Frage von homer092, 115

Kunde gibt falsche Adresse an, Paket kommt zurück - Kosten?

Hallo,

ich habe eine kurze rechtliche Frage:

Kunde kauft etwas, hat in der Adresse aber die falsche PLZ angegeben. Paket kommt zum Händler zurück. Kunde lässt über PayPal eine Erstattung des Geldes veranlassen.

Nun sitzt man als Händler auf den Kosten für die Hinsendung, und da das Versandunternehmen auch die Rücksendung berechnet auch auf den Kosten für die Rücksendung. Also 2x Versand auf denen man als Verkäufer sitzt.

Ist der Kunde verpflichtet diese zu zahlen? Oder kann der Händler ihm diese in Rechnung stellen?

Vielen Dank!

Antwort
von anonymus1985, 86

Was steht denn in den AGB des Händlers? Ggf. ist da ja angegeben worden, dass der Kunde bei falschen Daten und einer damit einhergehenden Retour die Kosten zu zahlen hat.

Warum möchte der Kunde denn jetzt eine Gutschrift? Hat er den Kaufvertrag widerrufen? Dann würden auch die AGB greifen.

Kommentar von homer092 ,

naja er möchte widerrufen weil er nicht ein 2. Mal Versandkosten zahlen will. Ich habe ihm angeboten die Ware neu zu verschicken wenn er die erneuten Kosten trägt, das lehnte er ab, was ich bei einem 5€ Artikel auch verstehen kann, aber als Verkäufer auf 10€ Versandkosten für einen 5€ Artikel sitzen zu bleiben der dann noch nicht mal verkauft wurde ........

Kommentar von anonymus1985 ,

Bei Widerruf gilt in der Regel

Preis der zurückzusendenden Sache bis 40,00€: Verbraucher trägt bei enstprechender Vereinbarung die Rücksendekosten.

Liegt der Preis über 40,00€, trägt der Unternehmer die Rücksendekosten.

ABER: Dies muss auch in den AGB verankert sein. Hast du so einen oder ähnlichen Passus nicht in deinen AGB, zahlt du alles.

(Amazon händelt das seit einiger Zeit genauso, ein Grund warum ich manche Sachen nicht mehr bestelle sondern doch lieber im Laden ansehe - aber das nur ans Randnotiz.)

Kommentar von dresanne ,

Die 40 Euro-Klausel gibt es nicht mehr!

Kommentar von anonymus1985 ,

Oh, danke, da habe ich was gelernt. Das ging total an mir vorbei.

Antwort
von bartman76, 63

Nun bin ich kein Anwalt, aber wie ich die Sache sehe, hat er scheinbar ein Widerufsrecht. Damit muss der Händler die Hin-Versandkosten zahlen aber nicht die Rücksendekosten.

Ob die falsche Adresse daran etwas ändert weiß ich nicht. Interessant wäre es aber, wenn der Kunde die identische Ware neu bestellt, mit richtiger Adresse.

Vielleicht fragst du mal einem Jura-Forum.

Antwort
von Frage76, 69

du hast deinen Teil erfüllt, du musst ihm nichts zahlen. Du kannst ihm lediglich anbieten bei erneuter Zahlung der Versandkosten das Paket neu zu verschicken

Kommentar von homer092 ,

Naja es geht nicht darum ob ICh als Händler dem Kunde was zahlen muss, es geht darum wer die Versandkosten tragen muss. Ich bekomme als Händler vom Versanddienstleister ja sowohl die Hin- als auch die Rücksendung in Rechnung gestellt. Diese sind aber ja nur durch den Kundenfehler entstanden. Muss ich das also als Verkäufer tragen oderkann ich das dem Käufer in Rechnung stellen, da es ja sein Verschulden war?

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