Soz60 am 26.03.2009 um 0:25 Uhr
warum ist jeder kupferstecher ein idealer freund? --mein freund und kupferstecher--

Die sprichwörtliche Anrede „Mein lieber (oder alter) Freund und Kupferstecher“ deuten manche pikanterweise auch als abwertend und misstrauisch, da die Kupferstecher mit dem Aufkommen des Papiergeldes die nötigen Voraussetzungen mitbrachten, um als Geldfälscher tätig zu werden. Auch ist es immer wieder einmal vorgekommen, dass Kupferstecher Gemälde in Druckgrafik umgewandelt haben, ohne den Autor des Gemäldes in der Legende zu erwähnen. Üblich war es, sowohl den Namen des Malers (...fecit=...hat es gemacht) als auch den Namen des Stechers (...sculpsit=...hat es gestochen)zu nennen. Daher konnte ein Kupferstecher durchaus jemand sein, der dazu neigte sich mit fremden Lorbeeren zu schmücken, also jemand, dem gegenüber Misstrauen angebracht war.
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der Kupferstecher war der erste Beruf bei dem man Fälschungen, sowohl von Geld wie auch von Gemälden, herstellen konnte. Also ist der Spruch : Mein alter Freund und Kupferstecher eher eine abwertende Begrüßung

damit ist ein Freund gemeint, mit dem man durch dick und dünn gehen kann - also nicht nur abwertend, eher etwas schmunzelnd. So wie "diebische Freude" oder "du kleiner Gangster"
danke, wieder was gelernt.
Interessant.
Aus diesem Metier stammt auch die Redewendung „Mein lieber Freund und Kupferstecher“. Diese wurde geprägt von dem Dichter Friedrich Rückert (1788-1866), der dies als Anrede in den Briefen an seinen Freund Carl Barth benutzte, der von Beruf Kupferstecher war.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kupferstich