gutefrage.net, die Ratgeber Community
version2_beta
Login   |  Forum |  Richtlinien |  FAQ

11 

Lasst ihr euer Kind noch taufen?

gefragt von Zecke am 16.01.2008 um 8:43 Uhr

Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit Religion noch etwas anfangen kann. Würdet ihr euer Kind dennoch taufen lassen, oder wie würdet ihr euch entscheiden?


Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

Kinder (5864)
Religion (463)
Glaube (120)
ähnliche Fragen

Reply


Wieselchen
beantwortet von Wieselchen am 16. Januar 2008 08:53
9x
Thumb_up

Ich verstehe deine Frage sehr gut. Wenn du selbst nicht unbedingt ein gläubiger Mensch bist und die Kirche für dich keine Bedeutung hat, wirst du deinem Kind mit Sicherheit auch nicht die Religion als Wert nahebringen wollen.

Aber wenn du gläubig bist, auch hinter deiner Kirche stehst, dann solltest du die Taufe ruhig - ich würde sogar sagen unbedingt - durchziehen. Dieses ganze Gerede von religiöser Bevormundung geht mir eh auf den Zwirn. Ich bestimme auch alle anderen Werte, die ich meinem Kind vermittel, bis es alt genug ist, selbst für sich Entscheidungen zu treffen.

Allerdings gebe ich zu bedenken: Was ein Kind nicht kennenlernt, kann es später nicht befürworten oder ablehnen.

Kommentar von 30816f5e44e5ac64097b40869adacb75smallAnariel am 16. Januar 2008 08:56

Bin da ganz Tanzwiesels Meinung.

Kommentar von Fcbb169214ce6767cc043334449ea06esmallHerrLich am 16. Januar 2008 09:00

DH für diese ausgewogene Antwort.

Kommentar von 32c7c22e7733cc0bbb939c0e1dbe0271smallminister am 16. Januar 2008 09:06

Applaus!

Kommentar von Simple_avatar4smallanjanni am 16. Januar 2008 09:15

Kennenlernen kann das Kind die Religion aber auch, ohne selbst getauft zu sein.

Kommentar von Simple_avatar1smallBuddha am 16. Januar 2008 09:29

"Kennenlernen" - später einmal! - schon. Aber durch die Taufe wird das Kind in einer christl. Gemeinschaft sozialisiert. Erst da kann es sich später einmal dafür od. dagegen entscheiden!

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 16. Januar 2008 09:35

Ich habe nie etwas anderes behauptet.

Kommentar von 87659cf9337b5f07a504a64cf70e0ad8smallSolipsist am 16. Januar 2008 10:06

Meldest Du das Kind dann auch gleich bei der CSU, oder einer beliebig anderen Partei an? Nein, wahrscheinlich nicht. Kommt einem auch komisch vor der Gedanke. Aber bei der Kirche hat es immer diese Selbstverständlichkeit. Warum??

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 16. Januar 2008 10:23

Mir kommt der Gedanke komisch vor, dass grundsätzlich dieses "Argument" kommt, wenn jemand die Taufe des Kindes befürwortet. Glaube und politische Gesinnung sind nun doch wirklich genauso vergleichbar wie Äpfel und Gurken. Wenn ich an Gott und die Kirche glaube, dann bringt es allein der Glaube und seine Auslegung schon mit sich, die Taufe vornehmen zu lassen.

Kommentar von wender am 16. Januar 2008 10:41

Nein Tanzwiesel da hast du mal unrecht, so wie es soli sieht ist echt objektiv...

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 16. Januar 2008 10:51

Das ist nicht richtig, wender. Wenn du an die katholische Kirche glaubst, dann ist das Sakrament der Taufe nicht nur der Eingang in die katholische Kirchengemeinde, sondern auch die Lossprechung für die Erbsünde, also auch wichtig für das Seelenheil des Kindes.

Ich habe aber noch nie davon gehört, dass es für das Seelenheil eines Kindes abträglich ist, wenn es nicht von Geburt an Mitglied bei einer Partei ist...

Kommentar von 87659cf9337b5f07a504a64cf70e0ad8smallSolipsist am 16. Januar 2008 11:35

Hast Du ein Kind Tanzwiesel? Ich schon. Und ein Märchen zu glauben dieses, oder überhaupt irgendein Kind, hätte SÜNDE, entschuldige, aber das kotzt mich an! Es gibt nichts unschuldigeres reineres als ein kleines neugeborenes Kind. Und dann kommt ein Verein daher, hält ein Buch in die Höhe, und schreit von ewiger Verdammniss und ähnlichem Quark. Einerseits soll es der Gott der Liebe sein, andererseits sind schon mal alle Kinder von Geburt an stigmatisiert und Du und andere fresst das einfach gedankenlos. Einfach weil es seit Jahrhunderten vorgelebt wird. (Ich will Dich nicht persönlich angreifen, ich bin bei der Sache)

Wenn Dir der Vergleich nicht gefällt mit der Parteianmeldung, dann probiere es mal mit einer Tätowieung. Das Prinzip bleibt das gleiche. Man deckelt seinem Kind eine Religionszugehörigkeit auf, von der es keine Ahnung hat. Wenn Du an Gott glauben willst, dann mach das. Aber hört auf die Unschuldigsten ohne ihr Wissen zu missionieren.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 16. Januar 2008 11:46

Ich habe sogar zwei Kinder, Solpsist.

Und wenn du mal bitte genau lesen würdest, dann habe ich geschrieben wenn du an die katholische Kirche glaubst. Und bei meiner ursprünglichen Antwort habe ich geschrieben, dass man seine Kinder gut und gerne taufen lassen soll, wenn man gläubig ist und hinter seiner Kirche steht. Und dies wiederum begründet dann auch meine Argumentation darein, dass - wenn man nun schon mal daran glaubt - das Seelenheil des Kindes im Vordergrund stehen sollte, und nicht irgend ein - entschuldige bitte den Ausdruck - pseudopolitsches Statement der freien Entfaltung. Genau so, wie aus festem Glauben heraus deine Kinder nicht taufst, weil du eben diesen Thesen nicht folgen kannst, überlasse bitte allen anderen auch ihren Glauben.

Ob Taufen oder nicht, die Kinder werden durch unsere Entscheidung so oder so bevormundet, oder eben "missioniert", Indem du sie nicht taufen lässt eben für den Nichtglauben, umgekehrt eben für den Glauben. Es gibt andere Kinder, die ihren Eltern genauso herum die Nichttaufe vorwerfen.

Erziehung ist nichts anderes als Manipulation der Unschuldigsten nach unseren eigenen Werten.

Kommentar von 87659cf9337b5f07a504a64cf70e0ad8smallSolipsist am 16. Januar 2008 12:45

Wenn. Ich weiß. Ich habe das schon auch so verstanden. Gute Antwort von Dir dennoch. Ich weiß was Du meinst. So oder so, alles was hier noch bleibt ist wieder mal eine theistische Diskussion und für die fehlt mir die Zeit, der Nerv und die Aussicht auf Erfolg, weil sich eh wieder nur alles im Kreise dreht.

Nur eines. Du schreibst: ..."Genau so, wie aus festem Glauben heraus deine Kinder nicht taufst..." stimmt nicht. Ich glaube nicht, ich benutze mein Wissen. Dass es keinen Gott gibt, mag, kann nur mein Glaube sein. Das aber eine Kirche Inkas und Azteken, einige Millionen "Ketzer", einige hunderttausend "Hexen", einige Millionen Tote des Dreißigjährigen Krieges, Tote in Nordirland und in Jugoslawien, und so weiter und so fort, „Im Namen des Herrn“ zu verantworten hat, das ist mein Wissen. Dass dieser Verein seit Jahrhunderten den Menschen mit der Angst vor Gottes Ungnade in Schach hält, ist mein Wissen. Das eine Bibel ein Buch ist welches über Jahrhunderte hinweg von Hunderten geschrieben wurde, voller Fehler steckt und unendlich brutal ist, ist mein Wissen. Dass das Logo dieser Religion die naturrealistische Abblildung einer römischen Folter bzw. Hinrichtungsmethode ist, ist auch mein Wissen. Und ich weiß das ich mein Kind so unverblendet wie möglich, mit einer gesunden Einstellung zu Moral, liebe, Wahrheit und Sexualität in diese Welt entlassen möchte.

Schau mal in die Sterne, überleg Dir was das da oben alles soll. Und wenn Du Gott als den Urheber des ganzen sehen solltest, so bleibt Dir das unbenommen. Aber schmeiß das doch nicht, all diese Schönheit, mit diesem blutrünstigen Verein in einen Topf. Gott und Kirche, das hat rein gar nichts miteinander zu tun.

Grüß Dich.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 16. Januar 2008 13:13

Abschließend, und weil ich wie immer das letzte Wort haben will :-)

Gerade weil ich mir die Sterne ansehe, die Natur und meine Kinder, bin ich der festen Überzeugung, dass es einen Gott gibt. Aber Kirche... brauche ich nicht. Die katholische Kirche ist nicht mein Ding, war sie nie. Auch das Dogma vom allmächtigen Übervater, der nicht zulässt, dass man dir ein Haar krümmt - wenn er es denn will. Dafür habe ich schon zuviel Elend (auch bei strengkatholischen Mitmenschen) gesehen. Und ein Gott, der nur wohlwollend auf dich herabblickt, wenn du der "richtigen" Religion angehörst, ist in meinen Augen eine Blasphemie und ein Widerspruch in sich. Insofern stimme ich dir zu.

Meine Religion ist ganz einfach gestrickt. Ja, es gibt Gott. Einen liebenden, verzeihenden Gott, der die Wunder des Lebens überhaupt möglich machte. Gott ist in allen Dingen, den guten wie in den schlechten Dingen, den Wundern und im ganz Alltäglichen. Liebe und Geben sind meine Religion, Anstand und Würde unterstützen sie. Das gebe ich an meine Kinder weiter, ich versuche es zumindest.

Kommentar von 87659cf9337b5f07a504a64cf70e0ad8smallSolipsist am 16. Januar 2008 13:16

Wunderbar. Viel Erfolg damit und Servus.

S.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 16. Januar 2008 13:21

Oh nein, so einfach geb ich das letzte Wort nicht her :-P

L.G.

tanzwiesel

Kommentar von 87659cf9337b5f07a504a64cf70e0ad8smallSolipsist am 17. Januar 2008 09:57

Ach so? Das letzte Wort sei Dir hiermit überlassen.

:-)

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 17. Januar 2008 10:02

danke ;-P

Kommentar von 87659cf9337b5f07a504a64cf70e0ad8smallSolipsist am 18. Januar 2008 11:58

Bittesehr! ;-)

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 18. Januar 2008 12:18

Ich bewundere deine Höflichkeit....

Kommentar von 87659cf9337b5f07a504a64cf70e0ad8smallSolipsist am 19. Januar 2008 11:29

Mein Auge feuchtet sich, ob solch froher Kunde.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 20. Januar 2008 22:45

Die Tränendrüsen öffnen sich - gleich einer kleinen Wunde...

Kommentar von Simple_avatar3smalludine am 18. Februar 2008 18:48

ja Solli! Da stimme ich dir zu! Gott und Kirche hat wirklich nichts miteinander zu tun! Liebe Grüße


carola111
beantwortet von carola111 am 16. Januar 2008 09:00
7x
Thumb_up

Lesen wir dazu doch ein Mal in der Bibel nach, was Gott dazu meint. Apostelgeschichte 8, Verse 26-40. Da wird ein erwachsener Mann getauft aufgrund seines Glaubens. Kann denn ein Säugling schon an das Erlösungswerk Jesu Christi glauben? Oder Römer 6, Verse 1-14. Kann ein Säugling etwas von einem neuen Leben mit Gott verstehen, wenn es noch nicht einmal den Fluch der Sünde kennt? Auch Paten können nicht stellvertretend einspringen. Das steht nirgends in der Bibel! Jeder Mensch ist allein verantwortlich dafür, ob er Jesus annimmt oder es sein lässt. Nimmt der Mensch Jesus bewusst an, sollte sich der Mensch, egal ob 7 Jahre oder 50 Jahre taufen lassen, weil er darauf vertraut, dass Jesus für ihn persönlich starb und die Sünden ausradiert sind. Schau bitte nicht darauf, was die Kirchengeschichte sagt, sondern was Gott selbst in seinem Wort sagt. Es entstehen viele christliche Gemeinden in einer Freikirche, die solchen Glauben bezeugen. Da wird auch das Thema Taufe erklärt. Ich wünsche dir so eine Gemeinde, um Orientierung zu erhalten.

Kommentar von Simple_avatar4smallbrettpit am 16. Januar 2008 09:39

Sehr richtig diese Argumentation,du beziehst dich auf die Bibel das Handbuch für jeden Christen.Erst als später wie Johannes sagte Wölfe unter Schafspelzen in die Christenversammlung eindrangen kamen solche verzerrte Ansichten auf. Die Kirche wurde dann geteilt in "Laien" und Checker. Und auch mit der Kindstaufe erhoffte man sich steten Nachwuchs.Wahre Christen lassen sich taufen durch Überzeugung im Erwachsenen-Alter

Kommentar von B970d50b3a71026a272d7513a5c98eb9smallhandtasche am 16. Januar 2008 09:53

Danke Carola, und wie kann ein Kind den Unterschied zwischen Großkirchen,Sekten und dem wahren chrisl. Glauben nach der Bibel feststellen? Erst wenn es mal Erwachsen ist

Kommentar von Caf8a3595bdac965238ca5caba361d24smallcomarel am 16. Januar 2008 09:55

@carola111 Ein Säugling kann natürlich nicht an das Erlösungswerk "glauben" im herkömmlichen Sinne. Aber dazu hat es ja die Eltern und Paten, die ihm den Glauben nahe bringen sollen und das Kind hat bei Erstkommunion (bei der auch zum ersten Mal Widersagung des Bösen und Glaubensbekenntnis vom Kind selbst gebetet wird), Firmung, Buße, Eheschließung noch sooooo viele Gelegenheiten den vorgelebten Glauben selbstständig zu bekunden und demnach hat es auch mit 14 Jahren die freie Wahl, ob es im Glauben weiterleben möchte oder nicht. Mit 14 Jahren beginnt die sogenannte Religionsfreiheit. Wie soll denn sonst ein Kind vom Leben im Glauben erfahren, wenn nicht durch Vorleben von Eltern und Paten?????

Kommentar von wender am 16. Januar 2008 10:35

comarel> klingt schön was du sagst, doch die Realität sieht anders aus,auch wenn ich mit Kindern darüber spreche, ist da so eine Leere?!unvorstellbar für 14-15 jährige.Bei Mose Abraham oder Noah Lot ins Detail zu gehen, da sind die schon überfordert.Auch dass ein Erwachsener mit ihnen darüber spricht, da sind sie gar nicht gewöhnt. Letzes Jahr wurde auch darüber eine Umfrage gemacht,erschreckend.Macht doch auch mal so ein Test.

Kommentar von 4571c8275941e5293659ca57bbb32fcbsmallcarola111 am 17. Januar 2008 19:26

Lieber wender, die Eltern können dem Kind mehr als Werte beibringen. Ich habe meinen Kindern die Kinderbibel gekauft und immer sehr gern und oft daraus vorgelesen. Ihnen sind die Geschichten nicht fremd. Aber du hast recht, jeder muss allein eine Entscheidung fällen, egal ob er eine christliche Erziehung genoss oder nicht. Glaube mir in unserer Gemeinde sind viele junge Leute, die ihren Glauben - so wie ich- frei bekennen. Es sind auch viele Menschen mittleren Alters da oder Ältere. Aber der junge Zulauf ist unübersehbar. Außerdem sind wir als Gemeinde und mit Bezirksabgeordneten auf der Straße unterwegs, wo viel Gewalt war. Die Jugendlichen sprechen die anderen Jugendlichen an, um stark und mutig gegen Gewalt zu sein. Es ist ein großes Projekt. Und mit dem Ergebnis, dass nicht mehr so viele Gewalttaten in dem Viertel auftauchen.

Kommentar von Simple_avatar4smallanjanni am 16. Januar 2008 10:39

@carola: Lies doch mal die ganze Apostelgeschichte: Da wird der mann immer "mit seinem ganzen Haus" getauft. Der Hausherr bekannte sich zur Kirche - und er stand auch für alle, die zu seinem Haus(halt) gehörten ein.

Kommentar von 4571c8275941e5293659ca57bbb32fcbsmallcarola111 am 17. Januar 2008 19:16

Die ganze Apostelgeschichte würde jetzt zu weit führen. Aber gern nehme ich die Stelle auf, die du bestimmt meinst. Apg. 16, 16-40. Paulus und Silas sitzen im Gefängnis. Nach vielen Schlägen und mit einem Holzblock an den Füssen fangen die beiden an, Loblieder zu singen. Da kam ein Erdbeben und die Gefängnistüren sprangen auf. Der Gefängniswärter dachte, alle Gefangenen wären geflohen, und er wollte sich umbringen. Er sah, dass Paulus und Silas noch da waren und fragte, was er tun müsse, ob gerettet zu werden. Sie antworteten: Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du und dein Haus geretttet werden. Und sie sagten ihm und allen anderen in seinem Haus die Frohe Botschaft Gottes (dass Jesus von Sünden befreit). Vers 32. Da steht erst mal nichts von Taufe. Sondern sie hörten erst und dann glaubten sie und dann in Vers 33 haben sie sich taufen lassen. Bitte beachte die Reihenfolge.


anjanni
beantwortet von anjanni am 16. Januar 2008 09:01
5x
Thumb_up

Wenn Du tatsächlich mit Kirche und Religion nichts anfangen kannst, solltest Du auch Dein Kind nicht taufen lassen. Genaugenommen dürfte auch aus kirchenrechtlicher Sicht Dein Kind dann gar nicht getauft werden, da Du es ja gar nicht im Glauben erziehen könntest.

Wenn Du im Zweifel bist (religiös meine ich jetzt) und Dein Kind doch gerne taufen lassen möchtest, kannst Du Paten aussuchen, die die religiöse Erziehung des Kindes unterstützen. Genau das ist nämlich eigentlich der Sinn der Patenschaft.

Wenn Du im Zweifel bist und Dein Kind jetzt nicht taufen lassen möchtest, kann die Entscheidung auch später noch getroffen werden. Du kannst Deinem Kind die Möglichkeit geben, sowohl die Religion (im Schulunterricht, durch Kontakte zu Gruppen in der Kirche) als auch Deinen Standpunkt kennenzulernen. Später kann die Entscheidung für (natürlich auch gegen) die Taufe vom Kind allein oder mit Dir gemeinsam getroffen werden.

Ich habe es nicht nur einmal erlebt, daß Kinder den Wunsch zur Taufe äußerten, wenn die Klassenkameraden auf die Erstkommunion vorbereitet wurden.

Meine Kinder sind getauft, und das würde ich auch immer wieder so machen. Aber ich bin auch aktives Mitglied in der Kirche.

Kommentar von D70045c01aa19e043af5e20bbacc3793smallHannibal1970 am 16. Januar 2008 09:39

Eine faire, u reelle Antwort. Wenn mehr Menschen, besonders von der Kirche angestellte, so ehrlich denken würden, hätte die Kirche auch wieder mehr Zulauf. DH

Kommentar von B970d50b3a71026a272d7513a5c98eb9smallhandtasche am 16. Januar 2008 09:49

du schreibst du erlebtest dasss Kinder den kollektiven Wunsch hatten sich dann auch taufen zu lassen, sie hatten doch gar keine Grundlage? Ich hab es auch erlebt in der engeren Verwandtschaft, auf meine Frage bejahten sie dass es eigentlich nur um "Cash" gegangen ist.

Kommentar von Simple_avatar4smallanjanni am 16. Januar 2008 10:10

Einen "kollektiven Wunsch" habe ich nicht bemerkt - so würde ich das nicht nennen.

Warum sollten sie keine Grundlage haben? Sie haben in der Schule am Religionsunterricht teilgenommen. Sie haben im Freundeskreis Religion erlebt. Sie wollten einfach dieselben Initiationsriten mitmachen wie ihre Freunde. Sie wollten genau so sein.

Gut, "Cash" mag dabei auch eine Rolle gespielt haben, aber nicht nur.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmall Wieselchen am 16. Januar 2008 10:26

Bei uns war es genau anders herum. Mein Sohn hat von der Kirche nur die Taufe und den katholischen Unterricht mitbekommen (ich kann persönlich mit der katholischen Kirche nicht viel anfangen, was aber nichts daran ändert, dass ich fest an Gott glaube). Als es dann auf das Sakrament der heiligen Kommunion zuging, hat er sich dagegen entschieden. Er wird nun, wo er volljährig ist, wohl auch aus der Kirche austreten.

Kommentar von Simple_avatar4smallanjanni am 16. Januar 2008 10:35

@Tanzwiesel: Mein Sohn fühlt sich der Kirche auch nicht so verbunden. Er hat direkt nach der Erstkommunion sich als Atheisten erklärt. Die Firmung hat er trotz "Cash"-Erwartungen nicht mitgemacht. Immerhin konsequent. Austreten will er trotzdem nicht, weil er der Überzeugung ist, daß sein Geld bei den caritativen Aufgaben der Kirche ordentlich ankommt.

So verschieden können sich Kinder entwickeln.


Zander1961
beantwortet von Zander1961 am 16. Januar 2008 08:46
2x
Thumb_up

Ich habe schon drei kinder und die sind alle getauft. Auch alle weiteren Kinder würde ich taufen lassen. Warum denn nicht?


jens79
beantwortet von jens79 am 16. Januar 2008 09:03
2x
Thumb_up

Ich denke Glaube muss von Innen kommen und sollte nicht einem wehrlosen Kind aufgezwungen werden. Ich lasse meine Kinder nicht taufen und erkläre ihnen lieber die verschiedenen Religionen, recherchiere bei aufkommenden Fragen und sie sollen irgenwann einmal selbst entscheinden ob und welcher Glaubensgemeinschaft sie beitreten wollen, oder ob sie gar nicht, oder für sich alleine glauben wollen. Es gibt schon genug Pseudo-Christen, die getauft sind, aber sonst nichts mit Jesus Christus Lehren zu tun haben.





wattstern
beantwortet von wattstern am 16. Januar 2008 11:45
2x
Thumb_up

Ich war evangelisch, getauft und habe die Konfirmation eigentlich nur aus Gruppenzwang und ehrlich gesagt der Kohle wegen mitgenommen. Kinder sind nun manchmal auch einfach schlicht strukturiert und reflektieren nicht immer wirklich. Bin aus der Kirche vor Jahren aus Überzeugung ausgetreten, mein Lebensgefährte ist nicht-praktizierender Katholik und unsere Tochter ist NICHT getauft. Und ich finde das auch gut so. Sie hat, wenn sie alt genug ist, zu verstehen, wobei es bei Kirche geht, aber jederezeit die Wahl, sich so oder so taufen zu lassen. Die Wahl überlasse ich lieber ihr. Sollte sie einen Bezug dazu verspüren, lege ich ihr keine Steine in den Weg, jeder kann sein Seelenheil da suchen, wo er mag. Auch in der Schule werde ich ihr gerne die Wahl lassen, ob sie am Religionsunterricht teil nimmt. Auch wenn wir keineswegs kirchlich oder religiös geprägt leben, kann ich ÜBERHAUPT NICHT diese aufgeworfene These unterstützen, dass wir dann evtl. nicht in der Lage wären, unser Kind christlich zu erziehen oder es schlicht nicht täten. Das ist doch Quatsch. Das eine schließt das andere doch nicht aus. Erstens kann ich auch glauben - an wen oder was auch immer - ohne einer entsprechenden Gemeinschaft anzugehören. Zweitens leben wir nun mal in einer originär christlich geprägten Gesellschaft (jaja, mal abgesehen von den ganzen Strömungen, die es mittlerweile gibt) und man kann sich doch als durchschnittlicher Normalbürger diesen Werten gar nicht entziehen, wenn man sein Kind zu einem vernünftigen Mitglied dieser Gesellschaft erziehen will. Alle unsere Werte, die heute noch immer zugrund liegen, sind doch nun mal christliche. So ist nun mal die Historie. Da können wir uns noch so sehr verbiegen und dagegen anstinken. Und auch wenn ich ausgetreten bin, unterstütze ich nach wie vor diese Werte. Aber ich kann mit dieser Institution Kirche nun mal nichts anfangen. Ich brauche das auch nicht für mein Seelenheil. Wir lesen unserm kind auch kindgerechte Bibelerzählungen vor. Zu Weihnachten liebte sie die Weihnachtsgeschichte zum Beispiel sehr. Oder die Geschichte von Noah und seiner Arche. Daran hat sie viel Spaß und ich finde das auch OK.

Was mich allerdings wahnsinnig macht ist diese Absolutheit, mit der die eine wie die andere Seite versucht, die Argumente für sich auszuschlachten. Und die Gegnseite ist auf jeden Fall immer "böse" oder im Unrecht. Das ist doch Blödsinn! Ich glaube, wir kriegen beides gut unter einen Hut und selbt meine erzkatholische Schwiegermutter in spe kann inzwischen gut damit leben.

Wirklich schlimm finde ich immer nur die Haltung einiger Erzkatholiken, die immer noch mit Erbsünde kommen. Oder Lossprechung vom Bösen bei Halbwüchsigen. Oder Seelenheil bei Säuglingen. Das einzige Seelenheil, dass sie meiner Meinung nach wirklich weiterbringt, ist ganz viel Liebe - gläubig oder nicht. Aber das ist, wie gesagt, meine ganz persönliche Meinung. Mal ganz abgesehen davon hätte ich ein echtes Problem damit gehabt, mein Kind per se in einem Glauben taufen zu lassen, dessen oberster Gläubiger noch immer gegen Präservative ist, Abtreibungen verdammt (ich finde's auch nicht toll, aber ich glaube, man muss sich den Realitäten stellen und Notfällen Tribut zollen) und es immer noch nicht geschafft hat, allen seinen Schäfchen begreiflich zu machen, dass körperliche Liebe auch außerhalb (sprich vor) der Ehe nichts Böses, sondern etwas Wunderschönes ist. Sonst wäre unsere wunderschöne und supersüße Tochter nämlich gar nicht auf der Welt.

Kommentar von 1fbd04cbe07943860c54a31479062621smallMaienblume am 16. Januar 2008 14:40

Ich bin begeistert von Deinem Beitrag! Wenn ich Dir ein Dutzend Daumen geben könnte... ich schick sie Dir "im Geiste"!

Kommentar von Simple_avatar6smallwattstern am 16. Januar 2008 18:09

Ich danke, Gleichgesinnte. ;-)))


Shira
beantwortet von Shira am 16. Januar 2008 08:56
1x
Thumb_up

noita
beantwortet von noita am 16. Januar 2008 09:06
1x
Thumb_up

Meine Mutter war auch nicht sehr gläubig und ist später sogar von der Kirche ausgetreten, aber sie hat mich trotzdem taufen lassen. Ich denke es ist ganz gut, wenn du dein Kind taufen lasst, denn wer weiß, vielleicht wird es ja sehr gläubig?! und wenn dein Kind getauft ist, heißt das ja nicht gleich, dass es jeden Sonntag in die Kirche gehen muss. Es kann sich später ja auch selbst entscheiden, ob es gefirmt werden will bzw. wenn es erwachsen ist kann es ja immer noch austreten.


Klaus Winkler
beantwortet von Klaus Winkler am 16. Januar 2008 09:39
1x
Thumb_up

Es kommt auf deine innere Einstellung an.Solltest du keinen Bezug zum Glauben haben kannst du deinem Kind auch keine Christlichen Werte weiter geben.Also mußt du für dich und dein Kind Entscheiden.Das kann dir keiner abnehmen.


anonym
beantwortet von AnitaWuschke am 17. Januar 2008 08:55
1x
Thumb_up

In der Bibel steht das Jesus die Kinder segnete und deswegen glaube ich nicht an Taufe! Ehrlich gesagt kann ich deine Zweifel mit "Religion" verstehen, weil letztendlich es nur Sinn hat eine persönliche Beziehung zu unserem Schöpfer aufzubauen...unser Leben Jesus zum Dienst hingeben damit wir Ihm zur Ehre leben und nicht mehr unsere eigene Ehre suchen. Ein guter Tip...fange an in der Bibel zu lesen...das einzig "lebendige" Wort das Gott uns auf diese Erde hinterlassen hat! Das Johannes Evangelium wär ein guter Anfang... Joh. 3,16 Denn also hat Gott die Welt geliebt dass er seinen einzigen Sohn gab damit alle die an ihn glauben (ihm ihr Leben weihen) nicht verloren gehen sondern ewiges Leben haben. Wenn du hier auf der Erde für Gott lebst dann schenkt er dir die Sicherheit (seinen Geist als "pass" zum Himmel) dass du GARANTIERT im Himmel kommst und dafür lohnt es sich wirklich zu leben auch wenn das Leben als Nachfolger Jesu nicht einfach ist! Einen lieben Gruß, Anita

Kommentar von Simple_avatar8smallLorie777 am 17. Januar 2008 12:04

Das sehe ich genauso.

Hier nochmal ein Teil von einem Songtext von Glaushaus:

SOLANGE DU DA BIST BIN ICH HÜTER MEINES BRUDERS SEIT DU DA BIST WIDERFÄHRT MIR STÄNDIG GUTES WENN DU DA BIST BIN ICH DER DER ICH MAL WAR WENN DU DA BIST ERSCHEINEN FERNE ZIELE NAH SOLANGE DU DA BIST BIN ICH VOLLER ZUVERSICHT SEIT DU DA BIST HÄLTST DU DAS WAS DU VERSPRICHST WENN DU DA BIST IST KEIN WEG MIR ZU WEIT WENN DU DA BIST BIN ICH HIER IN SICHERHEIT


comarel
beantwortet von comarel am 17. Januar 2008 10:47
0x
Thumb_up

Natürlich würde ich ein Kind immer taufen lassen. Wir haben alle unsere 4 Kin der bereits ca. 6 Wochen nach der Geburt taufen lassen.

Es ist etwas, das man dem Kind auf seinem Lebensweg unbedingt mitgeben sollte (Vorausgesetzt es gibt Eltern und Paten, die es dem Kind vorleben).

Die Taufe ist das Sakrament des Lebens

Ein Kind kommt zur Welt!!!!

Es ist doch so: Ein Kind kommt zur Welt. Eine Lebensgeschichte beginnt. Wünsche und Hoffnungen stehen am Beginn dieses Lebens. Und wir wissen nicht, was es bringen wird. Wenn sich die Eltern um das leibliche Wohl des Kindes kümmern, wenn sie es füttern uns liebkosen, dann zeigen die Eltern schon in den ersten Lebensstunden, dass ihnen ihr Kind am Herzen liegt. So "getragen und geborgen" kann dieses Kind aufwachsen.

Ein Kind wird getauft

Wasser ist das Symbol des Lebens. Es reinigt. Das Kind wird hineingeboren in die "Erbengemeinschaft" der Menschheit, ohne eigene Schuld, aber dennoch berührt von Versagen, Fehlern und Sünde der Menschen. In der Taufe wird es in einen erlösenden Lebenszusammenhang gestellt.

Dies wird in der Taufe mit den Worten ausgesprochen: ...... ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Ziel dieses Lebens ist nicht der Tod und das Sterben sondern das Leben und die Auferstehung. Alles was angst und bange macht in dieser Welt kann mit Hilfe von Gott durchgetragen und überwunden werden.

Jesus Christus hat seinen Jüngern also seinen Nachfolgern (Und das sind auch die Priester heute) den Auftrag gegeben zu taufen. Jesus lebte, litt und starb für die Menschen. Seine Auferstehung befreit zu neuem Leben. Wie alle Getauften so ist auch das Kind eingeladen durch die Taufe an der Gemeinschaft mit Christus zu leben.

Der Heilige Geist wird auch Lebendigmacher genannt und Feuer und Sturm sind seine Zeichen. Der Geist Gottes will uns zusammenführen, stärken und ermutigen und den Weg zeigen.

Ein Kind ist getauft

Es ist ein Kind Gottes, gesegnet und für alle ein Segen und verbunden mit allen Christen. Im Geiste Christi soll es Kirche und Welt mitgestalten. Dies wird später im Sakrament der Firmung besiegelt.

Nur ein getauftes Kind kann auch zur Erstkommunion gehen.


quaki
beantwortet von quaki am 17. Januar 2008 15:28
0x
Thumb_up

So Fragen sind wieder interessant :D zweifelst du selber daran, das du deinem Kind was schlechtes tust, wenn dus nicht taufen lässt, weil es ja vielleicht doch einen Gott geben kann?


gottesanbeterin
beantwortet von gottesanbeterin am 17. Januar 2008 20:16
0x
Thumb_up

Wenn du nicht sicher bist, ob du mit der Religion etwas anfangen kannst, dann gib bitte nicht der Kirche die Chance, mit deinem Kind etwas anzufangen; die will ja doch nur, dass die Menschen von ihr abhängig werden. Gott macht seine Liebe nicht von einer unbedeutenden Zeremonie abhängig.


dachdecker
beantwortet von dachdecker am 22. Januar 2008 06:39
0x
Thumb_up

Nein, nicht als Automatismus nach der Geburt.

Wenn meine Tochter eines Tages getauft sein möchte, so werde ich mich dem allerdings nicht in den Weg stellen.


udine
beantwortet von udine am 18. Februar 2008 12:21
0x
Thumb_up

Dein Kind sollte wenn es alt genug ist selbst entscheiden! Eine Taufe ist für den Eintritt ins Paradies nicht zwingend notwendig! Unsere Kinder stehen sowieso unter einem speziellen Schutz!





nitus324
beantwortet von nitus324 am 3. Mai 2008 20:50
0x
Thumb_up

Biblisch sind KINDSTAUFEN wertlos. Die Taufe ist die an Gott gestellte Bitte um ein gutes Gewissen und die öffentliche Erklärung der Hingabe an Gott, künftig seinen Willen dem eigenen voranzustellen.

Das Untertauchen symbolisiert, dass man für sein altes Leben stirbt, das Auftauchen bedeutet die Wiedergeburt für ein Gott und dem Christus gewidmetes Leben. Der Taufe MUSS VORANGEHEN ein Lernen der Wege Gottes, das Erkennen der eigenen Sündhaftigkeit, Reue und Umkehr und das feierliche Versprechen an Gott, nur noch ihm zu dienen.

WAS DAVON KANN EIN KLEINKIND, GAR EIN SÄUGLING, LEISTEN?




Verwandte Fragen

Verwandte Fragen


Mehr verwandte Fragen

Verwandte Fragen
Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.