Lässt sich der Preis eines beliebigen Gutes wirklich immer durch Angebot und Nachfrage bestimmen?

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8 Antworten

Nein. Preise werden häufig künstlich verzerrt. Zum Beispiel weil die Politik Klientelschutz betreiben will, oder írgendwelche übergeordneten Ziele durchsetzen will.

Beispiel Klientelschutz: Preisbindung für Medikamente und gesetzliche Margenfestlegung für Apotheker.

Beispiele übergeordnete Ziele:

Energie- und Tabakpreise: hier besteht der "Preis" in erster Linie aus Abgaben, und erst in zweiter Linie fließen die tatsächlichen Herstellungskosten (und andere Marktfaktoren) ein.

Festgelegte Preise für Rechts- und Steuerberatung: hier gibt es feste Abrechnungssätze per Gesetz. Die sollen sicherstellen, dass alle Bürger zu gleichen Konditionen Zugang zu Rechtsberatung haben.

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Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Wird der Preis durch fremde Faktoren beeinflusst, z. B. Steuern, dann steigt der Preis - mit der Konsequenz, dass die Nachfrage sinkt. Sinkt die Nachfrage, sind die Verkäufer über kurz oder lang gezwungen, den Preis zu senken, wenn sie nicht auf den Waren sitzen bleiben wollen. Damit regeln wieder Angebot und Nachfrage den Preis.

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Nicht unbedingt.

Nimm als Bespiel die Prospekte der Supermärkte.

Wir werden einige wenige Produkte mit einem (vermeintlich) niedrigen angeboten, um Kunden in den Laden zu locken (deshalb sogenannte Lockangebote).

Die Preise für diese Lockangebote müssen nicht kostendeckend sein sondern können sogar unter dem Einkaufspreis liegen.

Der Supermarkt spekuliert darauf, dass die Kunden eine Vielzahl nicht im Preis gesenkter Waren in den Einkaufswagen packen und dadurch wieder ein gewinn für das Unternehmen entsteht.

Die Nachfrage wird also künstlich erzeugt ohne direkt einen Einfluss auf den Preis zu haben.

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Auch der Arbeitsaufwand fließt meistens mit ein.

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Danke sehr für die Stellung der Frage, Person die nicht in der Nähe sitzt.

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Für MICH ist das der einzige Grund der den Preis im Ende ausmacht!

Klar, Produktionskosten etc ... --- aber das nützt alles nicht wenn hinterher keine Nachfrage zum Produkt vorhanden ist! 

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nein, natürlich nicht.

der preis wird in erster linie durch die produktionskosten bestimmt, also durch materialaufwand und kosten für den arbeitseinsatz zur herstellung eines produktes..

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Nach oben hin ja, nach unten kann keiner etwas unter seinen Einstandskosten verkaufen. Ausnahmen sind Artikel die man unbedingt los werden will.

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Kommentar von Repwf
28.10.2016, 13:23

"...nach unten kann keiner etwas unter seinen Einstandskosten verkaufen..."

...würde er aber müssen wenn keine Nachfrage vorhanden ist!

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