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Lässt sich durch Gedächtnistraining Alzheimer verlangsamern?

gefragt von Vinaros am 11.01.2007 um 20:37 Uhr

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anonym
beantwortet von schlaumi am 11. Januar 2007 21:26
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Hallo Vinaros, hier ein link zu : http://www.alzheimerforum.de/4/wdakude_k2.html#k29 Kleiner Auszug: Einfaches Gedächtnistraining kann in der frühen Krankheitsphase für einige Kranke, die dies gerne tun, hilfreich sein. Die Auswirkungen sind jedoch eher insgesamt auf die Stimmung und das Aktivitätsniveau zu sehen. Durch die Krankheit bedingte Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit können dadurch nicht spürbar gebremst oder aufgehalten werden. Ansonsten ist ausgesprochenes Gedächtnistraining eher etwas für gesunde Menschen, die sich geistig rege halten möchten. Demenzkranken kann Gedächtnistraining unter Umständen sogar schaden, da sie damit überfordert werden. Sie entwickeln häufig eine gefühlsmäßige Aversion dagegen, wenn sie bei den Übungen ihre Defizite besonders deutlich wahrnehmen und sich vor anderen bloßgestellt fühlen. Es gibt einfache anschauliche Denk- und Gedächtnisspiele, die keinen Leistungsdruck erzeugen und von den Kranken gut bewältigt werden können. Sie sind in jedem Fall eher zu empfehlen als abstrakte Aufgaben, die Alzheimer Kranke zunehmend schwerer erfassen können. Bei spielerischen Aktivitäten in Gruppen sollten die Teilnehmer etwa gleiche Fähigkeiten besitzen. Auf eine gelöste Stimmung und Freude an den Aktivitäten ist besonders zu achten.

Für das Gedächtnis und um sich im Alltag besser zurechtfinden zu können sind im frühen Stadium der Alzheimer Krankheit einfache Gedächtnishilfen wesentlich sinnvoller. Dazu gehören z.B. Aufschriebe auf einem Notizblock, ein Terminkalender, das Führen eines Tagebuchs mit wichtigen Ereignissen, die Beschilderung von Schränken, um das Einräumen und Wiederfinden von Dingen zu erleichtern oder ein aushängender Tagesplan mit zeitlich festgelegten Aktivitäten. Diese Hilfen müssen jedoch mit dem Kranken zunächst einige Zeit eingeübt werden, damit er gewohnt wird sie zu nutzen. Ganz wichtig ist dabei auch, den Kranken dazu motivieren zu können, mit diesen Hilfen umzugehen. lg schlaumi



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