Frage von Orla0608 07.02.2012

Künstliches Koma - Gefährlich?

  • Hilfreichste Antwort von DoktorNoth 08.02.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    "Künstliches Koma" ist kein Zeichen für irgendwas, es ist nämlich keine Krankheit sondern ein künstlich mit Medikamenten erzeugter Schlafzustand eines lebensbedrohlich erkrankten Patienten. Daher ist der Begriff "Koma" auf eigentlich ziemlich bescheuert, "Narkose" träfe es besser, der Mediziner sagt "Analgosedierung". Es gibt dabei im großen und ganzen zwei Ziele: Erstens soll der wie gesagt lebensbedrohlich erkrankte Patient von dem Stress abgeschirmt werden, den medizinische Maßnahmen, Schmerzen, Luftnot und ähnliches mit sich bringen abgeschirmt werden. Ein hohes Stresslevel ist nicht unbedingt gut für den Heilungsprozess. Zweitens toleriert der Mensch an sich und als solches nur die wenigsten medizinischen Maßnahmen am wachen Leib. In der Intensivmedizin wird quasi überall ein Schlauch reingepiekst, es wird künstlich beatmet, Thoraxdrainage, etc. etc., all das würde ein Patient nicht am wachen Leibe ertragen können. Analgosedierung ermöglicht es also den Ärzten, effizienter zu behandeln und nimmt dem Patienten Stress.

    Natürlich gibt es dabei auch Nachteile, zum Beispiel bekommen Patienten zur Analgosedierung jede Menge Medikamente, auch solche, von denen potentiell eie Abhängigkeit droht. Zweitens wird ein analgosedierter Patient immer beatmet, der Schlauch, der dazu in der Luftröhre steckt, kann dort allerdings einiges an Schaden anrichten, so dass nach einer Weile einLuftröhrenschnitt gemacht werden muss (auch medizinisch gesehen keine große Sache, ohne ist aber trotzdem schöner). Und zu guter Letzt gibt es verschiedene Daten aus Studien die zeigen, dass die Organe im künstlichen Tiefschlaf anders und meist nicht so effizient funktionieren, wie im Normalbetrieb, die Niere zum Beispiel, oder auch die Lunge. Somit muss man sagen, dass ein "künstliches Koma" schon gewisse Gefahren birgt - es wird also nur nach sehr gründlicher Abwägung aller Risiken gegen den erwarteten Nutzen angewandt. Insgesamt ist Analgosedierung aber ein etabliertes, notwendiges und alternativloses Verfahren, das auf zahllosen Intensivstationen jeden Tag angewandt wird.

  • Antwort von tischbein 07.02.2012
    15 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo! Ich hatte im Mai auch ein künstliches Koma, für mehrere Tage. Nur, davon weiß ich nichts mehr. Meine Ärzte hatten dies verordnet. Ich kann inzwischen wieder hier schreiben, aber noch nicht so gut wie früher. Das Koma hat mir das Leben gerettet! Es ist nicht gefährlich - sofern es von den sehr guten Ärzten verordnet wird.

  • Antwort von amdros 07.02.2012
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    informiere Dich hier

    http://www.op-info.de/intpat.htm

  • Antwort von gorown 07.02.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ein künstliches Koma ist genau deshalb künstlich, weil der Körper nichts dafür kann, also ist es auch kein Zeichen für irgendwas.

  • Antwort von Viel25wissender 24.02.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Was für eine Antwort von Doktor Nord. Was hat eine Thoraxdrainage mit einem künstlichen Koma zu tun und wraum so umständlich erklärt. Wie die meisten schreiben.Ein Patient der schwer verletzt ist wird nicht unbedingt auf Grund großer schmerzen ins küstliches Koma gelegt, sonder: Damit der Körper sich schneller erholt. Der Patient wir in eine Dauernarkose durch Phopofol oder Theopentan gelegt. Er trägt einen Tubus für die Beamtmung. Das ist alles. Und Abhänging kann man nicht dadurch werden. Ein künstliches Koma dauert maximal 3-5 Tage und nicht länger. Man wendet es auch in der Neurologie bei Epielspei an wenn der Betroffene einen Status Epilepicus erleidet und von alleine nicht mehr aus den Anfällen heraus kommt. Und da ist es verschieden wie lange die Narkose andauern soll. Man macht eine Kurznarkose von 10 Minuten. Krampft derjenige dann weiter wird er wieder in Narkose gelegt und zwar so lange bis derjenige mit den Anfällen durch ist. Es kommt also auf das Krankheitsbild an und man kann hier nicht alle Patienten gleich stellen. Und übrigends wird eine Thoraxdrainage unter örtliche Betäubung gegeben weil ich das 4 x hatte mit der Lunge. Man spritzt im Rücken die Stellen ein wo die Drainagen gelegt werden sollen. Man merkt nur die Stiche der Spritzen und mehr nicht. Dafür gibt es keine Narkose.Das heraus ziehen nach her tut mehr weh als das legen von Drainagen. Das macht man ohne Betäubung und die Schläuche -bei mir waren es 2 sind ziemlich lang. Du hast ja unglaublich Ahnung - Doktor Nord. Ich bin Krankenschwester und bin auf einer neurologischen Station tätig. Und schon wie das klingt - der Schlauch, den man in die Luftröhre schiebt, kann Verletzungen herbei fügen. Dieser Schlauch heißt: Tubus. Man tubiert einen Patienten und extubiert wieder wenn der Tubus entfernt wird. Lange Antwort die einige ängstigen können und völlig falsche Begriffe. Dann die groooße Ahnung von Thoraxdrainagen wau. Tamara

  • Antwort von sachlich123 07.02.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ein künstliche Koma wird durch Medikamentengabe erzeugt. Es ist sowas wie eine Langzeitnarkose. Der Patient soll dadurch z.B. ruhig gestellt werden. Eine andere Indikation wäre z.B. bei Verbrennungen wegen der Schmerzen. Es ist eine in bestimmten Fällen angewendete therapieunterstützende Massnahme.

  • Antwort von U8oda 04.01.2013
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hallo! Also meine Schwester lag vor 2 Monaten eine Woche im künstlichen Koma, weil sie einen Unfall hatte. Das ist kein Zeichen, die Ärzte geben dem Körper Narkosemittel und man schläft ein. Werden die Narkosemittel ausgeschalten, wacht man auf. Hätte die Ärzte meine Schwester nicht ins künstliche Koma gelgt, wäre sie jetzt nicht mehr da, wo sie ist, nämlich auf der Erde. Hoffe ich konnte helfen!

  • Antwort von BuddyOverstreet 07.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Künstliches Koma bedeutet ja, dass dies unter ärztlicher Kontrolle geschieht. In der Regel sollte dabei nichts schiefgehen, trotzdem kann es zu Zwischenfällen kommen. Und gefährlich ist es allemal, weil dadurch auch das Atemzentrum im Gehirn beeinträchtigt ist..

  • Antwort von Erdbeere2205 07.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hallo :) Ich denke hier kannst du dir vielleicht selber deine Frage beantworten : http://de.wikipedia.org/wiki/Koma :) Gaaanz liebe Grüße :) :)

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