Frage von zha33, 69

Kurz vor einem Rückfall?

Hey, ich leide seit Anfang 2014 (ich war zu dieser Zeit 11) unter schweren Depressionen. Außerdem habe ich mich damals selbstverletzt und war esssgestört. Ich wurde insgesamt 4x mal in eine geschlossene Klinik eingewiesen, und habe einen Suizidversuch hinter mir. Da meine Eltern nicht mit emotionaler Instabilität kamen, wendeten sie sich ans Jugendamt, woraufhin ich nach dem ich aus der Psychiatrie entlassen wurde, in eine Wohngruppe gebracht wurde (im Januar 2016) -nur für zwei Wochen-. Nach dem Aufenthalt in der Wohngruppe lief es mit meinen Eltern besser, aber nachhause kam ich auch nur, da ich ihnen versprach mich zu bessern (was Schwachsinn war/ist weil ich unter Depressionen litt/leide, und nicht einfach sagen konnte "ich bin jetzt gesund", aber um das zu verstehen waren sie so oder so nicht in der Lage). Ab dann habe ich alles versucht um "glücklich" auf meine Eltern zu wirken, da meine Mutter mir damit drohte, wenn ich ich noch einmal einer meiner Phasen hätte, ich zu meinen Großeltern ziehe (sie geht mit dem Kopf durch die Wand und kann sowas nicht verstehen/nachempfinden). Bis jetzt habe ich seit Mitte Januar keine Suizidgedanken mehr und auch so geht es mir wirklich gut, aber jetzt entwickeln sich andere Probleme. Ich glaube ich entwickle eine Soziale Angstörung. Ich kann keine Pizza oder sonstiges über Telefon bestellen da ich kein Wort raus bekomme. In meiner Klasse kann ich nichts englisches vorlesen, selbst wenn ich will, ich bin total am stottern obwohl ich eigentlich gut englisch sprechen kann. Und wenn ich in der Stadt bin und im Laden nach dem Preis zB fragen muss, wird mir ganz warm und ich rede ziemlich leise und "verlerne" den deutschen Satzbau. Wenn mich Leute anschauen, würde ich am liebsten im Boden versinken und wünsche mir einfach nur Zuhause zu sein...
Und immer wenn ich etwas mehr Hausaufgaben auf habe, fühle ich mich überfordert und mache dadurch meistens gar nichts, selbst wenn ich genug Zeit habe. Ich möchte so eigentlich nicht leben, aber irgendwie bin ich zu schwach etwss daran zu ändern, und auf meine Eltern kann ich mich da nicht verlassen und mit "Freunden" rede ich nicht mehr, da ich ihnen einfach nicht vertraue, und meine beste Freundin ist selbst Suizidgefährdet. Sie redet immer mit mir, ihr geht es so schlecht, ich kann ihr mich nicht auch noch zumuten, das würde sie nicht überleben... Jeder hält mich für kalt und stark, aber um ehrlich zu sein bin ich einfach fertig, ich schaffe es nicht mehr meinen Alltag zu ordnen, ich möchte einem Freund meine Gefühle gestehen, mich danach in Decke einwickeln, die Kopfhörer rein tun, einschlafen, für immer schlafen... Ich bringe es zu nichts, egal wie sehr ich mich bemühe, ich erreiche nichts - als würde ich im Kreis laufen

Antwort
von fuzznose, 28

Hallo,
Ich kenne das mit den Eltern, war bei mir genau das selbe. Seit meinem Auszug habe ich nur noch das nötigste mit ihnen zu tun. Ich würde dir raten dort weg zu kommen und frag mal bei deinem Hausarzt nach einer kur o.ä. die Auszeit hilft gut.
Was auch hilf ist einen Tag lang mit niemandem zu reden um mal nur auf dich zu hören und dich mehr auf dich selbst zu fokussieren.
Wenn du bereit dazu bist, dann geh zu deinem Hausarzt. Glaub mir es kann sehr viel schlimmer werden. Es kann später so enden, dass du ein halbes Jahr lang keinen Fuß mehr vor die Tür setzt und dein ganzes leben ruinierst..
Du kannst auch all das aufschreiben, wenn du es nicht gern aussprechen magst. Das ist kein Problem, so ging es mir früher auch. Evtl bekommst du dann Tabletten und einen Psychologen.
Nicht der erste Psychologe wird direkt see beste sein, es kann auch sein dass du einen anderen brauchst. Habe selbst 3 Anläufe gebraucht bis ich den passenden hatte. Und die Therapie hilft tatsächlich. Mal mehr mal weniger. Aber es ist schön jemanden zu haben mit dem man neutral reden kann.
Wenn du noch mehr fragen hast, kannst du mir gerne schreiben.

Antwort
von 02xDianax02, 29

Hallo. 

Ich kenne das Gefühl von einer Sozialen Angststörung. Ich würde dir raten zu deinem Hausarzt zu gehen und dir eine Überweisung zum Psychologen abholen lassen. Natürlich ist es am besten mit deinen Eltern darüber zu reden, wenn du zu einem Psychologen gehen möchtest.(wenn du es überhaupt willst) Du kannst aber auch dort hingehen ohne, dass deine Eltern es wollen. Die Krankenkasse bezahlt die Therapie.

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