Leben nach dem Tod und trauern, frage an das Christentum?

... komplette Frage anzeigen

12 Antworten

Hallo Valuable97

viele, die sich als Christen bezeichnen, glauben an ein Leben nach dem Tod. Sie denken, der Mensch habe eine unsterbliche Seele, die den Körper überdauert und an einem Ort im Jenseits weiterlebt. Diese Vorstellung ist jedoch nicht biblisch und entspricht daher auch nicht den Lehren wahren Christentums.

Die Bibel beschreibt den Tod, genauso wie Du, als eine Art "Schlaf", also einen Zustand ohne jegliches Bewusstsein. Über die Toten sagt die Bibel: "Denn die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst." (Prediger 9:5, 10)

Auch lehrt die Bibel nicht die unsterbliche Menschenseele, wie das aus folgendem Bibeltext hervorgeht: "Siehe! Alle Seelen — mir gehören sie. Wie die Seele des Vaters, ebenso die Seele des Sohnes — mir gehören sie. Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben." (Hesekiel 18:4)

Andererseits schließt der christliche Glaube die Überzeugung ein, dass Gott die Toten eines Tages aus Ihrem Schlaf erweckt. Die Bibel nennt das Auferstehung. Das bedeutet, dass Gott den Verstorbenen einen neuen Körper und neues Leben geben wird. Gott ist nämlich dazu in der Lage, sich an das genaue Lebensmuster eines Menschen zu erinnern. Die meisten der Auferweckten werden jedoch nicht, wie viele glauben, bei Gott im Himmel leben, sondern sie werden hier auf der Erde auferweckt. So kann man in Psalm 37:29 lesen: "Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen."

Obwohl die Hoffnung auf eine Auferstehung im Hinblick auf den Tod Erleichterung bringt, ist der Tod auch für den Gläubigen immer wieder ein Anlass zur Trauer. Warum? Man könnte es damit vergleichen, als wenn der Tote auf eine sehr lange Reise ginge und die Zeit der Rückkehr unbestimmt ist. Obwohl die Daheimgebliebenen genau wissen, dass dies nicht ein Abschied für immer wäre, würden sie dennoch wegen der langen Trennung aus verständlichen Gründen traurig sein. Ein Christ glaubt zwar felsenfest an die Auferstehung, doch nennt die Bibel kein Datum, wann die Auferstehung stattfinden wird. Außerdem ist der Gedanke, dass der liebe Angehörige, Freund etc. für eine bestimmte Zeit nicht mehr existiert, sehr schmerzlich. Selbst Jesus Christus "brach in Tränen aus", als er vom Tod seines geliebten Freundes Lazarus erfuhr, obwohl er ihn nur kurze Zeit danach auferweckte (Johannes 11). Wie dem auch sei ist es aus genannten Gründen menschlich, um die Toten zu trauern.

LG Philipp

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Philipp59
26.03.2016, 04:35

Vielen Dank!

0

Ich bin Christ und vor 1 Jahr ist mein Vater gestorben.

Ich habe getrauert (und tu es in manchen Momenten auch heute noch) weil ich ihn unheimlich gern hatte.
Ich bin unheimlich stolz darauf, dass ich ihn auf seinem letzten Weg begleiten durfte (nicht mal meine Mutter war dabei).
Ich freue mich aber genauso, dass er jetzt an einem besseren Ort ist (im Himmel ist er noch nicht. Das kommt später).

Warum soll man als Christ nicht trauern dürfen? Dabei geht es ja nicht mal nur um den Tod, sondern allgemein. Fährt ein geliebter Mensch weg (zB zu einer Kur), kann man auch trauern dass er für eine begrenzte Zeit nicht bei einem ist - auch wenn man sich für ihn freut.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Valuable97
10.03.2016, 15:41

Warum anfangs überhaupt trauern ? Als Christ sollte man doch sofort glücklich sein das ein geliebter jetzt im Himmel ist. Und auch wenn man ihn vermisst wäre es egoistisch deswegen zu trauern anstatt sich für ihn zu freuen. Ich verstehe diese ganze gefühlsdusselei nicht.. Aus meiner Familie sind schon mehrere Leute gestorben aber ich trauere nicht um sie sondern nehme es hin. 

0

Das hat nichts mit Atheismus oder fehlendem Glauben zu tun das hier ist fehlendes nachdenken. Wieso trauern Menschen um andere Menschen? Weil diese aus ihrem Leben geschieden sind und vermisst werden weil selbst wenn es ein solches Leben nach dem Tode gibt eine unsichtbare unüberwindbare grenze gezogen wurde die man nicht überschreiten kann und diese Person nicht mehr in seinem Leben weiß. Es geht nicht darum wo sie sind sondern das sie unerreichbar sind. Darauf könnte man aber auch selbst kommen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich glaube an das Leben nach dem Tod und sehe mich auch als Christen, auch wenn manche das anders sehen. Ich glaube an ein Wiedersehen im Leben nach dem Tod, ja sogar dass Beziehungen wie Liebe, Ehe, Familie, selbst Freundschaften in der Ewigkeit weiter bestehen können. In meinem sozialen Umfeld sind schon einige Personen gestorben, die ich immer noch sehr liebe, auch wenn sie schon vor Jahren oder Jahrzehnten gestorben sind. Wenn ich getrauert habe, dann nicht, weil ich glaubte, dass sie für immer verloren sind, sondern nur, wegen des meiner Ansicht nach vorübergehenden Abschiedes. Ich habe mich aber auch immer für die betreffenden gefreut, was sie alles an Leid hinter sich lassen konnten und welche geliebten Personen sie wieder bei sich haben können. Diese Vorstellung hat mir in meiner Trauer immer so viel Kraft gegeben, dass ich kaum weinen konnte.

Selbst wenn es aber kein Leben nach dem Tod gäbe, hätte ich damit kein wirkliches Problem, denn dann würde ich nie erfahren, dass ich an einer falschen Hoffnung festgehalten habe. Auch der Gedanke, dass die Verstorbenen mit dem Tod viel gesundheitliches Leid zurücklassen, wenn sie im hohen Alter sterben, wird dadurch nicht beeinflusst, also ist dennoch insofern der Tod eine gewisse Form der Befreiung von Belastungen. Das bedeutet aber nicht, dass man den Tod selbst begünstigen oder herbeiführen sollte.  

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Egal ob Atheist oder Gläubiger, es ist ein Abschied für den Rest des Lebens - das ist der Punkt. 

Oft kommt auch noch das Mitgefühl im Bezug auf das Leid des Verstorbenen dazu.

Also hat mit Religion nicht viel zu tun.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Doch frage ich mich Dann warum grade ihr die ihr doch 
denkt das der Tod der Anfang vom Leben ist, warum
trauert ihr um verstorbene ?

Soll das wirklich eine intelligente Hinterfragung sein, oder nur peinliche Schlaumeierei ?  Weiß du nicht, daß Menschen wegen ihres Verlustes trauern, nicht wegen des Schicksals des Verstorbenen ? Auch um ein liebes Tier oder das zerlegte Auto. Hast du wirklich so ein Wissensdefizit ?

müsstet ihr doch eine Feier veranstalten

In manchen Kulturen ist das sogar so. Hier aber haben auch die Atheisten zu zig-tausenden geflennt als ihr geliebtes Väterchen Stalin verstarb, oder erst bei Mao Millionen oder bei anderen großen Verbrechern unserer Zeit deren Anhänger. Die haben bestimmt nicht geheult, weil jene sofort in die Hölle fuhren.
Man darf hier auf dieser Plattform auch schweigen - oder sogar vorher überlegen, was man so raus pustet.
Probier es mal aus - beim nächsten mal, tut nicht weh.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Valuable97
10.03.2016, 17:01

So meinte ich das nicht.. Ok ich stell mal ein Beispiel auf : ( beide sind christen ) Von einer Frau ist der Mann verstorben, was wiederum die Frau sehr traurig macht. Sie trauert so sehr um den Verlust des verstorbenen das sie sich ihn wieder zurück wünscht.

Egoistisch. Der Mann ist nach dem glauben im Himmel und hat eine bessere Zeit den je. Trotzdem wünscht sich die Frau ihren man zurück was automatisch bedeutet das es ok für die wäre ihn aus dem Himmel zu ziehen. Obwohl sie sich eigentlich für ihn freuen sollte das er das ganze leid hinter sich hat. 

0

Und ich habe das ganz anders erlebt. Nach dieser Beerdigung eines alten Bruders war mir klar, dass der Tod für mich seinen Schreck verloren hat.

Du übersiehst, dass auch Christen ihre Angehörigen lieben und sie vermissen - aber sie bleiben nicht in der Trauer stecken.

Ich hoffe, dass auch meine Angehörigen das bei mir so empfinden und Trost finden, in Gottes Verheißungen.

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach
Vorsatz berufen sind. Römer 8,28

Ich hab in guten Stunden
des Lebens Glück empfunden
und Freuden ohne Zahl:
So will ich denn gelassen
mich auch in Leiden fassen;
welch Leben hat nicht seine Qual?

Dir will ich mich ergeben,
nicht meine Ruh, mein Leben,
mehr lieben als den Herrn.
Dir Gott will ich vertrauen
und nicht auf Menschen bauen;
Du hilfst, und Du errettest gern.

Wenn ich in Christo sterbe,
bin ich des Himmels Erbe.
Was schreckt mich Grab und Tod?
Auch auf des Todes Pfade
vertrau ich Deiner Gnade;
Du, Herr, bist bei mir in der Not.

Ich will dem Kummer wehren,
Gott durch Geduld verehren,
im Glauben zu Ihm flehn.
Ich will den Tod bedenken.
Der Herr wird alles lenken;
und was mir gut ist, wird geschehn.
CH.F.Gellert

lg

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Auch wenn wir als Christen glauben, dass nach dem Tod ein weitaus besseres Leben auf uns wartet und wir uns damit trösten, dass es unseren verstorbenen Verwandten oder Freunden gut geht, ist die Trennung doch immer sehr schmerzhaft!

Wir trauern, weil uns diese lieben Menschen plötzlich sehr fehlen, wenn auch für unbestimmte Zeit, weil es eines Tages ein Wiedersehen gibt. Aber bis dahin muss es für uns als Hinterbliebene in dieser Welt ohne sie weitergehen, was manchmal sehr schwer sein kann, weil sie oft eine unerwartet große Lücke in unserem Leben hinterlassen.

Vielleicht klingt das ein wenig egoistisch. Aber Freude und Leid sind mit der Liebe verbunden, die wir füreinander empfinden und die uns in Familien und Freundschaften zusammenhält.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Theoretisch wäre es richtig, wenn die verstorbenen auch Christen sind. Allerdings kann man deshalb trotzdem keine menschlichen Gefühle ausschalten, denn es ist dennoch ein Verlust...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wir Christen trauern um geliebte Menschen, die wir in diesem Leben vermissen, weil wir sie nicht mehr um uns haben können. Unser Trost ist, dass sie an einem bessern Ort bei Gott in Herrlichkeit sind und es dort viel besser haben als wir hier auf der Erde.

"Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir" (Hebräer 13,14).

"Die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn" (Römer 6,23b).

"Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, so dass man an die früheren nicht mehr gedenkt und sie nicht mehr in den Sinn kommen werden" (Jesaja 65,17).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wie Du trauerst nicht ? Wenn deine Eltern sterben währe es dir egal ?
Sorry krasses Beispiel 🤐

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Valuable97
10.03.2016, 15:35

Ja, denn der tot ist nichts schlimmes und wenn meine Eltern nicht leide, wieso sollte ich es denn ?

0
Kommentar von MasterAlexLFC
10.03.2016, 15:37

Naja weil sie nicht mehr für ein da sind ! Für mich würde eine Welt zusammen brechen wenn meine Eltern auf einmal weg währen

0
Kommentar von MasterAlexLFC
10.03.2016, 20:19

Genau weil sie einfach nicht mehr bei ein sind

0

Weil es einfach ist das die Erinnerungen nicht wieder erlebt werden dürfen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?