Hallo, ich war kürzlich mit meinem Sohn zur U4 und im Rahmen einer Beratung hat unsere Ärztin gemeint, nach dem heutigen Wissensstand wäre es nötig oder zumindest ratsam, dass man mit Ablauf des 4. Lebensmonats, bereits den Gemüse-Fleisch-Brei einführt, da das Baby sonst nicht ausreichend Eisen aufnimmt. Die Muttermilch bringt wohl nicht ausreichend. Meine Hebamme war ganz anderer Meinung wie die Ärztin und ich möchte eigentlich auch gerne 6 Monate voll stillen. Wie ist denn da Euer Wissensstand?
Ausserdem,.............. gebt ihr denn wirklich regelmäßig das Vitamin D? Ich vergesse es ehrlich gesagt manchmal. Da meinte auch meine Ärztin, es wäre wirklich dringend nötig und ich solle es nicht zu oft vergessen. Bin da auch wieder etwas anderer Meinung.
Vielen Dank für Eure Antworten
Deine Ärztin ist stilltechnisch hinter dem Mond. Mit dem Eisen verhält es sich so, das Kinder Eisen aus Flaschen und Breinahrung wesentlich schlechter aufnehmen können. Der Vorteil für die Industrie ist, dass sie genau sehen können was oben in das Kind reinkommt und was unten wieder rauskommt. Wegen der schlechten Aufnahme aus Falschen- und Breimahlzeiten müssen diese total überdosiert sein, damit das Minimum in das Kind kommt - mit all seinen Nebenwirkung (Verstopfung u.ä.) Bei der Muttermilch verhält es sich so, das noch andere Stoffe mitgeliefert werden, die die Eisenaufnahme unterstützen. Das heißt, in der Muttermilch muß nicht soviel Eisen enthalten sein, weil einfach viel mehr genutzt und weniger verschwendet wird. Aussderdem produzierst du durch dein Kind ja auch unterschiedliche Sorten von Milch. Zuerst kommt die wässige durstlöschende Milch und anschließend die fetthaltige sättigende Milch. Die letztere hat sogar den Vorteil, dass sie sozusagend den Darm des Babys putzt und übrig gebliebendes Eisen bindet und herausträgt. Das ist besonder güngstig gegen das Wachstum von unerwünschten Darmbakterien. Ausserdem würdest du den Eisenmangel als erstes spüren, denn die Milch wird immer optimal zusammengestellt (macht ja auch Sinn, denn du kannst deinen Gelüsten nachgehen und auf diese Weise Nährstoffmangel ausgleichen). Das mit dem Eisenmangel war die letzte theoretische Begründung der Babykost indurstrie, die sie vor ein paar Jahren noch anbringen konnte. Es wurde aber untersucht und selbst Kinder die ein Jahr voll gestillt worden sind, wiesen keinen Eisenmangel auf. Kurz gefaßt: Wenn es um Ernährungsfragen geht, hör auf deine Hebamme - die scheint besser informiert zu sein.
Du solltest schleunigst die Ärztin wechseln. Eisen beispielsweise braucht zur Aufnahme in den Körper dringend Vitamin C, das ist durch die Erhitzung logischerweise zerstört, weil hitzeempfindlich, von daher nützt das Eisen im Fleisch garnichts. Vitamin D bildet der Körper selber genug, wenn er ausreichend Tageslicht bekommt, was bei diesem Wetter absolut kein Problem darstellen sollte!! Am besten Du stillst fleißig weiter, wobei Du natürlich auf Deine eigene Ernährung achtest, läßt viel Licht und Luft an Dein Kind und machst um die Medizinmänner (und -frauen) einen großen Bogen.
Hm, in solchen Fällen kann ich mich einfach an meine Großmutter erinnern, die Stillte auch sehr lange, schließlich war das die Milch verfügbar, gut und kostenlos, das hat alle ihre Kinder duchgebracht. Sollte er Eisenmangel bekommen, kann man das auch recht schnell wieder kompensieren. Still weiter ernähr dich gesund und achte darauf das du keinen eisenmangel bekommst.
Ich finde es ganz toll das du deinen zwerg das beste gibst, das es für ihn gibt!!!! In der Muttermilch sind alle Nährstoffe etc. enthalten die dein Baby benötigt um gesund groß zu werden - lass dir da von dem Kinderarzt nicht reinreden (nach dieser aussage würde ich sogar ans wechseln denken!) Wichtig ist das du dich gesund und ausgewogen ernährst - denn alles was du zu dir nimmst wird deinem kind auch zukommen.

Vitamin D zu geben ist sehr wichtig! Ansonsten, wenn Du Dich ausgewogen ernährst, dann still ruhig weiter 6 Monate voll, ist das beste für das Baby.

Stillen solange ihr es beide wollt und es physisch geht. Laß dich nicht verrückt machen, dein Kind wird dir schon signalisieren, wenn es "Appetit" auf etwas anderes hat. Die Vitamin D-Zugabe ist wichtig, bitte nicht weglassen.

Mein Wissensstand ist nicht aktuell. Trotzdem habe ich ab 4 Monaten langsam zugefüttert. Und die Vitamin D Tropfen habe ich auch regelmässig gegegeben.
Das Vitamin D solltest Du wirklich nicht vergessen,es ist sehr wichtig für den Knochenbau.Meinen Kindern habe ich mit 6 Monaten das erste mal Fleisch (pürriert) angeboten,sie hatten beide keine Mangelerscheinungen.

Hallo...
Also ich stille auch und zwar schon seit sechs Monaten und ich gebe nichts dazu, da es unnötig ist. Du musst lediglich darauf achten, dass du mehr eisenhaltige Nahrung zu dir nimmst, wie z.B. Fisch,Spinat,etc. Das Vitamin D habe ich nur einmal gegeben bis meine Hebamme gesagt hat, dass es nicht umbedingt notwendig ist, wenn ich genug in der Sonne bin mit meinem Baby. Also seitdem gehe ich jeden Tag mit ihr raus und wenn es an regnerischen Tagen nur ne halbe Stunde ist das reicht völlig aus. Die Sonnenstrahlen helfen dem Körper Vitamin D zu produzieren, welches für einen guten Knochenbau nötig ist. Also ich bin kein Freund von Tabletten und Ärzten, daher würde ich dir raten auf deine Hebamme zu hören, und falls dir das nicht ausreicht einen Arzt aufsuchen, der mit Homöopathie arbeiten, der wird dir dasselbe sagen wie deine Hebamme!
Ich hoffe das dir das ein wenig weiterhilft. Liebe Grüße Kati
Ich habe meinen Sohn 8 Monate vollgestillt und er hat keine Mangelernährung, jetzt mit 14,5 Monaten stille ich ihn immer noch recht viel und er entwickelt sich prächtig. Lass dich nicht beirren, die Kinderärzte haben echt keine Ahnung vom stillen. Meine will mir auch immer erzählen, dass die Kinder ab 6 Monaten keine Nährstoffe mehr bekommen und es nur noch für das Wohl der Mutter ist, wir seien doch nicht in einem dritte Welt Land, blabla blabla, es geht bei mir zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus. Ich habe auch schon eine Mama kennen gelernt, die ihren Sohn 2 Jahre voll gestillt hat, jetzt ist er 4 Jahre alt, dem Jungen fehlt es an nichts, er ist nicht kleiner und mickriger als andere Jungen in seinem Alter. Mir hat es damals sehr geholfen einmal mit einer Stillberaterin zu sprechen, die hat die Argumente von der Kinderärztin einfach weggewischt. Warum sollte Milch auf einmal nach 4 oder 6 Monaten schlecht werden oder schlechter werden?! Die Milch passt sich dem Bedürfnis des Kindes an. Ich glaub mit 3 und 6 Monaten und dann noch mal 1 Jahr ändert sich die Konsistenz der Muttermilch und passt sich dem Kind an.
Toller Beitrag! Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
Weil ich so gerne schwafel, tu ich's trotzdem. ;) Interessant ist vielleicht noch die Tatsache, dass Kinderärzte per se überhaupt keine Autorität in Sachen Kinderernährung sind. Die müssen während ihres Studiums eine einzige Lehrveranstaltung zu dem Thema belegen, ein einziges Semester lang. Manche besuchen hinterher vielleicht mal ein paar Fortbildungen zu dem Thema - die meistens von der Babynahrungsmittelindustrie finanziert werden... Wenn sie nicht zufällig in ihrer Freizeit ein paar Bücher dazu lesen, wissen die da auch nicht mehr als du, wenn du das gleiche tust.
Und zum Vitamin D: Das wird (übrigens als einziges Vitamin, wenn ich mich nicht irre) vom Körper selbst gebildet, und zwar unter Einfluss von Tageslicht. Beim Erwachsenen reichen 20 Minuten Bewegen an der frischen Luft mit freiem Gesicht und Händen, selbst bei bedecktem Himmel, um den Tagesbedarf zu decken. (Bezeichnend, by the way, dass die Deutschen trotzdem im Durchschnitt einen Vitamin-D-Mangel haben...) Meine Hebamme meinte, 30 Minuten Frischluft mit Licht-zugänglichem Babygesicht und Händchen würde dicke reichen, um genug Vitamin D zu bilden. Um sicher zu gehen (und auch mal einen Tag bei Schietwetter aussetzen zu können) habe ich immer darauf geachtet, mindestens eine Stunde mit dem Floh draußen zu sein. (Wichtig ist nur: Niemals direkt in die Sonne mit dem Baby! Schatten reicht völlig!)
Danke für das Kompliment :-D Mit dem Vitamin D hast du recht. Es ist das einzige Vitamin das der Körper herstellen kann. Allerdings ist die Bezeichnung Vitamin eigentlich quatsch, da sich Vitamine ja gerade dadurch auszeichnen, dass sie lebensnot wendig sind und NICHT vom Körper hergestellt werden können. Irgendwo habe ich her, dass es (eher) ein Hormon ist und die Bezeichung Vitamin eben auch "Marketing" war. Allerdings kann der Körper sehr viel mehr selbst herstellen (dabei ist übrigens die Stirn am produktivsten) als in den Tabletten drin ist, da sehe ich keine Gefahr. Wobei eine Überdosierung auch nicht gesund ist, aber die hat man wohl nur in Krebsstudien hingekriegt (aber wo ich das wieder aufgeschnappt habe, weiß ich leider auch nicht mehr.)