Lässt man pädophilie an eigenen Kindern aus?

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12 Antworten

Zur Frage an sich: Bei eigenen Kindern ist ein gewisser Eltern-Kind-Schutzreflex da, zumindest oft. Bei anderer Leute Kinder ist es ziemlich gleichgültig, es sind fremde. Selbst familiäre Beziehung zweiter Ordnung (z. B. Onkel) zeigen eine größere Entfernung zum "Objekt". Gleichzeitig ist aber schon ein Vertrauensverhältnis da, auf dem sich perfide aufbauen lässt. Heißt nicht, dass es keine Väter gibt, die auf ihre eigenen Kinder zurückgreifen. Es erklärt aber, warum man die eigenen Kinder völlig in Ruhe lässt und sich anderen zuwendet.

Wenn du Einblicke in die Seele von Missbrauchsopfern haben willst, kann ich dir das kleine Buch "Seelenficker" empfehlen. Ist aber recht drastisch.

Interessanter und für mich erschreckender Fakt, den man in einen Vortrag einbinden kann, warum sehr oft und regelmäßig die Rede ist von Pfarrern, Lehrern, Kinderbetreuern... Hat ein Wissenschaftler mal im Interview gesagt: "Erst kommt die Neigung, dann der Beruf." Das heißt, die zumeist männliche Biologie bildet erst die Neigung aus zu Zeiten der Pubertät. Und dann wird - auch nicht immer - der passende Beruf gewählt, um einfach und oft in Kontakt mit dem Zielobjekt zu kommen.

Auch die Tabuisierung des Themas an sich. Es gibt schätzungsweise 2% der Männer, die mehr oder weniger ausgeprägt pädophil veranlagt sind. Viele gehen damit im Stillen um und kommen klar und sind kontrolliert. Andere können sich einem Psychiater anvertrauen und kommen auch klar. Aber niemand kann offen sagen: "Ich stehe auf kleine Kinder, leider ist das biologisch bedingt, ich will es nicht, bin aber mit psychologischer Unterstützung in der Lage, das zu kontrollieren." Das sagt man genau einmal, danach hat man schon ein Problem, überhaupt jemand zum Reden zu finden... In der Meinungsbildung eurer Mitschüler könnt ihr ein kleines Stück dazu beitragen, das Thema offen zu besprechen. Toll! Viel Erfolg!

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Kommentar von darkhouse
19.10.2016, 09:11

Das "Schwesterbuch" zu "Seelenficker" heißt "Mit Papa war's nur Blümchensex". Auch eine reale Geschichte, vom Opfer geschrieben. Darin ist im ersten Teil sehr gut geschildert, was im Papa und was in der Kleinen vor sich geht, wie die Psyche sich selbst täuscht, um sich zu schützen, was für Ansichten Kinder darüber haben. Erst als das Opfer älter und reifer wurde, war es sich im Klaren, was da falsch läuft. Papa war sie schon zu alt, er wollte ein neues Schwesterchen.

Zu den anderen Beiträgen hier: Natürlich ist es ein krasses Tabuthema. Das Unbeteiligte darüber recht offen reden, ist das eine. Okay. Aber als Betroffener sich zu äußern, kommt einer Vernichtung seiner Existenz gleich.

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Da sind so viele Fehlinterpretationen und falsche Fakten bei, da sollte man erstmal einiges richtigstellen:

95% aller Missbrauchsfälle finden im häuslichem Umfeld statt.

Sie stehen nur nicht in den Zeitungen, weil man von ihnen selten etwas erfährt. Wenn, dann Jahre später.

Schützen wollen die Täter die eigenen Kinder meist sicher nicht.

Die meisten Täter sind sich meist nicht einmal im Klaren darüber, dass sie den Kindern Leid antun. Die meisten Täter haben garnicht die empathischen Fähigkeiten, einzuschätzen, ob und wie sie ihren Opfern Leid zufügen. Die meisten Täter geben tatsächlich an, sie dächten, es haben den Kindern gefallen. Selbst die Gewalttäter geben im Nachhinein an, die Kinder "geliebt" zu haben. Der Gedanke, die eigenen Kinder schützen zu wollen, ist also nicht passend.

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Kommentar von darkhouse
19.10.2016, 09:04

Sehe ich etwas anders, hatte auch mal eine Studie dazu gelesen. Eigene Kinder werden durchaus geschützt, wenn auch aus einem gewissen Selbstzweck heraus. Der Pädophile versucht, Schaden natürlich auch von sich wegzuhalten, dafür sind eigene Kinder nicht so geeignet wie andere, die weiter weg von einem sind. Und es ist schon erstaunlich, dass eigene Kinder in aufgedeckten Missbrauchsfällen überraschend gar nichts mitbekommen haben. Aber es stimmt auch, dass es nach wie vor sehr viele Fälle gibt, die gar nicht bekannt werden.

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Kommentar von NetzBeratung
18.03.2017, 16:09

"95% aller Missbrauchsfälle finden im häuslichem Umfeld statt."

Genau so ist es.

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Leider ist der sexuelle Mißbrauch im familiären Umfeld viel häufiger anzutreffen, als der "böse fremde Onkel", wird aber in den Medien kaum zum Thema gemacht.

Die Zahl der Kinder, denen das angetan wurde, ist nicht erfassbar. Genannt wird, dass jedes 3. bis 4. Mädchen und jeder 7.-  8. Bub diese Erfahrungen gemacht hat. Wie viele schon als Säuglinge missbraucht werden, ist nicht erfasst. Daher sind im Jugendlichen- und Erwachsenenalter viel mehr Frauen als Männer betroffen. Gleichzeitig wird von einer unbekannten Dunkelziffer gesprochen, d.h. es gibt viele Kinder und Jugendliche, die Missbrauch erlitten haben, die aber aus Scham und Schuldgefühl
niemals darüber reden würden, weil sie von den Tätern bedroht wurden. Das Schweigen setzt sich dann ins Erwachsenenalter fort. Dieses Schweigen kann sich durch Verdrängung für die Betroffenen zur Undurchdringlichkeit vertiefen.

Kennzeichen sind meist unklare körperliche und seelische Beschwerden, vor allem Depressionen, auch Störungen in der Sexualität, derentwegen eine Behandlung gesucht wird. Dabei besteht keine Erinnerung daran, missbraucht worden zu sein. Es gibt aber auch Verhaltensstörungen, wie Essstörungen, Drogenmissbrauch, Einstieg in die Promiskuität und Prostitution, Selbstverletzungen („ritzen“) und den Wunsch sich umzubringen, als schwerwiegende Zeichen eines Missbrauchs im Kindes- und Jugendalter.
Bei vielen, die scheinbar nicht oder an verschiedenen unklaren Symptomen gelitten haben, kommt aber mit fortschreitendem Alter eine Zeit, wo den Betroffenen etwas dämmert, als Zeichen dafür, dass die Seele sich
von dem schweren ihnen zugefügten Leid befreien möchte.

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Ich glaube hier muss man zunächst mal trennen. Es gibt Pädophile - d.h. Menschen, die ein sexuelles Interesse an Kindern haben. "Echte" Pädophile haben keinerlei sexuelles Interesse an Erwachsenen. Viele Pädophile sind sich des Problems ihrer Neigung bewusst und versuchen nicht straffällig zu werden. Ihnen ist nämlich durchaus bewusst, dass sie dem Kind damit schaden.

Demgegenüber stehen Menschen, die Kinder sexuell Mißbrauchen. Diese sind aber nicht immer (selten) pädophil. "Studien zeigen auch, dass der Anteil pädophiler Täter mit 12 bis 20 % nicht den Hauptteil am sexuellen Kindesmissbrauch darstellt." (WIkipedia). Oft werden Erwachsene aus anderen Gründen Kindern ggü übergriffig (andere psychische Störungen). Denen ist das Leid eher egal. Die wollen Macht ausüben z.B.

Was ich so bisher gelesen habe über das Thema, gründen viele Pädophile keine Familien, aus zwei Gründen: 1. weil sie eben Angst davor haben, ihren eigenen Kindern Leid zuzufügen. 2. weil sie sich von erwachsenen Frauen sexuell nicht angezogen fühlen.

Viele Betroffene versuchen, Kindern aus dem Weg zu gehen. Sie wollen ja kein Leid verursachen bzw. sind sich bewusst, dass sie es tun würden. Wird ein Pädophiler jedoch einmal übergriffig, ist die Gefahr groß, dass sich das Ganze wiederholt.

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Nicht alle pädophilen Menschen haben eigene Kinder.
Ich spreche jetzt mal in der männlichen Form (gibt auch Frauen):

Pädophile Männer suchen sich manchmal ihre Arbeit so aus, dass sie mit kleinen Kindern Kontakt haben und sich daraus die Gelegenheit zu sexuellen Übergriffen ergibt. (Kindergarten, Kinderheime, Sporttrainer, Pfarrgemeinden, Pfadfinder, etc....)
Pädophile Männer können aber auch über eine lange Zeit, eine wirkliche Beziehung zu Kindern aufbauen. ( Als netter Nachbar, sportlicher Onkel, Stievfater, der sich seine erwachsene Partnerin aufgrund ihrer Kinder auswählt, etc)
Dann denken sie manchmal wirklich, dass eine gegenseitige sexuelle Liebe entstanden ist.

Manche Pädophile heiraten nur, um eigene Kinder zu bekommen.

Und dann gibt es noch nicht pädophile Männer, die zu Hause mit Kindern wohnen und sich da, wenn sie Bock haben, sexuell an ihren eigenen Kindern vergreifen oder an anderen Kindern aus der Verwandschaft.
Also immer dann, wenn sie meinen, dass es nicht auffällt.
Sie fühlen sich dazu berechtigt bzw. erfreuen sich an der Wehrlosigkeit.
Bzw. nutzen Situation und Machtgefälle aus.

Eigene Kinder sind meist die ersten, die es trifft.
Sie werden fast nie geschützt.
Sie werden teilweise vermietet, gefilmt, ausgeliehen, getauscht.
Die ganze Palette. Weil es keiner merkt.

Wer meint, dass dieses Thema in der Schule nichts zu suchen hat, der sollte sich die Frage stellen, warum er uninformierte Kinder nötig hat.
In jeder Klasse sitzen Kinder, die sexuelle Gewalt zu Hause erleben.
Auf der Ferienfreizeit erlebt haben.
Vermietet werden oder gefilmt werden.

Wer hat etwas davon, dass Thema nicht zugänglich zu machen?
Wer hat etwas davon, das Thema für später aufszusparen?
Niemand außer den Tätern.

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Kommentar von BrightSunrise
18.10.2016, 14:56

Und dann gibt es noch Pädophile, die lernen bzw. gelernt haben, wie man mit dem Thema umgeht und nicht zum Täter wird.

Pädophile sind nicht von vornherein böse oder machen sich strafbar. Pädophilie ist eine sexuelle Neigung und niemand kann etwas für seine sexuelle Neigung, aber jeder kann etwas für seine Taten.

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Kommentar von Pangaea
18.10.2016, 17:53

Manche Pädophile heiraten nur, um eigene Kinder zu bekommen

Laut der Seite, die ich in meiner Antwort verlinkt habe (eine Initiative zur Behandlung von Pädophilen) ist das nur selten der Fall - schon allein deswegen, weil echte Pädophile sich von erwachsenen Frauen einfach nicht sexuell angezogen fühlen, bei diesen Frauen impotent sind und deswegen gar keine Kinder zeugen können.

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Hallo TheDreamer, 

Leider weiß man oftmals nicht, ob sich Pädophile auch an ihren eigenen Kinder vergriffen haben, weil die Kinder schweigen, Angst haben, ihre Eltern schützen wollen, weil sie irgendwie wissen, dass es falsch ist, was die Eltern mit einem gemacht haben, aber ihre Eltern auch nicht verpetzen wollen.. oder die Kinder wissen schlicht weg gar nicht, dass es etwas falsches ist.. weil die Eltern den Kindern erzählen "sowas macht jede Familie, das ist völlig normal". Sicherlich wird es auch pädophile geben, die sich nicht an ihren Kindern vergreifen, weil auch diese Leute Grenzen haben können und bei ihren eigenen Kindern eine Grenze ziehen. 

Zudem müssen pädophile auch nicht immer eigene Kinder haben und dann ist es klar, dass sie sich irgendwie dort aufhalten wollen, wo andere Kinder sind. Ich finde leider die Dokumentation bei YouTube nicht mehr.. aber da hat sich ein Journalist als Pädophiler getarnt und wurde recht schnell in eine Pädophile-Clique mit eingeschleust.. die dann alle gemeinsam auf einen Spielplatz gingen und dort mit den Kindern gespielt haben.. 

... warum angehörige nichts davon merken... weil man sowas versteckt und nicht sichtbar macht.. es ist aber bei vielen.. ich nenne es mal "psychische Krankheit" so, dass Angehörige davon nichts merken.. zum Beispiel bei Depressionen oder so.. Ich stelle es mir auch nicht leicht vor genau zu erkennen, ob jemand nur sehr gerne etwas mit Kindern macht ohne sexuelle Hintergedanken oder eben mit diesen Hintergedanken. 

An unserer Schule konnten wir einen Schein zum Übungsleiter machen, bei dem wir zum Schluss einen Schwur ablegen mussten, dass wir nicht Pädophil sind.. damit versucht man wohl, dass es weniger Pädophile Übungsleiter gibt... was allerdings völliger Schwachsinn ist.. denn keiner aus unserer Klasse hätte sich jemals dann als Pädophiler geoutet.. 

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Es werden auch häufig die eigenen Kinder missbraucht. Viel zu häufig trauen die Kinder sich aber nicht, darüber zu reden.

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Erstmal Vorrab, verbinde bitte Fetisch nicht mit Pädophile, das musst du aussernnander halten ok, und mit dem Eigendlichen Thema in sachen Fetisch hat das hier auch nichts zu tun,-/

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Gibt es leider sowohl als auch; Prizl, der mehrere Kinder mit den eigenen Töchtern hatte, denen also zugleich Vater und Großvater war.

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Kommentar von Lisl0
18.10.2016, 14:25

Fritzl heißt der.

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Kommentar von thedreamer2000
18.10.2016, 14:26

Fällt das dann unter pädophilie oder Inzucht?

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Kommentar von thedreamer2000
18.10.2016, 14:47

Ist es leider nach dem Gesetz auch.

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viele vermarkten ihre eigenen kinder im internet.. hättet ihr bei euren recherchen eigentlich auch finden müssen...

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Was hat Pädophile in einem Vortrag in Biologie zu suchen?

Das gehört wohl eher in die Sparte Medizin bzw. Psychologie...
Wer ich dein Lehrer, würde ich dir alleine schon für die Themenwahl eine 6 geben!!!
Nimm lieber den Aufbau des menschlichen Herzen und warum es überhaupt funktioniert.

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Kommentar von thedreamer2000
18.10.2016, 14:22

Es wurde mir gegeben ich hab es nicht ausgesucht. Ist bei sexualität, weis auch nicht warum

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Kommentar von loema
18.10.2016, 14:31

Ein Thema, dass viele Schüler selbst betrifft, darf auch im Unterricht thematisiert werden. Es ist kein Tabuthema.
Und es gibt Pädophile Menschen und Menschen, die einfach die Gelegenheit nutzen.
Alle Kinder sollten darüber informiert sein und sich Gedanken darüber machen dürfen.
!!!!!!!!!!!!!

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Kommentar von thedreamer2000
18.10.2016, 14:39

Also man muss Vll erklären, dass es bei uns kaum normalen sexualunterricht gibt, sondern eine Projektwoche, mit Aufklärung und allem möglichen. Das gibt es ein mal in der achten und 10 zusätzlich zum normalen Unterricht
Das Thema am Donnerstag sind eben solche Gefahren für die gesellschaft, also Inzucht, Vergewaltigung, etc. ist jetzt schwer zu erklären und wie man sich vor so etwas schützen kann. Unsere Gruppe sollte eben etwas über pädophilie herausfinden.

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