Das Edelmetall Silber hat zwar in den letzten Wochen durch die Finanzkrise eine Achterbahn-Fahrt hinter sich und und trotzdem hat es sich auf einem relativ gutem Niveau eingependelt. Würdet ihr mir eine Investition in Silber-Quanto-Zertifikate empfehlen?

Silber genauso wie Gold profitieren zur Zeit stark von der Unsicherheit der Anleger. Aktuell scheint es zwar runter zu gehen, doch das auch nur weil Gold vor der wichtigen Marke von 1.000$ steht.
Diese sollte aber nicht wirklich lage halten. Also kauf dir lieber ein Hebel Zertifikat hier ein Beispiel: DE000DB16ZA0. (Ist stark gehebelt) Also vorsicht.
Geh erstmal mit weniger Geld ran. Und lerne.

Zertifikate sind nur Wetten und keine Sachwerte. Lernt denn hier niemand dazu.
Zertifikate sind ein typisches Produkt für die Deutschen. Ein Zertifikat ist immer eine Inhaber-Teilschuldverschreibung. Das sieht nach außen hin gut aus - aber geht der Emissonär pleite ist das Geld futsch. Zertifikate habe so hohe versteckte Kosten, die zum Teil erst bei Rücknahme fällig werden, das sie Fonds bei weitem übertreffen. Zertifikate sind für den Normalbürger viel zu kompliziert. Oder will mir jemand sagen, dass er ein Zertifikat in allen Nuancen verstanden hat. Selbst die Banker der Emissionhäuser verstehen die eigenen Zertifikate nicht. In Deutschland gibt es mittlerweile 150.000 Zertifikate. Damit hat Deutschland mehr Zertifikate als der Rest der Welt zusammen. Bei den meisten Zertifikaten mit Aktien werden die Dividenden, die in der Regel doch dem Kunden gehören, von den Banken in die eigene Taschen geschoben. Investmentfonds dagegen sind transparent, klar in der Kostenübersicht und auf Dauer viel rentabler
Lehmann Brother sollte eine Lehre sein.
subsonicx am 25. Februar 2009 08:25 Oh ja, Zertifikate sind böse Dinge.
Also mal ehrlich, man kann es auch übertreiben. Lehman Brothers!
Nur weil eine Amy Bank hops gegangen ist muss das nicht gleich heissen das das für alle Deutschen Banken zutrifft.
Und ausserdem weisst du nicht welchen Anlagehorizont er vorsieht.
Und eine Investmentbank ist wohl vor der Finanzkrise sicher?? Nie im Leben.
Niklaus am 25. Februar 2009 08:37 Zertifikate sind auch nicht durch den Einlagensicherungsfonds abgesichert.
Was meints du mit Investmentbank und sicher????
subsonicx am 25. Februar 2009 08:59 Investmenbanken = Fondsbanken
Niklaus am 25. Februar 2009 09:05 Das dachte ich mir. Es gibt keine Fondsbanken. Es gibt nur Kapitalanlagegesellschaften. Wenn eine Kapitalanlagegesellsachaft insolvent werden sollte, hat das keinen Einfluss auf das Kapital der Anleger. Dieses ist nämlich per Gesetz als Sondervermögen ausgewiesen und getrennt vom Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft in einer Depotbank verwahrt. Der Anleger verliert keinen Cent. Somit sind Investmentfonds eine der sichersten Anlage der Welt. Die Schwankungen von Fonds haben nichts mit der Sicherheit des Kapitals zu tun sondern sind marktbedingt.
Niklaus am 25. Februar 2009 19:11 Was soll die Polemik? Es ist tatsächlich so, das ich fast jede Woche eine neue Wette (Zertifikat) im Postkasten habe. Es ist tatsächlich so, dass die meisten Zertifikatebesitzer die Funktion ihres Zertifikates nicht kennen. Dazu brauchst du hier nur die Fragen darüber genau durchlesen. Dagegen ist ein Investmentfonds wirklich klar und transparent. Vor allem aber ist das Kundenkapital in einem Investmentfonds als Sondervermögen deklariert.
Was soll das Pauschalisieren? Es mag ja sein, dass es viel zu viele undurchsichtige Strukturen gibt und dass diese auch viel zu teuer sind. Das streite ich überhaupt nicht ab. Ferner haben viele Emittenten selber keinen Durchblick bei den eigenen Produkten. Klar, wie sollen es die Kunden verstehen?! ABER: Es gibt dennoch keinen Anlass, Zertifikate zu verteufeln und immer gleich die Fonds-Keule herauszuholen. Denn: 1. Gibt es auch teure Investmentfonds, deren Gebühren erstmal einen guten Teil der Rendite fressen 2. Kaufe ich doch kein Produkt, das ich nicht verstehe und dessen Risiko ich nicht kenne. Und wenn es jemand von seinem Berater aufgeschwatzt bekommen hat und Risiken verschwiegen wurden, hat derjenige auch jedes Recht auf Klage bzw. die Bank/den Berater in die Beraterhaftung zu nehmen 3. Nenn es von mir aus Wette. Ich nenne es Marktmeinung. Zertifikate als Vehikel ermöglichen es dem Privatanleger doch überhaupt erst, verschiedene Marktszenarien abzubilden und sich gegen etwaige Kursverluste abzusichern. 4. Sind die Fragen, die hier gestellt werden doch nicht wirklich repräsentativ. Wer aufgrund von gutefrage.net losrennt und Zertifikate kauft, weil die haben da ja gesagt, dass die gut sind, ist selber schuld.
FAZIT: verstehe mich bitte nicht falsch. Ich möchte weder Zertifikate heilig sprechen, noch Fonds im Gegenzug verteufeln. Ich wünsche mir nur eine "objektive" Betrachtung.
Niklaus am 25. Februar 2009 20:11 Aber dann musst du mir bitte nicht Halbwissen vorwerfen. Ich habe persönlich erlebt, das mir weder der Bankberater am Schalter, noch der in der Marketingabteilung ein Zertifikat erklären konnten sondern nur der Entwickler des Zertifikates konnte es.
Aktienfonds kosten in der Regel ca 5- 6,5% Ausgabeaufschlag und eine Verwaltungs- und Depotbankgebühr von 1-2 %. Es gibt dann noch einige wenige Fonds, die lassen sich eine erfolgsabhängige Vergütung zahlen.
Bei Zertifikaten, sind die Kosten nicht offensichtlich. Es wird immer den günstigen Kosten geworben. Aber das ist Augenauswischerei. Die meisten Kunden erfahren meistens nie wieviel sie diese Investment wirklich gekostet hat. Das ist leider wesentlich mehr als bei jedem Aktienfonds.
Wenn Du Dich aber derart äußerst und völlig unreflektiert Derivate verteufelst, muss ich Dir Halbwissen unterstellen. Sicherlich gibt es mangelnde Transparenz am Markt. Die Kosten für Zertifikate können bei den Emittenten selbst und auf einschlägigen Finanzseiten nachgeschaut werden. Und ein etwaiges Aufgeld eines Bonus-Zertifikats gegenüber der zugrundeliegenden Aktie kann man sogar noch selbst ausrechnen. Solltest Du indes darauf pochen, dass jede einzelne Optionsprämie innerhalb der Zertifikatestruktur auszuweisen sei? Das würde es erst kompliziert machen... fällt im Preis auch nicht wirklich ins Gewicht. Doch auch das ließe sich im Verkaufsprospekt des jeweiligen Zertifikats nachlesen. Das hat nicht mit Augenwischerei zu tun und wird gerade von jenen Anlegern begrüsst, denen 5-6% Ausgabeaufschlag einfach zu viel sind!
Niklaus am 26. Februar 2009 08:59 Also dies ist mein letzter Beitrag in dieser unsinnigen Diskussion.
Es ist doch unstrittig, dass Zertifikate Inhaber-Teilschuldverschreibungen sind. Per Definition also festverzinsliche Wertpapiere. Festverzinsliche Wertpapiere sind Geldwerte. Geldwerte unterliegen der Inflation. Sachwerte dagegen wie Immobilien und Aktien stellen Sachwerte dar, die nicht der Inflation unterliegen. Der Welt größter Investor Warren Buffet, jährliche Wertzuwachs seine Investitionen ca. 20-30 % in den letzten 30 Jahren, würde nie in Geldwerte investieren. Es steht auch fest, dass Zertifikate nicht durch die Einlagensicherung abgesichert sind. Anbetracht der derzeitigen maroden Bankenlandschaft ist es sogar fahrlässig Menschen Zertifikate zu verkaufen, weil sie ihr ganzes Kapital verlieren können. Durch ihren Status einer Inhaber –Teilschuldverschreibung, suggerieren Zertifikate eine Sicherheit, dies letztendlich gar nicht gibt. Aber die Deutschen fallen darauf rein. Sie unterliegen der Zertifikatindustrie, die wöchentlich mehrere neue Wetten in Form von Zertifikaten auf den Markt bringt. Als kritischer Mensch solltest du dir darüber Gedanken machen warum das geschieht. Ganz sicher nicht um das Kapital der dummen Kunden zu vermehren sondern den eigenen Gewinn. Die Menschen anderer Länder fallen offensichtlich nicht auf diesen Schwindel rein. Denn in Deutschland allein gibt es mehr Zertifikate als in ganz Europa zusammen. Aber noch zwei Kriterien fördern den Verkauf von Zertifikaten, etwas typisch Deutsches. Die Suche nach einer Sicherheit, die es bei Zertifikaten definitiv nicht gibt und die Manie unbedingt Kosten zu sparen, sogar gegen eine höhere Rendite.
Noch mal zum Thema Aktienfonds. Aktienfonds investieren in Unternehmensbeteiligung sprich Aktien. Diese Aktien sind als Sondervermögen deklariert und können nie in die Insolvenzmasse einer Fondsgesellschaft mit einbezogen werden. Somit ist das investierte Kapital sicher. Aktien sind Sachwerte und unterliegen keiner Inflation. Die Kosten von Fonds sind größtenteils transparent im Gegensatz zu Zertifikaten, bei denen viele Kosten versteckt sind und vielfach erst mit der Auszahlung in Form von Abschlägen zum Tragen kommen. Aktienfonds können jeden Tage wieder zurückgegeben werden, den Wert seiner Anlage kann man ganz leicht nachvollziehen durch die einfache Multiplikation von Rücknahmepreis mal Anzahl Anteile. Einfacher und transparenter geht es nicht.
Du unterstellst mir ich würde nach der Provision schielen. Das ist eine boshafte Unterstellung. Ich berate meine Kunden als Investoren und zeige ihnen die Möglichkeiten auf dies sie haben um ihre Ziele und Vorstellungen zu realisieren oder ihnen näher zu kommen. Dafür werde ich entlohnt. Das ist völlig in Ordnung denn niemand in dieser Republik muss kostenlos arbeiten. Du sicherlich auch nicht.
Meine Kunden können wenn sie wollen Zertifikat erwerben, allerdings nicht von mir. Ich verkaufe keine Wetten auf irgendwelche Kurse, Indizes und sonstige Konstruktionen.
Handle wie du es für richtig hälts aber versuch hier bitte nicht andere ehrliche Menschen einen Makel aufzudrücken.
Halt! Stop! Die Antwort in Sachen Provision galt NICHT Dir! Diese bezog sich auf eben jene von Dir dargestellten unwissenden Bankberater, die Zertifikate nur der Provision zu Gunsten rauskloppen. Ich würde mir wirklich nicht anmaßen, das in Deinem Fall zu beurteilen. Was Du über Emittentenrisiken und Sondervermögen schreibst ist richtig und unbestritten. Das man sich eines grundsätzlichen Ausfallrisikos bewusst sein muss, sollte auch klar sein. Dass man nun aber deshalb Fonds über den grünen Klee loben und Zertifikate als Quell allen Übels betrachten sollte, entzieht sich meiner Meinung nach einer sachlichen und logischen Betrachtung. Ich erspare uns eine weitere Diskussion, darüber was "Sicherheit" ist, denn dieses Thema (ob nun grundsätzliche Sicherheit gegen Ausfälle oder Sicherheit gegen Kursverluste) würde zu weit führen. Letztlich haben wir beide da einfach gegensätzliche Positionen in dieser, wie Du meinst, unsinnigen Diskussion. Und darauf lassen wir es mal beruhen. Wichtig ist mir nur, dass Du Dich in Sachen Provision nicht persönlich angegriffen fühlst.
Niklaus am 26. Februar 2009 10:52 @Guzza: Zur Bankberatung habe ich noch was für dich. http://www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/bankberater-packen-aus-ich-habe-sie-betrogen-264071/
Das verwundert mich nicht und ich glaube es ja auch, wenn mir die Leute hinterm Schalter so ansehe... dafür können nur die Produkte nichts. Und kompliziert und unverständlich sind eben nicht alle.
Und das die Kosten per se höher als bei Aktienfonds sind, ist schlicht und ergreifend eine falsche Behauptung!
Niklaus am 25. Februar 2009 19:25 @subsonic: Du verstehst Zertifikate? Weißt aber nicht mal das ein Fonds nicht von Fondsbanken ausgegeben wird ??
subsonicx am 26. Februar 2009 10:07 Ich hatte Investmentbanken geschrieben. Fondsbanken hatte ich nur dazu geschrieben da du den Begriff ja angeblich nicht verstanden hattest. Wie oben von dir gefragt wurde.
Es ist nur sehr interessant zu lesen wie du dich einfach gegen solche Dinge wie Zertis streusst.
Ich persönlich handel nur Hebelzertis da diese transparent sind und ich nicht auf Management Gebühren stehe. Bei diesen Bonus Garantie etc. quatsch gebe ich dir recht. Die sind teilweise richtige undurchsichtiger Mist.
Niklaus am 26. Februar 2009 10:22 @subsonic: Als Finanzberater versteh ich alle diese Begriffe. Ich möchte sie nur korrekt gebrauchen.
Für kurzfristige (laut Frage) Investitionen ist das die falsche Anlageform, da musste schon paar Jahre rechnen. Bis fünf Jahre empfehlen sich generell fast nur Geldmarkt-Renten-Immopapiere, bei allem anderen, gerade bei Rohstoffen, ist die Schwankung in den ersten fünf Jahren sehr hoch.

Ich wäre bei den Dingen vorsichtig, denn bei silber ist die Industrielle Nutzung sehr hoch, aber auch der Spekulationsfaktor. siehe di Hunt brüder vor einigen Jahren.
Mein Tipp, finger weg.
ich glaube bei silber wird es immer diese achterbahnfahrt geben.schau lieber nach gold,das scheint konstant gut zu sein-hab vor einpaar tagen erst an der börse geschaut und gold schneidet immer sehr gut ab,hab mir das auch schon überlegt
Hebelzertifikate sind Wetten also keine Investition sondern Zocken.
Zocken tut man im Casino.
Ob CFD's, Optionen, Futures oder eben Hebel Zert. das sind einfach nur Derivate die den Handel beleben.
Nur weil man sehr konservativ zu solchen Produkten eingestellt ist und wahrscheinlich noch nie damit gehandelt hat, sollte man solche Dinge nicht gleich schlecht reden!
Das hat nichts mit konservativ zu zun. Wer ist denn an der Finanzkrise mit schuld. Auch die Hedge-Funds, die Zocker, die mit Fremdkapital Unmengen verzocken und Geld verbrennen.
Ich gebs auf. Meine Antworten spare ich mir. Auf so eine Sinnlose Diskussion habe ich kein Interesse.
Ich fühle mit Dir...
http://tinyurl.com/ddw3s3
Das ist alles richtig. Es wurde wahrlich viel Mist emittiert. Nur besitzt das keine Gültigkeit für alle Zertifikate. Es muss die Aufgabe eines Beraters zu sein, die Spreu vom Weizen zu trennen, geeignete Zertifikate für seine Kunden zu suchen, über Risiken aufzuklären und nicht nur auf die Provision zu schielen.
Siehe meinen Beitrag be der vorigen Antwort.
Derjenige der nicht versteht was er kauft soll es auch ganz einfach lassen. Jemand der keine Ahnung vom Autofahren hat benötigt auch keines.
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