles angerechnet. So werden diese Menschen doppelt bestraft. Befasse dich bitte mal mit dem Bundesteilhabegesetz. Dieses sollte lt. der UN-Konvention seit Jahren in Deutschland eingeführt werden, bis heute hat sich nichts getan. Im Gegenteil. Lies dich mal ein.

Kommentar von AlexChristo ,

die Altenheime kosten viel

Was ist das für eine Argumentation?

wenn man krank ist, dann kann es sein, dass du ein dringend benötigest Medikament nicht bekommst, weil es zu teuer ist.

Das ist definitiv falsch. Gutes Beispiel: Blutermedikamente. Die sind mal so richtig teuer, können aber einfach so verordnet werden.

Kommentar von lindgren ,

Ich merke schon, du kapierst nichts. Leb weiter in deiner schönen heilen Traumwelt.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Angeblich fehlen den Krankenkassen das Geld

Falsch, sie erzielten im vergangenen Jahr sogar Überschüsse. http://www.bmg.bund.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2015-4/gkv-e...

Was allerdings wirklich nicht zu verstehen ist, ist die Tatsache, dass die Sehrgutverdiener dank der Beitragsbemessungsgrenze nur verhältnismäßig wenig in die sozialen Absicherungstöpfe einzahlen. Wenn das mal geändert würde, wäre schon viel erreicht.

Kommentar von Etter ,

"Falsch, sie erzielten im vergangenen Jahr sogar Überschüsse."

http://tk-aktuell.tk.de/tk-aktuell-3-2013/der-tk-scheck-kommt-ins-haus/

Hach war das schön. Ausnahmsweise mal Freude über n Brief in der Post ^^.

Antwort
von Sansibar007, 3

Ja, allerdings!

Antwort
von Mr0programm, 81

Gut erkannt wir leben um dem Wissen zu dienen du wirst geboren du musst arbeiten, du konsumierst und dann stirbst du.
Abgelenkt werden wir vom Fernsehen und Problemen dei eigentlich keine sind

Falls du noch Fragen hast schreibt einfach per Pm LG.

Kommentar von Starjuice ,

Das tue ich gerne, aber muss jetzt gleich schon Los, für die Wirtschaft^^

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