Frage von isaabeaar, 148

Leben Teilzeitchristen den glauben noch?

Hallo Community, ich bin mitten in der Recherche für meine Präsentationsprüfung in Religion (katholisch) und finde irgenwie nicht wirklich das, wonach ich suche. Mein Thema ist 'Teilzeitchristen- Leben sie den glauben noch?' und ich wollte in meiner Präsentation darauf hinaus, dass sie durchaus noch glauben, denn nur, weil sie nur ein paar Mal im Jahr (zu Ostern/Weihnachten/...) in die Kirche gehen, heißt es nicht, dass sie sich komplett von den christlichen ich nenne sie mal Eigenschaften entfernt haben. Sie können doch immernoch gute Menschen sein, die ihren Nächsten lieben, sich in Güte, Treue und Selbstbeherrschung üben, OBWOHL sie nicht regelmäßig die Kirche besuchen und leben den christlichen Glauben dadurch immernoch?

Der Begriff der Teilzeitchristen wurde von Papst Franziskus geprägt und da dieser Jesuit ist, dachte ich, dass ich mich darauf beziehen kann, dass sie als Jesuiten auch in Wanderung und nach dem Vorbild Jesu leben und Seelsorge leisten, ohne in Gemeinschaften und Chorgebeten ihren Glauben auszuleben? Ich würde mich über schnelle Antworten freuen und hoffe, dass mir jemand den Denkanstoß gebe kann, der mir irgendwie fehlt.

Liebe Grüße, Isa.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von FreakNimrod, 66

Einige Denkanstöße:

  • Kläre unbedingt deine Definition von "Christ"! Was bedeutet es, Christ zu sein? Wenn ein Christ nur ein Mensch ist, der sich gut und anständig verhält, dann ist das Wort "Christ" nur noch eine Höflichkeitsformel. Dann wäre ein Christ, der einmal einen Fehler macht, möglicherweise plötzlich kein Christ mehr? Die ersten Christen wurden so genannt, weil sie als Nachfolger von Jesus Christus wahrgenommen wurden. Diese Nachfolge bedeutet: An den Tod und die Auferstehung von Jesus Christus, Gottes Sohn, zu glauben und die Konsequenzen davon persönlich in Anspruch zu nehmen (Sündenvergebung, Freiheit vom alttestamentlichen Gesetz...).
  • Überlege genau, was du mit "den Glauben leben" meinst! Was bedeutet Glaube (Siehe Bibel: Hebräerbrief Kapitel 11). Und auf welche Arten kann Glaube im Leben sichtbar werden? Nützlich zum Verständnis von "Glauben" ist es, wenn als Synonym das Wort "Vertrauen" nutzt. Im biblischen Urtext hat das Wort nämlich auch diese Bedeutung.
  • Als praktische Anregung: Du kannst dich natürlich mit dem Phänomen "Teilzeitchristen" beschäftigen. Dabei könntest du ja auch versuchen zu klären, ob diese Begriff überhaupt gerechtfertigt ist, also: Kann man "nur manchmal Christ sein"?

Ich hoffe, das hilft dir ein wenig weiter.

Kommentar von isaabeaar ,

Ja, vielen Dank für die Antwort!


Antwort
von Rowal, 27

Basis für das Christentum sind die echten Paulusbriefe also der Römerbrief, die 2 Korinther-Briefe, Galaterbrief, 1. Thessalonikerbrief und zusätzlich  Philipper-Brief, Kolosser-Brief und evt Epheser-Brief.

Hier wird die christliche Theologie sowohl in Theorie wie Praxis (es handelt sich um echte Briefe und konkrete Verhaltens-Vorschläge) entwickelt. Die theologische Prämisse (die allerdings wohl-fundiert ist) ist die Auferstehung von Jesus Christus.

Jede praktisch relevante Theologie beruht auf einer Offenbarung, da alle Ansätze eine natürliche Theologie zu entwickeln gescheitert sind.

Dies wiederum bedeutet, dass alles weitere - Verhaltenscodex, Lebensentwurf, usw. - ohne die Auferstehung (oder Auferweckung, wie Paulus es ausdrückt) - völlig in der Luft hängt. Das betont auch Paulus, siehe z.B. 1. Korintherbrief 15,12-19.

Nach Statista http://de.statista.com/statistik/daten/studie/183768/umfrage/glaube-an-die-aufer...
glauben 34% der Deutschen an die Auferstehung Christi. Da ungefähr die doppelte Prozentzahl in Kirchen organisiert sind, bedeutet dies, dass ungefähr 50% der Kirchenmitglieder keine Christen im eigentlichen Sinne sind. Diese treten nur aus nebensächlichen Gründen nicht aus, z.B. um dem Ritulisierungsbedürfnis Rechnung zu tragen, etwa bei Geburt, Heirat, Tod , Initiationsriten  (Kommunion, Firmung), oder um die kulturelle Identität zu wahren, oder um sich ein caritatives Image zu wahren, oder sonst was.

Das wiederum bedeutet, dass mindestens 50% den Glauben nicht mehr leben. Wieviel von den anderen 50%, die an die Auferstehung Christi glauben, den Glauben tatsächlich leben, ist eine offene Frage - jedenfalls kenne ich keine Untersuchung hierüber.

Daraus kann man schon erkennen, dass die Kirche in einer misslichen Lage ist, die sie aber offenbar selbst nicht wahrnehmen will. Die Bischöfe genießen ihre komfortable B-Besoldung (höchste Besoldungsgruppe für Beamte) und solange die nicht gefährdet ist, ist für sie alles in Ordnung.

Das sind jetzt die reinen Fakten bzw. Folgerungen hieraus. Auf eine Bewertung oder Meinungs-Äußerung verzichte ich hier, das war ja auch nicht gefragt.

Kommentar von helmutwk ,

Basis für das Christentum sind die echten Paulusbriefe also der Römerbrief, die 2 Korinther-Briefe, Galaterbrief, 1. Thessalonikerbrief und zusätzlich  Philipper-Brief, Kolosser-Brief und evt Epheser-Brief.

Theologen haben zuweilen die Tendenz, hyperkritisch Dinge anzuzweifeln, die kein Fachmann in seinem (entsprechenden) Fachgebiet anzweifeln würde.

Stilkritisch (also letztlich statistisch) gesehen gibt es keinen Grund, den Epheserbrief und den 2.Thessalonicherbrief als unecht einzustufen. Ob die Pastoralbriefe von Paulus stammen oder nicht, ist auch umstritten (allerdings weniger in der deutschen Universitätstheologie).

Außerdem hast du die Evangelien als Grundlage der christlichen Glaubens vergessen, sowie das AT (das allerdings vom NT her gedeutet werden muss).

Kommentar von Rowal ,

Da stimme ich zu.

Antwort
von Nadelwald75, 15

Hallo isaabeaa,

......Sie können doch immer noch gute Menschen sein, die ihren Nächsten lieben, sich in Güte, Treue und Selbstbeherrschung üben, ....

Das kann für jeden zutreffen, für Muslime, Atheisten, Buddhisten .... Das ist kein Kriterium für Christen. Beim Teilzeitchristen fehlt aber ach deiner Beschreibung, wie der Pastoraltgheologe Zulehner es nenne könnte, : .... gemeinsam seine Berufung feiern .....

Die Formulierung, seinen Glauben "auszuleben", ist etwas korrekturbedürftig.

Wort des Tages: "Ich geh nicht mehr in die Kirche. Jesdesmal, wenn ich gehe: immer nur Weihnachtslieder!"

Antwort
von NorwinSchneider, 61

Ich denke nicht das Christen, vor allem Katoliken, die höchstens 2 mal im Jahr in die Gemeinde gehen den glauben noch Leben. Wer den Christlichen glauben noch lebt tut alles so wie es in der Bibel geschrieben steht und selbst das ist in den heutigen Katholischen Kirchen oft nicht der Fall da es einfach zu viele Traditionen gibt die es so nicht in der Bibel gibt. Geistesgaben oder ähnliches werden auch ausgeschlossen obwohl sie klar in der Bibel beschrieben stehen.

Im großen und ganzen kann man nicht sagen das es für einen Christen pflicht ist die Gemeinde zu besuchen aber man merkt schon deutlich den Unterschied zwischen Christen die ihren glauben privat in ihren eigenen Wänden praktizieren und denen die in einer Gemeinde dienen.

Jesus hat uns aufgetragen Menschen das Evangelium weiter zu verkünden aber das tun die wenigsten "Christen".

Kommentar von Mignon4 ,

Jesus hat uns aufgetragen Menschen das Evangelium weiter zu verkünden aber das tun die wenigsten "Christen

Christen müssen und sollten niemanden mssionieren. Du möchtest von anderen Religionen auch nicht missioniert werden. Das ist auch insofern überflüssig, als dass es gleichgültig ist, welcher Religion man angehört und ob Gott "Gott" oder "Allah" oder "Buddha" oder sonstwie heißt.

Kommentar von NorwinSchneider ,

Wir reden hier über Christen oder? Was macht ein Christ? Er glaubt an Jesus und die Bibel!

Und in der Bibel wurde jedem Christ ein einziger großer Auftrag gegeben: Menschen zu fischen und zu missionieren!

Aber wer nicht an Gott glaubt versteht das nicht uns sieht das als lästig an, was ich verstehen kann.

Kommentar von Mignon4 ,

Nein, das eine hat mit dem anderen nichts, aber auch gar nichts zu tun. Wie reagierst du, wenn dich jemand einer anderen Religion "fischen und missionieren" will? Du wirst es nicht mögen und gleichermaßen mögen es Gläubige einer anderen Glaubensrichtung auch nicht, wenn du das bei ihnen versuchst.

Du mußt begreifen, dass jeder Weg zu Gott gleichermaßen richtig ist. Keine Religion ist besser oder schlecher als eine andere. Es ist vollkommen gleichgültig, ob du zu Gott, Allah oder Buddha betest.

Kommentar von NorwinSchneider ,

Im Eneffekt ist es nicht gleichgültig da Buddha und Allah keine Götter sind. Der einzige Gott (Jahweh) will eben von mir das ich Missioniere und deswegen tuhe ich dass. Ich will aber nicht das andere sich belästigt fühlen und deswegen lasse ich es auch bei Leuten die da keine Lust drauf haben. 

Kommentar von FreakNimrod ,

Natürlich sollten Christen missionieren. Schließlich hat Jesus Christus selbst den Auftrag dazu gegeben. Wer also Christ ist, kann diesen Auftrag nur schwer ablehnen.

Kommentar von NorwinSchneider ,

Genau und wer den Auftrag ablehnt ist kein Christ.

Kommentar von Whitekliffs ,

Was ist missionieren? Kommt von 'mission' = Sendung. Gesandt um die frohe Botschaft von Rettung, Erlösung, Vergebung durch Jesus Christus weiter zu sagen.

Kommentar von NorwinSchneider ,

Ja genau, praktisch anderen menschen zu erzählen wie gut Gott ist. Es gibt zu viele Christen die lieber schweigen anstatt sich zu trauen um das Zeugnis zu geben.

Kommentar von Netie ,

Deswegen kann man nicht gleich behaupten, dass sie Ungläubige sind. Es gibt auch "schwache" Gläubige.

Kommentar von NorwinSchneider ,

Lässt Gott schwachgläubige einfach so in sein Reich passieren? Schwachgläubige sind wie es in der Bibel beschrieben steht "Lauwarm" und wer die Bibelstelle kennt weiß was Gott mit jenen macht.

Kommentar von helmutwk ,

Es gibt auch "schwache" Gläubige.

Gott weiß, wer schwach ist und wer nicht. Es mag Schwache geben, von denen Gott nicht mehr erwartet als dass sie Rede und Antwort stehen können, wenn sie über ihren Glauben befragt werden.

Nur bezweifle ich, dass die Masse der kirchlichen Karteileichen zu dieser Gruppe gehören. Jesus hat selber gesagt:

38 Die Menschen dieser schuldbeladenen Generation wollen von Gott nichts wissen. Wenn jemand nicht den Mut hat, sich vor ihnen zu mir und meiner Botschaft zu bekennen, dann wird auch der Menschensohn keinen Mut haben, sich zu ihm zu bekennen, wenn er in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln kommt!«

Kommentar von Bodesurry ,

Wer glaubt, dass Jesus Christus für unsere Sünde am Kreuz gestorben ist, der müsste als Christ die rettende Botschaft weitergeben. Denn, auch wenn es absolut nicht zeitgemäß klingt, wer dem Ruf von Jesus nicht folgt, dem droht nach dem Tod die ewige Trennung von Gott. 

Aus dieser Sicht spielt es sehr wohl eine Rolle, ob man z. B. Allah oder Buddha folgt. Denn für Muslime kann der Gott der Christen nicht Allah sein, wenn er einen Sohn hat. Und für gläubige Christen ist ihr Glaube ohne die Auferstehung von Jesus ein nutzloser Glaube. 

Kommentar von helmutwk ,

Christen müssen und sollten niemanden mssionieren.

Noch nie was vom "Missionsbefehl" Jesu gehört? Wer den Glauben nicht weitersagt, der muss sich fragen lassen, ob er noch den Glauben lebt. genauso wie jemand, dem die Gemeinschaft mit anderen Christen (Gottesdienst, Bibelkreis etc.) unwichtig ist.

Du möchtest von anderen Religionen auch nicht missioniert werden.

Nun, aber ich kann den anderen nicht verbieten, für ihren Glauben zu werben. Das ist schließlich ein Menschenrecht.

Das ist auch insofern überflüssig, als dass es gleichgültig ist, welcher Religion man angehört und ob Gott "Gott" oder "Allah" oder "Buddha" oder sonstwie heißt.

Das hört sich nach einer hinduistischen Überzeugung an, die natürlich daher kommt, dass den anderen Religionen das eigene relativistische Weltbild übergestülpt wird. Mit dieser Methode hat der Hinduismus den Budhhismus aus Indien verdrängen können (und gleichzeitig die Buddha-Verehrung als eine Möglichkeit in den Hinduismus integriert).

Du hast sicher Verständnis dafür, dass Angehörige anderer Religionen auf diese "Kampfmethode" nicht so gut zu sprechen sind. Insbesondere natürlich die Angehörigen jener Religionen, die sich deutlicher als der Buddhismus vom Hinduismus unterscheiden.

Die Kuh zu verehren (Hinduismus) ist nun mal nicht kompatibel mit der Überzeugung, dass so was Götzendienst ist, der denjenigen, der dass tut, in die Hölle bringt (Islam), mal ganz abgesehen davon, dass es im Hinduismus keine Hölle gibt, sondern nur schlechtes Karma bei der nächsten Re-Inkarnation.

Auch Religionen, die sich relativ ähnlich sind, wie Islam und Christentum, sind deshalb nicht unbedingt kompatibel. Der Gott, der die Bibel inspirierte, ist nicht der gleiche wie der, der den Qor'an herabgesandt hat - und da es nur einen wahren Gott gibt, muss der andere irgendwie falsch sein (Fake, Einbildung, Dämon, der sich als Gott tarnt, ...).

Bei uns kann jeder nach seiner Fasson zur Hölle fahren (bzw. wenn seine "Fasson" auch Gottes Fasson ist, wird er "selig", d.h. er kommt in den Himmel), und das ist gut so. Und natürlich darf jeder versuchen, andere davon zu überzeugen, dass seine Fasson die wahre ist. Genauso wie Atheisten ihre Weltsicht propagieren dürfen.

Zur Toleranz gehört, so was zu ertragen, ohne auszuflippen.

Kommentar von stine2412 ,

Norwin, in deinem letzten Satz sagst du, dass Jesus uns den Auftrag gegeben hat, das Evangelium oder die gute Botschaft vom Königreich Gottes weiter zu verbreiten, aber es fehlt die Stelle, wo das steht und zwar sehr deutlich: Matthäus 24 Vers 14  Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen.

Deshalb stimmen die Aussagen einiger Kommentare auch nicht, dass Christen nicht missionieren/predigen sollten. Christen haben den direkten Auftrag von Jesus Christus dazu bekommen, diesem nach obigem Bibeltext nachzukommen. Dort steht jedoch nicht, dass alle Menschen bekehrt werden sollen, sondern nur, dass alle Menschen der Erde von diesem Evangelium hören sollen. Was sie daraus machen, ist deren Sache - aber einem Christen verbieten, anderen von Gottes Königreich, also vom Evangelium zu erzählen, dazu haben sie kein Recht!

Kommentar von NorwinSchneider ,

Das ist ja genau das was ich gesagt habe im Endeffekt, 

Kommentar von stine2412 ,

Norwin, war auch nicht als Kritik, sondern nur als kleine Ergänzug gemeint!

Kommentar von NorwinSchneider ,

Alles klar, verstehe :)

Antwort
von Trashtom, 40

Das sind keine Teilzeitchristen, sondern einfach nur Menschen die die Tradition wahren: Ihre Kinder taufen - weil's eben immer schon so war und an Weihnachten die Kinder in die Kirche schicken, damit das "Christkind" den Baum schmücken kann.

Seid froh, dass es solche Leute noch gibt, denn die machen den Großteil des Christentums überhaupt aus.

Antwort
von josef050153, 15

Das kommt wohl auf den einzelnen Menschen an, ob sie ihren Gauben leben oder nicht. Auch wenn jemand nur zu allen heiligen Zeiten in die Kirche kommt, ist das eigentlich seine Privatsache.

Entgegen der herrschenden Lehrmeinung in der RKK ist der Besuch einer Gemeinde nicht heisnotwendig. Ich weiß natürlich dass nun einige Theolügner aufschreien werden, aber es ist so.

Und der Kirche ist es ja mehr oder weniger egal, so lange sie Kirchensteuer bezahlen.

Kommentar von isaabeaar ,

Danke!

Kommentar von helmutwk ,

Entgegen der herrschenden Lehrmeinung in der RKK ist der Besuch einer Gemeinde nicht heisnotwendig.

Wie verstehst du dann:

Hbr 10,24 Und wir wollen aufeinander Acht geben und uns gegenseitig zur Liebe und zu guten Taten anspornen.

25 Einige haben sich angewöhnt, den Gemeindeversammlungen fernzubleiben. Das ist nicht gut; vielmehr sollt ihr einander Mut machen. Und das umso mehr, als ihr doch merken müsst, dass der Tag näher rückt, an dem der Herr kommt!

Natürlich ist "heilsnotwendig" ein starkes Wort, zumal das, was notwendig ist bzw, vom Heil ausschließt, von Menschen kaum beurteilt werden kann, vgl,. Lk 12,47-48.

Zum "den Glauben leben" gehört der Kontakt mit anderen Christen, also der Besuch einer Gemeinde (ob sie sich nun "Gemeinde", "Kirche", [Synagoge=]"Versammlung" oder "out-of-church-christians" nennt). Ob das Nichtausleben dieses Teil des Glaubens vom Heil ausscließ0t, das muss Gott entscheiden. Nur sollte sich niemand leichtfertig darauf verlassen, dass das harmlos ist.

Ich bin übrigens in keiner Kirche, die Kirchensteuer einzieht.

Kommentar von josef050153 ,

Also nicht mehr regelmäßig die Messen der RKK zu besuchen kann ein Schritt in Richtung Christentum sein.

Die Stelle im Hebräerbrief meint christliche Versammlungen, nicht pseudoreligiöse Zauberspielchen wie in der RKK!

Kommentar von helmutwk ,

Also nicht mehr regelmäßig die Messen der RKK zu besuchen kann ein Schritt in Richtung Christentum sein.

Nur wenn dann keine andere Gemeinde gesucht wird, kann der Schritt auch ganz woanders hin führen.

Die Stelle im Hebräerbrief meint christliche Versammlungen

Natürlich. Wobei christlichen Versammlungen in der Regel als Gemeinden (gr. ekklesia) bezeichnet werden. Hbr 10,25 ist eine der wenigen Stellen, an denen stattdessen "Versammlung" (gr. synagoge, bzw hier episynagoge) steht.

Wenn du die rkk meinst, solltest du das deutlich sagen und nicht einfach von "Gemeinden" reden.

nicht pseudoreligiöse Zauberspielchen wie in der RKK

Meines Wissens ist nicht alles in der rkk pseudoreligiöses Zauberspiel. In der EKG sieht es zuweilen finsterer aus.

Kommentar von josef050153 ,

Des halb habe ich ja auch 'kann' geschrieben und nicht 'muss'.

In der EKG sieht es zuweilen finsterer aus.

Das stimmt.

Kommentar von helmutwk ,

Des halb habe ich ja auch 'kann' geschrieben und nicht 'muss'.

Besser wär der Hinweis gewesen, dass der Besuch einer Gemeinde, die in Ordnung ist, "heilsnotwendig" ist.

Antwort
von Susii01, 47

Das könnten sie tun sie in der regel aber nicht.

Kommentar von isaabeaar ,

Wäre es dann falsch, sie so 'optimisisch' zu betrachten und an ihre gute Seele zu glauben?

Kommentar von Susii01 ,

glaubt man nicht ohnehin erst einmal bei jedem an das gute im menschen?

Kommentar von isaabeaar ,

Ja, davon bin ich ausgegangen, aber nach den Debatten in den Kommentaren denke ich, dass das nicht ausreicht..

Kommentar von helmutwk ,

Nach christlicher Auffassung sind alle Menschen Sünder. Das "Gute im Menschen" ist doch meist nur die gegenseitige Versicherung vom Menschen, dass sie gut sind, aber aus Gottes Sicht sind sie eben nicht gut.

Antwort
von Xpomul, 44

Es gibt keine Teilzeitchristen. Ein halber Christ ist ein ganzer Unsinn.

Antwort
von Mignon4, 45

Man muß gar nicht in eine Kirche gehen, um Christ bzw. ein Gläubiger irgendeiner Religion zu sein. Die Kirche ist nur eine Institution. Der Glaube ist nicht an eine Institution gebunden.

Kommentar von NorwinSchneider ,

Richtig, aber gerade in der Bibel wird oft beschrieben wie sinnvoll es für einen Christen ist in einer guten Gemeinde zu dienen. Katholische Gemeinden sind aber nichts anderes als Rituale und Traditionen die keinen Sinn machen.  

Kommentar von Mignon4 ,

Eine Gemeinde ist nicht identisch mit der Institution Kirche. Gemeinde ist im übertragenen Sinne als Gesellschaft zu verstehen. Man soll in der Gesellschaft seinen Beitrag leisten. Das beschränkt sich übrigens nicht nur auf die katholische Kirche, sondern ist in fast allen Religionen verankert.

Kommentar von FreakNimrod ,

Du kannst gerne die Gemeinde als die Gesellschaft verstehen. Dann ist das aber nicht mehr das Bild von Gemeinde, wie es im biblisch-christlichen Sinne verstanden wird. Dort ist "Gemeinde" ganz klar die Gemeinschaft derjenigen, die zu Jesus Christus gehören und an ihn glauben. Die allgemeine Gesellschaft hingegen wird in der Bibel im Gegensatz dazu als "die Welt" bezeichnet. Für diese gibt es aus christlicher Sicht andere Aufträge als für die Gemeinde.

Kommentar von helmutwk ,

Das beschränkt sich übrigens nicht nur auf die katholische Kirche

Es gibt doch so viele Kirchen, warum immer nur auf die rkk schauen?

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