strick4a am 08.11.2008 um 0:35 Uhr
Wie seht Ihr eigentlich das Leben als solches....?
Spaß. Ich bin nunmal da, also was solls, dann geniesse ich es auch. Ich habe mich gegen 1 Million Spermien durchgesetzt, also bin ich ein Gewinner !

Dieses Leben sehe ich als einen von mehreren Ausbildungsabschnitten für die Seele. Wenn ich in meinem Bewusstsein noch nicht gelernt habe mit machen Dingen umzugehen, dann bekomm ich so lange Übungszeit, bis ich das kann. Und wenn nicht in diesem Leben, dann im nächsten. Oder übernächsten...
Das ist, wie wenn ein kleines Kind laufen lernt: Hinfallen, aufstehen, nächster Versuch. Lernen und dann richtig laufen können. Und bei Unaufmerksamkeit wieder mal stolpern...Über die Probleme, die man sich noch selber macht.
Ich denke, man sollte sich auf diesem Weg (= das Leben) sehr bewusst mit den Problemen befassen, die man wiederholt zu lösen bekommt. Sie sind die Lehre, das, was man lernen muss.
Deshalb mit sich in der Ordnung sein, sich klar sein, welche Wirkung man selber nach außen hat. Ob man jemandem weh getan hat, etwas nicht so qualitätvoll erledigt hat, dass man sich eigentlich dafür schämen müsste. Hab ich etwas so gemacht, dass er mir selber auch etwas wert ist? Beispiel: Wenn ich ein Bild mittelprächtig oder schlecht male, dann belastet es mich, wenn es jahrelang in einer Ecke rumsteht, oder die Umwelt, wenn ich es wegwerfe. Wenn ich es mit Liebe, Gewissenhaftigkeit und so mache, dass es mir oder anderen etwas wert sein kann, dann bringt es Freude, gute Stimmung in die Welt.
So sollte man leben, dass man nicht nur das Notwendige tut, sondern das Mögliche und das mit Freude und Liebe. Das ist für mich Leben. Mehr als nur existieren. Nur eine Winzigkeit für eine bessere Welt beitragen. Netter sein, ehrlicher sein, herzlicher sein, zuvorkommender sein, und auch gewissenhafter sein. Nicht für sich, sondern für andere, für die Welt und das Universum betrachtet. Das kann den Unterschied ausmachen. Nicht wegen Bewunderung, sondern weil man sich das wert sein sollte.
Ich will, dass die Welt durch mich nicht schlechter wird, sondern ein kleines bisschen besser. Und das an jedem Ort, an den ich komme. Bei jedem Menschen, den ich treffe. Neutral oder besser. Und niemals schlechter. Das ist Leben, wie ich es sehe. Weil es so auch ein schönes Leben werden kann. Als kleiner glänzender Mosaikstein des Universums. Ganz winzig klein, aber doch strahlend. Und vielleicht auch andere mit dem Stahlen anstecken.
So einfach. Das ist mein Leben für mich. Gar nicht wichtig, aber doch schön wie möglich, für mich und für andere.
strick4a am 8. November 2008 03:50 Luise, mit Deiner Zustimmung werde ich Deinen Beitrag speichern und auch ausdrucken, für meine Kinder....
ich bin völlig sprachlos und dermaßen beeindruckt, das mir tatsächlich alle Worte fehlen, oder - falls noch vorhanden - verblassen würden.....
Seit bestimmt 25 Jahren hat mich nichts so beeindruckt wie Dein Beitrag.....
lg....strick
Luise am 8. November 2008 08:53 Ist für mich selbstverständlich und war deshalb nicht schwer, das zu schreiben.
Darfst du gerne machen. :-))). Ganz liebe Grüße.
ich reiß hier meine Zeit ab und gut is'

sich meine Meinung stündlich ändert.
strick4a am 8. November 2008 00:41 aha, das Bornheimsyndrom...

Was solls.....
... das Leben doch sehr interessant, abenteuerlich, mal schlecht, mal gut, mal lustig, mal traurig und vor allen Dingen nicht Langweilig ist. Ich sehe das Leben durchaus positiv ...

Ich gebe vor, mir ein vierdimensionales, absolutes Feld vorstellen zu können. Ich denke an die eine Welle, die in diesem Feld ist, das nur ist, weil die Welle ist. Die absolute Welle interferiert mich sich selbst zu vielen. In diesem Wellengebrüll entstehen Zonen der Ordung, die sich in den dreidimensionalen Raum zu Quanten ausstülpen. Dieser negentropische Prozeß fließt und schäumt zu Atomen und Molekülen, Aminosäuren und Prionen, Viren, Pilzen, Bakterien, bis zu uns Menschen. Wer mich betrachtet, sieht den Organisationsgrad des Feldes an diesem Ort. Der Prozeß fließt weiter, bis die Wesenheiten, Zonen der Ordnung genannt, eines Willens und Wesens sind, eine Welle, im einen Feld.
Leben ist eine biologische Gegebenheit, aber noch mehr.
Es ist die Voraussetzung, um Person zu sein, wozu auch geistig-seelische Möglichkeiten gehören. Nur so ist ein Streben nach Glück möglich, dessen Verwirklichung mehr oder weniger gut gelingen kann. Schwierigkeiten und Fehlschläge können als Probe (des Charakters und der Fähigkeiten) betrachtet werden, dies ist aber eine Deutung, keine Eigenschaft des Lebens an sich. Ohne Leben ist es nicht möglich, Freude zu erleben.
Es gibt notwendige Abläufe aufgrund von Logik und Naturgesetzen, aber nicht alles ist festgelegt. Menschen stehen in einem Beziehungsgeflecht von Einflüssen, die zum Teil außerhalb ihrer Verfügungsmacht stehen, aber innerhalb eines gewissen Spielraums hat auch der freie Willen, sein Leben zu gestalten, Möglichkeiten.
strick4a am 8. November 2008 01:08 Albrecht, das hast Du sehr treffend formuliert und Dein Beitrag bringt mich in meiner Denkensweise etwas weiter....
DH
lg....strick

einer mit ziemlich übelen auswirkungen

passiert ist passiert ;) hätte ja auch verhindert werden können!

Das Leben ist reiner Zufall.
strick4a am 8. November 2008 00:42 das ist momentan zufällig meine Meinung

und einer Macht die da noch ein Wörtchen mitreden wollte. Es ist doch schon faszinierend, was der Mensch allein geschaffen und wie er sich entwickelt hat. Bei allen Unterschiedlichkeiten ist das Leben doch super spannend.
strick4a am 8. November 2008 00:43 interessanter Aspekt
was heißt als solches? das was ich daraus mache!! Meine Kreation, mein Design!!
strick4a am 8. November 2008 00:44 ..kein Hintergrundgedanke...??
Bei allem was du tust solltest du einen Hintergrund haben, Egal welchen!! Nichts passiert ohne Grund!

bin nun mal da.. :-)

leben reibung hoffnung wieder da
Biologische und geistige Begebenheit sind das mindeste.

Dieses Leben ist schön!....jaa, denkste!!

Es ist einfach schön, zu leben. (War in Situationen, die auch anders hätten enden können.)
strick4a am 8. November 2008 00:50 Deine Antwort ist genau so schwer zu beantworten wie meine Frage....aber es trifft den Kern...

Das wir als Menschheit so sind, wie wir sind, erstaunt mich schon sehr. Und wenn man bedenkt, wie viele Schritte in der Entwicklung des Universums dazu nötig waren, selbst wenn sie nicht einmal alle biologisch zu nennen sind, sondern etwa stellar oder interstellar, so ist es doch zumindest nicht einfach ein Unfall oder Zufall, dass wir so geworden sind, wie wir sind. So viele Zufälle gibt es nicht! Da ist auch naturgesetzliche Notwendigkeit wirksam.
"Das Leben als solches"? Viele Antworten sprechen hier nur von ihrem eigenen Leben. "Mein Leben..." Das ist aber nicht die Frage. Darauf kann man ja leicht antworten. Im Umkreis von existenzieller Gesichertheit ist natürlich schönes Leben möglich. Bunt, selbstbestimmt, entdeckerisch, gütig, voll von Emotionen, innerem Reichtum, etc. Betrachtet man die Sache etwas globaler, sieht, dass das Leben meistens kein Freudenspender ist, sondern ein Leiden vom Tage der Geburt bis zum Grab (so man denn eins bekommt). "Das Leben ist schön ... schön mit Jade." Es kann Glück enthalten, keine Frage, aber wann ist es das? Offenkundig nur, wenn wir weniger aufs eigene Leben fokussiert sind und verstehen, dass das Glück immer nur zwischen den Menschen entstehen kann. In dem Fluidum uns allen. Ach je, komplizierte Geschichte. Aber die Traurigen, Hungernden, Ungeliebten, Eingekerkerten, Kranken, entsetzlichen Einsamen, all jene, für die das Leben abgrundtief beschissen ist - die wollen wir doch bitte nicht vergessen, wenn vom "leben als solchen" die Rede ist.
Das Lebn ist wunderbar !!
Im Moment zumindest =)

ist dazu dar, es bestmöglich zu nutzen. tut nur wozu ihr lust habt und was euch spaß macht denn amn weiß nicht ob es ein 2. leben gibt. also vergeudet euer 1. (und vllt. einziges)nicht!
Leben kann auch mal ein interessantes Zahlenspiel sein. Nehmen wir mal an, wir gehen von einer gegenwärtigen Durchschnittslebens-Erwartung von 80 Lebensjahren aus (Männer 78/ Frauen 82). Habt ihr schon mal errechnet wieviele Tage, Stunden und Minuten das sind? 80 Jahre x 364 Tage x 24 Stunden x 60 Minuten. Die Sekunden lassen wir eh außen vor, denn bis du das Wort 'Sekunde' ausgesprochen hast, ist schon wieder eine vorbei! Es sind allein fast 42 Millionen Minuten. Jetzt wird jeder sagen: eine Menge Zeit zu (er- oder über- oder überhaupt)zu leben. Und doch kann plötzlich mit einem Schlag(anfall) alles vorbei sein oder zumindest das Leben nicht mehr so sein wie es kurz vorher noch war. So etwas nennt man dann Schicksalsschlag. Aber das Schicksal kann ja auch mal eine unerwartet glückliche Fügung erfahren: hoher Lottogewinn, die Frau/den Mann fürs Leben kennengelernt, ein Kind zu bekommen (= einem neuen Menschen ein neues Leben geschenkt zu haben usw. Und trotzdem erleben wir die Tage unseres Lebens nicht gleich intensiv und nicht alle sind Festtage oder Highlights! Deshalb sollten wir das Leben von seiner schönsten Seite genießen, uns von negativen Schicksalsschlägen nicht von unserem Weg abbringen lassen und uns Menschen nicht gegenseitig das Leben zur Hölle machen! Und wenn wir nach dem Sinn des Lebens fragen: er liegt im "Miteinander" und nicht im Neben- oder gar Gegeneinander!

Weg zur Höherentwicklung und Vervollkommnung...
...DH...