Leben als Empath, wie damit klarkommen?

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5 Antworten

Zu spüren, was in Anderen vorgeht ist sicherlich sehr anstrengend. Versuche dich mehr auf dich selbst zu konzentrieren und WENN was von Außen an dich rankommt, versuche zuerst herauszufinden wie es DIR geht. Vielleicht versuchst du auch mal - trotz Kind - Zeit für dich alleine zu finden. Versuche auch wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden. Manche Menschen ziehen einem regelrecht die Kraft ab - sobald sie merken dass da jemand ist mit dem man gut reden kann. Weigere dich auch mal und sag du willst grad nicht reden. Ich gehe davon aus, dass dir viele ihre Probleme erzählen. Steh nicht immer für alle zur Verfügung.
Abschirmen wirst du das wahrscheinlich nie können - aber du kannst es ignorieren lernen. Manche Menschen zum Beispiel haben Probleme die (für dich) keine sind - es ist nett von dir mitfühlend zu sein aber hab kein Mitleid - das schwächt sie und du verbrauchst Kraft.
Wenn dich jemand anlügt ist das sein Problem - letztendlich der Grund warum du nicht mehr vertrauen kannst. Du kannst das auch ansprechen bei der Person - oder du schiebst es auf die "ist mir egal" Schiene. Jeder hat seine eigenen Gründe zu lügen - und jeder darf das ignorieren und sich nicht drüber aufregen. Solang man dir nicht explizit schaden will - ist eine Lüge nur ein Satz - auch wenn es einen ärgern kann. Es ist gut und berechtigt wenn du dein Vertrauen dann zurückziehst.
Und lass dich vor allem nicht von diesen "Kraftsaugern" fertigmachen. Du kannst und sollst und musst nicht jedem beistehen und du musst nicht über alles nachdenken.

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Kommentar von alphaclasch
18.08.2016, 12:36

Das fällt mir alles so schwer, ich habe nicht viele Freunde, weil es mir schwer fällt zu vertrauen und ich wenige nah genug an mich ran lasse als das ich sie freunde nennen würde, Bekanntschaften gibts genug, für die wenigen versuche ich da zu sein, aber alle drei haben ihre Probleme, die eine ist dauerarbeitslos, die nächste hat Probleme mit Mann und Hyperaktivem Kind und beim dritten pärchen krieselts in der Ehe das es nicht mehr schön ist und ich das Gefühl habe sie stehen kurz vor einem gewaltigem Krach bei dem der 1 Jährige Sohn mitten im Fokus ist, ich merke grad beim dritten paar, dass ich erschöpft bin und Kopfschmerzen bekomme wenn wir Zeit mit ihnen verbringen, aber abkapseln kann ich mich nicht, man will ja doch da sein. Es ist zum Mäusemelken, ich hab das Gefühl ich bin da in einer Spirale gefangen *traurig*

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Meinst du diese Liste: http://de.wikihow.com/Erkennen,-ob-du-ein-Empath-bist

Empathie bedeutet einfach nur Mitgefühl. Das mag bei den einen stärker ausgeprägt sein als bei den anderen. Man könnte auch sagen, die einen können besser mit ihrem Mitgefühl umgehen als anderen, den eigentlich hat es jeder, es sei denn man ist psychisch krank.

Labile Menschen fühlen sich evtl. manchmal von ihrem Mitgefühl überfordert. Das muss nichts "übernatürliches" bedeuten :)

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Kommentar von alphaclasch
18.08.2016, 12:32

Nein, die Liste meinte ich nicht, es sind Listen auf "Spirituellen" Seiten, ich bin durch zufall darauf gestoßen, und bis auf dieses Energiezeug was dort auch geschrieben steht stimmen die Dinge alle, das Bewusstsein also dass die Dinge bei mir zutreffen habe ich schon vor Jahren reflektiert ohne solche Seiten, nur hier traf ich endlich auf den Begriff der das ganze benennt. Ich nehme alles aus meiner Umgebung auf ich meine jetzt nicht die Energien, ein Beispiel, mein Mann kommt nach hause für andere ist er normal, aber für mich stimmt irgend etwas nicht, irgendwas ist anders, ich bohre so lange nach, bis ich den Grund weiß, und bis jetzt war jedes mal irgendetwas, gut, das wär jetzt nicht verwunderlich, so kenn ich ihn gut, aber das passiert mir auch bei Fremden, und wenn Du alles um Dich herum aufnimmst jeden Gesichtsausdruck analysierst und so gesehen eigentlich sofort weißt was in etwa gefühlstechnisch in den Menschen los ist, Dein Körper aber alles gleich auf dich selbst projeziert, dann ist das einfach nur anstrengend (das ist jetzt nicht nur so dahergesagt, ich habe durchaus auch schon fremde Leute darauf angesprochen was sie bedrückt, diese waren überrascht aber in der Tat lag ich bei meinen "versuchen" immer richtig). Und ich will einfach wissen, wie ich mich davor abschotten kann, wie kann ich mir beibringen die Emotionen von anderen nicht dauernd in mich aufzusaugen, das ist wie wenn man einen traurigen Film schaut, nur dass es wie zig filme nebeneinander zur gleichen Zeit sind, in einem Moment schaut man einen Lustigen, im nächsten einen Besorgniserregenden, im wieder nächsten einen der einen verärgert, einen der einen traurig macht, und so weiter von sekunde zu sekunde, das macht mich irgendwie fertig. Und auch Probleme anderer beschäftigen mich einfach zu stark, eine unserer besten Freundinnen hat Eheprobleme, ich saug s in mich auf und merke, dass ich s irgendwie auf meinen Mann projeziere, obwohl er überhaupt nicht der Grund ist, ich versuch gegenzusteuern aber es ist wirklich schwierig und macht mich wiederum fertig :/.
So, ich weiß nicht, ob dass eher hilft den Text oben aus meiner Sicht zu lesen. :).

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Das ist doch eine gute Eigenschaft. Warum also die Frage, die zwischen den Zeilen bedeutet, wie man mit eine guten Sache klarkommen soll?

Empathie bringt eine Menge Vorteile auch in bezug auf Menschenkenntnis. Das ist ungefähr so, als wenn man auf dem Wochenmarkt Obst auswählt und nur die guten Früchte nimmt, aber die schlechten liegen läßt.

Eine andere Sache ist, ob sich jemand dort hin begibt, wo es überwiegend nur schlechte Früchte gibt, um dann mühsam die wenigen guten zu finden, oder ob er es genau umgekehrt macht.

Geht man gleich dorthin, wo es überwiegend gute Früchte gibt, dann ist man anschließend weniger erschöpft.

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Kommentar von alphaclasch
18.08.2016, 19:49

Naja es lässt sich leider oft nicht vermeiden den "schlechten Früchten" aus dem Weg zu gehen, wenn ich z.B. Bahn fahre oder in die Stadt oder ähnliches muss, dann sind das so enorm viele Eindrücke die die Menschen auf mich haben, habs unten in einem Kommentar schon geschrieben, wie wenn man einen guten Film sieht, dort allerdings alle Emotionen sekundenweise wechseln, von Liebe, Trauer, Sorge, hin zu Wut, Aggression usw. die Stimmungen springen auf mich über, ich kann sie nicht abwehren, und ich muss noch nicht mal Kontakt zu den leuten haben, allein der Gesichtsausdruck, die Haltung, der Gang etc. das steckt mich an, ich weiß nicht wie ich mich abschotten kann. Das ist so wie wenn jemand in der Umgebung anfängt zu lachen, er steckt alle anderen an und so ist es bei mir und das ist wahnsinnig anstrengend, darum versuche ich etwas dagegen zu tun. Mit dem anderen hast Du natürlich recht, es ist mir bewusst, dass ich viele Leute sehr schnell durchschaue wenn man das so schreiben kann, ich weiß sehr schnell wer es ehrlich mit mir meint, bei wem ich aufpassen muss etc. das ist schon ein Vorteil.

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Waren diese Seiten wissenschaftlicher Natur oder esoterisches Geblubber?

Wenn letzteres der Fall war, vergiss lieber alles was du da gelesen hast.

Empathie ist keine "Zauberkraft" und keine "übernatürliche Fähigkeit", sondern beschreibt lediglich die Fähigkeit und den Willen Emotionen anderer nachvollziehen zu können.

Das bedeutet aber nicht, das man die Gefühle anderer tatsächlich empfinden könnte. Das ist absoluter Schwachsinn!

Dein Problem ist nicht dass du ein Empath wärst, dein Problem ist psychologischer Natur.

Du glaubst zu wissen wenn du belogen wirst, du glaubst überfordert zu sein, du glaubst Symptome zu haben etc.etc. Aber das ist zu 90% von dir selber, sprich deine eigenen Gedanken, deine Psyche ist der Grund dafür, nicht irgendwelche "Fähigkeiten".

Ich rate dir dringend zu einem Termin bei einem Psychologen für eine klärende Untersuchung. Wenn nicht für dich, dann für deinen Sohn, denn Kinder leiden oft immens unter psychischen Störungen ihrer Eltern.

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Kommentar von alphaclasch
18.08.2016, 13:02

Lieber andrastor, solche als auch solche Seiten, keine Angst eine Psychologische Störung meinerseits ist bereits vor Jahren ausgeschlossen worden, als ich auf Grund von Traumaten in Psychologische Behandlung sollte, verschiedene Psychologen und Therapeuten waren alle der seleben Meinung, ich sei bodenständig und gefestigt, allerdings auch sehr feinfühlig was Emotionales Geschehen um mich herum angeht, hierbei handelt es sich definitiv nicht um Einbildung, aber ich spreche hier auch nicht von irgend welchen besonderen Fähigkeiten oder ähnlichem eben nur über eine feinfühligere Warnehmung von kleinigkeiten die andere schlichtweg übersehen (was nicht falsch ist, ich würde einiges darum geben wenn ich einfach drüber hinwegsehen könnte), was mir wiederum mehrfach psychologisch bestätigt wurde. Meinem Kind geht es bestens und ich sehe nicht den geringsten Grund für eine Gefährdung seinerseits zumal ich meine Emotionen oder Gefühlswelten nicht auf ihn überblende. Ich nehme auf, gebe aber nicht ab. Ich hätte mich gefreut, wenn Dein Beitrag für mich etwas hilfreiches beinhaltet hätte.

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Man kann auch einfach zum Psychopathen werden. So kommt man viel einfacher durchs Leben :)

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Kommentar von xAnimeLovex
18.08.2016, 12:13

Meine rede^^

Okay nicht direkt Psychopath werden, aber damit zu Leben statt es zu bekämpfen ist wirklich leichter

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