Frage von Chiefcommander, 106

Ladegerät für Autobatterie kaputt! Kann jemand helfen?

Guten Morgen.

Ich hoffe unter den frühen Vögel sind auch schon ein paar Elektriker* (Vögel abgeleitet von --> Der frühe Vogel fängt den Wurm)!* Folgendes Problem. Ich wollte bzw. musste über Nacht meine Autobatterie laden. Ebven habe ich aber festgestellt, das das Ladegerät defekt ist und die Ladung deshalb gescheitert ist. Dummerweise hatte ich zuerst die Autobatterie angeklemmt bevor ich das Ladegerät eingeschaltet habe. So konnte ich am Voltmeter nicht ablesen, ob die Ladespannung da ist (Weil die Batteriespannung bereits am Voltmeter anlag) Eben ha ich das Ladegerät überprüft und festgestellt, das eine Feinsicherung 6,3A durch war. Diese habe ich gegen eine neue ersetzt (Natürlich auch 6,3A) Dann ging das Ladegerät zwar an, aber das 15V Voltmeter schlug bis zum Anschlag aus. Nach prüfen mit Multimeter weiß ich das 17,75 Volt anliegen.

Woran kann es liegen, das das Ladegerät jetzt zuviel Spannung hat? Als Bild habe ich den Schaltplan des Ladegerätes angefügt. Vielleicht kann jemand sagen woran es liegen könnte!

Das Ladegerät ist komplett von meinem Vater vor gut 35 Jahren gebaut worden. Es war aber immer einwandfrei in Ordnung und hat niemals Probleme gemacht. Vater war Elektrotechniker.... Also nicht denken das das ein zusammengeschustertes Ladegerät ist! Leider ist mein Vater zwischenzeitlich verstorben und ich kann ihn nicht fragen.

Wäre gut wenn jemand helfen kann da ich die Batterie schnellstmöglich soweit laden muss, das das Auto anspribt!

Antwort
von drewald, 56

Guten Morgen! Der Trafo liefert 12 Volt Wechselstrom zum Gleichrichter. 12 Volt bedeutet bei Wechselstrom 12 Volt Effektivwert! Wenn man das gleichrichtet und glättet kommt eine höhere Spannung heraus die sich durch Multiplikation mit Wurzel 2 errechnen lässt. Das ist in diesem Fall 16,9 Volt. Das kommt mit den gemessenen 17,75 Volt ganz gut hin. Wird sehr viel Strom entnommen geht diese Spannung (je nach Leistung des Trafos) wieder zurück. 12 Volt Bleibatterien überladen ab einer Spannung von 14,4 Volt. Am Beginn des Ladevorganges wenn die Batterie viel Strom aufnimmt ist die Spannung oft geringer. Doch gegen ende der Ladung wird die Spannung dann größer und die Batterie nimmt schaden. Schließe die Batterie an das Ladegerät und überprüfe von Zeit zu Zeit mit dem Multimeter die Ladespannung. Sind 14.4 Volt erreicht muss die Batterie vom Ladegerät getrennt werden. Drewald

Antwort
von Comment0815, 54

Also vorweg: Ich bin kein Elektrotechnik-Experte und hab auch wenig Erfahrung mit Autobatterien hier aber trotzdem drei Ideen, weil du es ja scheinbar ein bisschen eilig hast:

1. Die Ladespannung sollte immer höher als die Betriebsspannung der Batterie. Vielleicht sind 18 V ja noch ok?! (Was sagen die Batterie-Experten)

2. Vielleicht könntest du das Ladegerät auch an die Batterie anschließen und sofort den Motor starten. Dann kannst du sofort losfahren und die Batterie lädt sich beim Fahren.

3. Die Netztspannung wurde von 220 V auf 230 V angehoben. Bist du sicher, dass die Spannung vor Austauschen der Sicherung nicht auch schon so hoch war? (Naja, die Erhöhung bedeutet in deinem Fall, dass die Spannung vorher nicht 17,75 V, sondern 17 V gewesen sein müsste. Da das Messgerät nur bis 15 V geht nehme ich an, dass dein Vater das nicht so ausgelegt hat. Dann ziehe ich diese Idee zurück. Aber ich lass sie hirt trotzdem mal stehen, falls sie jemandem als Denkanstoß hilft und lösch sie nicht.)

Übrigens: Sehr ordentlich von deinem Vater, dass er einen Schaltplan auf das Gerät geklebt hat. Sowas wünsche ich mir öfters mal.

Antwort
von Lupo1938, 28

Guten Tag Kollege Es wurde viel beantwortet, es gibt um wenig Geld eine Elektronik zu kaufen die die Ladeschlußspannung überwacht. Wenn eine 6,3A Sicherung durchbrennt, hat dass einen wichtigen Grund. (1300VA) Früher war Netzspannung nur 220V - jetzt selten unter 230. Trafo ist sicher ordentlich überdimensioniert worden. Leerlaufstrom ist jetzt viel höher weil der Kern in Sättigung geht. Der Grund für Sicherungsausfall ist die Last die zum Startstrom dazukam. 1. eine Batterie (Verbraucher) immer erst anschließen wenn das Ladegerät bereits am Netz hängt. 2. Eine ordentlich starke Diode sollte im Ausgang in Durchlassrichtung geschaltet sein - diese verhindert, dass Strom von der angeschlossenenen Batterie in das Ladegerät fließt, diese ist auf jeden Fall hinter der eingangs erwähnten Ladeschluss - Spannungsüberwachung anzubringen, bei Stromausfall während der Ladung wäre sonst jede Elektronik zum Tode verurteilt. Zur Trafo Dimension folgendes: Kernquerschnitt zum Quadrat genommen ergibt die Leistung in VA - z.B. 10cm2 entsprechen grob 100VA, dabei fällt auf keinen Fall eine 6,3A träge Glasrohrsicherung. Denkt bitte daran: isolierte Lithium Ionen Akkus können "wie es geschah" ohne angeschlossen zu sein, eine Feuersbrunst entfachen - auch wenn diese irgendwo herum liegen, immer in Metallbehältern auf unbrennbarer Unterlage bei verminderter Spannung lagern.

Kommentar von weckmannu ,

Der Tod der Elektronik wurde durch die Sicherung verhindert. Eine Diode wäre praktisch, um zu vermeiden, daß bei jeder Fehlbedienung die Sicherung durchbrennt. Die 'Elektronik' besteht vermutlich nur aus einem Brückengleichrichter.

Antwort
von diroda, 30

Das Ladegerät hat keine elektronisch stabilisierte/geregelte 12V bzw. 14V Ausgangsspannung. Wenn es ohne Last betrieben wird ist die Ausgangsspannung viel höher. Die gleichgerichtete und auf einen Kondensator geladene Spitzenausgangsspannung des Trafos. Die Ladung muß manuell beendet werden wenn die Ladeschlußspannung erreicht worden ist. Bei Bleiakkus liegt sie bei 2,35V pro Zelle. Ein 12V Akku hat 6 Zellen.

Kommentar von franz48 ,

Also ich würde immer bis zur Grenze von 2,4V pro Zelle mit der Spannung gehen (14,4V).....

Kommentar von diroda ,

Wird die Ladeschlussspannung überschritten wird die Energie nur noch in Wärme und das gasen des Akkus umgewandelt. Das verkürzt die Lebensdauer besonders von geschlossenen Akkus die nicht nachgefüllt werden können. Hersteller von professionell genutzten Akkus, z.B. bei elektrischen Flurförderfahrzeugen (Staplern) empfehlen 2,36V nicht zu überschreiten. Die halten dann aber auch mindestens 10 Jahre.

Antwort
von EySickMyDuck, 42

Moin...

Der frühe Vogel kann mich mal...

Was du misst ist die Leerlaufspannung deines Ladegerätes. Bei einem Brückengleichrichter ist die Ausgangsspannung ohne Last in etwa um den Faktor 1,4 höher und somit wärst du bei deinem Gerät auf etwa 17- 18 V. Häng mal die Batterie dran und miss dann nochmal die Spannung dann solltest du bei etwa 12- 14V liegen...

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