Annemaus85 am 05.11.2009 um 20:34 Uhr
Hallo, hatte neulich in der Uni eine Toxikologie-Vorlesung. Es ging darum, was der Körper mit bestimmten Substanzen, u.a. auch Medikamenten im Körper macht. Bekanntlich lässt ja die Wirkung vieler Medikamente nach, wenn man sie lange nimmt, so dass man immer die Dosis erhöhen muss, damit der gewünschte Effekt eintritt oder man setzt es eine Weile ab und beginnt dann wieder. Da stand auch, dass das auch auf die Antibabybille zuträfe!? Heißt das, dass der Wirkstoff immer mal wieder angepasst werden muss oder ist das Nachlassen der Wirkung bei der Pille vernachlässigbar? Wär ja blöd, wenn das wirklich nach längerer zu einer unsicheren Verhütung werden würde...
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Die Pille hat keinen chemischen Wirkstoff, den der Körper nicht kennt, sondern Hormone. Die gaukeln deinem Körper vor, dass er schwanger ist. Dagegen wird man nicht immun.

hmm, also davon gehört, habe ich noch nichts. kann zwar sein, aber der wirkungsverlust ist vlt nur minimal. irgendwann kommen ja auch die wechseljahre, die regeln dann den rest
das das bei bestimmten medikamenten so ist habe ich auch gelernt, aber bei der pille .. das verwundert mich auch und macht ja jetzt auch etwas unsicher. wer erzählt denn sowas?
Annemaus85 am 5. November 2009 20:38 Na ja, meine Professorin hat das sicher nicht zum Spaß dazu notiert! Leider war sie nach der Vorlesung zu fix weg...
ich denke aber nicht das es so ist, eben weil es hormone sind... aber die frage geht demnächst mal an meinen FA.
Deshalb fragt der Frauenarzt immer ob man mit der Pille noch zurecht kommt. Wenn die Wirkung nicht mehr die Richtige ist kann es zu Zwischenblutungen kommen. Sogar auf die Laune kann es sich auswirken. Der Körper verändert sich auch alle paar Jahre, also kann auch ne neue Pille besser sein. In Ihrer Wirkung lässt sie allerdings nicht nach. Ist ja keine Medikament für ne Krankheit
Ich hab damit auch meine Erfahrungen gemacht, ich hatte zu erst eine Pille mit einem Wirkstoffe von 20mg, aber nach einem guten Jahr musste ich dann auf eine mit 30mg wechseln.
Könnte sein. In der Regel verträgt man eine Pille eine ganze Weile lang gut, und dann verändert sich plötzlich was, man kriegt Zwischenblutungen, hat plötzlich Müdigkeit, Kopfschmerzen. Ein Präparatwechsel schafft dann Abhilfe- wieder viele Monate oder sogar einige wenige Jahre, bis wieder irgendwas nicht stimmt. Ich kenne kaum eine Frau, die auf mehrere Jahre immer die gleiche Pille nimmt.
Ein Hormon ist wohl kein biochemischer Stoff?
Der Körper wird dagegen nicht immun, weil es ein (simulierter) körpereigener Stoff ist.
Aber ist es nicht z.B. auch so, dass Adrenalinjunkies, z.B. welche, die sich ständig von Brücken an Bungeeseilen stürzen, irgendwann weniger Adrenalin produzieren?
Das ist was anderes, weil Adrenalin ein Botenstoff ist, an den wir uns tatsächlich gewöhnen können - weil wir sonst bei jedem Anzeichen von Gefahr auf 180 wären. Die Botenstoffe während der Schwangerschaft werden ja auch nicht schwächer, nur weil sie 9 Monate dauert. Wichtig ist: Du kannst Dich nicht so stark an die Pille "gewöhnen", dass sie nicht mehr verhütet. Dein Körper lässt nicht zu, dass sich dort eine Eizelle einnistet, weil er glaubt, schwanger zu sein. Da es nicht "ein bisschen schwanger" gibt, kann er sich also auch nicht dran gewöhnen und denkt plötzlich, es nicht mehr zu sein. Also keine Sorge.