Frage von taigafee,

lachsöl herstellung

da ich regelmäßig lachsköpfe und reste mit viel fett bekomme, wollte ich mal fragen, ob das fett, das beim kochen entsteht, dem wertvollen lachsöl entspricht.

wenn ja, muss ich etwas beachten?

Hilfreichste Antwort von Brigitta270755,
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Taigafee, ich weiß micht, was du mit den Lachsköpfen ansonsten vorhast, aber der übliche Weg, Lachsöl "herzustellen", ist der gleiche wie der, Dorschlebertran zu bekommen. Alle fettigen Bestandteile des Fisches werden auf Gestellen in die Sonne gelegt, damit sie dort "abtropfen" können.

Wenn es dir bei der Verwendung dieser Lachsreste drum geht, Öl uzu gewinnen, so wird der Wert des Öls sicher steigen, wenn du die Fischreste im Backofen auf ein Rost legst und nur mäßig erwärmst, also deutlich unter 100° bleibst.

Wenns dir drum geht, aus den Resten eine Suppe oder einen Fond zu kochen, kannst du das gleich im Anschluss an das Entölen ja tun.

Kommentar von taigafee,

ach mist, nun hab ich alles schon gekocht. nächstes mal mache ich das dann aber so. vielen dank.

mir ging es darum, den wert des öls nicht zu mindern. ich hab nun den fisch nur kurz aufgekocht und dann zwei stunden stehen lassen. nun ist das fleisch nicht verkocht, lässt sich aber gut lösen. die fettige brühe schmeiß ich weg, denn das öl ist ja nun nicht mehr so toll.

rosine hat der lachs aber geholfen. ihre krusten sind viel kleiner und heilen schneller ab. vielen dank nochmal für den tipp damals! :-). war heute mit ihr beim tierarzt, da sie ein exzem am kinn hatte, das ausgespült werden musste, der arzt konnte kaum noch krusten erkennen. woher die kommen, weiß er auch nicht.

Kommentar von Brigitta270755,

Nee, nicht wegschütten! Das Öl ist zwar gekocht ...nun ja, eben nicht mehr ganz so hochwertig, wie ungekocht, aber wertlos ist es deswegen ja nun trotzdem nicht.

Unter der Haut sitzt ja ziemlich viel Fett, und jetzt, wo ich so drüber nachdenke,.... wir haben hier so einen relativ kleinen, aber supergünstigen Laden mit russischen Spezialitäten und unter anderem verkaufen die da auch Lachs-- und andere Köpfe zu Kilopackungen eingefroren, um die ich bisher einen netten Bogen gemacht hab, weil mir garnicht eingefallen ist, was man außer Suppe/Fischfond kochen noch damit machen kann. Und die haben auch Lachssteaks, also solche Doppelhotletts mit der Rückengräte dran in 2 cm dicke Stücke geschnitten, die ich auch immer gern liegen lasse, weil Fischgräten nun mal ihre Tücken haben.

Aber fürs Lachsöl für Hund & Katz ... und zum Fleisch abpulen.... also wirklich, da hast du dir direkt mal ein Daumen hoch verdient!

Kommentar von Brigitta270755,

Und da schau her, was ich als "Quasi-Antwort" auf den Link von adventuredog ausgegraben habe!

Es gibt einen sehr simplen Weg, um sowohl die nur bedingt erwünschten, weil zu Hypervitaminosen führenden fettlöslichen Vitamine A,D,E, als auch die absolut unerwünschten Pestizidrückstände UND die ebenso unerwünschten kurzkettigen gesättigten Fette vom wetvollen ungesättigten Fischöl zu trennen! Falls su keine Lust hast, zu lesen, wie die Industrie es schafft, wirklich wertvolle Öle herzustellen, - das Geheimnis, das auch heut noch bei der Herstellung von Lebertran und anderen Ölen angewendet wird, heißt "einfrieren und wieder auftauen", ein Vorgang, bei dem sich anscheinend die erwünschten von den unerwünschten Zutaten trennen lassen.

http://www.semmelweis.de/sanumpost/40/fischoel.pdf

Kommentar von taigafee,

ja, und vorher werden die fische gekocht :-DDD hurra!!!

Kommentar von taigafee,

ok, nach dem kochen wird das öl eingefroren:

Will man nun ein Gemisch aus Fetten mit einem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren einerseits und aus Fetten mit einem hohen Gehalt an gesättigten Fettsäuren andererseits auftrennen, braucht man letztere nur „auszufrieren“. Das ursprüngliche Gemisch trennt sich dann in einen „geronnenen“ Anteil, der aus Fetten mit überwiegend gesättigten (und sehr langkettigen einfach ungesättigten Fettsäuren) besteht und einem Öl, in dem die gewünschten hochungesättigten Fettsäuren enthalten sind. Letzteres kann man abtrennen; es ist das gewünschte angereicherte Produkt, unser Fischöl....

...Der Kälteschritt ist also ein äußerst effektives Verfahren zur Abtrennung aller unerwünschten Begleitstoffe.

vielen dank für deine mühe! ich bin ganz hääppy!

Kommentar von taigafee,

... und zum Fleisch abpulen....

aus dem 10l eimer mit resten hab ich ca. 2kg fleisch bekommen. schön ölig :-)

Antwort von bignose,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo, wenn du es beim Kochen gewinnst, wird es nicht die Qualität haben wie kaltgepreßtes. Beim Kochen verändert sich die Konsistenz, ausserdem glaube ich nicht, dass du es so rein bekommst wie professionelle Hersteller. Beim Kochen werden zwar nicht so hohe Temperaturen erreicht wie beim Braten, aber bei starker Hitzeeinwirkung zersetzen sich vor allem die ungesättigten Fettsäuren, und die sind ja nun gerade das Plus beim Lachsöl. Auch die Aromastoffe können zerstört werden, enthaltene Vitamine ebenfalls. Also wegwerfen würde ich es nicht, aber eben auch nicht die hohe Qualität erwarten, die man bei guten Ölmühlen bekommt. Gruß, Kerstin

Kommentar von taigafee,

ja, ich dachte es mir schon. vielen dank!

das heißt, zur lachsölgewinnung werden die fische gepresst, ja? eine andere methode fällt mir auch nicht ein.

Antwort von adventuredog,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

die Problematik wg. dem erhitzen hat Bignose ja bereits geschrieben.

Ist der Lachs für Deine Hunde? Warum kochst Du ihn? meine Neufundländer haben die Lachsköpfe und Reste dessen immer sehr schön frisch und roh gefressen. Allerdings draussen im Garten, sonst war hinterher ein Fettfleck auf der Hundedecke bzw. dem Teppich ;-))

Kommentar von taigafee,

meiner rührt die rohen köpfe leider nicht an. die katzen essen teilweise die rohen streifen vom bauch oder rücken, die sehr fett sind.

die köpfe kann ich nach dem kochen schön auseinandernehmen. roh hängt leider alles fest an den knochen/gräten.

Kommentar von adventuredog,

schau mal, hier wird erklärt wie Fischöl hergestellt wird:

http://www.noble-house.tk/html/duits/VISWEB/Pharmazeutisches%20Fischoel.htm

Kommentar von bignose,

Örks... warum kann der Mensch Nahrung für sich oder die Tiere nicht mal einfach so lassen, wie sie ist??? Alles wird raffiniert, konserviert, aromatisiert, hydrolisiert, antioxidiert, koloriert, homogenisiert, fermentiert, karamellisiert, E-Stoff-verziert... da bleiben einem doch die Brocken im Hals stecken!!!

Kommentar von taigafee,

dies habe ich aus brigittas link:

Zur Gewinnung des Fischöls werden die Fische zunächst gekocht. .... mehr in meiner antwort.

Kommentar von taigafee,

oje, nun hab ich deinen link gelesen:

Dieses rohe Fischöl (crude fish oil) enthält sämtliche Giftstoffe des Meeres, wie PCB, DDT, Quecksilber, Dioxine und andere Schwermetalle, obendrein schmeckt es scheußlich. Es enthält Cholesterin und freie Fettsäuren.

Dieses große Problem führt dazu, dass sich das Öl nicht zum Verzehr für den Menschen eignet.

da wird einem übel!

Kommentar von taigafee,

aber in brigittas antwort wird erklärt, wie man die loswird.

Antwort von alchemist2,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Keine Ahnung, was du damit vorhast, aber Fischöl, dass NACH dem Kochen anfällt, also lang erhitzt wurde, ist alles andere als wertvoll.

Seinen Wert hat Fischöl, weil es ungesättigte Fettsäuren enthält. Durch Erhitzen und Luftsauerstoff ändert sich das aber.

Du kannst allerhöchstens versuchen, aus den ungenutzten Fischköpfen noch Öl zu gewinnen. Ob und wie das geht, weiss sich aber nicht.

Kommentar von taigafee,

na pressen :-). aber das fett am rohen fisch ist das öl, ja? nicht dass das nur an bestimmten körperstellen zu finden ist.

Kommentar von Brigitta270755,

Nee, muss man nicht pressen. Das Fischfett verflüssigt sich recht leicht bei Temperaturen von über 45° und tropft dann raus, wenn der Fisch auf einem Drahtrost im Backofen über der Fettpfanne liegt.

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