In meiner Wohnung habe ich noch alte, große Fenster, die auch kein Standard-Maß haben. Seit drei Jahren bildet sich in kalten Nächten immer wieder Feuchtigkeit und Tauwasser. Mein Nachbar sagte mir, dass ich mir neue Fenster bestellen sollte, da die Fenster nicht gut dämmen würden und ich gleichzeitig Energiekosten sparen könnte. Sollte ich mir wirklich neue Fenster kaufen, um eine bessere Dämmung zu erreichen? Wieviel Euro Heizkosten könnte ich dann durch neue Fenster einsparen? Muss ich die Kosten selbst übernehmen oder mein Vermieter?

Fenster sind die größte Schwachstelle Dazu gehören in erster Linie die energetische Fassadensanierung mit einem Wärmedämmverbundsystem und dem Einbau von Wärmeschutzfenstern. Um insgesamt bis zu 80 Prozent kann der Energiebedarf eines älteren Hauses mit einer Komplett-Wärme-Sanierung - also neue Heizung plus Wärmedämmung plus neue Fenster - reduziert werden. Das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) hat zusammengestellt, wie viel Energie durch Wärmelecks verloren geht und diese Werte in Heizöl umgerechnet. Bezogen auf die einzelnen Gebäudeteile sind danach die Fenster die größte mögliche Schwachstelle am Haus. Je nach Verglasung können zwischen 10 und 40 Liter Heizöl pro Quadratmeter Fensterfläche und Jahr verloren gehen. Bei durchschnittlich 30 m² Fensterfläche eines Einfamilienhauses wären das zwischen 300 und 1.200 Litern Heizöl. Noch immer sind nach Expertenmeinung rund zwei Drittel aller Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland renovierungsbedürftig, viele davon haben immer noch veraltete Fenster. Welche Konsequenzen das hat, erkennt man im Thermografie-Bild (links), aufgenommen vor dem Einbau neuer Fenster: die gelb-roten Farbflächen zeigen die enormen Wärmeverluste durch altersbedingte Undichtigkeiten, eine simple Rahmenkonstruktion und die Einfachverglasung.
http://www.energie-portal.info/cms/front_content.php?idart=798

Natürlich lässt sich durch gut schließende Fenster einiges an Heizkosten sparen.
Aber die erneuerung der Fenster wäre Vermietersache! Immerhin gehören die zum Haus und damit zu der von dir gemieteten Wohnung.
Du kannst mal prüfen ob du wegen der schlechten Isolierung der Fenster nicht etwas von der Miete abziehen kannst, weil du ja dadurch höhere Heizkosten hast.
Wenn der Vermieter allerdings die Fenster erneuern lässt (was übrigens gar nicht so billig ist!) kann und wird er es dich aber auch im Mietpreis spüren lassen. (Stichwort Modernisierung).
Zwingen kannst du ihn allerdings nicht.
Als Mieter neue Fenster kaufen und einbauen lassen wäre völliger Unsinn. Was machst du dann mit 'deinen Fenstern' wenn du mal ausziehst? Mitnehmen? ;-P
majosandra am 24. September 2008 09:06 Vielleicht kann @raven sich ja mit dem Vermieter einigen. Er/sie baut neue Fenster ein und der Vermieter senkt dann die Miete, beteiligt sich an den Kosten oder wenn @raven irgendwann einmal auszieht, bekommt er/sie eine Entschädigung.

Enorm viel sogar. Nur eines möchte ich dazu anmerken - in Schlafräumen zB, da bildet sich in kalten Nächten mitunter auch bei dichten, neuen Fenstern Kondenswasser und Beschläge, weil man ja auch schwitzt in der Nacht und beim Atmen auch ein wenig Feuchtigkeit ausgestossen wird. Dies ist dann wiederum ein Zeichen von äußerst dichten Fenstern!
Soll heissen, nur, weil sich Kondenswasser und/oder Beschläge bilden, muß das Fenster nicht automatisch undicht sein!

Wieviel man durch neue Fenster sparen kann, ist individuell verschieden. Ich schätze durchschnittlich 15-25%.
Je früher Du neue Fenster einbaust, desto mehr hast Du davon.
Schau mal im www - da gibt es Anbieter, bei denen Du die Fenster selbst konfigurieren kannst. Dort siehst Du auch gleich den Preis.
Unterschätze nicht den Einbau. Ist teuer und macht viel Schmutz. Neue Fenster müssen nach bestimmten Vorgaben eingebaut werden.
Kondenswasser entsteht manchmal auch bei neuen Fenstern.