Frage von Hallorenkugeel, 67

Lastschrift geplatzt - Mahnschreiben vom Anwalt, ohne Zahlungserinnerung?

Hallo zusammen, ein Unternehmen hat im März versucht den Betrag i.H.v. 50,30 € per Lastschrift einzuziehen. Zu diesem Zeitpunkt war das Konto nicht gedeckt (Gehalt kam verspätet). Am nächsten Tag war das Konto im Plus. Die Bank hat mich informiert das ein Gläubiger versucht hat Betrag X einzuziehen. Heute kam dann ein Schreiben direkt vom Anwalt das die 50,30 € zzgl. 55,00 € Anwaltsgebühren und 15 € Mahngebühren zu zahlen sind.

Meine Frage ist nun, ist das denn überhaupt rechtens?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von kevin1905, 46

Ja und nein.

Der Verzug ist durch die Rücklastschrift eingetreten, ohne dass es einer Mahnung bedarf.

Du schuldest also grundsätzlich den Verzugsschaden.

Die Frage ist also was ist in diesem Fall ersetzbarer Verzugsschaden und was nicht.

Ersetzt werden müssen:

  • Kosten für die Rücklastschrift (ca. 5,- €)
  • Kosten für jede postalische Mahnung (max. 2,50 €)
  • Verzugszinsen
  • Anwaltskosten können theoretisch eingeklagt werden, wenn diese zweckdienlich und notwendig waren. Passiert in der Praxis aber selten.

Also überweise vorerst mal die genannten Positionen zweckgebunden an den Gläubiger.

Antwort
von kabatee, 34

Denke auch dass Anwalt hier doch übertrieben war! Zahl das andere und lass dich bei der Verbraucherzentralle beraten. solltest du auch den anwalt bezahlen dann nur " unter Vorbehalt".

Antwort
von Tagwerker, 38

Ist rechtens! Du hast dafür Sorge zu tragen, dass bei anfallenden Lastschriften das Konto gedeckt ist. Das dein Geld zu spät gekommen ist, ist keine ausreichende Begründung.

Nachtrag:  <  Die Bank hat mich informiert das ein Gläubiger versucht hat Betrag X einzuziehen. >

Hättest den Betrag nochmals anweisen sollen! Das macht keine Bank automatisch.

Kommentar von mepeisen ,

Das dein Geld zu spät gekommen ist, ist keine ausreichende Begründung.

Wenn der Arbeitgeber etwas verschuldet, dann kann man (rein theoretisch) vom Arbeitgeber Schadensersatz verlangen.

Davon abgesehen ist das alles aber keine ausreichende Begründung für Kostenunfug. Je nachdem, ob der Gläubiger entsprechend geschäftserfahren ist oder nicht, braucht er keine Hilfe beim Schreiben von Mahnbriefchen. Die Anwaltskosten verstoßen also höchstwahrscheinlich gegen §254 BGB.

Antwort
von Alexuwe, 32

Bedingt ja

Mit dem Zahlungsziel , geraten sie in Verzug

Versuchen Sie den Rechnungsbetrag zuzüglich der Mahngebüren zu zahlen

im Normallfall reicht das

LG

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