Seit Jahren träume ich von einem Leben auf dem Land. Bin es aber bislang nicht aktiv angegangen. Lohnt es sich den Traum zu verfolgen? Was muss ich beachten? Was spricht dafür, was dagegen? Gibt es eventuell Stelen, bei denen man sich zu dem Thema informieren kann? Für euren Rat bin ich dankbar.
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Die ärztliche Versorgung muss nicht unbedingt schlechter sein. Ich wohne weitab der sog. "Zivilsation", trotzdem die nächste Arztpraxis ganz in der Nähe (auch auf dem Land gibt es Aerzte), Einkaufsmöglichkeit ebenfalls (halt nicht der Riesensupermarkt), aber dafür Ruhe, das Leben tickt langsamer, gute Luft, Nachbarschaftshilfe bei Bedarf, im Moment habe ich grad Dompfaffen auf der Fensterbank! Und dann noch....wir sind hier alle der Meinung, dass man einfach viel weniger Geld braucht. Wie oft geht man in der Stadt durch die Strassen und kauft etwas, was man gar nicht braucht!!!! Sogar hier gibt es Familien mit Kindern, die können noch auf der Strasse Federball spielen! Der Schulweg ist weiter, ok., dafür haben sie, wenn die Kinder zu Hause sind und am Wochenende alle Möglichkeiten vor der Haustüre. Bei uns z.B. sogar den Skilift. Schwimmen im Bach, Bäumeklettern!! Manchmal bis in die Dunkelheit spielen sie Räuber und Gendarm und irgend jemand hat immer ein Eis in der Tiefkühltruhe, wir mögen uns alle hier und es ist viel Geborgenheit........Die sehr alte Frau kann noch in ihrem Häuschen wohnen, die anderen kaufen für sie ein, wir füttern uns gegenseitig unsere Haustiere bei Abwesenheit ect. Das Landleben ist für nichts einzutauschen. Und die nächste Stadt ist ja heutzutage fast immer schnell zu erreichen, falls doch mal was anfällt.......sorry für die lange Antwort!!!!

das Leben im Alter ... wenn man dann mal nicht mehr Auto fahren kann. Wie gut ist die Nahverkehrsanbindung zur nächsten guten Einkaufsmöglichkeit?? Was ist sonst alles im Ort geboten? Ärztliche Versorgung? Das wären so Dinge, über die ich mir dabei Gedanken machen würde. Ansonsten kommt es einfach drauf an, Land und Leute zu lieben. Ich könnte als Flachländer niemals in die Berge ziehen ... und viele "Bergler" sehen sich außerstande, Wasser, Wind und Flachland schön zu finden ... das muss man für sich ganz allein entscheiden
Ich bin eine Schwarzwälderin und bin an den Mittelrhein gezogen...ist zwar flacher,aber schön und wenn ich in meine Heimt fahre,dann wirken die Berge fast erdrückend
Ich wohne im ländlichen Schwarzwald - es stimmt- diese dunklen Tannen erdrücken einen. Aber wir wohnen halt da, wo andere Urlaub machen. Harmonisch nenne ich die Dorfbewohner in der Regel nicht gerade. Die Kinder lieben es: hier gibt es noch drogenfreie Schulen und keiner drückt dir die Luft ab, um Geld auf dem Schulweg zu erpressen. ABER: für mich gibt es zu wenig KULTurangebote, muss dann gleich immer 80 km fahren. Wäre ich alleine, wohnte ich in der Stadt, wo die Jobauswahl grösser ist. Ach ja, für die kiddies ist man - je älter sie werden - nur noch ein Taxifahrer (Ballet, Schule, Musik....), da denke ich mit Wehmut an die Métro zurück....
Ich lese gerade "Anonymität": also, hier glotzen dich alle an, im Laden, auf der Strasse, hinter den spießigen Gardinen, insbesondere wenn man nur "zugezogen"ist....Gott vergelt's ;-))
Meine Vorredner haben ja schon einiges aufgeführt. Das Leben auf dem Lande ist teurer, weil du auf jeden Fall ein Auto brauchst. Kinder müssen für alles gefahren werden. Oft sind auch die Schulen schlecht zu erreichen und bei Extrastunden haben die Kinder keine Busverbindung mehr. Der Weg in den nächsten Supermarkt ist weiter und mal eben schnell noch ein Feierabendbier in der Lieblingskneipe oder ein Theater/Opernbesuch ist auch nicht drin.
Tippse am 5. März 2008 10:29 Das mit dem Auto stimmt aber nicht unbedingt! Das ist nur Bequemlichkeit! Wir sind als Kinder zB mit dem Fahrrad zur Schule gefahren!
Indy72 am 5. März 2008 10:37 Früher war vieles ganz anderes, liebe tippse!
Tippse am 5. März 2008 11:32 Ja, das ist aber leider schlecht, weil wir damit alle unsere Umwelt belasten und die Natur, die wir ua suchen, wenn wir aufs Land ziehen...
Was spricht dagegen, mit dem Fahrrad zu fahren? Jeder redet immer nur von Umweltschutz, keiner tut etwas...
Tippse, ich möchte dich mal mit dem Fahrrad 10 km zum entfernten Supermarkt schicken und Bier und Wasserkisten nach Hause holen lassen. Außerdem würde ich in der heutigen Zeit meine Kinder keine 8/12 km mehr mit dem Fahrrad alleine zur Schule oder zum Sport schicken. Dafür sind die Zeiten leider zu unsicher. Auch wen früher alles besser war, muß ich die Umstände heute berücksichtigen.
Tippse am 5. März 2008 11:43 Wasser kann man aus der Leitung trinken, wenn Du Bier willst, hol es Dir selbst!
Ich sehe das Problem nicht, bei 10km Entfernung gibt es sicherlich einen Schulbus auch.
Wie gesagt, es ist die Bequemlichkeit, auf die niemand verzichten will, dafür findet man dann 100e Ausreden...
berthold11 am 5. März 2008 10:52 DH Mitra, daß ist ein wichtiger Punkt.
Meine Kinder fahren mit einem Bus zur Schule.Die Monatskarten muss ich nicht bezahlen und nachmittags können sie mit diesen Karten auch mit dem Bus fahren.Natürlich braucht man das Auto,aber wieviele Städtler benutzen Bus und Bahn-es gibt Leute die fahren mit dem Auto zum Bäcker um die Ecke,das ist teurer als wenn man auf dem Land einkaufen fahren muss.Dazu kauft man auf dem land genrell auch ganz anderes ein,als wenn man den Supermarkt in der Stadt hat.Dann gibt es auch Städte,da muss man teilweise mit dem Auto innerstädtisch weiter fahren zu irgendwelchen Institutionen als auf dem Land oder man muss in der Stast sich durch Stau und Verkehr seinen Weg bahnen,den man auf dem Land nicht hat.

Pro:
Ruhe (meisstens zumindest)
Natur
keine Parkplatzsuche
Contra:
Infrastruktur ist schlechter (Ärzte, Nahversorgung, etc.)
Tippse am 5. März 2008 10:16 Mir ist noch ein pro eingefallen! Die Mieten sind niedriger als in den Städten, bei uns zumindest!
Indy72 am 5. März 2008 10:35 DH! Aber das alles muss man mögen.
Oh ja wie schön ruhig.MEin Mann war mal bei seinen eltern zu besuch und morgens um 6 Uhr wachte er auf von einem geräusch,das hörte nicht mehr auf und wurde immer lauter-seine Nachtruhe war um-es war der Strassenverkehr!!! Wir haben ein ganzes Haus gemietet,dafür bekommt man in der Stadt nicht mal ein Zimmerchen und wir haben einen Arzt im Ort,einen Kindergarten,zwei Spielplätze,einen Getränkeladen,2 Gasthäuser und eine Bäckerei und der nachbarort in dem es Lidl,Aldi und Co gibt,ist 7km entfernt...ländlich und trotzdem alle so als wäre es in der Stadt.
Ich habe das für mich so gelöst: Bin in einem Dorf aufgewachsen , das war für mich ZU ländlich, keine Läden, nicht mal ein Bäcker, kaum Busverbindung, ca. 500 Einwohner. Also das muss einem gefallen oder nicht. Inzwischen wohne ich in einer Kleinstadt, habe Natur, was für mich sehr wichtig ist, Ruhe, und trotzdem alle wichtigen Dinge wie Einkaufsmöglichkeiten und Ärtze vor Ort. Ich könnte mir nicht vorstellen in einer Großstadt zu wohnen. Wenn Du Dich in der Stadt unwohl fühlst, solltest Du Nägel mit Köpfen machen. Gruß valvetvipe
RBMannheim am 5. März 2008 10:24 Rein dem Namen nach wohnen wir schon in einer Großstadt. Aber halt ganz am Rand und da hat man schon viele "ländliche Charakterzüge". Einen See, die Rheinauen, Wald. Aber man hat auch nahezu alle Vorzüge der Großstadt (kurze Wege, usw.).
das ist natürlich gut. Man sollte sich in seiner Wohnsituation wohlfühlen. Ich kenne auch Leute, die können sich nicht vorstellen, auf dem Land zu leben.
Habe auch schon festgestellt, als ich in Hamburg war, wenn man nach dem Weg frägt, und man bekommt gesagt, gleich da hinten.... Und ich laufe und laufe und laufe... Bis mir aufgefallen ist, dass es von der Relation abhängt. Bei uns ist tatsächlich alles in der Nähe, und in Hamburg ist man nach meinem Gefühl ewig unterwegs, wenn man schnell was besorgen will, weil alles so riesig ist. Für die Hamburger ist es normal.
RBMannheim am 5. März 2008 10:47 Nee, und es ist auch gut so! Stell' Dir mal vor alle wollten das Gleiche!

Zuerst musst Du Dir klar werden, wie Dein Traum aussieht. Willst Du "richtig" auf's Land, also so mit Landwirtschaft und allem, dann brauchst Du außer einem Traum auch ein bisschen fachliches Wissen und vor allem Liebe zur Natur, zu viel Arbeit ohne Urlaub und den richtigen Partner, der Deinen Traum mitträgt.
Willst Du nur abseits vom hektischen Stadtleben wohnen (wie ich), dann lohnt es sich schon. Der Vorteil ist die Ruhe, die Weite und die Unabhängigkeit. Der Nachteil ist, dass Du jeden Weg planen und mit dem Auto erledigen musst. Spontan mal abends bummeln gehn, schnell mal Shopping oder Freunde treffen ist nicht so leicht wie in der Stadt. Trotzdem würde ich hier nicht wieder wegziehen. Erkundige Dich doch mal in den Immobilienangeboten und prüfe vor allem Deine finanziellen Möglichkeiten. Mietwohnung auf dem Land würde ich nicht bevorzugen.
wer in der woche zwei mal in die disco muss hat sicherlich schlechte karten auf dem land. alles andere lässt sich organisieren. wenn die logistik stimmt ist es an lebensqualität nicht zu überbieten. ein auto ist aber zwingend notwendig. für grössere einkäufe muss ich 15 min. fahren,. alles andere geht mit dem fahrrad.
Einen großen Nachteil vom Landleben hat noch keiner genannt: Dort gibt es meist nur sehr langsame Internetanschlüsse, so wie hier bei mir: DSL 1500 :-( Und man hat nicht die Möglichkeit, einen anderen Anbieter zu wählen, es gibt nur T-Com......
engelhaar am 5. März 2008 10:50 OK, da gebe ich Dir Recht. Das ist meiner Meinung nach aber nur wirklich wichtig wenn man des öfteren aus beruflichen Gründen große Bilddaten versenden muss.
marialuisa am 5. März 2008 10:55 das muss nicht überall so sein, in der Schweiz ist da kein Unterschied.....ich bin innert Sekunden verbunden..........

vorteil:
- bessere luft (wenn kein schweinestall als nachbar...)
- himmlische ruhe
- jeder kennt jeden
- gutes vereinsleben (wenn mans mag...)
nachteil:
- weiter weg in die stadt/zum einkaufen
- weiter schulweg, kids müssen sehr früh aufstehen und die mutter/der vater damit auch
- jeder kennt jeden
- nix los für kinder
solf1 am 5. März 2008 11:22 deine Nachteile stimmen so nicht unbedingt - z.B. habe ich früher 5-10 min mit Bus/Auto in die Schule gebraucht, mit Fahrrad 15 min (ich denke, dass man das meist in der Stadt auch braucht); genauso weit entfernt sind Einkaufsmöglichkeiten (abgesehen vom Tante-Emma-Laden im Ort) und warum sollte für Kinder nichts los sein? Hier gibt es Vereine, Spielplätze, Natur,...
DrLove am 5. März 2008 19:01 ich kenne gegenden, wo die kids um 5 im bus sitzen müssen, damit sie um 8 in der schule sind!
Der Duft des Stall...DAS ist Landluft :-)
Von wegen: himmlische Ruhe! Am Samstag nachmittag dröhnen allenthalben die Rasenmäher!
DrLove am 5. März 2008 19:41 das ist in den stadtsiedlungen aber 10x schlimmer!
da bricht der nachbar-wettmäh-streit aus...

Wir sind vor 4 Jahren von der Großstadt Hamburg aufs Land gezogen. Da wir hier ein Wochenendhäuschen hatten, kannten wir schon ein paar Leutchen und die Umgebung sehr gut. Unser Ort hat ca. 320 Einwohner, die nächste Kleinstadt ist ca. 6km entfernt. Dort gibt es alles was das Herz begehrt. Da wir meine Alzheimerkranke Mutter mitgenommen haben, war die ärztliche Versorgung natürlich sehr wichtig. Der Doc. kam alle 4 Wochen, er legte schon vorher die Termine für die Hausbesuche fest. Als meine Mutter starb war er innerhalb 10 Min. hier. Krankengymnastik fand auch im Hause statt und sämtliche Geschäfte sind bereit die Einkäufe per Telefon entgegen zu nehmen und zu liefern, einschl. Apotheke. So eine tolle Versorgung fand in Hamburg nicht statt. Selbst die Kurzzeitpflege war hier problemloser und günstiger als in Hamburg inkl. Hin- und Rückfahrt.
Auch sind die Nachbarn untereinander aufmerksamer und sehr hilfsbereit. Selbst die Kinder grüßen hier jeden.
Der Nachteil ist für mich, kann jetzt schlecht wieder in meinen alten Job zurück, durch lange Fahrzeiten ist dann niemand für den Hund da.

Ich denke die besten Info-Stellen wären Betroffene. Als Vorteil stelle ich mir vor: Ruhe, gute Luft, mehr Natur, weniger Anonymität, was aber auch mal zum Nachteil werden kann (jeder weiss, was der andere gerade macht oder gemacht hat). Nachteile vielleicht, dass man längere Wege hat (zum Einkaufen, zur Arbeit/Schule, usw.), dass man fürchten muss, dass einem das Schöne auf dem Land irgendwann genommen wird (durch Bebauung, Firmenansiedelung, usw.).
Aus meiner Sicht hat Landleben (fast) nur Nachteile: Man ist, was das richtige "Leben" angeht, meist total weg vom Fenster, öffentliche Verkehrsmittel brauchen lang in die Stadt oder es gibt gar keine richtige Anbindung, etc. Andererseits: für ein Familienleben mit (kleinen) Kindern kann sich das Leben auf dem Land evtl. schon eignen, weil man denke ich weniger aufpassen muss auf die Kleinen (z. B. aufgrund des meist geringen Autoverkehrs) und sie leichter mit der Natur in Berührung kommen...Ich könnte jedenfalls nicht auf dem Land leben! :-)
solf1 am 5. März 2008 11:23 Kopfschüttel.. Da müsste man *Stadt/Land mal genau definieren.
Vorteile gibt es natürlich.Ich wohne ländlich,mit Bauern als Nachbarn und Feldern und Wiesen,toll für meine Kinder und für meine Hunde.Der Zusammenhalt der sich über die Zeit bidlet sorgt dafür,dass man im Alter jemanden hat der mit einem Einkaufen fährt.Ausserdem gibt es sogenannte fahrenden Metzgereien/Bäckereien,bei denen man einkaufen kann. Nachteil ist,dass die kleinen Lädchen im Ort alle nach und nach zu gemacht haben,weil es sich für die Inhaber nicht mehr lohnte.Sie waren nicht konkurrenzfähig. Natürlich muss man auch gucken wie die Busverbindung ist-bei mir fährt regelmässig ein Bus durch. wenn man nicht absolut weit ab vom Schuß wohnt,dann gibt es eigentlich nur Vorteile und wenn man erst einmal auf dem Land gewohnt hat,dann möchte amn selten in die Stadt zurückziehen.
Der größte Nachteil vom Landleben ist, dass man eher ein Auto braucht. Ohne kommt man spätestens am Abend nirgends mehr hin. Auch für Jugendliche ist eine Stadt sicher interessanter. Für kleine Kinder würde ich aber das Landleben empfehlen. Ich bin auf dem Land groß geworden und habe aber auch schon mitten in der Großstadt gelebt. Meine Empfehlung wäre an den Rand einer größeren Stadt zu ziehen, da man so die meisten Vorteile haben kann (frische Luft, Freiraum, in der Regel gute Verkehrsanbindung um trotzdem schnell in der Stadt sein zu können). Das Ärzteproblem, das viele ansprechen, sehe ich nicht. Alle notwendigen Ärtze und ein Krankenhaus sind bei mir 10 min entfernt.
Hier hast du noch ein paar Antworten: http://www.gutefrage.net/frage/stadt-oder-land
Ich persönlich finde, dass das Landleben keine Nachteile hat. Man kommt überall hin, meist gibt es auch schon in kleineren Orten Ärzte, banken, Geschäfte, etc., man nutzt häufiger das Rad (ist zumindest hier so), es gibt weniger Gefahren und meist ist es ruhiger und gesünder von der Luft her.

Auf dem Land ist es ganz schön, wenn man nicht jeden Tag dort ist. Daher denke ich, dass das Leben auf dem Land nur Nachteile hat, ausser dass die Luft dort sicherlich frischer und gesünder ist.
DH.
Du sprichst mir aus der Seele. DH!