frischling1989 am 27.08.2009 um 16:34 Uhr
warum darf man beim bund eigentlich keine langen haare haben?

weil sonst die abc-schutzmaske nicht richtig abschließt. Lange Haare sind da außerdem nicht verboten. Man kann auch alternativ ein Haarnetz benutzen.

Weil du dann Staatsangestellter bist.
Lange Haare drück(t)en Rebellion aus.
Sehr unpassend^^
--> langhaarige Bombenleger
In manchen Bereichen des öffentlichen Dienstes lockert man ja diese Dinge bereits..

Macht schon Sinn. Die Soldaten stehen ja nicht den ganzen Tag qualmend am Kasernentor, sondern kommen manchmal echt ins Schwitzen. Da würde eine Mähne eher stören.
Außerdem haben sie eine Repräsentations-Funktion.
lange Haare schwitzen leichter - sind manchmal im Weg - können sich leichter Läuse fangen
Ich sehe das auch symbolisch, hast Du Dich schließlich einer anderen Macht zu untergeben. Und von Freiheit ist da keine Spur mehr. Du sollst funktionieren. Haare stehen symbolisch für Freiheit und Macht. Deine eigene mußt Du abgeben und Dich einer anderen unterstellen. Das Ritual des Haareschneidens macht dies nochmals sehr deutlich. Die Symbole der Freiheit und der Macht werden Dir genommen.
Selten so gelacht. Vielleicht hat das Abschneiden der Haare auch einfach nur was mit Hygiene und Arbeitsschutz zu tun.
Ist ja schon gut - Teufelchen - Die Welt der Zeichen, Symbole und Rituale ist halt nicht die deinige. Dafür bist Du zu hart, starr, eingeschränkt und von Dir eingenommen. Geben tut es diese Welt trotzdem. Ob Du sie siehst, akzeptierst oder nicht, ist ihr egal.
Ich empfehle geistige Auflockerungsübungen :-))))))
Ich empfehle dir einen Wechsel der Drogen. ;-)
Fakt ist, daß Dich dieses Thema interessiert und bewegt. Ich denke tief in Deinem Inneren merkst Du ganz genau, daß Du oftmals Deine eigenen Freiheiten opfern mußtest, um Befehle anderer auszuführen, auch wenn Du schon mal selbst welche geben darfst, sind es doch Vorgaben, nach denen sich alle zu richten haben. Es fehlt Dir die Freiheit, für Dich selbst zu entscheiden, um Deinen eigenen Weg gehen zu können, um das zu tun, wonach Dir in Deinem Innersten ist, und nicht stets nach starren, längst langweilig gewordenen, immer gleichen Vorgaben zu handeln. Du willst wieder Herr in Deinem eigenen Haus werden. Das ist auch gut so. Dies kann man nur, wenn man mutig für die eigene Freiheit und die eigene Macht einsteht. Dies kann man nicht, wenn man einem anderen Regime untersteht. Darin bist Du gefangen. Du kannst Dich darin nicht nach eigenen Vorstellungen entfalten. Du kannst Dich nur fügen. Mehr ist auch gar nicht gewünscht. Soldaten haben nicht selbständig zu denken, geschweige denn zu fühlen, sie haben zu gehorchen. So verhält es sich auch mit Deiner eigenen Macht. Du kannst sie nicht leben, weil Du einer größeren dienst, die Dir nicht den Spielraum läßt, den Du gerne hättest. Was denkt es in Dir, wenn Du an Deine Freiheit und Deine Macht denkst? Gibst Du Ihnen genug Raum oder erlaubst Du Dir eher wenig Freiheiten?
Ich wünsche Dir das Allerbeste :-)
"Soldaten haben nicht selbständig zu denken, geschweige denn zu fühlen, sie haben zu gehorchen."
Das ist ein leider weit verbreitetes Vorurteil. Gerade in der Bw ist der selbstständig denkende Soldat nicht nur erwünscht, sondern auch gefordert. Ich empfehle dir, dass du dich mal intensiv mit dem so genannten "Prinzip der Inneren Führung" im Zusammenhang mit der Bw auseinandersetzt.
Denn gerade aufgrund der Erfahrungen im Dritten Reich war der stumpf gehorchende Soldat absolut nicht mehr gefordert und auch nicht erwünscht.
Ja, ich hab`s mir durchgelesen.
Die Innere Führung gibt bestimmten Soldaten einen kleinen und umstrittenen Raum zum Denken.
Es bleibt für mich jedoch dabei, daß das abverlangte Haareschneiden bei der Bundeswehr ein Zeichen dafür ist, daß Soldaten nun ihrer eigenen Freiheit beraubt und einer anderen Macht unterstellt sind.
Bei Nonnen und Mönchen ist es ein Zeichen dafür, daß sie sich freiwillig einer höheren Macht unterstellen und auf ihre Freiheit und Macht bewusst und freiwillig verzichten.
Sind sich die Soldaten darüber bewusst und damit im Reinen, ist ja alles bestens.
Ich antwortete auf eine Frage mit meiner persönlicher Meinung und Sicht der Dinge. Ich wollte nicht be- und schon gar nicht verurteilen. Wofür auch. Ich stelle lediglich fest!
"Die Innere Führung gibt bestimmten Soldaten einen kleinen und umstrittenen Raum zum Denken."
Wenn das deine Schlussfolgerung ist, dann hast du das Prinzip leider nicht versanden.
Ich glaube nicht, daß ich es gar nicht verstanden habe. Ich habe es einfach so verstanden, so, wie ich es geschrieben habe.
Es gab mal in den 70er-Jahren eine kurze Phase bei der Bundeswehr, da durften Haare und Bärte länger getragen werden.
Diese Phase war aber wirklich nur kurz.
Wenig später hat sich der Sinn fürs militärisch Strenge wieder durchgesetzt.
Mittlerweile ist der Haar-und-Bart-Erlass aber wieder gekippt worden.
Der Haar- und Barterlass ist in vollem Umfang gültig. Leider falsch informiert.
Du hast Recht. Die Entscheidung des Truppendienstgerichts München, dem zu Folge der Haar-und-Bart-Erlass verfassungswidrig sei, ist bislang vom Verteidigungsministerium nicht umgesetzt worden.
Es gab von besagtem Truppendienstgericht mehrere Entscheidungen. Die letzte sah im Haar- und Barterlass keine Verfassungswidrigkeit: Truppendienstgericht Süd, Az: S. 1 BLa 3/06 – Beschluss v. 14. März 2007. Grundaussage: Der Haarerlass stellt einen zulässigen Eingriff in das Allgemeine Persönlichkeitsrecht dar und auch im Hinblick auf die unterschiedlichen Regelungen für männliche und weibliche Soldaten sei er nicht zu beanstanden.

Es ist erlaubt lange Harre zu tragen.
2ten wegen den Trupenausweiss solte man sich dan auch keine kurzen harre scheiden lassen.
Es ist immer noch nicht erlaubt lange Haare zu tragen. Die Gerichtsurteile die ergangen sind waren Einzelfallentscheidungen und sind somit nicht allgemein gültig.

Weil Zöpfe flechten einfach so verdammt lange dauert.;)
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