Shaggnar am 12.05.2009 um 10:32 Uhr
Vor langer Zeit habe ich in einem Skandal Discounter gearbeitet aber auch wieder schnell gekündigt. Ich habe als Kerl Brustlange Haare, Ohrringe (ganz normale), ein Bärtchen und Tattoos, die man allerdings nicht sieht. Und ich sehe IMMER sehr gepflegt aus!
Mir wurde in der ganzen Zeit dort geraten, mir die Haare abzuschneiden und das Bärtchen abzurasieren. Von dem Tattoo hat der Leiter dann auch mal etwas mitbekommen und fand das nicht so berauschend.
Mir wurde mehrmals auch von der Stellvertetenden Chefin geraten, das zu tun, da ich sonst gekündigt werden könnte. Ich halte dies allerdings bis heute für unverschämt!
Die Kunden waren immer zufrieden und haben sich nie Negativ geäußert. Ganz im Gegenteil!
Ich habe dennoch gekündigt.
Wäre es denn der Firma möglich gewesen, mich zu kündigen aufgrund langer Haare, einem Bärtchen und einem nicht sichtbaren Tattoo???
Ich hätte mich kündigen lassen und hätte dann diese Firma angezeigt.

Kann ich mir nicht vorstellen,sie haben Dich ja schließlich auch so eingestellt.
nein,...die werden dich wohl auch mit langem Haar eingestellt haben?? weil das wächst ja nicht über Nacht,..

Wegen visuellen Dingen, darf eigentlich keine Firma jemanden kündigen! Wenn überhaupt nur aus sozialen gründen!
bitmap am 12. Mai 2009 10:40 ''Wegen visuellen Dingen, darf eigentlich keine Firma jemanden kündigen!''
Denkbare Konstellationen würden mir da schon einfallen. (Zu denen allerdings der obige Fall nicht gehört)

Wenn ein gewisses Erscheinungsbild zum Profil des Unternehmens gehört, wäre eine Kündigung möglich gewesen!
Beispiel: Stelle Dir mal eine gepiercte, tätowierte und kopfrasierte (um mal alle Extreme zu nennen) Verkäuferin bei Douglas vor! Die würde dort nicht hinpassen und hätte auch keine Zukunft dort.
Shaggnar am 12. Mai 2009 10:43 Klar ist da was dran, aber die haben mich ja auch so eingestellt! ;)
bitmap am 12. Mai 2009 11:05 @RBMannheim Das stimmt schon, aber eine Firma wird jemanden, der nicht zum Erscheinungsbild passt, gar nicht erst einstellen. Es sei denn, das Erscheinungsbild würde sich während des Arbeitsverhältnisses so krass verändern ... aber wie oft wird das vorkommen(?)
RBMannheim am 12. Mai 2009 11:25 Nun ja, bei dem Arbeitgeber, ist solch ein Wandel wohl nicht wahrscheinlich. Denkbar wäre so etwas aber schon, wenn eine kleinere Kette von einer größeren Gruppe übernommen wird! Klar, das kommt nicht so oft vor. Wenn sich aber die Person verändert, kann es schon zu Konflikten kommen.

natürlich nicht aus diesen gründen! aber wenn mann jemanden los werden will dan findet mann schon eine möglichkeit
Shaggnar am 12. Mai 2009 10:42 Allerdings hätten die keinen "wirklichen" Grund. Ich hatte eine Top Arbeitsleistung und bei Testkäufen oder Testberatungen immer als bester bestanden!
so ein quatsch aber auch.....es kommt immer darauf an, was man daraus macht, wenn alles gepflegt aussieht ist sowas kein kündigungsgrund...kopfschüttel immer steht das aussehen im vordergrund...aber was ist mit dem charakter und dem auftreten???...das gerät immer mehr in den hintergrund...leider

Zur rechtlichen Frage kann ich nicht wirklich etwas sagen.
Aber ich möchte dir sagen, dass ich lange gepflegte Haare bei einem Mann mag. Fettige Haare, egal in welcher Länge oder kahlgeschoren trotz vollem Haupthaar kann ich nicht leiden.

Nein - aber Du hast ja schon vollendete Tatsachen geschaffen und somit ein Arbeitsgerichtsverfahren ausgeschlossen.
DH
Nein rein aus Menschenrechtlichen gründen aber ich würds weg machen bessere chancen wenn man normal aussieht!
was ist "normal"?
08/15 wie jeder eben --> voll öde. er sollte bleiben wie er ist und dazu stehen. er will ja keine versicherungen verkaufen, oder?
einfachnadine am 12. Mai 2009 10:38 wenn man jemanden nach äusserlichkeiten beurteilt,finde ich das diskriminierend
Richtig zumal man darauf hingewiesen wird DH
Shaggnar am 12. Mai 2009 10:37 Ähm...hallo? Ich sehe "normal" aus. Um an der Gesellschaft teilnehmen zu dürfen muss man nicht wie ein Bürohengst aussehen! Das ist eine echt peinliche Einstellung! Wenn jeder gleich aussehen würde...tzes!
einfachnadine am 12. Mai 2009 10:40 ich fühle mit dir!bin auch schon mehrmals wegen tattoo´s u piercings angeeckt.. unglaublich
Wenn Sie dich so auch für eine Tätigkeit eingestellt haben, eher nicht. Aber in gewissen Berufen gibt es schon ein "Mitbestimmungsrecht" über das Aussehen und wenn man sich nicht dran hält ggf. die Kündigung. Also als Bankberater mit Piercing könnte ich mir das vorstellen, dass das ein Kündigungsgrund wäre. Allerdings denke ich das auch nicht, wenn Sie dich so eingestellt hätten, sondern nur, wenn du das aussehen im Nachhinein geändert hättest.
Shaggnar am 12. Mai 2009 10:50 Ich sah schon bei der Einstellung so aus!
Es kommt darauf an,was in deinem Arbeitsvertrag gestanden hat.Wenn dort der passus Gepflägtes Aüßeres stand,ist das natürlich ein breites spektum. Meiner Meinung und Erfahrung nach,hättest Du das risiko eingehen können,-und es auf eine klage vor dem AG ankommen lassen können. Denn es ist im Grundgesetz verankert,das jeder das Recht auf eine Freie Persöhnlichkeitsentfaltung hat.
Und mal ehrlich:Ich kenne viele Läden wo Männer mit langen Haaren und Bart arbeiten. Und Frauen müßen sich die Haare ja auch nicht abschneiden.
Aber dennoch ist es gut,das Du kekündigt hast.Wer weiß was die sich sonnst noch hätten alles einfallen lassen um dir das Leben schwer zu machen.
Das wäre rechtlich nicht haltbar gewesen zumal Du so eingestellt wurdest, oder? Es kommt vielleicht ein wenig auf den Arbeitsplatz an, in einer Bank hätte man Dich so wahrscheinlich nicht genommen, in einem Szene Laden dafür mit Handkuss. Für mich wäre das nicht so wichtig, wenn Du freundlich zu den Kunden warst und sonst gut gearbeitet hast. Soll doch jeder aussehen wie er will.

Nein! Eine derart begründete Kündigung hätte beim Arbeitsgericht bestenfalls für Belustigung gesorgt! Ein Discounter ist ja keine Investmentbank! Man muss sich nicht seine Persönlichkeit verbiegen lassen...
früher war es so, dass leute, die mit kundenkontakt arbeiten dafür gekündigt werden konnten. heute jedoch darf das nicht mehr.. selbst polizisten und zöllner,... dürfen heutzutage metall im gesicht haben, zottelhaar verfilzen lassen und sich auch schiefe wimpern ankleben.. alles erlaubt... -> § 3 GG - allgemeiner gleichheitsgrundsatz...
davon träumst Du.....

In manchen Berufen ist ein "normales" Aussehen sehr wichtig bzw. sehr von Vorteil, so sollen z.B. Lehrer kein Piercing oder Tattoo haben...aber erstens sollte das jeder selber entscheiden dürfen und gekündigt werden darf man wegen so was schon mal gar nicht o.O

Naja wenn man viel mit Kunden arbeitet muss man schon sich an dem Unternehmen anpassen, ich als Verkäuferin musste im Sommer bei 30 Grad auch langärmlich gehen, da wir hochwertige Sachen verkauft haben. Wenn man in einem Tattoostudio arbeitet ist es gerade zu unnormal nicht Gepierct oder Tättoowiert zu sein. Es kommt immer auf den Beruf an. Dsa hat mit vorschreiben weniger zu tun, meine Meinung
Shaggnar am 12. Mai 2009 10:48 DH!
Solange Bekleidungsvorschriften, die vielleicht in der Firma existieren (meist Formblätter oder so Verordnungen), nicht verletzt werden, - nein.
Um das gepflegte Aussehen geht es nicht in erster Linie. Denn mit Tatoos und Ohrringen sind z.B. bestimmte negative Vorstellungen verbunden - neben den auch existierenden positiven Inhalten. Wenn dort z.B. mehr ältere Leute einkaufen, wäre es schon vernünftiger, sich etwas anzupassen. Denn man würde oft darauf angesprochen und der Ärger wäre gewissermaßen Tagesordnung. Kündigungsgrund zwar nicht, aber es erspart Ärger.
Shaggnar am 12. Mai 2009 10:47 Dann wähle ich lieber den Ärger als meine Ideale aufzugeben! Denn ich lasse mich nicht unterbuttern die Mehrheit in diesem Land!
Mich stört es ohnehin nicht. Nur wirst Du - bei angespannter Situation am Arbeitsmarkt - eben viele Konkurrenten bei einer freien Stelle sehen, die sich doch anpassen und die auch vergleichsweise nahezu diesselben Qualifikationen haben.
Schlimmer ist es bei übergewichtigen Personen. Die können z.B. bei Weight Watchers nicht einen Putzjob machen. Hab ich selber gesehen, dass sie da dicke Frauen abgewiesen haben, die den Reinigungsjob haben wollten.

Sie könnten dich höchsten regulär kündigen, aber nicht mit dieser Begründung. Du hättest sonst vor Arbeitsgericht erfolg haben können.

deine originalität in Ehren, ab es gibt bei Unternehmungen gewissen Grundregeln betreffs Auftritt und daran hat man sich zu halten
Shaggnar am 12. Mai 2009 10:44 Naja...ich kenne z.B. sehr viele Altenpfleger die genauso aussehen wie ich! Und gerade da müsste man doch "normal" aussehen um die Alten nicht zu verschrecken! Es ist einfach nur die Dummheit der Masse!

Wenn du mit Kundschaft zu tun hast kann der Arbeitgeber ein "ordentliches" Erscheinungsbild verlangen.
Shaggnar am 12. Mai 2009 10:38 Ich sah immer ordentlich aus! Gepflegt, Haare zusammen und immer saubere Kleidung!

nein, solange man nicht das gefühl bekommt,das dadurch weniger kunden kommen oder so,hat die firma keinen grund dafür! und in deinen fall kamen anscheinend sogar
Shaggnar am 12. Mai 2009 10:38 Es war wirklich so, dass die Kunden auch lieber zu mir an die Kasse kamen! Ich hatte sogar Stamm-Kassen-Kunden! xD

Auf jeden Fall nicht mit dieser Brgründung. Außerdem paßt dein Äußeres doch zum Namen des Discounters.
mein mann hat auch langes haar und wurde bisher deswegen noch nie irgendwo gekündigt! Aber da sieht man wieder diese doofen Vorurteile: lange Haare Ohring und bart = böser böser biker, wenns geht noch ne lederhose - da wird sogar die mutter meines mannes komisch, dabei ist er soooooooooooooooooo lieb - immer und zu allen!
Lass dich von solchen dingen nicht beirren! Solange du dich pflegst und auch immer sauberes und gepflegtes haar hast (manche männer bekommen das leider nicht auf die reihe und dann ist es nicht mehr schön) ist die welt in Ordnung!
Bin selber Biker...auch habe ein entsprechendes Erscheinungsbild...Zu passender gelegenheit und Zeit..Wenn ich in unser Büro gehe achte ich darauf das mein äusseres nicht unangenehm, gepflegt und in keinster weise anstößig für unsere Kunden ist. Da haben diese nämlich ein Recht drauf.Fehlende Einsicht und ein "hoppla hier komme ich" auftreten finde ich nicht passend .Wenn man der Meinung ist..fang dan deinen eigenen Betrieb an...klar
@tutenuggel: vollkommen richtig! aber langes haar und ohrring macht einen menschen noch lange nicht zum "aussätzigen" - auch ein banker kann so ins büro gehen - denn mit nem ordentlichen zopf und dem zugehörigen anzug sieht das in den meisten fällen echt schmuck aus! Was ich ja eigentlich meinte ist das dieser status des bösen bösen biker sich so vor allem in älteren köpfen festgesetzt hat das es mich da richtig schüttelt! wie gesagt mein mann gehört auch zu den männer die richtig langes haar haben und auch bei passender gelegenheit die lederkluft aus dem schrank holen - und trotzdem meine schwimu meinte neulich auf nem rastplatz doch sich mächtig über diese wilden rocker aufregen zu müssen -> familie mit kind im beiwagen - alle 3 langes haar und in leder, der kleine war soooo süß.....
Shaggnar am 12. Mai 2009 10:48 Ja so sehe ich das auch! Ausserdem ist die Vielfalt der Arten doch schön!
absolut!!! Es sollte dem chef (Betriebsleiter)der Firma das Recht zugestanden werden zu entscheiden op die Miarbeiter in ein von Ihm zu stellenden Erscheinungsbild passen oder nicht.SEINE firma SEINE Entscheidung...ende Gelände! Hier bei uns ist es schon immer so das man sichtbare Piercings bei jobs mit Kundenkontakt herausnehmen oder verbergen soll..zu recht!
Shaggnar am 12. Mai 2009 10:45 Ich wurde auch so eingestellt. Und wie Kommentiert war ich ein Top Mitarbeiter! Also ganz ehrlich...wegen solchen Leuten wie dir wird die Gesellschaft immer stupider...soll keine Beleidigung, sondern eine Kritik!
Wenn der Chef bzw die Vertreterin es wünschen was willste mehr.