Frage von Luc146, 223

Kurze Definition zu Imperialismus/ Kolonialismus?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Corvo21, 197

Imperialismus bedeutet das ein Land oder einer Regierung versucht eine Hegemonie über andere Regionen zu bekommen und dessen Ressourcen  für sich nutzbar zu machen dies kann militärisch,wirtschaftlich oder kulturell geschehen und kann aber muss nicht mit der Annexion der unterworfen Territorien einher gehen 

Kommentar von EF20007LWA ,

gute Zusammenfassung, aber ich hab gelernt das es auch um Missionierung geht

Kommentar von Corvo21 ,

Teilweise ja, wobei das meistens nur als Vorwand benutzt wurde 

Antwort
von voayager, 142

Der jetzige Imperialismus, entstanden so um 1900 rum, also mit der Machtentfaltung der Konzerne, bedeutet Herrschaft der Monopole weltweit inklusive deren Mutterstaaten. Die Welt ist in Regionen von den imperialistischen Staaten in Einflußsphären aufgeteilt. Der Kapitalexport domioniert gegenüber dem Warenexport, das Finanzkapital dominiert gegenüber dem Industriekapital, die Monopole sind mit dem Staat verbandelt. Dies erfolgt über Aktienpakete, die der Staat bei großen Konzernen angelegt hat, dies geschieht durch Kreditvergabe bestimmter Banken an den Staat, dies geschieht durch Staatsaufträge an bestimmte Monopole, z.B. Rüstungsgüter beschaffen, dies geschieht durch Subventionen der Regierungen an die Monopole und durch Handelsverträge, wo stets Vertreter der Konzerne mit bei der Reise ins jeweilige Land dabei sind. Abschließend sei noch angemerkt, dass der jetzige Imperialismus stets auch ein Neokolonialismus ist, also formale Selbständigkeit der Ex-Kolonien, bei Beibehaltung ihrer ökonomischen Abhängigkeit von bestimmten imperialistischen Staaten. (USA, GB, Frankr., Deutschl. und Japan)

Der klassische Imperialismus, ist der der unmittelbaren Kolonialherrschaft, gemint ist hierbei die Epoche zwischen 1860 - 1918 etwa.

Antwort
von earnest, 123

Kurzdefinitionen findest du im Online-Duden. 

Etwas ausführlicher bei Wiki.

Gruß, earnest


Kommentar von voayager ,

Wiki und Imperialismus, pah, das taugt nix, denn diese Enzyklopädie ist so was wie ein bürgerlicher "Laden", der stets systembejahend also apologetisch auftritt. Mit der bürgerlichen Schere im Kopf werden dort wichtige Aspekte ausgeklammert oder so interpretiwert, dass der Kapitalismus stets "Schneider frei" ist.

Wiki ist eine tolle Sache, wenn es um Dinge jenseits der Politik und z.T. auch der Geschichte geht. Aber auch bei diesen gibt es Lemmata, wo man nix einzuwenden hat, wenn es um die reinen Fakten, um Basis-Wissen einer Sache geht. Geht es aber um "kitzlige" Themen, wozu der jetzige Imperialismus gehört, bleibt Wiki mit seiner neoliberalen Stoßrichtung auf der Strecke, schlimmer noch ist regelrecht kontraproduktiv. Selbstverständlich gilt das noch für etliche andere politische und geschichtliche Termini.

Kommentar von earnest ,

Deine pauschale Kritik mag ich nicht teilen.

Du wirfst Wiki meiner Ansicht nach zu Unrecht Einäugigkeit vor und urteilst hier selbst subjektiv und pauschalisierend. Aber das ist ein weites Feld, und um eine Generaldebatte ging es dem Fragesteller nicht.

Hier ging es um Kurzdefinitionen. Gegen die ersten beiden Sätze bei Wiki "Imperialismus" habe ich in diesem Zusammenhang nicht die geringsten fachlich-sachlichen Einwände.

Noch knackiger macht das meiner Ansicht nach Lenin in seiner Imperialismustheorie. (Er wird "sogar" im Artikel erwähnt.) Aber das würde vermutlich den Fragesteller überfordern.

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