Laufleistung des Motors?

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8 Antworten

"DIE" maximale Laufleistung eines Motors gibt es nicht. 

Die Standfestigkeit hängt von unheimlich vielen Faktoren ab. 

Wie ist der Wagen gefahren worden? Kurz- oder Langstrecke? Wurde vernünftig gewartet ? Oder nur das nötigste? Wenn Turbo vorhanden, wurde er anständig warm und kalt gefahren? Wie war die Verarbeitung des Motors von Anfang an? Vielleicht ein "Montagsmodell" ? Benziner oder Diesel? 

Wonach du gucken kannst: 

Ist alles dicht oder verliert der Motor irgendwo Flüssigkeit ? 

Klackert es oder macht es andere Geräusche? Ist ggf Wasser oder Benzin im Motoröl? Ist irgendeine andere Verunreinigung im Öl (Metallspäne: Ganz schlecht.) 

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Kommentar von Teetz
23.11.2015, 13:30

Danke schonmal für die Hinweise. das Auto gehört einer Fahrschule und wurde genutzt für Motorradfahrstunden zum Beifahren. Es wurde immer bestens instand gehalten. Das kann ich vermutlich gar nicht aufbringen mit meiner nkenntnis. trotzdem die Frage, was passiert mit dem Motor im schlechtesten Fall, wenn die Laufleistung erreicht ist?? Danke schonmal!

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So lange kein Defekt eintritt, der dafür sorgt, dass der Motor akut nicht mehr läuft, geht man als Anhalt nach dem Ölverbrauch. Faustregel - bis 1 L auf 1000 km gilt noch als normal bis akzeptabel.

Steigt der Ölverbrauch, ist das ein Anzeichen für verschlissene Kolbenringe und womöglich weitere Dichtungen innerhalb des Motors. Dann kann man auch mal die Kompression messen lassen.

Man kann natürlich auch aus vergleichsweise heiterem Himmel einen Lagerschaden bekommen oder dergleichen. Da fährt man durch die Gegend und vorzugsweise bei höheren Drehzahlen kommt auf einmal ein massives Klackern, dann ist es aus.

Häufiger ist aber, dass halt nach und nach der Ölverbrauch steigt und die Kompression abnimmt, letzteres geht mit sinkender Startwilligkeit und schleichendem Leistungsverlust einher.

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Kommentar von Teetz
23.11.2015, 13:40

Wenn er neuen Tüv hat und dabei ja auch die Ölfeuchte gemessen wird ist das also ein gutes Zeichen wenn er neuen TüV hat?? Außerdem geht er seither wohl immer ohne Startschwierigkeiten an. einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, wenn mir das Ding allerdings um die Ohren fliegen könnte verzichte ich lieber. Also ist das a und o regelmäßig öl nachfüllen??

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In der Regel merkt man, wenn der Motor hinüber geht, der Ölverbrauch steigt, die Leistung ist nicht mehr optimal, er wird heiss.....  Wenn natürlich der Steuerriemen oder die Steuerkette reisst klackt es und er Motor gibt den Geist auf. Ex- oder implodieren ist i.d.Regel nicht der Fall. Ich war im Aussendienst und habe meine PKW nach 4 Jahren meistens mit 200.000  km abgegeben. Einer davon hat mein Schwiegersohn übernommen, er hat diesen nochmal 200.000 km gefahren und dann mit 400.000 km weiter verschenkt. Langstreckenfahrzeuge halten oft grosse Laufleistung aus, Motorkiller sind eher Kurzstrecken mit Kaltlaufphasen.  

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Kommentar von Teetz
23.11.2015, 13:41

woran liegt es das langstreckenfahrzeuge höhere Laufleistung haben können? Hat ihr schwiegersohn dann normal also auch für kürzere strecken gebraucht.?

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Eine maximale Laufleistung eines Motors gibt es nicht. Es sei den man provoziert es, indem man das Öl und Kühlwasser ablässt und Vollgas gibt. Dadurch geht er sofort kaputt.


Es gibt aber im Normalfall keinen Punkt wo er einfach ausgeht und nichts geht mehr. Er ist nur irgendwann zu stark verschlissen und das ist ein schleichender Prozess. Anfangen tut es damit, dass die Kompression nachlässt, weil die Kolbenringe abgeschliffen sind, was sich in mangelnder Leistung und abnorm hohem Ölverbrauch bemerkbar macht. Auch können andere Geräte, wie die Ölpumpe, Kraftstoffpumpe, Anlasser, Einspritzdüsen etc. kaputtgehen. Beim defekten Anlasser gibts ein heftig sirrendes Geräusch und der Motor springt nicht an. Bei defekten Düsen hat man ebenfalls weniger Leistung und die Gasannahme ist schlechter. 

Da du aber den Wagen geschenkt bekommst, und deswegen seinen Normalzustand nicht kennst, dürfte es schwierig werden etwaige Anzeichen richtig zu deuten.

Zudem sei gesagt, dass ein Motor schon längst nicht mehr ein Grund ist, weshalb man sein Auto verschrotten lässt. Mit zunehmender Laufleistung gibt es immer häufiger irgendwo anders Defekte (sei es Bremsen, Federn, Domlager, Kupplung, Getriebe etc). Es macht dann einfach keinen Sinn mehr immer häufiger Geld in die Reparatur zu stecken, weil es günstiger ist, ein neues Auto zu kaufen. Der Motor läuft aber meistens noch.

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Meist kündigt sich das Ende des Motorlebens über Reparaturkosten an, die einen wirtschaftlichen Totalschaden zur Folge haben. Also, wie erwähnt: Zunehmender Ölverlust/-verbrauch durch verschlissene Kolbenringe oder andere Dichtungen, auch die Motorteile selbst leiden (Riefenbildung an Zylinderlaufflächen oder Nockenwellen). Lager sind austauschreif. Wenn man es wirklich weiter angehen lässt, wird der Motor schlechter laufen, mehr verbrauchen, Öl verbrennen, was den Kat schädigt etc. Infolge von Lagerschäden oder defekten Kolbenringen kann es zu Motorklemmern kommen, die den Motorblock nebst Antriebsstrang nachhaltig zerstören. Wenn es auf das Geld nicht so sehr ankommt, bspw. bei der Oldtimerpflege, kann man eigentlich alles am Motor austauschen. Auch gibt es ausgesprochene Dauerläufer, die bei regelmäßiger (geringer) Pflege teils deutlich über 500.000 km schaffen, angefangen von einfachen Mercedes 190-Saugdieseln bis zum Smart-Minidiesel. Aber es gibt einfach zu viele Eckdaten, die über die Laufleistung entscheiden, so dass man für einen konkreten Motortyp keine Lebenserwartung festschreiben kann. 

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Ex oder implodieren kann er nicht. Also es besteht keinerlei Gefahr egal wieviel der Wagen gelaufen hat.

Er kann an Leistung verlieren, weniger Kompression. evtl. springt er immer schlechter an.

Er wird ggf. mehr Öl verbrauchen

Je nach Wartung können die Ventile anfangen zu klappern  etc.

Das Risiko das Zusatzaggregate wie Lichtmaschine Anlasser Wasserpumpe etc den Geist aufgeben erhöht sich natürlich mit der Laufleistung.

Aber für Umsonst ?!  Was kann dir schlimmstenfalls passieren ?  Du hast einen technischen Defekt nach ein paar weiteren 10 Tsd KM ! Na und!

Dann lässt du es reparieren oder gibst ihn zum Schrott.  Gefährlich ist es definitiv. nicht

 

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Wenn ein Motor noch einigermaßen rund läuft und nicht klackert oder klopft und kein übermässig blauer Auspuffqualm zu sehen ist, sollte er gut sein!!!!

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Kommentar von Teetz
23.11.2015, 13:45

höre ich das klackern bzw klopfen während der Fahrt oder beim start? Bedeutet ein klackern dann das er nicht mehr lange hält?

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Also bei Deinem Corsa ist die vorgesehene Lebensdauer sicher schon überschritten. Trotzdem kann er noch eine gute Weile halten.

Und ziemlich sicher wird er weder explodieren noch implodieren. Wie er sterben wird, kann aber niemand sagen.

Unser Corsa (Bj 2000) war nach 8 Jahren und 150.000km "tot". Motor (3-Zylinder) lief schlecht, und die elektrische Servolenkung gab den Geist auf. Da alleine die Lenkung 800.- Materialkosten verschlungen hätte, wurde er nach Afrika verramscht.

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